Kingdom Come: Deliverance 2 - Tuning für flüssige Fps, Fazit
In diesem Artikel
Wie läuft die Cryengine-Pracht, die wunderschöne Umsetzung des mittelalterlichen Böhmens auf etwas schwächerer Hardware? Dieser Frage wollen wir zum Abschluss noch ein wenig auf den Grund gehen. Schließlich können nicht alle Spieler mit einer aktuellen Oberklasse-Grafikkarte aufwarten oder konnten gar bereits eine neue Blackwell-GPU ergattern. Wir schnappen uns mit einer RTX 3070, einer RX 6700 XT/12G sowie einer Arc B580 drei Grafikkarten aus dem mittleren Preis- respektive Performance-Bereich und wechseln auf die Full-HD-Darstellung. Ziel sind bestenfalls saubere 60 Fps, ohne dass wir dafür auf allzu viele Details verzichten müssen.
Quelle: PCGH
Speziell die Beleuchtung eine Sache, die immer wieder faszinierend anzuschauen ist. Hoffentlich bleiben auch Sie des öfteren stehen und genießen einfach nur Aussicht.
Wir wollen außerdem untersuchen, wie sich Grafikkarten mit eher knapper Speicherausstattung schlagen. Daher haben wir eine etwas längere Szene auf der Trosky-Karte gewählt. Im Südosten der Umgebung reiten wir frühmorgens im Regen 60 Sekunden einen gewundenen Weg entlang, der uns an einem Waldstück vorbeiführt. Die Last ist dabei gehoben, allerdings werden Sie in einigen Umgebungen, etwa auf Pfaden im dichten Unterholz, siehe unsere besonders anspruchsvollen GPU-Benchmarks, nochmals geringere Bildraten sehen.
Dass wir mit unseren etwas schwächeren, teils etwas betagteren Grafikkarten aus dem mittleren Segment auch in Full HD keine "experimentellen" Details wählen sollten, die explizit für "zukünftige Hardware" angedacht sind, leuchtet im Grunde noch vor dem Betrachten der Benchmarks ein. Bemerkenswert ist allerdings, dass bei der Radeon RX 6700 XT/12G deren Grafikspeicher sehr stark limitiert, sodass nicht einmal der Einsatz von Upsampling noch hilft. Bei einer Probemessung (nicht abgebildet) stiegen die Bildraten mit FSR Quality kaum an, wenn wir mit "experimentellen" die maximalen Details wählen.
Auch bei etwas reduzierten Details ist der Grafikspeicher der RX 6700 XT bemerkenswert stark belastet. Gute 10 GiByte von 12 GiByte der Radeon werden nach dem 60-sekündigen Ritt in Full HD mit Ultra-Details belegt. Bei der ebenfalls mit 12 GiByte ausgestatteten Arc B580 sind es indes nur knapp über 8 GiByte. Bei der RTX 3070, die nur mit 8 GiByte VRAM ausgestattet ist, werden in nativer Full-HD-Darstellung und Ultra-Settings lediglich knapp unter 7 GiByte belegt.
| Grafikeinstellung | Nativ, maximale Details | PCGH-Tune mit Upsampling |
|---|---|---|
| Auflösung (Renderauflösung) | 1.920 × 1.080 | 1.920 × 1.080 (~720p) |
| Antialiasing/Upsampling | SMAA 2TX | DLSS/FSR Quality |
| Objektqualität | Experimentell | Ultra |
| Partikel | Experimentell | Hoch |
| Postprocessing-Qualität | Experimentell | Hoch |
| Shader-Qualität | Experimentell | Hoch |
| Schatten | Experimentell | Hoch |
| Texturen | Experimentell | Ultra |
| Volumetrische Effekte | Experimentell | Hoch |
| Vegetationsdetails | Experimentell | Ultra |
| Charakterdetails | Experimentell | Ultra |
Der Speicher der RTX 3070 ist eng, in unseren Frametimes zeigen sich mit der 8-GiByte-Geforce auch einige kleinere Ausreißer. Doch generell ist die Performance mit der Nvidia-Grafikkarte erfreulich gut. Die RX 6700 XT bleibt auch bei Detailverzicht und gegenüber Intels Arc B580 ein wenig zurück. Mit ein wenig Detailverzicht ist mit allen drei Grafikkarten aber eine gute, ansprechende und flüssige Performance zu realisieren. Wenn Sie mit wenig Grafikspeicher - wie etwa jenen 8 der RTX 3070 - über einen längeren Spielzeitraum Probleme bekommen, auf störende Ruckler oder Slowdowns stoßen, raten wir indes, die Textureinstellungen, die Vegetationsdetails sowie unter Umständen die Schatten um eine weitere Stufe zu reduzieren.
