Ryzen 4000: Zen 3 nun doch auch für B450 und X470 - mit diesen Einschränkungen
Rückzieher bei AMD: Nachdem man Anfang Mai noch verkündete, dass nur die 500er-Chipsatz-Serie auch mit Zen 3 aka Ryzen 4000 kompatibel sein wird, will man nun doch auch die Kompatibilität zu Mainboards mit B450 und X470 herstellen. Dazu sind aber einige Einschränkungen nötig.
Der Druck war am Ende wohl doch zu groß: AMD macht einen Rückzieher von den Plänen, die fürs Jahresende erwarteten Zen-3-CPUs (Ryzen 4000 aka Vermeer) nur auf B550 und X570 (oder höher) lauffähig zu machen - und damit alle Käufer eines B450- oder X470-Mainboards der Gnade der kreativen Mainboard-Hersteller zu überlassen. Entsprechende Pläne hatte man am 7. Mai verkündet, das Fan-Feedback und mutmaßlich auch die Reaktionen der Mainboard-Hersteller waren für AMD-Verhältnisse extrem negativ. Vor allem die Konzentration auf vermeintlich zu kleine BIOS-Chips sorgte für Ärger, denn es gab extra Neuauflagen mit 32 MiB statt 16 MiB BIOS-Speicher.
AMD: Neue Upgrade-Roadmap
Nun kommt also das Umbesinnen bei AMD: Auf Reddit legt man dar, dass großangelegte BIOS-Upgrades "schwierig und verwirrend sein können, vor allem, wenn Prozessoren auf der Support-Liste auftauchen und wieder verschwinden". Deshalb wollte man bei Zen 3 eigentlich den Weg gehen, für klare Verhältnisse zu sorgen, doch nun geht man den sicher steinigeren Weg und wird auch für Besitzer eines B450- und X470-Mainboards einen Upgradepfad für Zen 3 ermöglichen. Die Entscheidung sei "noch sehr frisch", weshalb man heute nur einen ersten Blick auf die Abläufe geben könne.
Zusammen mit den Mainboard-Partnern werde man den für Zen 3 nötigen BIOS-Code für B450 und X470 entwickeln und ihn auch noch dieses Jahr veröffentlichen. Diese Updates seien optional und werden den Support für ältere Ryzens deaktivieren, um genug Platz im BIOS-ROM zu schaffen. Wer das Update installiert, soll auch nicht wieder zurückkehren dürfen - es wird kein Downgrade angeboten. Interessant ist der Punkt, dass man den BIOS-Download nur "verifizierten Kunden von Hauptplatinen der 400er-Serie anbieten wird, die einen Zen-3-Prozessor erworben haben". Vermutlich wird man den entsprechenden Kauf nachweisen müssen. Dadurch will AMD sicherstellen, dass "Kunden nach dem BIOS-Flash einen bootfähigen Prozessor zur Hand haben, wodurch das Risiko minimiert wird, dass ein Benutzer in eine No-Boot-Situation gerät".
Ob die BIOS-Updates direkt zum Launch von Zen 3 zur Verfügung steht, kann AMD nicht garantieren. Man kündigt aber jetzt schon an, dass es keine weiteren BIOS-Updates dieser Art für alte Mainboards geben wird. Zen 4 und Co. werden kein 400er-Mainboard unterstützen. Und AMD empfiehlt auch weiterhin, sich ein 500er-Mainbaord zu kaufen, "um die beste Leistung und die besten Funktionen mit unseren neuen CPUs zu erhalten".
Weitere Details zum Upgrade-Prozess wird es in einem späteren Blog geben.
Die besten Mainboards finden Sie auch im PCGH-Ratgeber Mainboards.
Quelle: AMD
Die alte Upgrade-Roadmap: Nun soll Zen 3 nun doch auf B450 und X470 laufen

Aber ab jetzt sollte AMD nun wirklich wissen, wie sie die Lebenszyklen zu kommunizieren haben.
Da AMD auch schon den mittlerweile bei allen Herstellern (außer Asrock) flächendeckend gegebenen Ryzen-1000-bis-3000-Support auf X570 inoffiziell darauf zurückgeführt hat, hoffe ich im Moment auf "es geht doch, wenn man will". Zumindest begrenzt AMD umgekehrt weiterhin die Kompatibilität des B550 hart, obwohl man da die UEFI-Größen zu Produktionsbeginn einfach an den Bedarf hätte anpassen können. Die Bereitschaft zur Kompatibilitäts-Sicherstellung ist also zumindest auch, möglicherweise ausschließlich, aus anderen Gründen begrenzt als dem einen offiziell genannten.
MfG
MfG
Und ältere CPUs aus den Support rauszuschmeissen, um Platz für das Bios zu schaffen, macht Sinn.