Intel zur CES 2021: Benchmarks mit Core i9-11900K und Teaser zu Alder Lake

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Intel zur CES 2021: Benchmarks mit Core i9-11900K und Teaser zu Alder Lake  (1)
Quelle: Intel

Intel hat es sich im Rahmen der CES nicht nehmen lassen, das künftige Desktop-Topmodell Core i9-11900K anzukündigen. In den gezeigten Benchmarks lässt Intel den neuen Achtkerner gegen AMDs Ryzen 9 5900X antreten. Darüber hinaus gibt es einen ersten Teaser zu Alder Lake, Intels 10-nm-Generation, die noch dieses Jahr auf den Markt kommen soll.

Erste Gerüchte zu Intels kommendem Topmodell Core i9-11900K machten bereits im Dezember 2020 auf sich aufmerksam. Was dabei am meisten verwunderte, war der Schritt zurück zum Achtkerner. Immerhin bietet das aktuelle Topmodell der Comet-Lake-Generation Core i9-10900K zehn Kerne inklusive Hyper-Threading in 14-Nanometer-Strukturbreite. Dennoch soll die Leistung des Core i9-11900K auf Augenhöhe mit AMDs Ryzen-5000-Generation liegen, erste Benchmark-Ergebnisse im Internet sagen dem Core i9-11900K gar eine höhere Singlecore-Leistung als die des AMD Ryzen 9 5950X nach. Quasi bestätigt sah man die acht Kerne und einen Boost von 5,3 GHz, natürlich bezogen auf einen einzelnen Kern unter Last. Inzwischen hat Intel all die Geheimnisse um den Core i9-11900K gelüftet. Schon seit Längerem bekannt sind die verbesserten Cypress-Cove-Kerne und die Xe-Grafikeinheit.
Der Core i9-11900K soll acht Kerne mit bis zu 5,3 GHz bieten. Die TDP liegt dabei ebenfalls bei 125 Watt, wie beim direkten Vorgänger. Die Speicherfreigabe bis DDR4-3200 ist eine erfrischende Neuerung. Quelle: Intel Der Core i9-11900K soll acht Kerne mit bis zu 5,3 GHz bieten. Die TDP liegt dabei ebenfalls bei 125 Watt, wie beim direkten Vorgänger. Die Speicherfreigabe bis DDR4-3200 ist eine erfrischende Neuerung.

Intel zur CES 2021: Vorschau auf den Core i9-11900K

Es handelt sich dabei zwar "nur" um eine Vorschau, dennoch gibt es endlich etwas Handfestes zum kommenden Rocket-Lake-Topmodell. Bewahrheitet haben sich aus früheren Gerüchten acht Kerne, die per Hyper-Threading bis zu 16 logische Prozessoren bereitstellen, ein Singlecore-Boost von 5,3 GHz und ein Allcore-Boost von 4,8 GHz. Damit taktet ein Core i9-11900K per Velocity-Boost im Singlecore genauso hoch wie ein Core i9-10900K, während die Rocket-Lake-CPU gegenüber dem Vorgänger im Allcore-Boost 100 MHz verliert. Der geneigte Leser darf sich an dieser Stelle gerne die Frage stellen, warum eine CPU mit zwei Kernen weniger und der gleichen TDP wie der Vorgänger unter Last mit 100 MHz weniger auskommen muss - beantworten können wir die Frage noch nicht. Darüber hinaus trennt sich Intel endlich von der verhältnismäßig mittelalterlichen Arbeitsspeicher-Spezifikation von nur DDR4-2666 bis DDR4-2933 und gibt den Core i9-11900K bis DDR4-3200 frei. Damit zieht Intel - nach über 1,5 Jahren - mit AMD gleich, wenn man Zen 2 (Ryzen 3000) zum Vergleich nimmt.

Dazu darf selbstverständlich kein neuer "Chipsatz" fehlen, Intel stellt gemeinsam mit dem Core i9-11900K den Z590 vor (Details von Asus), der ab Werk mit PCI-Express 4.0 aufwartet. Wir vermuten, dass Z490-Boards per BIOS-Update ebenfalls PCI-E 4.0 bereitstellen können, dazu bedarf es natürlich einer Rocket-Lake-CPU. Mit an Bord sind außerdem 20 statt 16 PCI-Express 4.0 Lanes. Intel garantiert an dieser Stelle die Abwärtskompatibilität von Rocket Lake zu den 400er-Chipsätzen. Erste Benchmarks zeigen außerdem die Leistung des neuen Achtkerners.
Die Benchmarks sagen dem Core i9-11900K eine höhere Leistung als AMDs zweitschnellste CPU, dem Ryzen 9 5900X, voraus. Damit läge die Rocket-Lake-CPU rund 20 Prozemt über dem Core i9-10900K. Quelle: Intel Die Benchmarks sagen dem Core i9-11900K eine höhere Leistung als AMDs zweitschnellste CPU, dem Ryzen 9 5900X, voraus. Damit läge die Rocket-Lake-CPU rund 20 Prozemt über dem Core i9-10900K.