Fazit des Technik-Tests: KCD 2
Generell hat uns Kingdom Come: Deliverance 2 beim Testen sehr viel Freude bereitet. Dabei hat uns nicht nur die fabelhafte, lebendige und sehr authentisch wirkende, virtuelle Umsetzung Böhmens und die fantastische Mittelalteratmosphäre beeindruckt, sondern auch die Technik. Grafisch hat KCD 2 gegenüber dem Vorgänger einen beträchtlichen Schritt getan. Das fällt bei den Charakteren, deren Gesichtsdarstellung und Animationen auf, doch beinahe noch deutlicher ist es bei der Vegetationsdarstellung, der Weitsicht, den Details inklusive bis in die Distanz sichtbaren Schatten. Selbst mit reduzierten Grafikeinstellungen sind Distanzdarstellung und die Detaildichte sowie -stabilität gegenüber dem ersten Kingdom Come im Nachfolger deutlich feiner und dichter.
Viele weitere Verbesserungen, etwa bei der Material-Darstellung, der Shader- und Postprocessing-Qualität, den volumetrischen Effekten, der Beleuchtung inklusive verfeinerter SVOTI-GI runden den hervorragenden grafischen Eindruck ab. Besonders beeindruckt hat uns allerdings die generell erfreulich geschmeidige Performance.
Bildergalerie
Bezüglich Speicher ist das Mittelalter-Rollenspiel ebenfalls kein Kostverächter. Insbesondere nach längerer Spielzeit füllen sich Grafikspeicher und System-RAM. Doch im Großen und Ganzen läuft Kingdom Come: Deliverance 2 erfreulich sauber, und - genügend potente Hardware und Speicher vorausgesetzt - zudem bis auf wenige Ausnahmen mit glatten Frametimes ohne krasse, störende Ruckler und ohne brutale Slowdowns, wie wir sie im ersten Kingdom Come noch provozieren konnten.
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Musste aber beim In-Game-Kodex-Eintrag über Mauern, die es real in Kuttenberg vermutlich nie gegeben habe, an die Optimierungs-Tricks denken, die Warhorse angeblich angewendet hat. Stichwort: Sichtweiten. Dabei ist es nicht so, als sei da überall alles zugemauert. Die Haupstraßen insbesondere sind blickfrei bis zum Horizont. Dennoch. Auch so mancher Marktstand auf dem großen Marktplatz scheint tatsächlich "performance-strategisch" platziert. Der Platz ist durch die Marktstände quasi zwei- bis mehrgeteilt. Der Marktplatz in Rattay in KCD1 ist eine freie Fläche mit freier Sicht. Alle Stände sind am Rand.
Will wer nachsehen, was historisch akkurater ist?
Apropos: Auch ein Kriegspferd kocht nur mit Wasser. Oder mit Pappkameraden. Zumindest gelegentlich. Das hätten die Kollegen der PC Games (non-Hardware) 1996 noch so was von zerpflückt!
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Oder einen Diablo-Klon.
Oder eine Performance-Gurke, die die Grafikkarten- und CPU-Jongleure der PCGH-Redaktion rotieren lässt.
Alles. Bloß kein RPG, das Spieler, Hardware und Redakteure respektiert.
(Achtung, Internet: Das ist Ironie!)
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ist da was dran?
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Mein Heinrich ist ein Langfinger und klaut den Leuten die Klamotten aus ihren Kisten. Und plötzlich laufen Schankwirte und Dorfwachen nur mehr barfuß in Hemdchen und Höschen rum. Ganztags. Was aus fiesen Wachen zahme Wächterchen macht. Weil sie beim Aufstehen vor Wachtschichtwechsel ihre Rüstungen nicht mehr in der Kiste finden. An den restlichen Waffen arbeite ich noch. Die sind nämlich teilweise in einer separaten Waffenkammer verstaut.
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