Arc A770 16GB und Arc A750 im Test: Benchmarks
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Arc A770 16GB und Arc A750 im Test: Benchmarks

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Intels Arc A770 16GB und Arc A750 im Spieletest mit zahlreichen Benchmarks und Platzierung in der Bestenliste - Raytracing inklusive.

Wie schlagen sich Intels mit großer Spannung erwartete Gaming-Grafikkarten der Arc-A7-Reihe in traditionellen Spielen und bei den neuesten Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Arc A770 16GB und Arc A750 8GB durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Zum Aufwärmen und für eine erste Einordnung zeigen wir Ihnen die theoretischen Durchsatzwerte im Vergleich mit einigen anderen Grafikkarten aus dem AIDA64-GPUGPU-Benchmark.

GPU-Testsystem 2022

Für den Test der Intel Arc A770 16GB und Arc A750 verwenden wir unser im Frühjahr zusammengestelltes Grafikkarten-Testsystem. Ein händisch optimierter Core i9-12900K sorgt hier für maximalen Druck "von unten" und sichert somit die Entfaltung selbst der schnellsten Grafikkarten. Zwecks maximaler Spieleleistung deaktivieren wir die Effizienzkerne und investieren die freigewordene Energie in die Performance-Cores. Letztere takten konstant mit 5,2 GHz bei 16 Threads via SMT, während der Uncore-Bereich (Cache) mit 4,9 GHz arbeitet. Damit nicht genug, auch der Arbeitsspeicher ist angemessen rasant; wir setzen auf das G.Skill-Kit Trident Z5 RGB F5-6400J3239G16GX2-TZ5RK. Selbstverständlich schärfen wir dessen Timings manuell. Damit all das stabil läuft, verpflanzen wir die Hardware auf ein potentes Asus ROG Maximus Z690 Apex und kühlen die CPU wie gehabt mithilfe einer modularen Alphacool-Wasserkühlung. Damit auch Next-Gen-Games reibungslos laufen, liegen die Spiele nach wie vor auf einer PCI-Express-4.0-SSD im M.2-Format (NVME 1.3 ×4). Wie gehabt ist auf kompatiblen (Geforce-)Grafikkarten Hardware Accelerated Scheduling (HAGS) zur effizienteren Speichernutzung aktiv. Alle Details zum System entnehmen Sie der Tabelle.

Prozessor Intel Core i9-12900K (8 P-Cores + SMT, keine E-Cores)
Prozessor-Settings OC @ 5,2 GHz via Multiplikator, Uncore/Cache @ 4,9 GHz
Mainboard Asus ROG Maximus Z690 Apex (PCI-Express-5.0-fähig, rBAR/SAM an)
Arbeitsspeicher 32 GiB G.Skill Trident Z5 RGB (2× 16 GiB)
RAM-Takt & -timings DDR5-6400 (32-37-37-92, 2T Command Rate)
Datenträger (primär) Gigabyte Aorus NVME ×4 Gen4 SSD 2TB
Netzteil Fractal Design Ion+ 2 Platinum 860 Watt
Kühlsystem Alphacool Eisblock + Nexxos ST30 + Eisstation

Bewährte Methodik

Was wir auch testen, jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex. Stand jetzt, Anfang Oktober 2022, haben mehr als 20 Grafikkarten die aktuellen Leistungsindizes Rasterizing und Raytracing durchlaufen - das macht rund 8.000 valide und verrechnete Das macht rund 8.000 valide und verrechnete Messungen à 20 Sekunden.Messungen à 20 Sekunden. Bis Ende des Jahres, mit dem Release von Geforce RTX 4000 und Radeon RX 7000, werden wir die 10.000er-Marke voraussichtlich locker durchbrechen. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests stark unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.200 und 2.400 MHz, führt das zur Angabe von "~2,30 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Das gilt für jedes aktuelle Modell.

Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit April 2021 Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei den Grafikkarten-Benchmarks 2022 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme, das Effizienz-Feature bleibt aktiv. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln, eine Übersicht der Benchmarks liefern die folgenden Tabellen.

