Mainboard-Empfehlungsarchiv - Intel: Sockel 2066
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Mainboard-Empfehlungsarchiv - Intel: Sockel 2066

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Intels letzte gezielte HEDT-Plattform hörte auf den Namen LGA2066; die CPUs hießen Skylake X und Cascade Lake X - und wir erklären Plattform und Mainboards.

In der 10000er-Generation bieten Intels "Workstation/Enthusiast"-CPUs 10 bis 18 CPU-Kerne, Quad-Channel-DDR4 und 48 PCI-Express-3.0-Lanes. Kommt bekannt vor? Kein Wunder, trotz neuem Codenamen (Cascade Lake) unterscheidet sich das aktuelle Angebot quasi nur durch halbierte (!) Preise, vier zusätzliche PCIe-Lanes (bislang 44) und dem am unteren Ende zusammengestrichenen Portfolio von den 9000ern alias Skylake-X-Refresh. Wie der Name schon andeutet, waren diese ihrerseits ein kaum verändertes Update gegenüber den Core i9-7900-Modellen. Nur die Wärmeableitung im Package wurde mittlerweile verbessert und im Laufe der vierjährigen Produktionszeit natürlich auch die Fertigung optimiert, sodass Takt und Effizienz besser ausfallen. Sonst sind auch neue Sockel-2066-Prozessoren technisch auf dem Niveau von 2017. Aber Vorsicht: In der breit aufgestellten ersten Sockel-2066-Generation bot Intel mit den Core i7-7800X und -7820X auch auf 28 Lanes beschnittene SKUs an und mit den Core i5/i7 7700X alias "Kaby Lake X" sogar Quad-Cores mit 16 Lanes und Dual-Channel-Speicherinterface.

Insbesondere mit Letzteren liegen große Teile der Mainboard-Ausstattung mangels Ressourcen brach; vergleichbare Prozessoren bilden heute zusammen mit passenden Platinen die Sockel-1200-Einsteigerklasse. Aufgrund der für hohe Kernzahlen optimierten Cache-Struktur sind übrigens auch die kleineren Cascade-Lake-Modelle in Anwendungen oft und in Spielen immer langsamer als ihre Mainstream-Verwandten mit gleicher Kernanzahl oder AMDs Ryzen-3000-Gegenstücke im Sockel AM4. Dass Letztere mit bis zu 16 Kernen näherungsweise das gesamte Sockel-2066-Einsatzgebiet abdecken und Ryzen 5000 sogar absolut mehr Leistung bietet, macht Intels offizielle Enthusiast-Plattform trotz stark gesenkter Preise obsolet.

Übersicht und Status: Sockel 2066

Als Abgrenzung zu den Mainstream-Sockeln können LGA-2066-Mainboards nur noch die reichhaltige CPU-PCI-Express-Ausstattung der "X"-Prozessoren in zusätzliche Grafikkarten- und M.2-Steckplätze investieren, wobei die Beschränkung auf PCI-Express 3.0 dem High-End-Bereich mittlerweile nicht mehr würdig ist. Weitere Ressourcen stellt seit 2017 der X299-I/O-Hub bereit. Bis auf zwei zusätzliche SATA-Optionen ist er baugleich mit dem über vier Jahre alten Sockel-1151-PCH Z270, verfügt also über maximal 24 zusätzliche PCI-Express-3.0-Lanes. Mainboard-Hersteller nutzen aber einen Teil der flexibel einsetzbaren X299-HSIO-Ports für SATA und zusätzliche USB-3.0-Ports; typischerweise 14 bis 16 verbleibende PCIe-HSIOs reichen immer noch für ein bis zwei weitere M.2-Steckplätze, Onboard-Controller und ein bis drei Erweiterungs-Slots - mehr werden durch fehlenden Platz verhindert, denn die bis zu acht RAM-Bänke respektive vier CPU-versorgte PCI-Express-Steckplätze verbrauchen viel Platinenfläche. Letzterer Trend hat sich in den jüngeren Generationen noch verschärft: Als Reaktion auf die teilweise sehr hohe Leistungsaufnahme der CPUs versuchen die Hersteller, Spannungswandlerbereiche und -Kühlkörper zu vergrößern, und sparen dafür Erweiterungs-Steckplätze ein. Von einem Nach- in einen Vorteil wandelt sich in der dritten Mainboard-Generation das niedrige Integrationsniveau des alten X299-I/O-Hubs. Da USB jenseits von 3.0 ohnehin als Zusatzcontroller ergänzt werden muss, wird oft direkt USB 3.2 mit 20 GBit/s verbaut. Auch LAN mit mehr 1 Gigabit ist üblich.

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(Kein) Zukunftspotenzial bei Sockel 2066

Der Sockel 2066 hatte ein langes Leben oder besser gesagt einen sehr gedehnten Tod, einschließlich seines PCHs. Gerüchte zu einem Intel X399-PCH (auch X499, Z399 und Z490 genannt und nicht mit AMDs X399, den Gerüchten um einen AMD Z490 oder dem Intel Z490 für Sockel 1200 zu verwechseln) erwiesen sich alle als falsch, der X299 blieb bis zum offiziellen Dienstende des LGA2066 im Einsatz. Obwohl eine vierte (Refresh-)CPU-Generation nie erschienen ist, ließ diese lange auf sich warten. Intels 2020er-Server-Prozessoren Cooper Lake (14 nm) sowie die 2021er-Ice-Lake-SP-Modelle (10 nm) wurden nur für den monströsen Sockel 4189 angeboten; eine andere erwartete Enthusiast-Ablöse mit Skylake W im Sockel 3647 wurde nicht als Desktopprozessor mit 28 Kernen vermarktet, sondern nur als Workstation-Xeon W-3175X. Passende Endkunden -Mainboards für sehr gut betuchte Heimanwender gab es dennoch, mehr Spiele-Leistung als mit einem Sockel-1200-System boten diese aber nur in wenigen, gut mehrkernoptimierten Titeln, in denen dann auch der modernere Threadripper 3000 punkten kann.

