AMD investiert Milliarden in Anthropic: Großkunde ordert bis zu 2 Gigawatt MI450
AMD und Anthropic haben zur Advancing AI 2026 einen ungewöhnlichen Deal verkündet: Der Claude-Entwickler installiert ab 2027 bis zu 2 Gigawatt an MI450-GPUs, AMD investiert im Gegenzug bis zu 5 Milliarden US-Dollar in den eigenen Kunden.
AMD hat in San Francisco den nächsten Großabnehmer für seine Rackscale-Plattform Helios präsentiert. Nach OpenAI, Meta, Oracle und zuletzt Microsoft - wir berichteten - setzt mit Anthropic ein weiteres KI-Schwergewicht auf die neueste Kombination aus Instinct MI455X ("CDNA 5") und Epyc 9006 ("Venice") sowie Pensando-Netzwerk.
Wer die Details aus erster Hand hören möchte: Die Keynote von AMD-Chefin Lisa Su läuft am heutigen Donnerstag ab 18:30 Uhr deutscher Zeit im Livestream.
AMD verzahnt Chipgeschäft und Milliarden-Investment
Anthropic will bis zu 2 Gigawatt an Rechenkapazität auf Helios-Basis installieren, das erste Gigawatt ab dem ersten Halbjahr 2027. AMD wiederum hat eine strategische Beteiligung von bis zu 5 Milliarden US-Dollar an dem KI-Unternehmen zugesagt.
Nebenbei bestätigt die Pressemitteilung erstmals offiziell, dass Anthropic bereits GPUs des Typs Instinct MI355X einsetzt. Bislang hatte lediglich eine GitHub-Codezeile eines AMD-Managers entsprechende Hinweise geliefert.
Helios in Zahlen: 72 × Instinct MI455X und mehr als 4.600 × Zen 6
Ein Helios-Rack kombiniert 72 GPUs des Typs Instinct MI455X mit 18 Epyc-CPUs alias "Venice" auf Basis von Zen 6 alias "Morpheus" und liefert damit bis zu 2,9 ExaFLOPS an FP4-Rechenleistung. Jede GPU auf CDNA-5-Basis bringt 432 GiB HBM4 mit, zusammen also gut 30 Terabyte pro Helios-KI-Rack, bei einer gewaltigen Speicherbandbreite von bis zu 19,6 TB/s pro Beschleuniger.
Die Server-Prozessoren der Baureihe Epyc 9006 stellen bis zu 256 Zen-6-Kerne pro Sockel, im Vollausbau kommt ein Rack auf mehr als 4.600 Prozessorkerne. Gefertigt werden sowohl die Compute-Chiplets der GPUs als auch die Zen-6-CCDs im neuesten 2-nm-Verfahren ("N2P") beim taiwanischen Auftragsfertiger TSMC.
5 Milliarden US-Dollar: AMD steigt beim eigenen Großkunden ein
AMD hat Anthropic eine Kapitalbeteiligung von bis zu 5 Milliarden US-Dollar zugesagt, welche US-Berichten zufolge an Meilensteine beim Kapazitätsausbau gekoppelt ist. In der Pressemitteilung ist lediglich von einem "strategic equity investment" die Rede, das "in der Zukunft" erfolgen soll; Konditionen und Zeitplan bleiben offen.
Die Richtung des Geldflusses lässt indes aufhorchen: Der Chiphersteller beteiligt sich an einem Abnehmer, der laut Tom's Hardware einen Teil der Kapazität selbst kauft und einen weiteren Teil über Cloud- und Neocloud-Anbieter mietet.
AMD prüft demnach zudem, künftige Mietverpflichtungen Anthropics für Rechenzentren finanziell abzusichern.
OpenAI und Meta: Aktienoptionen als Gegenmodell
Bei den bisherigen Großaufträgen lief die wirtschaftliche Verknüpfung in umgekehrter Richtung: OpenAI und Meta haben jeweils bis zu 6 Gigawatt angekündigt und erhielten erfolgsabhängige Optionen auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien zum symbolischen Preis von einem Cent, was jeweils rund 10 Prozent des Unternehmens entspräche.
Der Anthropic-Vertrag kommt Berichten zufolge ohne solche Optionsscheine aus. Zusammen mit den beiden 6-Gigawatt-Deals summiert sich AMDs angekündigte KI-Pipeline auf rund 14 Gigawatt. Wohlgemerkt: Sämtliche Verträge nennen "bis zu"-Werte über mehrjährige Zeiträume, garantiert ist der Endausbau damit nicht.
Das erste OpenAI-Gigawatt soll im zweiten Halbjahr 2026 anlaufen, Oracle beginnt in diesem Quartal mit der Installation von insgesamt 50.000 KI-Beschleunigern aus der Serie Instinct MI450, welche zur AMD Advancing AI 2026 als Teil des Helios-Racks öffentlich vorgestellt werden sollen.
