Intel bringt 28-Kerner in den Desktop: Cascade Lake-X? [Update]

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Intel bringt 28-Kerner in den Desktop: Cascade Lake-X? (7)
Quelle: PC Games Hardware

Auf seiner Computex-Pressekonferenz hat Intel überraschend einen Desktop-Prozessor angekündigt, der im vierten Quartal mit 28 Kernen daherkommen soll. Viel hat der Chiphersteller nicht verraten, es ist jedoch wahrscheinlich, dass es sich um das kommende Topmodell des Skylake-X-Nachfolgers Cascade Lake-X handeln wird.

Update:

Im Nachgang von Intels Pressekonferenz konnte PC Games Hardware weitere Informationen in Erfahrung bringen. Demnach wolle Intel den 28-Kerner tatsächlich als Core i9 veröffentlichen und den Prozessor für professionelle Anwender vermarkten. Zumindest bei dem Demo-System sollen allerdings noch ein Skylake-SP-Xeon mit 28 Kernen sowie ein C621-Vorserien-Mainboard mit LGA 3647 zum Einsatz gekommen sein. Ob es sich bei der finalen CPU um Skylake oder Cascade Lake handeln wird, konnte man uns nicht sagen. Vermutungen zufolge würden die großen Core i9 mit C621-Mainboards betrieben und nicht mit einer Endkundenvariante (der X299 zum Beispiel ist die Consumer-Version des C422).


Bereits vergangenes Jahr haben AMD und Intel den Krieg der Kerne begonnen. Mit Ryzen 7 und Ryzen 5 hat AMD Acht- sowie Sechskerner in den Mainstream-Bereich gebracht, woraufhin Intel mit den Coffee-Lake-S-Sechskernern folgte. Im High-End-Segment veröffentlichte AMD Ryzen Threadripper mit bis zu 16 Kernen, Intel wiederum schob Skylake-X mit bis zu 18 Rechenherzen nach. Bis zum Jahresende wird das Spiel noch einen Schritt weitergetrieben: Intel möchte einen 28-Kerner für den Desktop veröffentlichen.

Mit den Details geizte der Chiphersteller noch. Selbst vom Desktop war nicht explizit die Rede. Da es für den Server-Markt aber schon 28-Kerner als Skylake-SP gibt und die Kernanzahl als Neuheit gefeiert wurde, sollte ein Endkundenprodukt gemeint sein. Das Demo-System wurde kurz gezeigt und nutzte ein Mainboard, das nach einem "Gaming"- und keinem Server-Produkt aussah. Die Veröffentlichung im vierten Quartal spricht für den Skylake-X-Nachfolger Cascade Lake-X, der für ebendiesen Zeitraum erwartet wird.

Intel bringt 28-Kerner in den Desktop: Cascade Lake-X? (6) Quelle: PC Games Hardware Intel bringt 28-Kerner in den Desktop: Cascade Lake-X? (6) Üblicherweise legt Intel drei verschiedene Siliziumchips für den Server auf, von denen bis Broadwell-E(X) der kleinste für den Desktop erschien (max. 10 Kerne). Mit Skylake-X folgte der zweitgrößte Die für den Sockel 2066 (max. 18 Kerne) und mit Cascade Lake-X sollte dann der große mit bis zu 28 Kernen als Core i9 erscheinen. Spannend wird, welchen Unterbau dafür aus der Tasche ziehen wird - im Server-Bereich erfordert der aktuelle Skylake-X-XCC-Die (Extreme Core Count) den Sockel 3647, der ähnlich groß ist wie AMDs TR4. Spannend: Intel zeigte einen Cinebench-Durchlauf mit dem 28-Kerner, bei dem alle 28 Kerne beziehungsweise 56 Threads mit circa 5,0 GHz liefen - Leistungsaufnahme unbekannt. Ebenfalls interessant wird, ob AMD nicht doch noch einen Ryzen Threadripper mit 32 Kernen veröffentlichen könnte, der Intel zu dem 28-Kern-Core-i9 zwingt.

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    • Kommentare (196)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gaussmath
        Na ja, bei 6 k Temperaturdifferenz, 19 Grad Raumtemperatur und 60% Luftfeuchtigkeit (ca. 11 Grad Taupunkt) ist man von den 4 Grad Wassertemperatur nicht mehr allzu weit entfernt. Das hieße dann aber, dass die CPU immer unter Volllast laufen muss und der Raum klimatisiert war. 10 Grad Wassertemperatur wird wohl realistisch sein...
      • Von gaussmath
        Na ja, bei 6 k Temperaturdifferenz, 19 Grad Raumtemperatur und 60% Luftfeuchtigkeit (ca. 11 Grad Taupunkt) ist man von den 4 Grad Wassertemperatur nicht mehr allzu weit entfernt. Das hieße dann aber, dass die CPU immer unter Volllast laufen muss und der Raum klimatisiert war. 10 Grad Wassertemperatur wird wohl realistisch sein...
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich habe gesagt, dass eine Temperaturdifferenz zwischen in den CPU-Kühler einfließendem und aus dem CPU-Kühler ausfließendem Wasser von 3-4 K zu erwarten ist. Vier ist mehr als drei, ja. Vielleicht kommt es im Worst Case sogar zu fünf oder sechs. Aber relevant andere Temperaturen und ein Delta von 10 oder 15 K entlang des Kreislaufes würde man nur bei groben Fehlern erreichen, die ihrerseits die Kühlwirkung an der CPU reduzieren würden. Derartige "Möglichkeiten" ändern also nichts daran, dass der stromfressende Chiller in der Intel-Demo die CPU-Temperatur nur wenig gegenüber einer groß dimensionierten herkömmlichen Wasserkühlung gesenkt hat.
      • Von gaussmath
        OK, jetzt hast du mich verwirrt. Dann wäre ein von Delta T > 3 K ja doch möglich?!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von gaussmath
        Wie rechnest du das? Mit laminarer oder turbulenter Modellierung?
        Die Erwärmung des Wassers musst du nicht modellieren – das ist einfach Wärmekapazität, Durchfluss und Heizleistung. Dass sich je nach Strömungsregime unterschiedliche Teile des durchfließenden Mediums unterschiedlich aufheizen, ist 1-2 Ecken später wegen Durchmischung egal. Meine Durchflussangaben nach Pumpe basieren auf Erfahrungswerten.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von gaussmath
        Wenn man es nüchtern betrachtet, hat Intel sich mit der Aktion ziemlich lächerlich gemacht. Dieser mega Aufwand, nur um das Prestige aufrecht zu erhalten...
        Aber genau darum geht es. Der Platz an der Sonne. Egal was es kostet.
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