Ryzen 4000: MSI will Zen 3 auch auf Mainboards mit 16 MiB BIOS-ROM unterstützen

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Ryzen 4000: MSI will Zen 3 auch auf Mainboards mit 16 MiB BIOS-ROM unterstützen
Quelle: MSI

Nachdem AMD beim Thema Zen-3-Kompatibilität einen Rückzieher gemacht hat und nun doch 400er-Mainboards unterstützen will, hat MSI seine Pläne bekräftigt, auch die Nicht-MAX-Mainboards aus dem eigenen Hause Ryzen-4000-fähig zu bekommen. Es dürfte aber nicht ganz einfach werden.

PCGH hat bereits ausführlich über das Thema berichtet. Zuerst wollte AMD einen klaren Schnitt machen und mit der Veröffentlichung von Zen 3 aka Ryzen 4000 (Desktop) nur noch Mainboards der 500-Serie (X570, B550) unterstützen. Dann aber besann man sich aus Sicht des Kunden eines Besseren und verkündete, es doch irgendwie möglich zu machen, dass auch Besitzer eines X470- oder B450-Mainboards auf Ryzen 4000 aufrüsten können.

MSI spricht von Schwierigkeiten

In einem aktuellen Insider-Video (Auszüge davon bei Reddit) bestätigt nun Marketing-Direktor Eric van Beurden, dass sich MSI besondere Mühe machen wird, um die Kompatibilität auch leisten zu können. AMD hatte schon einige Kompromisse bzw. Einschränkungen ausgeführt, die mit der Umsetzung auf 400er-Mainboards einhergehen. Vor allem das Thema BIOS-ROM macht "Schwierigkeiten": Während MSI zum Beispiel davon spricht, dass die B450- und X470-Neuauflagen der MAX-Serie aufgrund der verbauten 32 MiB BIOS-ROM "überhaupt keine Probleme" machen, sieht das bei den Nicht-Max-Mainboards bzw. solchen mit nur 16 MiB BIOS-ROM anders aus.

Hier reicht der vorhandene Festspeicher schlicht nicht aus, alle möglichen Prozessoren unterzubringen, die theoretisch erkannt und unterstützt werden können. AMD hatte aber bereits ausgeführt, dass das gar nicht nötig sein wird. Die optionalen BIOS-Updates für B450 und X470 werfen den Support für ältere Ryzens raus, um genug Freiraum im BIOS-ROM zu schaffen. Und: Das Update ist dann gewissermaßen auch eine Sackgasse, denn wer es installiert, wird nicht wieder zurückgehen können. Aus diesem Grund wird es auch einen Verifizierungsprozess vor dem BIOS-Download geben, damit man nach dem BIOS-Flash auch eine CPU im PC hat, die den Rechner booten kann. Ob MSI beim BIOS-Update für Ryzen 4000 nur die Supportlisten zusammenstreicht oder möglicherweise auch an der Oberfläche selbst Einsparungen vornimmt, um die Größenbeschränkungen einhalten zu können, ist bisher unbekannt.

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    • Kommentare (69)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Davon abgesehen bleiben aber aber auch einfach die Beschränkungen der Ryzen-1000-/-2000-CPUs: Wenn AMD denen keinen Controller spendiert hat, der mehr als 16 MiB am Stück ansprechen kann, was soll man dann damit?
        Dann könnte man den Microcode für diese CPUs in den ersten 16MB abspeichern und den der neueren CPUs im anderen Bereich.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Davon abgesehen bleiben aber aber auch einfach die Beschränkungen der Ryzen-1000-/-2000-CPUs: Wenn AMD denen keinen Controller spendiert hat, der mehr als 16 MiB am Stück ansprechen kann, was soll man dann damit?
        Dann könnte man den Microcode für diese CPUs in den ersten 16MB abspeichern und den der neueren CPUs im anderen Bereich.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Mir ist immer noch nicht klar, warum man da als MoBo Hersteller so geizig ist. 64 Megabyte oder mehr kosten doch einen feuchten ScheiBdreck. Selbst 1 GB Flash kostet denen im Masseneinkauf nichtmal 30 Cent. Eigentlich nichtmal 10 oder 5.
        Man sollte endlich mal aufhören, die Preise für NAND-Flash ohne Ansteuerung und mit einer garantierten Datenvorhaltezeit von wenigen Monaten auf eigenständig funktionierenden NOR-EEPROMs mit Spezifikationen im Bereich von Jahrzehnten bis Jahrhunderten zu beziehen. Desweiteren skalieren Preise physischer Objekte nicht beliebig nach unten. Die Packaging-, Handling- und Vertriebskosten für einen 1 MiB-Chip betragen nicht 1/128tel derjenigen eines 128-MiB-Chip, sondern sind ziemlich exakt gleich groß.

        Zitat
        Auf der Packung meines MoBos ist alles in Großbuchstaben. Wenn da MB draufstehen würde, weiß ich tatsächlich nicht, was gemeint ist.