Leistungsindex 2022 (20 Spiele)        
Spiel Spielmotor Schnittstelle Version (Plattform) Benchmarkszene
Assassin’s Creed Valhalla Anvil Engine Direct X 12 Stets aktuell (Ubi Connect) „Fornberg”
Battlefield 2042 Frostbite Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Orbital”
Cyberpunk 2077 RED Engine 4 Direct X 12 v1.52 (GOG) „Red Light Alley”
Doom Eternal id Tech 7.1.1 Vulkan Stets aktuell (Steam) „Thunderstorm”
Dying Light 2 Chrome Engine 6 Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Walk in the Park”
Elden Ring In-house (Phyre-Basis) Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Wicked Woods”
Elex 2 Genome Engine Direct X 11 v1.03 (GOG) „Southside”
Forza Horizon 5 Forzatech Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Pitfall!”
God of War In-house Direct X 11 Stets aktuell (Steam) „Tyrs Temple”
Grid Legends EGO Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „The Big Wet”
Guardians of the Galaxy Dawn Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Neon District”
Halo Infinite Slipspace Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Wreck Yard”
Kena: Bridge of Spirits Unreal Engine 4 Direct X 12 Stets aktuell (Epic Games) „Firefly Forest”
Psychonauts 2 Unreal Engine 4 Direct X 11 v1089619 (GOG) „Waterside”
Red Dead Redemption 2 RAGE VK/DX12 Stets aktuell (Rockstar) „Bayou”
The Riftbreaker Schmetterling Engine Direct X 12 v1.56 (GOG) „Worstcase”
SeSam Siberian Mayhem Serious Engine 4 Direct X 11 v1.02 (GOG) „Punishment”
Total War: Warhammer 3 Warscape Engine Direct X 11 Stets aktuell (Steam) „Nurgelay”
Valheim Unity Engine Vulkan Stets aktuell (Steam) „Meadows”
The Witcher 3 RED Engine 3 Direct X 11 v1.32 GotY (GOG) „Duskwood”
RT-Leistungsindex 2022 (10 Spiele)        
Spiel Spielmotor Schnittstelle Version (Plattform) Benchmarkszene
Cyberpunk 2077 RED Engine 4 Direct X 12 v1.52 (GOG) „Red Light Alley”
Doom Eternal id Tech 7.1.1 Vulkan Stets aktuell (Steam) „Thunderstorm”
Dying Light 2 Chrome Engine 6 Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Walk in the Park”
F1 2021 EGO Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Azerbaijan”
Far Cry 6 Dunia 2 Engine Direct X 12 Stets aktuell (Ubi Connect) „New Dawn”
Ghostwire Tokyo Unreal Engine 4 Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Sea of Colors”
Guardians of the Galaxy Dawn Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Neon District”
Lego Builder’s Journey Unity Engine (HDRP) Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Happy End”
Metro Exodus EE 4A Engine Direct X 12 v3.07.26 (GOG) „Bounce Base”
The Riftbreaker Schmetterling Engine Direct X 12 v1.56 (GOG) „Worstcase”

Arc A770 & Arc A750: Spiele-Benchmarks

Für den Test der Intel Arc A770 16GB und Arc A750 präsentieren wir Ihnen alle Messwerte in unseren vier Standard-Auflösungen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD. Sie können wie gehabt in jedem der 20 Spiele vier verschiedene Auflösungen links im grauen Drop-down-Menü auswählen. Standardmäßig eingeblendet ist WQHD, welches Intel als primäres Einsatzgebiet der Arc-A7-Serie ansieht. Wir haben alle bislang getesteten Grafikkarten in die Benchmarks gepackt, allerdings aus Gründen der Übersicht nur die unmittelbar interessanten standardmäßig eingeblendet - selbstverständlich können Sie auf Wunsch das komplette Feld zuschalten. Nun aber endlich zur Leistung der A770 und A750:

Hier gibt es im Gegensatz zum typischen Radeon-gegen-Geforce-Vergleich überdurchschnittlich viel zu sehen - klicken Sie sich ruhig in Ruhe durch alle 20 Spiele und 4 Auflösungen. Die gute Nachricht zum Start: Insgesamt fällt die Leistung der Arc A770 16GB und Arc A750 8GB besser aus, als man nach den mutmaßlich handselektierten, offiziellen Vorab-Benchmarks erwarten konnte. Somit hat sich nicht nur das Treiber-Team ein Lob verdient, sondern auch das Techmarketing, welches einen durchaus realistischen Ausblick skizzierte. Denn wie treue Leser wissen, betreiben wir jedes Jahr großen Aufwand, den PCGH-Leistungsindex möglichst bunt und somit repräsentativ zu gestalten. Dass dabei einige Spiele und Engines abseits des absoluten Mainstreams Platz finden, liegt in der Natur der Sache.