Intel zur CES 2021: Core i9-11900K zeigt sich in ersten offiziellen Benchmarks

Die 11. Generation der Core-Prozessoren muss sich mit AMDs Zen 3 anlegen, Intel hat den Ryzen 9 5900X als Gegner auserkoren. Wie erinnern uns, AMDs 12-Kerner liegt in unserem CPU-Index rund zehn Prozent über der bisher schnellsten Gaming-CPU von Intel, der Core i9-10900K. Der neue Achtkerner zeigt sich sportlich und setzt sich in den Benchmarks mindestens zwei, maximal acht Prozent vor die Konkurrenz. Intel testet dabei bewusst im (partiellen) GPU-Limit (mindestens 1080p, teilweise mit Ultra-Grafik), wohlwissend, dass Intel-CPUs dort etwas mehr Leistung als vergleichbare AMD-CPUs abliefern. Intel verwendet dabei hauptsächlich Ingame-Benchmarks, welche dann oft nicht den tatsächlichen Anspruch der einzelnen Titel im Spiel zeigen. Gegenüber dem Core i9-10900K stellt Intel dem Core i9-11900K eine um 19 Prozent höhere IPC in Aussicht. Sollten sich die Zahlen bewahrheiten, liegt die Leistung des neuen Topmodells rund 20 Prozent über dem Core i9-10900K, obwohl der CPU zwei Rechenherzen fehlen. Aktuell stellen acht Kerne den Sweetspot dar, viele Spiele können mehr Kerne nicht effizient in höhere Leistung umsetzen. In den Details zu den Benchmarks wird der 11900K mit PL1=125W und PL2=250W angegeben.
Intel konzentriert sich mit Tiger- und Rocket Lake auf die Bereiche Ultraportable, Mobile und Desktop-Spieleleistung. Für letzters verspricht Intel eine um 19 Prozent höhere IPC und rund 50 Prozent Mehrleitung für die verbaute iGP. Quelle: Intel Intel konzentriert sich mit Tiger- und Rocket Lake auf die Bereiche Ultraportable, Mobile und Desktop-Spieleleistung. Für letzters verspricht Intel eine um 19 Prozent höhere IPC und rund 50 Prozent Mehrleitung für die verbaute iGP.

Intel zur CES 2021: Teaser zu Alder Lake

Intels 10-nm-Offensive im Desktop soll mit Alder Lake bereits im Herbst 2021 Wirklichkeit werden. Das würde Rocket Lake nur ein sehr kurzes Leben voraussagen. Dabei bewahrheitet hat sich die Bauweise aus sehr schnellen CPU-Kernen, welche mit hocheffizienten, kleineren Rechenherzen auf einem Chip verbaut werden. Dieser Hybrid-Ansatz soll dafür sorgen, dass die kleineren Kerne jene Aufgaben übernehmen, die nur wenig Rechenleistung benötigen, sodass sich die großen Kerne mit der Hauptarbeit beschäftigen können. Alder Lake wird dabei einen neuen Sockel einführen, den Sockel 1700.

Wie fassen Sie die neuen Informationen rund um Rocket Lake und Alder Lake auf? Würden Sie acht Kerne beim Intel Core i9-11900K als klugen Schachzug interpretieren? Welche Rolle spielt die reine Singlecore-Leistung im Jahre 2021? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar und diskutieren Sie mit.

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wenn der ""Gaming""-Wahn im Laptop-Markt weiter anhält, kann man möglicherweise auch einfach die Package-Power limitieren und die Kühllösungen auf 10 Sone aufdrehen, ähnlich wie man es bei GPU-vergleichen macht wo letztlich auch die Karte immer eine spezifische Umgebung vorgibt. Aber: Erstmal Muster haben, dann weitersehen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wenn der ""Gaming""-Wahn im Laptop-Markt weiter anhält, kann man möglicherweise auch einfach die Package-Power limitieren und die Kühllösungen auf 10 Sone aufdrehen, ähnlich wie man es bei GPU-vergleichen macht wo letztlich auch die Karte immer eine spezifische Umgebung vorgibt. Aber: Erstmal Muster haben, dann weitersehen.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Das könnte durchaus hinkommen, leider fehlen mir hier zumeist wirklich vergleichbare Tests, da es irgendwie immer schief ist und selbst bei der gleichen Quelle, wenn man unterschiedlich ausgestattete Serien des gleichen Herstellers in die Hände bekommt, mit einem zeitlichen Versatz nicht selten anders getestet und ausgewiesen wird, was recht "ärgerlich" ist. Zumal ich bspw. auch hier und da beobachtete, dass die AMD-Designs, wenn sie auch mit einer offiziellen 15 W-CPU bestückt waren, im Realverbrauch zumeist bspw. auch eher herstellerseitig in Richtung 20 W konfiguriert waren., etc.

