Eingebranntes QD-OLED-Panel: Ergebnisse nach sechs Monaten Dauerbetrieb

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Eingebranntes QD-OLED-Panel: Ergebnisse nach sechs Monaten Dauerbetrieb
Quelle: MSI

Der Youtube-Kanal Monitors Unboxed hat das Einbrenn-Verhalten eines MSI-Monitors mit QD-OLED-Panel analysiert. Dafür wurde dieser ein halbes Jahr lang intensiv genutzt - mit vielen statischen Anzeigen und ohne Schutzmaßnahmen.

OLED-Panels können sich von normalen LCD-Anzeigen zwar unter anderem beim Kontrast deutlich hervorheben, mit Blick auf die Haltbarkeit haben sie aber einen Nachteil. Denn die selbstleuchtenden Pixel werden mit zunehmender Nutzung dunkler - und das kann zum sogenannten Einbrennen führen. Zu ebendiesem Thema hat der Youtube-Kanal Monitors Unboxed jüngst ein Video veröffentlicht. Darin analysiert er das QD-OLED-Panel eines MSI-Monitors nach einem, drei und sechs Monaten intensiver Nutzungszeit.

Sichtbare Spuren

Konkret kam dabei ein MSI MPG 321URX QD-OLED zum Einsatz. Dieser verfügt über ein QD-OLED-Panel von Samsung mit 32" und 240 Hz, das im Schnitt mit 250 cd/m² und maximal mit 1.000 cd/m² leuchtet. Für den Betrieb wurde der Monitor dabei mit 200 cd/m² betrieben - und das täglich zwischen 9 und 10 Stunden ohne Darkmode. Dabei wurden nahezu ausschließlich statische Apps ausgeführt, also keine Filme oder Spiele. Zudem war die Nutzung am Stück, sodass der Monitor zwischendurch weder abkühlen noch einen Pixel-Refresh durchführen konnte.

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Nach einem Monat in diesem Szenario waren dabei noch keine Spuren sichtbar, nach drei Monaten und grob 700 Stunden Nutzungszeit machte sich das Einbrennen aber bereits bemerkbar. Bei mittel-hellen Grautönen wurde in der Mitte des Bildschirms ein Kontrastunterschied wahrnehmbar - genau dort, wo im Zwei-Fenster-Modus von Windows die Trennlinie ist. Etwas leichter war zudem auch eine Abnutzung an der Position der Taskbar zu erkennen. Betroffen waren laut Hardware Unboxed dabei vor allem die grünen Subpixel, die am stärksten an Leuchtkraft verloren.

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Das Video bestätigt damit, dass OLED-Monitore im Produktiveinsatz weiterhin mit dem Einbrennen Probleme haben können, die sich anschließend auch im Betrieb bemerkbar machen. Immerhin: Nach insgesamt sechs Monaten wurde das Problem nicht drastisch schlimmer. Die betroffenen Stellen waren dann immer noch nicht störend, aber in manchen Programmen eben sichtbar. Für den Einsatz mit überwiegend statischen Programmen sind OLED-Monitore damit weiterhin nur bedingt geeignet. Die Lebensdauer kann aber natürlich mit manchen Maßnahmen gestreckt werden: Eine niedrige Helligkeit kann ebenso helfen wie gelegentliche Pausen, in denen sich das Panel abkühlen kann. Zudem arbeiten manche Monitore mit internen Bildanpassungen, um einem Einbrennen vorzubeugen. Gänzlich verhindert lässt sich dieses aber wohl nicht.