Anthropic verteilt Claude auf mehrere Plattformen
Anthropic bezieht Rechenleistung derzeit aus mindestens fünf Quellen: Nvidia-GPUs, Amazon Trainium, Google-TPUs, gemietete Nvidia-Kapazität bei SpaceX sowie künftig AMD Helios. Allein mit Google und Broadcom sind ab 2027 bis zu 3,5 Gigawatt an TPU-Kapazität vereinbart.
Quelle: AMD
AMD Helios mit Epyc 9006 ("Venice") auf Basis von Zen 6 und Instinct MI455X ("CDNA 5").
Für die 300 Megawatt aus SpaceX' Rechenzentrum Colossus 1 in Memphis zahlt der Claude-Entwickler laut CNBC bis Mai 2029 bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat. Anthropic-Mitgründer und Compute-Chef Tom Brown begründet die Diversifizierungsstrategie der KI-Plattform folgendermaßen:
"Der Betrieb auf einer diversifizierten Hardware-Basis erlaubt es uns, die richtigen Workloads der passenden Hardware zuzuordnen." Dahinter steht neben Preis und Verfügbarkeit das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu verringern.
ROCm statt CUDA: Claude soll AMDs Software-Stack voranbringen
Claude soll im Rahmen einer mehrjährigen Entwicklungskooperation Workloads für Instinct-GPUs optimieren und AMDs Software-Plattform ROCm beschleunigen. AMD will das KI-Modell zudem breit in den eigenen Engineering- und Produktteams einsetzen.
Für den Hersteller ist das womöglich der wichtigste Teil des Pakets, denn Nvidias Vormachtstellung beruht weniger auf der reinen KI-Hardware als auf dem über Jahre gewachsenen CUDA-Ökosystem. Ob die Instinct MI455X die versprochene Leistung liefert, lässt sich hingegen weiterhin nicht abschließend beurteilen, unabhängige Praxistests stehen bislang aus.
Weitere Eckdaten zu Helios, der MI450-Serie und einen ersten Ausblick auf die MI500-Generation dürfte Lisa Su in ihrer Keynote nachreichen.
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Quelle: AMD

Ich bekomme Geld dafür, dass ich ihre Produkte kaufe.
Wäre für ein paar Millionen offen. Milliarden nehme ich auch, wenn's sein muss ...
Ist wirklich krass, wie diese Ringfinanzierung im KI Sektor von allen hingenommen wird!
Bis dann irgendwann mal jemand richtiges Geld sehen will
Einer wird auf jeden Fall bleiben und das ist China, da deren Modelle momentan und ggf. in nächster Zukunft frei verfügbar sind.
Allerdings werden die Auswirkungen für uns als Hardwarebubbel noch lange sichtbar bleiben, wenn Innovationen zurück gestellt und Preise weiter steigen.
Wer will den ganzen Cloud Müll denn haben?
Es gibt jetzt schon lokakel Modelle die hervorragend auf einer 4090 laufen, OHNE CLOUD UND OHNE INET ZUGANG!!!! Und ohne nach Hause zu telefonieren.
Und Tokens lokal generieren ist das Ding nicht teuer von den KI-Affen aus der USA kaufen.
RAM ist auch ein Thema bei Lokalen Modellen....
Und jetzt könnt ihr mal alle überlegen warum der ganze Bums in den letzten Jahren so teuer geworden ist.
Weil uns die Tech Bros ihre Abos verkaufen wollen.... In 5-10 Jahren gibt es hervorragende lokale KI Modelle die auf ner Blechdose laufen.
Leder Jacke versucht das schon seit 7 Jahren zu verhindern, wird aber nicht klappen.
Btw. das Wirtschaftswachstum der USA ist die letzten 2 Jahre nur durch KI getragen worden.
Das ist mehr als eine Bubbel.
Die Quellen kannst du dir gerne zusammen suchen im WWW. Ct ist eine gute, da wird auch nicht so viel nonsens gequatscht wie hier.
Geht jetzt schon mit lokalen Modellen aus China, die ohne Inet Zugang laufen.
Die sind mindestens auf Niveau von Chat GPT.
Die KI Unternehmen in den USA sind jetzt schon tot, sie wissen es nur noch nicht.
Zumal die Bürger in den USA keine Bock haben auf KI und die Rechenzentren und diese schon angegriffen werden.
Wer glaub LLM's wären der große Wurf der lebt hinterm Mond.
Heutige Cloud-KIs sind wie gemietete Pferdekutschen mächtig, aber träge und an der Leine des Internets. Lokale Modelle sind die neuen Autos: Sie bringen die volle Leistung direkt, offline und privat aufs eigene Gerät. Ohne Abo Gebühren und mit besserm Datenschutz.
Allerdings werden die Auswirkungen für uns als Hardwarebubbel noch lange sichtbar bleiben, wenn Innovationen zurück gestellt und Preise weiter steigen.