Kann uns Corsairs OLED-Display überzeugen?
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Im Test: Überzeugt der Corsair Xeneon 34WQHD240-C?
Zu den wichtigsten Eigenschaften abseits der Bildschirmdiagonale (34 Zoll), deren gemäßigter Krümmung (1800R), der Auflösung (3.440 × 1.440 Pixel), dem Format (21:9) und der Taktfrequenz (240 Hz) zählt Adaptive Sync. Corsair bietet den VESA-Standard in Form einer zusätzlichen Zertifizierung durch Nvidia und AMD, sowohl G-Sync Compatible sowie Freesync Premium Pro müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um sich mit den entsprechenden Logos und der Freigabe durch den Hersteller auszeichnen zu dürfen. Für Freesync Premium Pro müssen etwa mindestens 120 Hz unterstützt werden. Monitore mit dem Label G-Sync Compatible werden vor Verleihung der Lizenz auf Fehler/Artefakte geprüft.
Quelle: PCGH
Eine besondere Beachtung wert ist bei QD-OLED-Displays außerdem die maximale Helligkeit. Bei unserem Test-Kandidaten offiziell angegeben mit bis zu 1.000 cd/m². Im Grunde könnte das Display also mit einer Helligkeit strahlen, die DisplayHDR 1.000 entspräche. Allerdings gibt es hier einen kleinen, nicht unbedeutenden Haken, der auch die offizielle Angabe von "DisplayHDR 400 True Black" des Corsair Xeneons 34WQHD240-C erklärt.
Bei der maximalen (!) Leuchtstärke ist bei QD-OLED-Displays die Größe der Fläche ausschlaggebend, welcher Anteil der Pixel auf dem Bildschirm besonders hell strahlen soll. Je kleiner der Anteil und je weniger Bildpunkte, desto höher kann die Helligkeit dieser Pixel ausfallen. Ist die Fläche größer, nimmt auch die maximale Helligkeit ab. Öffnen Sie etwa den Windows-Texteditor, wird der weiße Inhalt umso heller, je kleiner Sie das Fenster ziehen, vergrößern Sie es, verringert sich die Helligkeit auf dem Display. Um diesen Effekt zu minimieren oder auszugleichen, bieten QD-OLED-Displays im Regelfall eine "Angleichungsoption", welche die maximale Helligkeit des Displays im Gesamten reduziert und dieses uniform ausleuchtet. Auch Corsair bietet eine solche Funktion im OSD, hier "Uniform Brightness" genannt.
Nur HDR 400 und das trotz 1.000 cd/m²? Jein.
DisplayHDR True Black ist dabei ein Standard, der spezifisch auf neue (OLED-)Displays abzielt und eine hohe, aber kurze, maximale Helligkeit und einen schnellen Wechsel von maximaler Helligkeit zu Schwarz, also hohe Kontraste und kurzfristige, aber knallige Leuchtkraft akzentuiert. Für den "True Black"-Zusatz darf der Wechsel zwischen maximaler und minimaler Helligkeit höchstens 2 Frames in Anspruch nehmen, im Falle unseres 240-Hz-Displays demnach höchstens 8,3 Millisekunden. Tatsächlich liegt Corsairs Xeneon 34WQHD240-C bei den Testergebnissen weit unter diesem theoretischen Höchstwert. Beim Spielen in HDR kann die hohe maximale Leuchtkraft obendrein weit deutlicher wirken, als es "DisplayHDR 400" vermuten lassen würde. Schließlich können kleinere Bildteile mit einer maximalen Leuchtkraft von bis zu 1.000 cd/m² (gemessen 997,3 cd/m²) leuchten - eine Fackel oder eine Taschenlampe, ein plötzlich aufblitzendes Mündungsfeuer in einer nächtlichen Umgebung, etwa.