Die Arc-Grafikkarten kommen nicht ohne Blessuren durch den Parcours, der Treiber hält die Neulinge vor allem unter DirectX 11 oft zurück. Das ist schlecht, denn DX11 ist nach wie vor die meistgenutzte Schnittstelle, wenngleich DirectX 12 allmählich an Fahrt aufnimmt. Neben Elex 2 und Serious Sam: Siberian Mayhem, welche - bildlich gesprochen - wie ein Sack Kokosnüsse laufen, fällt unter anderem das Stottern in The Witcher 3 negativ auf. Die naive Annahme, dass unter DirectX 12 automatisch alles gut für Intel läuft, bewahrheitet sich nicht: Halo Infinite läuft auf der 16-GiByte-Arc zwar ohne Grafikfehler, aber miserabel. Intel untersucht das Problem gegenwärtig.

Sieht man von den Problemspielen ab, hinterlässt vor allem die Arc A770 16GB einen guten Eindruck. In den meisten Spielen liegt sie sowohl vor der Radeon RX 6650 XT als auch der Geforce RTX 3060. Die Arc A750 liegt weitestgehend im erwarteten Maße zurück. Spiele mit großen Datenaufkommen beziehungsweise hohe Auflösungen sind jedoch in der Lage, den 8 GiByte großen Speicher der Intel-Grafikkarte zu überfüllen. Das passiert beim Rasterizing und bis inklusive WQHD in der Regel nicht, insgesamt reiht sich Intel bei der Effizienz pro MiByte auf Platz 3 von 3 ein. Die Arc A770 16GB erschlägt dieses Problem effektiv mit Größe.

Taktraten in Spielen

Die Arc A770 und Arc A750 arbeiten mit dem gleichen Maximaltakt (2.400 MHz) und GPU-Powerlimit (190 Watt) - mehr dazu auf der folgenden Artikelseite. Wir haben für alle Interessierten die bei den Benchmarks anliegenden Taktraten protokolliert und ausgewertet.

Spiel GPU-Takt Arc A770 LE GPU-Takt Arc A750 LE
Assassin’s Creed Valhalla 2.300–2.400 MHz (Ø 2.393) 2.350–2.400 MHz (Ø 2.399)
Battlefield 2042 2.250–2.400 MHz (Ø 2.379) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
Cyberpunk 2077 2.150–2.400 MHz (Ø 2.288) 2.300–2.400 MHz (Ø 2.372)
Doom Eternal 2.100–2.350 MHz (Ø 2.210) 2.250–2.400 MHz (Ø 2.354)
Dying Light 2 2.250–2.400 MHz (Ø 2.317) 2.350–2.400 MHz (Ø 2.399)
Elden Ring 2.300–2.400 MHz (Ø 2.390) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
Elex 2 2.350–2.400 MHz (Ø 2.400) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
Forza Horizon 5 2.250–2.400 MHz (Ø 2.361) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
God of War 2.150–2.400 MHz (Ø 2.294) 2.250–2.400 MHz (Ø 2.371)
Grid Legends 2.250–2.400 MHz (Ø 2.377) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
Guardians of the Galaxy 2.250–2.400 MHz (Ø 2.367) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
Halo Infinite 2.150–2.400 MHz (Ø 2.399) 2.300–2.400 MHz (Ø 2.393)
Kena: Bridge of Spirits 2.100–2.400 MHz (Ø 2.190) 2.250–2.400 MHz (Ø 2.328)
Psychonauts 2 2.200–2.400 MHz (Ø 2.319) 2.350–2.400 MHz (Ø 2.394)
Red Dead Redemption 2 2.250–2.400 MHz (Ø 2.295) 2.350–2.400 MHz (Ø 2.398)
The Riftbreaker 2.150–2.400 MHz (Ø 2.208) 2.300–2.400 MHz (Ø 2.325)
SeSam Siberian Mayhem 2.300–2.400 MHz (Ø 2.399) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
Total War: Warhammer 3 2.300–2.400 MHz (Ø 2.398) 2.350–2.400 MHz (Ø 2.399)
Valheim 2.200–2.400 MHz (Ø 2.279) 2.300–2.400 MHz (Ø 2.380)
The Witcher 3 2.300–2.400 MHz (Ø 2.388) 2.400–2.400 MHz (Ø 2.400)
Durchschnitt 20 Spiele, 4 Auflösungen 2.336 MHz 2.386 MHz