        Aus Gewohnheit sind bei mir mb und MB (oder halt kb statt kbit) immer die jeweilige Byte-Variante. Wenn ich bits verwende, schreibe ich das extra dazu.
        Kleines "b" für die kleinen Bits, große "B" für die großen Bytes sind Branchen-Standard. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen, dass Marketing-orientierte Verpackungsdesigner das wissen, sondern in technischen Dokumenten nachsehen. Sonst macht man den gleichen Fehler wie leute, die "4800 MHz DDR RAM kaufen".

        Zitat von Olstyle
        Mouser will in großen Mengen 56Cent für den größeren Flashchip
        W25Q32JVDAIQ Winbond | Mouser Deutschland
        Teuer ist wirklich anders.
        16Mbit scheinen bei ~20Cent weniger zu liegen.

        EDIT: Wie weiter unten richtig angemerkt war das die falsche Größe.
        Die richtigen liegen bei etwas unter 2€ für 32MByte und ~80Cent Differenz.
        Und 80 Cent (zwischen 16 MiB und 64 MiB) Einkaufspreisunterschied sollte man nicht unterschätzen. Gewinnspanne, auch von Zwischenhändlern und Vertrieblern sowie Mehrwertssteuer oben drauf und schon liegt man bei einem 2 Euro höherem Endkundenpreis. Da mögen einige jetzt sagen "na und?", aber ob man einen Euro billiger oder einen Euro teurer als die Konkurrenz ist, merkt man bei den Absatzzahlen sofort. Nicht umsonst staffeln die Hersteller ihre Mainstrem-Portfolios mittlerweile in 10-Euro-Schritten. Und Einsteiger- sowie OEM-Segment sind 2 Euro mal eben eine Preiserhöhung um 3-4 Prozent. In einer Zeit, in der Leute für 5 Cent Spritkosten einen Umweg von 20 Kilometer machen, sind das Welten.

        Davon abgesehen bleiben aber aber auch einfach die Beschränkungen der Ryzen-1000-/-2000-CPUs: Wenn AMD denen keinen Controller spendiert hat, der mehr als 16 MiB am Stück ansprechen kann, was soll man dann damit?

        Zitat von max310kc
        Und was zahlen die MB-Hersteller dann genau? Anstatt 2€ sicher keine 2 Cent. Die ROMs sind ja im Vergleich doch eher Low-Volume-Teile.
        Die Mouser-Preise sind für 4000er/8000er Reels. Das ist bereits die Abnahmegröße, die Mainboard-Hersteller beziehen und aufgrund der vorhandenen Fixkosten sind gegenüber diesen Großhandelspreisen auch kaum noch Rabatte drin. Vielleicht werden aus obigen 80 Cent Preisdifferenz 50 oder 60 Cent, aber ganz sicher nicht unter 10 Cent. Als Endkunde zahlst du im Eletronikladen schon über vier Euro für 1 MiB, 16 MiB in unpassendem Format liegen bei knapp 10 Euro. Ein 32-MiB-EEPROM in einem für Mainboards typischen Package kann ich gerade nicht im Einzelhandel entdecken, vermutlich wird so etwas zu selten nachgefragt. Vermutlich würden wir dann von 30-60 Euro Reden und auf diesen Preis kannst du deinen "Hersteller zahlen ein Hunderstel"-Überschlag anwenden.
      • Von Rotkaeppchen
        - offtopic -
        Zitat von rehacomp
        Das ist leider so, Einkäufer halt, die gucken immer auf den Preis.
        Das ging beim Bekannten soweit, das man sich fragt "was soll das bringen?"

        Einkäufer: "Das Bauteil gibts von einem anderen Hersteller 0,0001 Cent billiger. Bitte Plan und Stückliste anpassen."
        Entwickler: "Bei 500 Prototypen? Wollen Sie das wirklich tun?"
        Einkäufer: "JA!"
        Rausschmeißen, solche Deppen. Braucht kein Mensch. Die Folgekosten der Änderung sind um ein vielfaches hörer. Aber ja, mit dieser Art Spalter muss ich mich seit 35 Jahren herumschlagen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tech_Blogger
        Ich will nicht verstehen warum du etwas mit Absicht falsch schreibst.

        Da kann nie jemand wissen, was du wirklich meinst...


        Natürlich wissen wir das... beim Sprechen verwenden wir die Begriffe MB "embe" und Mbit "embit".
        Für die Arbeit selbst ist das aber meist irrelevant, da wir auch immer wissen was gemeint ist. Schließlich ist es nicht vorstellbar, dass die Angaben plötzlich um den Faktor 8 daneben liegen
      • Von rehacomp Software-Overclocker(in)
        Zitat von Rotkaeppchen
        20 Cent mal 5 Millionen Mainboards sind eine Million Gewinn. Irgendwer hat das als Verbesserungspotenzial vorgeschlagen und bekommt 10% der Einsparungen im ersten Jahr, also 100.000,-€. Und wir schauen alle in die Röhre ....
        Das ist leider so, Einkäufer halt, die gucken immer auf den Preis.
        Das ging beim Bekannten soweit, das man sich fragt "was soll das bringen?"

        Einkäufer: "Das Bauteil gibts von einem anderen Hersteller 0,0001 Cent billiger. Bitte Plan und Stückliste anpassen."
        Entwickler: "Bei 500 Prototypen? Wollen Sie das wirklich tun?"
        Einkäufer: "JA!"
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