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Quelle: via Reddit

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    • Kommentare (144)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Das Problem sind die Samsung Panels.
        Mit LG passiert einem das nicht so schnell.
        Zumindest ist das bei TV's so, und bei Monitoren scheint es wohl auch so zu sein, da die ja sicher nicht plötzlich eine andere Technik verwenden.
        Samsung scheint die Lebensadauer der Bildschirme nicht so wichtig zu sein, da liegt das Hauptaugenbmerk einfach nur auf hohe Leuchtkraftwerte für die Verpackung.
        Dumm gelaufen sag ich nur. Wortwörtlich.
        Ich finde es jedenfalls schade, dass wegen so einem Mist von Samsung wieder die olle und totgeglaubte Einbrenndiskussion erneut entfacht.
        Wie gesagt: kauft LG und nutzt die Weise, dann habt ihr keinerlei Probleme damit.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Das Problem sind die Samsung Panels.
        Mit LG passiert einem das nicht so schnell.
        Zumindest ist das bei TV's so, und bei Monitoren scheint es wohl auch so zu sein, da die ja sicher nicht plötzlich eine andere Technik verwenden.
        Samsung scheint die Lebensadauer der Bildschirme nicht so wichtig zu sein, da liegt das Hauptaugenbmerk einfach nur auf hohe Leuchtkraftwerte für die Verpackung.
        Dumm gelaufen sag ich nur. Wortwörtlich.
        Ich finde es jedenfalls schade, dass wegen so einem Mist von Samsung wieder die olle und totgeglaubte Einbrenndiskussion erneut entfacht.
        Wie gesagt: kauft LG und nutzt die Weise, dann habt ihr keinerlei Probleme damit.
      • Von Tmjcw Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von akuji13
        Der Punkt ist, das auf dem, theoretischen, Problembereich stets massiv rumgeritten wird und dabei vergessen, das die LCDs eine Ansammlung von Problembereichen sind was die Bilddarstellung angeht.
        Dann möchte ich einmal anhand von meinem persönlichen Nutzungsverhalten versuchen zu erklären warum ich diesen Test für nützlich halte.
        Ich nutze einen 3440x1440 VA Monitor den ich sowohl für Studium, wie auch für Bildbearbeitung und Gaming verwende. Die Nutzungszeit variiert drastisch: wenn ich gerade eine Arbeit schreibe komme ich schnell auf 10+ Stunden von Word + Excel + Browser nebeneinander, aber in anderen Zeiten wird er viel mehr fürs gaming eingesetzt. Ich sage einmal, dass ich im Schnitt 2 Stunden pro Tag in (meist split screen) produktivitäts Anwendungen unterwegs bin und dann noch 1,5 Stunden in Spielen. Das ist natürlich deutlich weniger als in dem Test, aber OLED burn in ist kumulativ, das heißt ich kann mir anhand von dem Test ungefähr ausrechnen wann mein Monitor so aussehen würde.
        Also in ~1,5 Jahren hätte mein fiktiver OLED Monitor vermutlich ähnliche burn in Erscheinungen wie das Testexemplar, wenn ich auch auf darkmode etc verzichten würde. Mit einem etwas sorgsameren Umgang würde das sicher weiter herauszögern können, vielleicht sogar um 1 Jahr. Auf Splitscreen apps, verzichten zu müssen oder die Helligkeit tagsüber drastisch zu reduzieren wäre für mich aber keine Option. Und so richtig Lust auf eine verschwindende Taskleiste habe ich eigentlich auch nicht.
        Damit gerate ich in die Gefahr nach ca 3 Jahren mit einem eingebrannten Monitor dazustehen (wer weiß wann MSI, Samsung etc genau eine burn in Reklamation durchführen wird) den ich genau nicht mehr durch die Garantie austauschen kann.
        Das Risiko ist mir persönlich zu groß bei einem 700€-1000€ teuren Monitor. Damit habe ich aus dem Test gelernt, dass OLED Monitore momentan wahrscheinlich noch nicht für meinen persönlichen Anwendungsfall und meine Erwartungen geeignet sind. Gefühlt wird das Netz aber von vielen Leuten mit neuen OLED Monitoren geflutet die gegenteiliges behaupten.
        Wie sich das tatsächlich in 2-3 Jahren bei vielen Usern verhalten wird muss sich erst zeigen, aber dieser Test ist sehr hilfreich um sich eben auch jetzt schon ein gewisses Bild davon zu machen.
      • Von akuji13 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Richu006
        Naja ihr wollt mir doch jetzt nicht Sagen, dass wenn man ein "Gaming-Monitor" kauft, dann Office Arbeiten "ausgeschlossen" sind?
        Niemand schließt etwas aus, die problemfreie Nutzung diverser user für ihr Arbeitsumfeld über zig Stunden am Tag zeigt ja, das es sehr wohl geht.

        Das hier war ein Test, andere, insbesondere mit anderen Geräten können zu ganz anderen Ergebnissen kommen.
        Siehe dazu etwa die OLED Fernseher, wo bestimmte panel sich ganz anders entwickeln als andere, Stichwort QD.