Die Ergebnisse fallen erwartungsgemäß aus: Dadurch, dass die A770 gegenüber der A750 zusätzliche Rechenwerke mit Strom versorgen muss, steht pro Einheit weniger Energie zur Verfügung. Die A750 kann ihre 28 Xe-Cores daher meistens mit dem Maximaltakt befeuern, während die A770 öfter heruntertakten muss. Das grundsätzliche Verhalten ist dabei wie bei AMD und Nvidia: Je besser die Auslastung, desto geringer der Takt. Hohe Auflösungen jenseits von Full HD laufen somit stets mit geringeren GPU-Boosts als niedrige. Die Effizienz der "großen" GPU ist bei gleichem Power-Budget stets etwas höher.

Arc A770 & Arc A750 im Leistungsindex

Wo landen die Intel Arc A770 16GB und A750 im Grafikkarten-Vergleich? Werfen wir zunächst einen Blick auf den Gesamtwert, bekannt als PCGH-Leistungsindex. Dieser verrechnet alle vier Test-Auflösungen. Eine jede fließt zu 25 Prozent ein, es findet also keine Gewichtung statt - wohl aber eine vorherige Normierung der Fps-Werte, damit große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben.

Die Geforce RTX 3090 Ti bleibt bis zum Release der RTX 4090 am 12. Oktober die 100-Prozent-Messlatte. Intels beste Gaming-Grafikkarte erreicht im Verhältnis den Wert von 48,5 Prozentpunkten und schiebt sich damit hauchdünn vor Nvidias drei Jahre alte Geforce RTX 2070 Super. Sowohl die Geforce RTX 3060 als auch die Radeon RX 66x0 XT werden deutlich distanziert - Mission erfüllt, Intel! Die nächstschnelleren Modelle Radeon RX 6700 XT und Geforce RTX 3060 Ti (nicht abgebildet) sind jedoch völlig außer Reichweite. Die Arc A750 liegt unterdessen um fünf Prozent vor der Geforce RTX 3060, aber knapp hinter der Radeon RX 6600 XT. Die A770 16GB erkämpft sich gegenüber der A750 8GB einen Abstand von neun Prozent, welchen Sie der Kombination aus höherer Rohleistung und Speichertransferrate sowie dem längeren Speicher-Atem zu verdanken hat.

Insgesamt kann man hier nur wenig kritisieren, die durchschnittliche Leistung der Arc-A7-Modelle ist absolut Full-HD- sowie WQHD-tauglich und erlaubt in Kombination mit Upscaling auch die Nutzung feiner auflösender Bildschirme. Apropos, was sich an den Verhältnissen ändert, wenn man die vier Auflösungen separiert, offenbart der folgende Benchmark:

Wer die Zahlen oben genau betrachtet hat, der fühlt sich nun bestätigt: Intel hat zweifellos eine Schwäche bei niedrigen Auflösungen, wie Full HD (1080p) eine ist. Nvidias Ampere-Chips teilen dieses Schicksal, wenngleich wir andere Gründe dafür verantwortlich machen: Während RTX 30 seine zahlreichen FP32-Rechenwerke nur bei vielen Pixeln auslasten kann und ansonsten leerläuft, bremst bei Intels Arc-Chips der Treiber. Das führt zu altbekannten Empfehlungen: Wer vor allem in Full HD spielt, sollte sich eine Radeon RX 6600 XT oder RX 6650 XT kaufen. WQHD/1440p kostet auf den kleinen AMD-Karten etwas mehr Leistung als bei der Geforce RTX 3060, Arc A770 oder Arc A750, was auch für noch höhere Auflösungen gilt. Die Arc A770 16GB sticht besonders hervor, ihre Leistung nimmt relativ besonders wenig ab - gute Vorzeichen für die nächste, sehr pixelträchtige Disziplin.