Einzig bei der uniformen, gleichmäßigen Ausleuchtung der Anzeige ist die Helligkeit also auf 400 cd/m² beschränkt, punktuell kann sie jedoch mit bis knapp 1.000 cd/m² hell strahlen. Wir haben uns wegen dieses Umstands bereits mit Monitor-Herstellern erkundigt, der Grund für die nur punktuell sehr kräftige Helligkeit ist schlicht und einfach: Wärme. Würde eine größere Fläche ebenso hell strahlen, würde sich der Monitor zu sehr erhitzen. Der Strombedarf würde obendrein steigen, vielleicht gar die Maximalleistung des Netzteils überschreiten. Dies ist der Grund, weshalb (QD-)OLED-Displays nur punktuell sehr hell strahlen, dies ist auch der Grund für die neuen Display-HDR-Standards "True Black".
Quelle: PCGH
Wohl eher Gimmick als nützlich: Corsair verbaut neben dem Joystick zur OSD-Navigation eine Fotozelle. Nähern Sie sich mit Ihrer Hand, poppt ein zusätzliches, kleines Menü mit Bedienungsanleitung für das eigentliche OSD auf, welches sich mit dem Joystick aktivieren lässt.
Neben der teils sehr beeindruckenden Leuchtkraft haben uns primär die Farben und Kontraste des Corsair-Monitors imponiert. Natürlich sind OLED- und vielleicht nochmals verstärkt QD-OLED-Bildschirme für ihre satten Schwarzwerte bekannt - doch das Schwarz des Corsair Xeneon 34WQHD240-C wirkt beinahe schon tiefschwarz. Dieser Umstand wird sicherlich durch die entspiegelte, doch nahezu glasklare Bildschirmoberfläche begünstigt. Ein matteres Display würde aufgrund der durch die Oberfläche begünstigten Streuung tendenziell einen etwas "trüberen", "milchigeren" Eindruck akzentuieren. Beim Corsair-Monitor ist schwarz "abgrundtief schwarz", was obendrein die Farben und Kontraste nochmals verstärkt hervorhebt, die in unserem Test außerdem hohe Wertungen einfahren. Nicht nur den RGB-, auch den Adobe-Farbraum erfüllt Corsairs QD-OLED-Glanzstück mehr als vorbildlich, das Display fährt gar Bestnoten bei Farbtreue, Kontrasten und Reaktionszeit ein.
Quelle: PCGH
Corsairs Xeneon 34WQHD240-C im Ghosting-Ufo-Test von Blur Busters.
Auch subjektiv wirkt das Bild satt, kontraststark, knallig und obendrein nahezu schlierenfrei. Nicht nur Spieler dürften sich an der hohen Bildqualität, der sauberen, knackscharfen Darstellung und an satten Kontrasten und leuchtenden Farben erfreuen. Und doch gibt es zumindest einen Punkt (abseits des nicht ganz unbeträchtlichen Preises), das uns im Test ein wenig sauer aufstößt. Werkskalibrierung, penibler Abstimmung und Nachjustierung zum Trotz zeigte unsere Testmuster leichte, insbesondere bei Text allerdings recht auffällige und unschöne Farbsäume ("Fringing"). Im Klickvergleich unten sehen Sie die bemängelten Farbsäume.
Diese Farbsäume manifestieren sich bei unserem Testmuster vorwiegend bei Text, an dessen Ober- (Cyan) und Unterkante (Magenta) sich die "Farbverschiebungen" in etwas unschöner Form präsentieren. Text wirkt durch dieses Phänomen zugleich überschärft, "bröselig", zu kontrastreich und hebt sich stark vom Hintergrund ab (vor allem bei Weiß, Schwarz), wie auch verschwommen, etwas undeutlich. Dies ist speziell angesichts des gehobenen Preises des Monitors ein gewisser Negativpunkt. Allerdings fällt der Punkt in erster Linie - ja nahezu ausschließlich - bei Text und praktisch nicht beim Spielen oder Betrachten anderer, primär bewegter Bildinhalte auf. Auf der nächsten Seite fassen wir alle wichtigen Punkte des Tests zusammen.

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