        Zitat von dynastes
        Der Werkzeuge-Vergleich hinkt gleichfalls etwas, denn wie gesagt: Der Einsatzbereich eines Monitors ist sehr breit. Wenngleich ich ihn sicherlich auch nicht "nur" für Office-Aufgaben nutzen würde, kann ich das durchaus "zusätzlich" tun. Bei OLED muss man sich aber aktiv überlegen, ob man das tut.
        Es ist völlig normal das man spezialisiert, das macht man bei Ärzten, Geräten, Werkzeugen, Autos usw.
        Früher war das übrigens auch mal bei Grakikkarten so, Stichwort 2D/3D.
        Damals hat keiner von uns hinterfragt warum wie 2 Karten kaufen.

        Jedes Auto hat einen breiten Einsatzbereich, trotzdem muss ich mir überlegen ob die Limousine die beste Wahl ist wenn ich damit regelmäßig in den Wald fahren möchte um Brennholz zu holen, sie als Jagdfahrzeug einzusetzen usw.
        Da hätten wir dann auch deckungsgleich dein Argument einer Beschädigung, denn die ist mit so einem Fahrzeug massiv erhöht gegenüber einem dafür konzipierten.

        Zitat von dynastes
        Und für PCs und Monitore gilt ja nun einmal erst recht, dass sie sich für x verschiedene Zwecke eignen. Dann zu kritisieren, wenn andere Nutzer die Möglichkeiten dieser Geräte entsprechend ausschöpfen wollen und es als Nachteil betrachten, wenn ein (auch noch besonders kostspieliges) Peripheriegerät plötzlich eine besondere Behandlung erfordert, um es möglichst nicht zu beschädigen, nachdem das vormals nie notwendig war, ist einfach albern. Es ist ein Rückschritt - und fertig.
        Im PC Bereich, wo man ständig Veränderungen hat und Komponenten nach ein paar Jahren nicht mehr kombiniert werden können, sollte man schon offener für Veränderungen sein.
        Nur weil etwas lange so war, muss es dann nicht bleiben.
        Lange Zeit sind die Leute mit dem Auto tausende Kilometer in den Urlaub gefahren, heute klappt das nicht mehr so wie früher mit ihrem E-Fahrzeug.

        Für mich ist ein besseres Bild kein Rückschritt.
        Ich habe lieber 1 Produkt, das meinen Bereich so gut als momentan möglich für mich darstellen kann und das ist Spielen am Rechner.
        Für anderes nutze ich, wie in anderen Bereichen des Lebens, dann weitere Geräte.

        Liegt evtl. auch daran, das ich schon seit Ewigkeiten mindestens 2 Bildschirme gleichzeitig betreibe.

        Zitat von dynastes
        Natürlich wäre es genauso albern zu bestreiten, dass OLED massive Vorteile bietet. Das ist definitiv der Fall. Aber das bedeutet noch nicht, dass man Nachteile aktiv ausblenden muss, um seine Sichtweise effektiver verteidigen zu können.
        Der Punkt ist, das auf dem, theoretischen, Problembereich stets massiv rumgeritten wird und dabei vergessen, das die LCDs eine Ansammlung von Problembereichen sind was die Bilddarstellung angeht.

        Für mich sind Elektro Fahrzeuge aktuell komplett ungeeignet, ich treibe mich dennoch nicht in den entsprechenden threads herum und zähle auf was der für mich nicht kann oder das der Akku ja gar keine 30 Jahre hält.

        Die Verbissenheit mit der das betrieben wird, geht weit über ein normales Maß einer üblichen Forumsdiskussion hinaus.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Gibt genug andere Hersteller.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Asus gehört zu den teureren Marken, ja. Jedoch 50% auf das gleiche Teil in anderem Gewand, kenne ich von denen auch nicht.

        Ich würde das Panel wirklich gern ausprobieren, aber einerseits finde ich es albern diesen Aufpreis für den Asus zu bezahlen und andererseits halte ich nichts von Samsung, weil absolut jedes Produkt das ich bisher von denen hatte, einfach nur gerade irgendwie seinen Garantiezeitraum geschafft hat und die allgemeine Qualität und Haptik, mir echt mies vorkommt.
      Direkt zum Diskussionsende
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