Arc A770 & Arc A750: Raytracing-Leistung

Seit dem Frühjahr testen wir den Raytracing-Leistungsindex 2022. Erneut haben es 10 Spiele ins Ensemble geschafft, allerdings mit einem gegenüber 2021 erhöhten Schwierigkeitsgrad: Vergleichsweise simple Schatten-Spiele wie World of Warcraft und Dirt 5 weichen der aktuellen Generation mit meist deutlich aufwendigerer Raytracing-Beleuchtung. Dabei legen wir ausdrücklich Wert auf Spielbarkeit, anstatt die teilnehmenden Grafikkarten ohne Rücksicht auf Verluste niederzustrecken. Die Validierung der Einstellungen fand damals auf Basis der schnellsten Radeon-Grafikkarte statt. Wissend, dass die aktuelle Geforce-Generation einen deutlichen Raytracing-Leistungsvorteil aufweist, steckten wir die Basishürden anhand einer Radeon RX 6900 XT LC ab und aktivieren nach Möglichkeit FSR-Upscaling. Im folgenden Benchmark finden Sie alle bisher ermittelten Ergebnisse vor. Auch hier können Sie in jedem der 10 Spiele zwischen vier Auflösungen wählen. Sehen wir uns nun an, was Intels ACM-G10 zu der hohen Strahlenbelastung sagt:

Sie sehen das richtig: Modernes Raytracing liegt den Arc-Grafikkarten besser als alteingesessenes Rasterizing. Diese Tatsache lässt sich nicht nur an Intels Technik-Ausführungen ablesen (siehe erste Artikelseite), sondern blitzte auch bei unserem Test der Arc A380 auf. Hier kommt alles zusammen, was Arc gut kann: Moderne APIs (DirectX 12 und Vulkan) sowie die Strahlenverfolgung an sich. So kommt es, dass sich die Arc A770 16GB fast immer in den Top 5 des Testfelds wiederfindet. Mehr noch, in einigen Fällen kann Intels Flaggschiff sowohl die Raytracing-versierte Geforce RTX 3060 als auch die Radeon RX 6750 XT distanzieren. Aufgrund der hohen Last und somit geringen Bildraten wirkt sich dieser Vorsprung auf die Spielbarkeit aus.

Die Arc A750 fällt demgegenüber oft deutlich zurück. Das liegt nicht etwa an den Chip-seitigen Abspeckungen, sondern zweifelsfrei an Speichermangel. Dieser äußert sich besonders deutlich in Guardians of the Galaxy und The Riftbreaker. Die Ergebnisse unterstreichen, was beim Rasterizing oben nur angedeutet wurde: Pro MiByte erzielt Intel die schlechteste Effizienz, gefolgt von AMD und mit Nvidia an der Spitze. Zwar ist auch bei einer Geforce ein MiByte nur ein MiByte, die flotte Ressourcenverwaltung weiß Mangelsymptome aber bestmöglich zu kaschieren. Dennoch erreicht auch die A750 ein relativ besseres Ergebnis als beim Rasterizing.

Mit dem Release der Arc-A7-Serie zeigt sich ein weiteres Mal die Raytracing-Schwäche der RDNA-2-Architektur. AMD hat vor zwei Jahren zwar Raytracing-Einheiten implementiert, allerdings fehlt diesen die Flexibilität und der Durchsatz, um im Spitzenfeld mitzumischen. Intel beschreitet hier den Weg Nvidias und investiert mehr Kernfläche für die Zukunft der Grafik. Wir gehen davon aus, dass AMD diesen Rückstand mit RDNA 3 aus der Welt schaffen wird - ab dem 3. November wissen wir voraussichtlich mehr. Bis dahin sehen wir uns an, welche Leistungsindizes sich aus all dem ergeben:

Aktuelle Daten bleiben wir Ihnen zwar schuldig, aber Sie dürfen uns ruhig glauben, wenn wir Ihnen sagen, dass die Arc A770 16GB knapp auf dem Raytracing-Niveau der Geforce RTX 3060 Ti rangiert. Das lässt sich am Abstand zwischen A770 und RTX 3070 ablesen. Somit erreicht Intels bis dato schnellste Grafikkarte die Raytracing-Power der Geforce RTX 2080, welche nicht weit der Radeon RX 6800 (und 12 Prozent vor der RX 6750 XT) zu verorten ist. Die A750 legt hingegen den Rückwärtsgang ein und ordnet sich in der Raytracing-Gesamtwertung hinter der Geforce RTX 3060 ein. Ursächlich ist der erläuterte Speichermangel, welcher weder auf der RTX 3060 (12 GiB) noch Arc A770 (16 GiB) ein Thema ist.

