AMD gegen Apple: 15 von 20 Top-PC-Spielen laufen nicht auf Macbook Neo
AMD nimmt Apples Macbook Neo ins Visier: Laut Hersteller laufen nur 5 von 20 ausgewählten Top-PC-Spielen nativ auf dem Apple-System, während Ryzen-Laptops alle Titel starten sollen.
AMD nutzt den enormen Erfolg von Apples Macbook Neo als Angriffsziel für eine neue Marketingseite rund um Ryzen-AI-Notebooks. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die reine Leistung, sondern die native Spielekompatibilität. Laut AMD laufen 15 von 20 ausgewählten Top-PC-Spielen nicht nativ auf dem Macbook Neo. Auf AMD-Systemen sollen dagegen alle 20 Titel nativ starten. Die Spiele stammen von Plattformen wie Steam, Epic Games Store und PC Game Pass.
Die Aussage bezieht sich ausdrücklich auf native Ausführung. Das ist wichtig, weil Spiele auf Apple-Systemen je nach Titel auch über Übersetzungsschichten, Portierungen oder angepasste Versionen laufen können. AMD stellt in seiner Gegenüberstellung aber den direkten Zugang zur klassischen PC-Spielebibliothek in den Vordergrund.
AMD vergleicht HP-Notebook mit Macbook Neo
Für den Hardwarevergleich führt AMD unter anderem ein HP Omnibook X Flip mit Ryzen 5 220 gegen Apples Macbook Neo mit A18 Pro an. Laut AMD bietet das HP-Gerät 512 GB SSD-Speicher, ein 2-in-1-Design mit Touchscreen sowie mehr Anschlüsse, darunter HDMI, USB-A und USB-C. Das Macbook Neo wird in der Gegenüberstellung mit 256 GB SSD-Speicher, zwei USB-C-Anschlüssen und 3,5-mm-Klinke geführt. Beim Umfang des Arbeitsspeichers nehmen sich beide Systeme wenig; das Macbook gäbe es auch mit 512 GB SSD.
Bei den Spielen nennt AMD in seinem Material unter anderem Cyberpunk 2077, Counter-Strike 2, Doom: The Dark Ages, Starfield, Monster Hunter Wilds, Assassin's Creed Shadows, Battlefield 6, Call of Duty: Black Ops 7 und weitere Titel. Die Tests zur Kompatibilität wurden laut Fußnote im April 2026 durchgeführt. Für den Gaming-Vergleich nennt AMD allerdings einen Ryzen 5 240 mit Radeon 760M als Testplattform, während die Ausstattungstabelle zusätzlich ein HP Omnibook X Flip mit Ryzen 5 220 und Radeon 740M aufführt.
Damit vermischt AMD zwei Ebenen: Einerseits geht es um die Frage, welche Spiele unter Windows auf x86-Hardware nativ verfügbar sind. Andererseits steht in der Vergleichstabelle ein konkretes günstiges Ryzen-Notebook, dessen integrierte Grafik nicht mit dedizierten Gaming-GPUs oder AMDs großen Strix-Halo-APUs gleichzusetzen ist. Videocardz hatte das Thema aufgegriffen und ordnet ein, dass eine Radeon 740M zwar Spiele starten kann, aber je nach Titel sehr unterschiedliche Bildraten liefert.
Quelle: AMD
AMD gegen Apple: Ryzen-Laptops sollen 20 von 20 Top-PC-Spielen nativ starten
Strix Halo spielt in einer anderen Liga
Faktisch gilt wohl für beide Systeme eine fragwürdige Gaming-Performance, wenngleich das native x86-System alle Titel grundlegend startet. PCGH hatte bereits den stärkeren Ryzen AI Max+ 395 alias Strix Halo im Asus ROG Flow Z13 getestet. Dort kommt eine Radeon 8060S mit 40 Compute Units und 2.560 Shader-Einheiten zum Einsatz. In dieser deutlich anderen Leistungsklasse wird die Geforce RTX 4060 durchgehend geschlagen und es kommt eine gewisse Freude beim Spielen auf. Die Radeon 740M indes liefert laut Messungen von Notebookcheck nur selten Bildwiederholraten, mit denen man zufrieden sein kann. Kritiker werden sich also fragen, ob es dann überhaupt relevant ist, dass das Macbook Neo 15 von 20 Spielen nicht startet, da der A19 Pro ohnehin kaum sinnvolle Bildwiederholraten erreicht.
AMDs neue Kampagne zielt am Ende weniger auf die tatsächliche Spielbarkeit ab als auf Software-Zugang und native Kompatibilität. Die Botschaft lautet: Wer klassische PC-Spiele ohne Umwege spielen will, bekommt mit Windows-Notebooks und Ryzen-Prozessoren die breitere Auswahl. Apples Macbook Neo wird in AMDs Darstellung dagegen auf MacOS-fertige Titel beschränkt. Das bedeutet: Support für BSD-Linux mit Metal-API und die unterliegende ARM-Architektur. Über Parallels, Crossover oder das native Game Porting Toolkit stehen einem weitere Möglichkeiten offen, die aber mit Mehraufwand in Verbindung stehen und bisweilen auch auf leistungsstärkeren Macs mal bessere, mal schlechtere Ergebnisse liefern.
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Quelle: AMD via Videocardz

Hier haben sie das Neo mit diversen anderen Notebook dieser Preisklasse vergleichen. Da war Intel sogar recht gut dabei und von AMD war ich enttäuscht.
Vielleicht kann AMD den Chery-Picking-Test noch einmal nach ein paar Stunden produktiver Arbeit am Gerät wiederholen. Neo: 5 von 20 Spielen starten. Gleich teures, gleich schweres Gaming-Notebook: 0 von 20 Spielen starten, weil der Akku leer ist.
AMD braucht doch solche PR für ihre APU/CPU nicht, da diese eine sehr hohe Leistung haben, um sich zu Profilieren.