Kingdom Come: Deliverance 2 - Mittelalter-RPG im Technik-Test mit 24 CPUs und 22 GPUs
Die RPG-Mittelalter-Simulation Kingdom Come: Deliverance 2 ist testreif! Die wundervolle, virtuelle Umsetzung des mittelalterlichen Böhmens auf Basis der ausgebauten Cryengine ist noch größer, zugänglicher, doch ebenso authentisch wie der Vorgänger. Wir laden zum XXL-Technik-Test.
In diesem Artikel
Am 4. Februar hat das lange Warten ein Ende. Mit Kingdom Come: Deliverance 2 erscheint der Nachfolger des ebenfalls im Februar 2018 erschienenen Mittelalter-Rollenspiels des tschechischen Entwicklers Warhorse Studios, abermals unter der Führung von Dan Vávra. Als Publisher fungiert dieses Mal Deep Silver. Unsere schon seit geraumer Zeit zugängliche Testversion ist mit Denuvo ausgestattet, die Release-Fassung soll jedoch ohne den Kopierschutz erscheinen - in Kürze auch komplett offline nutzbar bei GOG.
Update #1337 vom 5. Februar: Der Benchmark-Liveticker ist hiermit beendet. Sie finden nun jeweils 22 Grafikkarten und Prozessoren in den Benchmarks (plus zwei CPU-Bonuswerte mit Übertaktung). Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern!
Wie schon der Erstling legt Kingdom Come: Deliverance 2 besonderen Fokus auf historische Akkuratesse. Nun, mit größerer, noch detaillierterer Spielewelt, einem mit deutlich merklich mehr finanziellen Mitteln ausgestattetem Entwickler und in vielerlei Hinsicht verbessert, ausgebaut und geschliffen, schlüpfen Sie in KCD 2 abermals in die Rolle Heinrichs. Abermals gerät dieser in den Weg herrschsüchtiger Könige, deren Machtkämpfe das Böhmen des frühen 15. Jahrhunderts mit Unruhen und Gewalt überziehen. Kingdom Come: Deliverance 2 ist eine direkte Fortsetzung, Kenntnisse des Vorgängers sind jedoch nicht zwingend erforderlich.
Einen erfreulich königlich-guten Test mit Schwerpunkt Gameplay lesen oder schauen Sie wie gewohnt bei unserem Schwestermagazin PC Games.
Das "Hineinschlüpfen in die Rolle" ist im Übrigen wortwörtlich zu verstehen, denn auch bei Kingdom Come: Deliverance 2 handelt es sich definitiv um ein Rollenspiel. Im Fokus steht die virtuelle Person Heinrich (Henry in der englischen Fassung), dessen Geschicke Sie in Ego-Perspektive lenken, sowie die authentische und sehr glaubwürdige Umsetzung des virtuellen Böhmens. Dabei ist KCD 2 beinahe schon eine Simulation des mittelalterlichen Böhmens im Jahr 1403, samt historischen Begebenheiten, welche die Geschehnisse im Spiel beeinflussen. Kingdom Come: Deliverance 2 legt obendrein viel Gewicht auf eine lebendige, dynamische Spielwelt. Besonders deutlich wird dies in den Dörfern und Städten. Bewohnten Gebieten ist abermals das komplexe Verhalten der NPCs zuträglich, jeder mit eigener Persönlichkeit, Verhalten und Tagesablauf ausgestattet.
Die Interaktionsmöglichkeiten mit diesen NPCs sind dabei außerdem hervorzuheben. Sie beleben die Dörfer und Städte in einer Weise, wie es nur wenige andere Spiele tun. Es ist beinahe so, dass Sie allmählich Beziehungen zu NPCs aufbauen können, nachdem Sie ihnen mehrfach begegnet sind. Sie lernen bestimmte NPC-Personen kennen, assoziieren sie mit einem Dorf, einem Ort, einer Behausung. Die NPCs reagieren darüber hinaus auf komplexe Weise auf Heinrichs Ausrüstung, seinen Gesundheitsstand, sein Ansehen, seinen Ruf und so weiter und so fort.
Wenn Sie im Spielverlauf Ihr Ansehen aufbessern, reagieren die Nichtspieler-Charaktere entsprechend. Ohne diesen Status jedoch und in zerlumpter, verschmutzter Kleidung rümpfen selbst Dorfbewohner die Nase, lästern oder zeigen Heinrich die kalte Schulter. Als Tagedieb, Wegelagerer oder fadenscheiniger Lügner findet man wenig Freunde. Mit hohem Ansehen, Charme und Redekunst sowie entsprechend adretter Kleidung können Sie dagegen selbst wohlhabende Kaufleute oder Adelige beeindrucken.

Musste aber beim In-Game-Kodex-Eintrag über Mauern, die es real in Kuttenberg vermutlich nie gegeben habe, an die Optimierungs-Tricks denken, die Warhorse angeblich angewendet hat. Stichwort: Sichtweiten. Dabei ist es nicht so, als sei da überall alles zugemauert. Die Haupstraßen insbesondere sind blickfrei bis zum Horizont. Dennoch. Auch so mancher Marktstand auf dem großen Marktplatz scheint tatsächlich "performance-strategisch" platziert. Der Platz ist durch die Marktstände quasi zwei- bis mehrgeteilt. Der Marktplatz in Rattay in KCD1 ist eine freie Fläche mit freier Sicht. Alle Stände sind am Rand.
Will wer nachsehen, was historisch akkurater ist?
Apropos: Auch ein Kriegspferd kocht nur mit Wasser. Oder mit Pappkameraden. Zumindest gelegentlich. Das hätten die Kollegen der PC Games (non-Hardware) 1996 noch so was von zerpflückt!
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Oder einen Diablo-Klon.
Oder eine Performance-Gurke, die die Grafikkarten- und CPU-Jongleure der PCGH-Redaktion rotieren lässt.
Alles. Bloß kein RPG, das Spieler, Hardware und Redakteure respektiert.
(Achtung, Internet: Das ist Ironie!)
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ist da was dran?
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Mein Heinrich ist ein Langfinger und klaut den Leuten die Klamotten aus ihren Kisten. Und plötzlich laufen Schankwirte und Dorfwachen nur mehr barfuß in Hemdchen und Höschen rum. Ganztags. Was aus fiesen Wachen zahme Wächterchen macht. Weil sie beim Aufstehen vor Wachtschichtwechsel ihre Rüstungen nicht mehr in der Kiste finden. An den restlichen Waffen arbeite ich noch. Die sind nämlich teilweise in einer separaten Waffenkammer verstaut.
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