Rund um den Ice-Lake-SP-Nachfolger Sapphire Rapids kursierten neue Nachfolgergerüchte für das Jahr 2022, die sich 2023 als teilweise wahr herausstellten: Die Ausbaustufe 64L nimmt relativ zu zeitgenössischen Raptor-Lake-Sockel-1700-CPUs tatsächlich die klassische Enthusiast-Position ein, inklusive OC-Features. Obwohl Intel beteuerte, dass "HEDT nicht tot" ist, werden diese CPUs aber nur noch als Xeon W-2400 für Workstations vermarktet. Dort lösen sie ebenfalls Cascade-Lake-Varianten ab, aber bei Heimanwendern sieht man keinen Bedarf für vergleichbare Angebote. Der Ruhestand des Sockel 2066 wurde daher im Juli 2023 offiziell angekündigt, ohne dass es einen direkten Nachfolger gäbe - und ohne dass Intel in der über sechs Jahre währenden Geschichte der Plattform jemals einen deutlichen Leistungsschub über das Niveau der ersten Generation hinaus veröffentlicht hätte.

[PLUS] Mainboard-Wissen: Neue Intel-I/O-Hubs für Einsteiger, Mittel- und Oberklasse

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PCGH Plus: Intels Z690 überzeugt genauso wie die Alder-Lake-CPUs, ist für viele Anwender aber überdimensioniert und zu teuer. H670, B660 und H610 sollen bezahlbare Sockel-1700-Mainboards möglich machen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2022.

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Keine Kauftipps für Sockel-2066-Mainboards

Ähnlich wie für AMDs TRX4 und TR4 gilt auch für Intels Enthusiast-Programm: Die gesamte Plattform ist aus Sicht von PC Games Hardware bestenfalls in Spezialfällen interessant. Zwar liegen Absolutleistung und Preise der Intel-Prozessoren in einem für Desktop-Nutzer interessanten Fenster, vier Jahre modernere Ryzen-9-Systeme machen aber beinahe alles besser. Insbesondere Spieler sollten letztere bevorzugen, weswegen PCGH nach 2017 auf Tests von Mainboards für Skylake X und Cascade Lake X verzichtet hat.

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  1. Seite 1 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Beratung für Intel-Plattformen anhand von PCGH-Testergebnissen
  2. Seite 2 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Intel: Sockel 1851
  3. Seite 3 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Intel: Sockel 1700
  4. Seite 4 Archiv-Startseite
  5. Seite 5 Mainboard-Empfehlungsarchiv - Intel: Sockel 1200
  6. Seite 6 Mainboard-Empfehlungsarchiv - Intel: Sockel 1151 (CFL)
  7. Seite 7 Mainboard-Empfehlungsarchiv - Intel: Sockel 2066
    • Kommentare (65)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Besten Dank. Da die neue Nvidia Generation ja wohl noch ein Jahr auf sich warten lassen wird, werde ich auch bei Intel abwarten, was als Nächstes erscheint und mir erst dann mal überlegen, wie der neue PC sich zusammensetzen könnte. Die ganzen aktuellen Teuerungen vereinfachen mir die Entscheidung mit dem Warten zusätzlich. Mal guggen wie sich der Markt bis zum nächsten Sommerloch entwickelt hat. Bis dahin werde ich die Füße hochlegen und genüsslich auf der alten Hardware weiter zoggen.
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Besten Dank. Da die neue Nvidia Generation ja wohl noch ein Jahr auf sich warten lassen wird, werde ich auch bei Intel abwarten, was als Nächstes erscheint und mir erst dann mal überlegen, wie der neue PC sich zusammensetzen könnte. Die ganzen aktuellen Teuerungen vereinfachen mir die Entscheidung mit dem Warten zusätzlich. Mal guggen wie sich der Markt bis zum nächsten Sommerloch entwickelt hat. Bis dahin werde ich die Füße hochlegen und genüsslich auf der alten Hardware weiter zoggen.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        toller Beitrag, aber wenn gleichzeitig eine News kommt, dass keiner Intel Boards bei Mindfactory kauft, dann ärgert man sich als Redakteuer sicherlich über die vergebene Liebesmüh, oder? ^^
        die warten sicherlich alle noch auf die megageilen Cotpilot Pups Prozessorupgrades mit gepimpter NPU Einheit, das wird der Hammer
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        @PCGH-Torsten: wie immer toller Beitrag, danke
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wenn Nova Lake 2026 erscheint: Ja, würde ich erwarten.
        Kann natürlich sein, dass wieder irgend ein Lückenbüßer reinrutscht und sich die Veröffentlichung verschiebt. Das weiß man bei Intel nie. Sockel 1700 sollte ja auch mal 2022er Meteor Lakes aufnehmen.

        Edit Mai 2025: Da der Thread gerade wieder hochgezogen wurde, möchte ich anmerken, dass obige Erwartung schlecht gealtert ist und mittlerweile 1954 als relativ gesichert für Nova Lake gilt.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat

        aber eine Abkehr von DDR5 und Sockel 1851 gilt als unwahrscheinlich, sodass letzterer eine Lebensdauer von mindestens drei Jahren erreichen dürfte - wie auch sein Vorgänger.
        Wirklich, ihr erwartet Nova Lake noch für die aktuelle Plattform?
      Direkt zum Diskussionsende
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