Arc A770 16GB und Arc A750 im Test: Zusammenfassung mit Fazit
Wie schlagen sich die Arc A770 16GB und Arc A750 insgesamt? Fazit und Kaufempfehlungen.
In diesem Artikel
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- Seite 2 Arc A770 16GB und Arc A750 im Test: Probleme
- Seite 3 Arc A770 16GB und Arc A750 im Test: Benchmarks
- Seite 4 Arc A770 16GB und Arc A750 im Test: Lautheit, Verbrauch, Effizienz
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Arc A770 & Arc A750: Fazit
Lange haben wir auf diesen Moment gewartet - doch was lange währt, wird nicht automatisch gut. Glücklicherweise hat Intel seine Hausaufgaben gemacht, der Arc-Launch ist weit entfernt von einer Katastrophe. Im Gegenteil, wir wurden Zeuge so mancher Überraschung und einer insgesamt soliden Vorstellung. Allein, das Bahnbrechende und Disruptive bleibt für den Moment aus, wenn man von der Tatsache absieht, dass wir nach über 20 Jahren mit nur zwei Grafikchip-Schmieden den Eintritt eines Herausforderers sehen und dieser tatsächlich nicht in der ersten Runde zu Boden geht. Dieser Grafikkarten-Launch ist bedeutend und möglicherweise der Anfang einer neuen Ära. Niemand außerhalb Intels kann seriös abschätzen, welcher finanzielle und menschliche Aufwand hinter dem Unterfangen steht, doch er dürfte außerordentlich sein. Wäre die PCGH eine Person mit Hut, so würde sie ihn nun zweifellos ziehen. Chapeau, Intel!
So erfreulich Intels Grafik-Offensive auch ist, es gibt noch viel zu tun. Arc läuft, in modernen Spielen meist sogar richtig gut. Und wäre Arc als dedizierte Raytracing-Beschleunigerkarte verfügbar, könnte man das Produkt wohl ohne Einschränkung empfehlen. Doch diese Option besteht nicht. Verlässt man ausgetretene Pfade, stolpert Intels junger Alchemist öfter, als es dem durchschnittlichen Spieler lieb ist. Was Technikfreunde spannend finden - das Testen, Tüfteln und Tunen -, kommt für andere Spieler nicht infrage. Wer einfach nur zocken möchte, wird mit Arc im jetzigen Zustand nicht glücklich. Wer gar ein altes System ohne Funktionen wie Resizable BAR aufrüsten möchte, sollte wegen des deutlichen Leistungseinbruchs auf keinen Fall zugreifen, sondern ein Produkt der etablierten Marken kaufen.
Eine Arc-Grafikkarte ist somit der Gegenentwurf zur Konsole: Plug-and-play, ohne einen Gedanken an die Einstellungen zu verlieren, führt hier oft genug nicht zum Erfolg, um ein Spielverderber zu sein. Intels Versprechen, die Preis-Balance am Grafikkartenmarkt wiederherzustellen, funktioniert nur, solange man erprobte, neue Spiele genießt. Inwiefern der Kaufpreis den "Betatester-Faktor" aufwiegt, gewichtet jeder Spieler unterschiedlich. Es gibt nur eine Gattung Mensch, die mit einer Arc-Grafikkarte im aktuellen Zustand vollends glücklich wird: der Nerd, welcher auf der Suche nach einem neuen Spielzeug ist, aus Interesse und nicht aus Not. Wir empfehlen hierzu ausdrücklich die 16-GiByte-Variante - also die A770 Limited Edition -, um möglichst lange und möglichst ungetrübten Spaß zu haben, der Aufpreis ist absolut fair. Alternativ warten Sie auf Custom-Designs der Board-Partner, denn hier sind auch 16-GiB-Versionen der A750 möglich.
Der offizielle Verkaufsstart erfolgt erst in einer Woche, am 12. Oktober geht es los. Was halten Sie von den Ergebnissen der Arc-A7-Grafikkarten? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt, übertroffen, oder sind Sie gar enttäuscht? Diskutieren Sie mit! Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. PCGH-intern gehen die Arbeiten unterdessen weiter, freuen Sie sich auf zahlreiche weiterführende Artikel zu den Themen Raytracing-Leistung, XeSS-Upsampling, ReBAR und Triell: Intel gegen AMD und Nvidia.
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Die Leistung bei DirectX9 und 11 ist natürlich mies. Aber zum einen wird sich da hoffentlich auch noch was tun. Zum anderen sind das halt auch ältere Spiele. Und die braucht ja niemand mit 300 fps.
Die Abhängigkeit von Resizable BAR könnte aktuell zum größten Problem werden, wenn Intel GPUs an den Massenmarkt verkaufen will. Mit langfristigem Blick auf künftige Generationen wird sich das aber zunehmend erledigen.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin kein Intel Fanboy, liebe meine Ryzen CPU und kaufen werde ich die Intel GPUs auf absehbare Zeit nicht. Da spricht alleine schon der hohe Stromverbrauch im Idle dagegen. Aber überrascht und angetan bin ich schon.
Ansonsten noch ist die Karte aber nicht hier raus, und wird voraussichtlich auch durch den aktuellen Euro/Dollar Kurs + Steuern über 400€ kosten und vom Leistungsbereich irgendwo bei einer 3060/2070S landen. Es wird sich noch zeigen müssen, ob Intel zukünftig mit ihren GPUs mehr als die Bastler/Hardware Fans anlocken kann.
Mal abwarten, wenn sich das Treiberteam ordentlich ins Zeug legt ist es gut möglich, dass in einem halben Jahr die Karten eine wirklich ernstzunehmende Konkurrenz darstellen! Dann fehlt nur noch die 9er Generation, über eine gute Alternative zur überteuerten 4080 16GB würde ich mich freuen!
Für den Artikel.
Einen nicht minder großen Hut ziehe ich vor Intel.
Das kann was werden. Ich bin euphorisch.
Kleinere Studios die eventuell irgendwann auf 3 Gpu Hersteller hin optimieren müssen, sehen das möglicherweise anders, aber eine Bruchlandung sieht anders aus.
Wäre das Geld etwas lockerer würde der Nerd in mir eine A770 bestellen.