Corsair Xeneon 34WQHD240-C im Test: 34 Zoll mit 21:9-Display und 240 Hz als OLED-Revolution?
OLED-Displays protzen mit knalligen Farben und satten Kontrasten. Wir prüfen den Corsair Xeneon 34WQHD240-C mit 240 Hz, 21:9-Aspect-Ratio und einem QD-OLED-Panel. Was kann der neue Monitor?
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Auch die diesjährige Gamescom wartete mit spannender Hardware auf - und obendrein einigen merklichen Trends. Neben dem aktuellen Dauerbrenner "KI" zog insbesondere die Entwicklung bei Gaming-Monitoren neugierige Blicke auf sich. Wenn sich auf der Gamescom 2024 eine merkliche Tendenz bei Displays für Zocker abgezeichnet hat, dann jene hin zu OLED-Monitoren. "Endlich!" Möchte man fast rufen. Denn schon viele Jahre lässt OLED-Technik dank sattem Schwarz, nahezu verzögerungsfreien Reaktionszeiten und knackscharfen Kontrasten die Herzen der PC-Gamer höher schlagen.
Doch bislang erschienen vornehmlich TV-Geräte, zum Spielen ausgelegte PC-Displays dagegen bestenfalls tröpfchenweise. Damit ist nun offenbar Schluss, Zeitenwende. Auf der Gamescom des Jahres 2024 präsentierte sich gleich eine ganze Reihe ansehnlicher OLED-Monitor-Modelle vor freudig funkelnden Spieleraugen. Darunter auch unser aktuelles Testgerät, Corsairs Xeneon 34WQHD240-C mit 34 Zoll messendem Quantum-Dot-OLED-Display (3.440 × 1.440 Pixel). In unserer Redaktion angekommen, prüfen wir den 240-Hz-Ultrawide-Monitor auf "Hertz und Schlieren". Wie zuvor beim Gamescom-Ausstellungsstück ist unser Testmuster in Weiß gehalten. Der Bildschirm kommt in einem großen ca. 13 Kilogramm schweren Karton, ist schnell und komfortabel aufgebaut und wirkt einmal aufgestellt angenehm gediegen. Trotz der ultrabreiten, immerhin 34 Zoll durchmessenden Bilddiagonale wirkt Corsairs Monitor-Neuzugang beinahe schlank und grazil. Dies ist sicherlich dem dünnen OLED-Display zu verdanken.
Da das eigentliche (QD-OLED-)Display sehr dünn ausfallen kann, können sich die Monitor-Hersteller eines Designer-Kniffs behelfen, welche den Monitoren ein "schlankes und rankes" Aussehen verleiht. Selbst im kräftig dimensionierten, stabil wirkenden Display-Gehäuse des Corsair 34WQHD240-C sind die Ränder des Monitors kaum einen Zentimeter stark. Die für den Betrieb des Displays nötige Elektronik sowie die Anschlüsse verbergen sich in einem kleineren Kasten hinter dem eigentlichen Bildschirm. Ein cleverer Kniff, der den eigentlich alles andere als schlanken und leichtgewichtigen Monitor zierlicher und weniger klobig wirken lässt, als viele andere Gaming-Displays ähnlicher Ausmaße.
Quelle: PCGH
Typisch für OLED-Displays und so auch beim Corsair Xeneon 34WQHD240-C: Oben dünn (ca. 0,8 cm) und unten beim Elektronik-Teil dick (ca. 7,3 cm).
Auch kommt der Corsair-Monitor ohne üppige RGB-Beleuchtung, stattdessen nimmt das matt weiße Äußere die Farben einer solchen indirekt auf, sonnt sich gewissermaßen in vielfarbigem Schein anderer RGB-Applikationen. Die Formensprache - Weiß, vornehm dezent, "leicht" - mit den (leider abseits des Standfußes beim Monitor aus Plastik gefertigten) Elementen im Brushed-Aluminium-Look orientiert sich an weiteren Corsair-Designs. Besonders auffällig ist etwa die Ähnlichkeit zum Virtuoso Pro, einem offenen Klinken-Headset, das Corsair in erster Linie für Spieler mit hohen Audio-Ansprüchen sowie Streamer konzipiert hat.