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  4. Seite 4 Arc A770 16GB und Arc A750 im Test: Lautheit, Verbrauch, Effizienz
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    • Kommentare (94)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von chesster Komplett-PC-Käufer(in)
        Nachtest mit aktueen Treibern wäre nice
      • Von chesster Komplett-PC-Käufer(in)
        Nachtest mit aktueen Treibern wäre nice
      • Von Sonarplexus Schraubenverwechsler(in)
        Ehrlich gesagt klingt das alles überraschend gut! Vor allem dass die Karten in synthetischen Benchmarks wie 3DMark und Furmark so gut abschneiden lässt darauf hoffen, dass die Spieleleistung sich mit kommenden Treiberupdates noch drastisch verbessern wird. Zumal Intel bereits die Nachfolgegenerationen in der Mache hat, und sicherlich viel Manpower in die Treiberentwicklung steckt.

        Die Leistung bei DirectX9 und 11 ist natürlich mies. Aber zum einen wird sich da hoffentlich auch noch was tun. Zum anderen sind das halt auch ältere Spiele. Und die braucht ja niemand mit 300 fps.

        Die Abhängigkeit von Resizable BAR könnte aktuell zum größten Problem werden, wenn Intel GPUs an den Massenmarkt verkaufen will. Mit langfristigem Blick auf künftige Generationen wird sich das aber zunehmend erledigen.

        Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin kein Intel Fanboy, liebe meine Ryzen CPU und kaufen werde ich die Intel GPUs auf absehbare Zeit nicht. Da spricht alleine schon der hohe Stromverbrauch im Idle dagegen. Aber überrascht und angetan bin ich schon.
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Interessant und besser als ich persönlich erwartet habe. Die ganzen Treiberprobleme bei den alten/älteren Spielen kann und wird man ja hoffentlich in Zukunft fixen, sonst hätte ich da auch persönlich kein Interesse dran. Ist natürlich die Frage, ob es bis dahin vom A770 (die 16GB würde ich grundsätzlich hier mitnehmen) nicht längst den Nachfolger gibt.

        Ansonsten noch ist die Karte aber nicht hier raus, und wird voraussichtlich auch durch den aktuellen Euro/Dollar Kurs + Steuern über 400€ kosten und vom Leistungsbereich irgendwo bei einer 3060/2070S landen. Es wird sich noch zeigen müssen, ob Intel zukünftig mit ihren GPUs mehr als die Bastler/Hardware Fans anlocken kann.
      • Von haep Kabelverknoter(in)
        Das sieht viel besser aus als ich erwartet hatte! Sowohl die Treiberprobleme als auch die zu hohe Last im Leerbetrieb kann man softwareseitig angehen, viel wichtiger ist dass die Hardware ordentliche Leistung bringt und dank hoher Raytracing Performance gut für die Zukunft aufgestellt ist.
        Mal abwarten, wenn sich das Treiberteam ordentlich ins Zeug legt ist es gut möglich, dass in einem halben Jahr die Karten eine wirklich ernstzunehmende Konkurrenz darstellen! Dann fehlt nur noch die 9er Generation, über eine gute Alternative zur überteuerten 4080 16GB würde ich mich freuen!
      • Von drebbin BIOS-Overclocker(in)
        Einen ganz großen Hut ziehe ich vor der Redaktion.
        Für den Artikel.
        Einen nicht minder großen Hut ziehe ich vor Intel.
        Das kann was werden. Ich bin euphorisch.
        Kleinere Studios die eventuell irgendwann auf 3 Gpu Hersteller hin optimieren müssen, sehen das möglicherweise anders, aber eine Bruchlandung sieht anders aus.
        Wäre das Geld etwas lockerer würde der Nerd in mir eine A770 bestellen.
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