        Mit den 8-Kern-TGL's hat man sicherlich eine etwas bessere Vergleichsmöglichkeit und kann dann versuchen bspw. gegen einen Ryzen 9 4900H zu vergleichen und später auch gegen einen neueren 59**HX, wobei man aber auch hier weiterhin den Energieverbrauch oder den Takt halbwegs fixieren müsste und zudem Unterschiede im Thermal Design der jeweiligen Plattform einrechnen muss. Interessant wird das aber alle Mal, weil es erstmals einen halbwegs brauchbaren Vergleich ermöglicht zwischen Intel und der "Kombination" AMD+TSMC 7nm.
        Mit Blick auf ADL bleibt dann noch die Frage, in wie weit Intel ihr Enhanced SuperFin (10nm+++) weiteroptimieren konnte. Wenn man nicht schon wieder 400 W-Server präsentieren will sollte hier schon was gehen, denn in Verbindung mit Sapphire Rapids SP scheint wieder ein Dual-Die-MCM im Rennen zu sein a la Cascade Lake AP, das mit zusammen bis zu 72 Kernen gehandelt wird. Was es konkret werden wird, wird sich wohl zum Jahresende hin abzeichnen. Möglicherweise wird man ALD jedoch schon früher benchmarken können, denn hier gehe ich vorerst durchaus davon aus, dass Intel tatsächlich Hardware zum Weihnachtsgeschäft im Markt haben will (und voraussichtlich nicht nur in homöopathischen Dosen).

        *) Bei den 8-Kernern kann man für Prozessvergleiche aber vielleicht auch auf HomeServer/NUCs hoffen. Vielleicht wird es ja bspw. eine Serie von HP geben, die auf beide CPU-Hersteller in der gleichen Geräteserie zurückgreift und dann kann man das ganze Mobile-Szenario außen vor lassen und das Setup so möglicherweise vergleichbarer gestalten und tatsächlich mal rein auf die Kombination Architektur+Fertigung schauen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Mit Effizienzvergleichen zwischen TGL und Renoir würde ich warte, bis H45 da ist. (Und dann gleich noch eine Woche länger auf Cezanne.) Aktuell ist das aufgrund der Unterschiede bei Cache, Kernen und IGP ein Duell, dessen Ergebnis durch das Setting vorgegeben wird. In der 15-W-Klasse gewinnt TGL ganz klar, weil Renoir viel zu groß ist, um soweit unten noch zu skalieren. Bei 35 W dagegen fehlen TGL einfach die Transistoren und an den Grenzen der eigenen Taktbarkeit kann er einen Effizienbereich gegen einen zur Hälfte idlenden Renoir nur verlieren. Das maskiert alle kleineren Unterschiede zwischen 10 nm++ und 7nm.
      • Von mannefix BIOS-Overclocker(in)
        Alder Kaffee würde ich sagen. Aber geschickt gemacht. Ich lasse die 2 Kerne weg, jage das Ding hoch und liege vor AMD...im Single Thread. Das ist ok, wenn man auf dem Trockenen schwimmt.

        Alder, Lake wird hoffentlich etwas tiefsinniger. Ende 2021. Neuer Sockel zeigt ja schon, dass man im Augenblick sich nicht groß verändert...IPC von ca.20 Prozent wäre trotzdem sehr gut.
        Alder Lake dann bitte mit USB 4. Auf den ganzen Quatsch mit USB 3.1, 3.2 2x2 etc. kann ich verzichten.
        Ich finde, im Augenblick ist der Sweetspot bei 12 Kernen. 8 jetzt zum zocken. 4 zusätzliche für die Zukunft und für einige Anwendungen.

        Fazit: Alder, warte auf Alder Lake Ende 2021
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Konkret sind es gar Gracemont-Kerne, also eine komplett neue Atom-Generation, die nun auch AVX2 vollständig unterstützt (und nicht nur SSE).
        In Spielen würde ich annehmen, dass die 8 Golden Cove-Kerne bereits einen 5900X aufgrund der IPC-Steigerungen grundsätzlich schlagen werden; ein 5950X dürfte auch fallen, sofern nicht ein extem gut skalierender Titel zum Vergleich herangezogen wird.
        Ob die Atom-Kerne, die auf Effizienz ausgelegt sind und daher nicht ganz so hoch takten werden, es zu zweit jedoch mit einem SMT-fähigen Zen3-Kern mit hohem Takt aufnehmen können, bleibt abzuwarten, d. h. aktuell kann man noch nicht gesichert sagen, dass ein 8+8 ADL einen 5900X grundsätzlich leistungstechnisch erreichen oder gar übertreffen wird. Das Design hat aber zumindest das Potential in dessen Leistungsklasse mitzuspielen, d. h. Intel steigert so oder so grundsätzlich die von ihnen im Mainstream angebotene Leistung (auch wenn das Topmodell preislich sicherlich weiterhin eher Enthusiasten vorbehalten bleiben wird, jedoch anders ist es bspw. beim 5900X ja auch nicht).
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