Lords of the Fallen im Benchmark-Test: Upsampling ist für die Unreal Engine 5 Pflicht
Das düstere Souls-Like Lords of the Fallen ist seit wenigen Tagen im Handel - und stresst nicht nur Spieler mit einer garstigen Welt, sondern auch Grafikkarten. PCGH hat sich den Vorzeigetitel mit Unreal Engine 5 am Wochenende genauer angesehen und präsentiert erste Grafikkarten-Benchmarks mit und ohne Upsampling.
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Das neue Soulslike Lords of the Fallen nutzt die Unreal Engine 5 und ist daher ein prächtiges Spiel geworden - doch das wissen wir spätestens seit unserem Besuch der Entwickler auf der diesjährigen Gamesom. An dieser Stelle machen wir Nägel mit Köpfen und präsentieren Ihnen Grafikkarten-Benchmarks aus Lords of the Fallen, damit Sie wissen, welche Modelle für überlebenswichtige Bildraten genügen.
Willkommen zum neuesten PCGH Performance Brief!
Dieses Artikelformat fällt direkt mit Messungen ins Haus und kommt immer dann zum Einsatz, wenn wir in geschäftigen Zeiten priorisieren müssen. Was halten Sie von diesem Ansatz? Wie immer freuen wir uns über konstruktives Feedback in den Kommentaren. Nun aber zu den Grafikkarten-Anforderungen von Lords of the Fallen - weitere Informationen zur Technik liefert der bereits verlinkte Artikel So wichtig kann UE5 sein: Mit Entwicklern von Lords of the Fallen im Gespräch und der Test bei unseren Kollegen von der PC Games.
Lords of the Fallen: Grafikkarten-Benchmarks
Lords of the Fallen zieht beinahe alle Register, die mit Epics neuer Unreal Engine 5 möglich sind, und legt daher großen Wert auf Grafikkarten-Leistung. Diese Tatsache ist unumstößlich, Prozessor-Leistung ist eher hintergründig, weshalb sich unsere ersten Messungen auf GPUs beschränken - dafür aber umfänglich, wir testen uns von der aktuellen 200-Euro-Klasse bis hinauf ins High-End. Die Benchmarks finden zu Beginn des Spiels statt: Wir entledigen uns des ersten Mini-Bosses ("Otto") und führen die Messungen auf dessen kleiner Lichtung durch, da das Spiel hier das erste Mal deutlich geringere Bildraten präsentiert. Bei der Szene, welche wir nicht in der normalen Welt, sondern im anspruchsvolleren Umbral messen, handelt es sich keineswegs um ein Worst-Case-Szenario, sondern um eine eher typische Szene. Im weiteren Spielverlauf gibt es anspruchsvollere Szenen - die Community nennt hier unisono das Moor, dessen Anforderungen wir abklopfen werden, sobald Lords of the Fallen weitere Updates erhalten hat.
Uns geht es darum, Ihnen erste Anhaltspunkte zu liefern, wie Lords of the Fallen derzeit läuft. Das Spiel ist offenbar bis jetzt nicht fertig, davon zeugt zumindest die Update-Frequenz seitens des Entwicklers. Stand heute wird weder Nvidias noch AMDs Frame Generation offiziell unterstützt: Erstere wurde zwischenzeitlich wegen Problemen entfernt, Letztere wird laut aktuellem Wissensstand irgendwann folgen. Durch die Nutzung einer Szene früh im Spiel können Sie unsere Benchmarks einfach nachvollziehen; der Ablauf ist im Video zu sehen.
Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei unseren GPU-Benchmarks aktiv. Diesmal haben wir Grafikkarten-Benchmarks wieder in fünf Auflösungen angefertigt: Neben dem üblichen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD können Sie im folgenden Benchmark außerdem Dual-QHD mit 5.120 × 1.440 Pixel auswählen. Die Messungen erfolgen via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 23.10.1 WHQL, Intel Game On Driver 4887 WHQL und Nvidia Game Ready Driver 537.58 WHQL.
| Systemanforderungen laut Entwickler | Minimale Hardware (720p bei niedrigen Settings) | Empfohlene Hardware (1080p bei hohen Settings) |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 64 Bit | Windows 10 64 Bit |
| CPU | Intel Core i5-8400 | AMD Ryzen 5 2600 | Intel Core i7-8700 | AMD Ryzen 5 3600 |
| Arbeitsspeicher | 12 GiB RAM | 16 GiB RAM |
| Grafikkarte | 6 GiB VRAM | Nvidia GTX 1060 | AMD Radeon RX 590 | 8 GiB VRAM | NVIDIA RTX 2080 | AMD Radeon RX 6700 |
| Schnittstelle | DirectX 11 | DirectX 12 |
| Festplatte | 45 GiB Speicherplatz mit SSD (empfohlen)/HDD (unterstützt) | 45 GiB Speicherplatz mit SSD (vorausgesetzt) |
Die Benchmarks finden in zwei Einstellungen statt: in nativer Auflösung mit Temporal-AA sowie mit aktivem Quality-Upsampling. Wie bereits bei Remnant 2 und Immortals of Aveum ist Upsampling in Lords of the Fallen kein Gimmick, sondern essenziell, um flüssige Bildraten zu erhalten. Aufgrund der hohen Grafiklast staffeln wir das GPU-Feld und testen nur die schnellsten Grafikkarten mit TAA. Der folgende Benchmark zeigt, warum:
Analyse der GPU-Benchmarks
Die aktuelle 300-Euro-Klasse rund um Arc A770, Geforce RTX 4060 und Radeon RX 7600 zeigt unmissverständlich, was für ein "Grafikfresser" Lords of the Fallen ist. Wenngleich der Gegenwert stimmt - das Spiel sieht prächtig aus -, wird wohl niemand freiwillig mit 30 Fps in die anspruchsvollen Kämpfe gehen. Immerhin halten sich Zwischen-Ruckler in Grenzen, das Spiel hat Shader-Stuttering durch einen vorgeschalteten Compiling-Vorgang relativ gut im Griff. Stotterfrei läuft Lords of the Fallen jedoch selbst auf den schnellsten PCs nicht, kleinerer "Schluckauf" tritt immer wieder auf.