Quelle: PCGH
Das Design des Corsair Xeneon 34WQHD240-C QD-OLED ist angenehm aufgeräumt und zurückhaltend. Der ausladende, stabilen Halt gewährleistende Standfuß ist aus Aluminium gefertigt. Viele Zierelemente, darunter Hersteller-Logo sowie die Lüftungsgitter an der Rückseite, sind dagegen aus Kunststoff gefertigt. In gewissem Rahmen verständlich, doch angesichts der ansonsten sehr stylishen Präsentation schade.
Wer indes befürchtet, das Display könnte allzu filigran und zerbrechlich ausfallen, sei an dieser Stelle beruhigt. Während wir von allzu grober Gewaltanwendung abraten, insbesondere punktuell und an den zierlichen Kanten des Displays, macht Corsairs 34WQHD240-C einen sehr stabilen, hochwertig gefertigten Eindruck. Der üppige, breit ausladende Aluminium-Fuß sorgt für einen satten und ohne eine solche Absicht nahezu unverrückbaren Stand. Die Toleranzen bei der Befestigung, den Gelenken der Höhenverstellung des Monitors sind sauber und straff - nichts wackelt, rappelt oder schlackert. Solange Sie den Monitor mit beiden Händen wie gewünscht ausrichten, bewusst und kontrolliert neigen oder schwenken, besteht unseres Erachtens wenig Grund zur Sorge.
Quelle: PCGH
Das OSD ist am unteren rechten Bildschirmrand untergebracht und bietet eine Vielzahl nützlicher Informationen und Einstellungen, darunter auch jene für die wichtige OLED-Wartung respektive Burn-In-Protection.
Trotz des filigranen Displayrands wirkt der Monitor bei der Handhabung alles andere als fragil und zerbrechlich. Eine hohe Qualität, Stabilität respektive Standfestigkeit und eine sehr saubere Verarbeitung sollte man beim hohen Preis von 1.349,99 Euro allerdings auch erwarten können. Dies ist die offizielle UVP des schicken Corsair Monitors zum Verkaufsstart im Euro-Raum.
Quelle: PCGH
Die Anschlüsse des Corsair Xeneon 34WQHD240-C sind gut zugänglich an der Rückseite des Monitors angebracht. Neben zwei HDMI-2.1- und einer Displayport-1.4-Buchse bietet der Monitor 4× USB-3.1-Anschlüsse samt KVM-Funktion für bis zu zwei Geräte sowie einen USB-Typ-C DP Alt Mode (Übertragung des Audio-/Video-Streams via USB-C, inklusive maximal 65 Watt Ladeleistung). Für Kopfhörer außerdem ein 3,5-mm-Klinkenanschluss bereit.
Von der Qualität und Stabilität sowie Langlebigkeit des Displays ist man auch bei Corsair überzeugt. Nun ist die OLED-Technik offenkundig endlich so weit, die Einbrenn-Problematik auch bei häufigen statischen Desktop-Inhalten in einem solch vertretbaren Rahmen zu halten, dass Hersteller sich auch an PC-Displays wagen. Der Hersteller gibt bei dem 34WQHD240-C eine dreijährige Garantie - bei sachgemäßer Handhabung (dazu gehört allerdings auch die Nutzung der "Wartungs-Funktion" im OSD-Menü, zum Schutz vor Einbrennartefakten, siehe Kleingedrucktes). Corsair bietet darüber hinaus wie bei allen Xeneon-Displays eine "Zero Dead Pixel Policy", also im Zeitrahmen der dreijährigen Garantie eine darüber hinaus geltende Richtlinie, die bei fehlerhaften, "toten" Pixeln greift - auch hier ist allerdings ein genauer Blick in das Kleingedruckte ratsam.
Genug zu Äußerlichkeiten, Gestaltung und Design. Was hat Corsairs Display technisch auf dem Kasten. Werden die Bildqualität, die -stabilität bei schnellen Bewegungen, die Farbtreue und Co. dem gehobenen Preis gerecht? Zu einem attraktiven Display für Spieler gehört schließlich nicht zuletzt ein gutes Bild. Auf der nächsten Seite erklären wir erst QD-OLEDs und gehen dann alle wichtigen Punkte durch.

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