Um GPUs zu entlasten, bietet Lords of the Fallen Unterstützung sowohl für AMDs FSR 2 als auch Nvidias DLSS - Intels XeSS fehlt, obwohl alle drei GPU-Schmieden entsprechende Plug-ins für die Unreal Engine 5 bereitstellen. Sehen wir uns nun an, was Upsampling ausrichten kann. Wir testen konsequent mit dem hübschen Quality-Modus (Q), wobei Geforce-Chips auf DLSS und Arc sowie Radeon auf FSR zurückgreifen. Frame Generation ist bei keinem Benchmark aktiv.
Das sieht bereits deutlich freundlicher aus, Q-Upsampling rechnet intern mit 2/3 der Pixel und steigert die Bildrate aller Grafikkarten somit fühlbar. 60 Fps sind für die meisten Grafikkarten dennoch ein ambitioniertes Ziel, das weitere Kompromisse erfordert. Entweder, Sie stellen einen noch höheren Upsampling-Modus ein, etwa Ausgeglichen/Balanced, oder Sie gehen einem der zahlreichen Grafikeffekte qualitativ an den Kragen.
Erstes Fazit: Lords of the Fallen
Vergleicht man Radeon und Geforce, zeigt Lords of the Fallen ein leichtes Nvidia-Faible. Das ist bemerkenswert, denn die ersten Spiele auf Basis der Unreal Engine 5 - Remnant 2 und Immortals of Aveum - haben andere Vorlieben. Da Lords of the Fallen die UE5-Features Nanite und Lumen in vollem Umfang nutzt, was Hardware-Raytracing einschließt, ergibt die leichte Geforce-Überlegenheit jedoch Sinn. Wir sind gespannt, wie die Marschrichtung für künftige Spiele mit Unreal Engine 5 aussieht, wir stehen hier noch am Anfang. 2024 wird laut aktuellem Wissensstand zahlreiche weitere Spiele auf Basis des Epic-Motors bereithalten. Schon jetzt klar ist nur eine Sache: Upsampling ist bei der Unreal Engine 5 kein Gimmick, sondern offenbar "eingepreist", um mit Details und Effekten in die Vollen zu gehen.
Upsampling ist bei der Unreal Engine 5 kein Gimmick, sondern Pflicht.
Zum Abschluss haben wir noch eine gute Nachricht für Grafikkarten mit wenig Speicher: Es zeichnet sich ab, dass die Unreal Engine 5 zumindest in dieser Disziplin kein Ressourcen-Verschlinger ist. Nachdem Immortals of Aveum bereits moderate VRAM-Anforderungen gestellt hatte, zeigt auch Lords of the Fallen einen verhältnismäßig geringen Appetit auf Grafikspeicher. 6 GiByte, etwa auf einer Geforce RTX 2060, mit dem notwendigen Upsampling genügen für Full HD. 8 GiByte eignen sich laut unseren Beobachtungen bis inklusive Ultrawide-QHD, erst darüber hinaus kommt es mitunter zu Nachlade-Schluckauf. Wer eine Grafikkarte mit 12 GiByte oder noch mehr Speicher besitzt, muss sich folglich keine Sorgen machen.
Und wie läuft Lords of the Fallen auf Ihrem PC? Welche Einstellungen verwenden Sie? Diskutieren Sie mit und stellen Sie die PCGH-Benchmarks gerne am eigenen Rechner nach. Die Redaktion freut sich über Feedback, auch zu diesem auf das Nötigste zusammengedampften Artikelformat. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

1080p: 7,1 FPS (XTX 78,3 FPS)
1440p: 4,8 FPS (XTX 56,9FPS)
2160p 3,1 FPS (XTX 31,3 FPS)
Ich weiß, hier haben alle kybernetische Augenimplantate, aber ich bezweifel, dass irgendwer diese Unterschiede merken wird. (Boah, 34,4 FPS...butterweich im Vergleich zu den 31,3 FPS der XTX!!!!!)
Ich finde es sogar erstaunlich, wie sich hier die RT-Performance unterscheidet zum klassischen NVIDIA-Titel CP2077.
Nehmen wir mal meine Graka, die 6700XT, welche hier mit RT quasi gleichauf mit der 3060TI ist, und die 3060 12GB weit hinter sich lässt. Kann man mit allen AMD-Karten durchziehen, die Unterschiede zu den NVIDIA-Karten sind hier im Vergleich marginal.
Aber ja, die NVIDIA-Karten sind schneller, aber eben nicht so deklassierend.
Gruß
Alef
Falls nein, ist der Punkt irrelevant.
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Welcher normale Mensch zockt bitte in 720p bei min. Settings?
Min. sollte meiner Meinung nach 1080p min sein.
Nvidia wurde in Frankreich geraided:
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"Following authorization from a liberty and custody judge, the investigation services of the Autorité de la concurrence carried out a dawn raid at the premises of a company suspected of having implemented anticompetitive practices in the graphics cards sector," the French competition authority wrote."