Intel Arc: Battlemage hat "einige coole neue Technologien"
Auf der zweiten Generation von Intels Arc liegt die Hoffnung vieler Spieler. Battlemage, so der Codename, soll neue Technologien, architektonische Updates und mehr bringen. Auch beim Treiber wird weiterentwickelt.
Battlemage wird die zweite Generation von Intels Arc-Grafikkarten und auf ihr ruhen einige Hoffnungen der Spieler, den Markt aufzumischen. Im Interview mit PC World verspricht Intels Tom Petersen, dass man neue Technologien, architektonische Updates und mehr bringen wird.
Zum Start ging es noch einmal um Alchemist, die erste Generation. Die Verkaufszahlen sind laut Petersen etwa da, wo man sie erwartet hat. Das bedeutet auch, dass im Moment noch kein Geld verdient wird, wie die Quartalszahlen belegen. Doch das war zu erwarten und für den Einstieg in den dedizierten Grafikkartenmarkt benötigt man neben Know-how vor allem Ausdauer.
Die Treiber sind natürlich ein großes Thema und anders als noch vor dem Release der ersten Arc-Grafikkarten geht man mit den schwierigen Themen etwas offener um. Petersen unterstreicht, dass man viele Fortschritte gemacht hat und die Release-Zyklen teils engmaschiger sind als die der Mitbewerber. Das alles soll der zweiten Generation direkt vom Start helfen.
Erwartungsgemäß geht man bei Battlemage nicht in technische Details, aber Petersen verspricht zumindest, dass man für die Architektur selbst einige coole neue Technologien haben wird und, was am wichtigsten ist, sie wird einige der Probleme lösen, die auf der Architekturebene der Alchemist-GPUs entdeckt wurden.
"Natürlich werde ich keine neuen Termine für Battlemage oder Spezifikationen bekannt geben, aber ich kann sagen, dass der Großteil unseres Designteams, sowohl auf der Architektur- als auch auf der Softwareseite, daran arbeitet und der Fortschritt wird angetrieben und schreitet recht schnell voran. Es gibt einige coole neue Technologien, über die ich sprechen möchte, was ich nicht tun werde, aber sagen wir einfach, dass Battlemage unsere dedizierte Grafikkarte der zweiten Generation ist, dass sie sich wie erwartet entwickelt und dass der Großteil unseres Teams daran arbeitet."
Der Schwerpunkt lag auf besserer DX12-Skalierung, besseren Raytracing-Funktionen und auch KI. Etwas Vergleichbares zu Nvidias Frame Generation sollte man aber wohl für die zweite Generation nicht erwarten. Hier scheint auch noch ein philosophischer Diskurs zu bestehen, wo Nvidias Vorstoß als ungerechtfertigt angesehen wird. Davin Wang von AMD, Head of RTG, kommentierte dazu ebenfalls, dass die Technologie zwar großartig sei, man aber KI-Rechenzeiten lieber andernorts einsetze. Die Motivation der Aussagen aus den Lagern, die noch nicht so weit sind, kann natürlich hinterfragt werden. Intel hat bei XeSS aber bereits KI-Berechnungen im Spiel.
"Wird Battlemage besser sein? Das erwarte ich auf jeden Fall, es ist eine neue Technologie, es ist eine neue Architektur, wir haben einige bekannte Fehler behoben, nennen wir sie Architekturfehler (Dinge), die wir nicht gemacht hätten, wenn wir schon unsere erste Generation gehabt hätten. Denken Sie daran, wie viel wir in dieser Generation gelernt haben, und all das ist in Battlemage eingeflossen, sodass Sie eine bessere Skalierung bei DX12 sehen werden, ein besseres Raytracing, Dinge, die Sie von uns erwarten, wenn wir uns in einem diskreten Rhythmus weiterentwickeln."
Neben den Verbesserungen wird für Battlemage auch erwartet, dass Intel schnellere Arc-Modelle anbietet. Die erste Generation kommt über die Mittelklasse nicht hinaus. Laut einer nicht offiziellen Roadmap soll 2023 ein Alchemist-Refresh kommen und Battlemage für 2024 angesetzt sein. Intels selbst ernannte Ziele sind weiterhin, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten und sich stetig zu verbessern - auch im Hinblick auf die Gaming-Community.

Aber: Gerüchteköchen zu Folge erwartet uns dieses Jahr tatsächlich nur ein Refresh von Alchemist und größere TSMC-N3-Bestellungen soll Intel auf Ende 2024 verschoben sein. Es wäre also zu befürchten, dass nicht das Marketing, sondern der Zeitplan peinlich ist. Dass sie aktuell wirklich noch am High-Level-Design sitzen/an den letzten Implementierungen feilen und erst in zwei Jahren auf dem Markt sein wollen.
Leider passt es aber zu den Gerüchten, die für dieses Jahr erst einmal ein Alchemist-Refresh erwarten.
Man ist da hoffentlich schon eher kurz vorm Testen und fixt etwas per Software, und versucht nicht BM so lange rauszuzögern bis man alle "lessons learned" in die Architektur überführt hat. Das kann man sich dann für Celestial, Druid und... Gandalf überlegen.
MfG
Raff
Klar müsste der Chip längst im Labor laufen oder zumindest vollständig das Design abgeschlossen sein
Leider passt es aber zu den Gerüchten, die für dieses Jahr erst einmal ein Alchemist-Refresh erwarten.
MfG
Raff
Intel hat mit Alchemist nur auf Gleichwertigkeit zu AMDs und Nvidias Mittelklasse gezielt? Okay. Realistische Ziele zu setzen ist Gut.
Sie haben dieses Ziel um ein bis zwei Jahre verfehlt? Weniger gut, konnte man aber nicht ausschließen. Gerade bei Intel nicht.
Die Entwicklung von Battlemage wurde so terminiert, dass die Karte frühestens zwei, gerechnet ab den ursrünglichen Erwartungen eher gut drei Jahre nach Alchemist erscheint? Problem: Selbst bei einem Supa-Dupa-Launch für Alchemist noch mitten in der Laufzeit von RTX 3000 und Radeon 6000 wäre Battelmage dann erst gegen Ende der 4000er/7000er-Ära erschienen und hätte längere Zeit gegen RTX 5000 und Radeon 8000 antreten müssen. Jetzt werden das, mit etwas Pech, sogar die alleinigen/direkten Gegner ab Launch, obwohl AMD und Nvidia ihre Roadmaps krisenbedingt zu strecken scheinen. Wie bitte schön wollte Intel ausgehend von einer Karte, die es nur im absoluten Best-Case mit Ampere/RDNA2 hätte aufnehmen können, bereits eine Generation später GPUs ausliefern, die gegen Blackwell/RDNA4 bestehen könnten?
Meine Erwartung war eigentlich, dass Battlemage und Celestial im Jahresabstand folgen sollen. Immerhin hat Intel sie damals im gleichen Atemzug angekündigt wie die "5 Nodes binnen 4 Jahre"-Roadmap bei den CPUs. Die wird zwar auch nicht eingehalten werden, aber da ist es wenigstens eine ferigungstechnisch bedingte Verzögerung, wie so oft bei Intel, während bei (den ohnehin von TSMC gefertigten) Arc scheinbar schon der Fahrplan von der deutschen Bahn stammt.
Bulldozer ist schon eher ein passender Vergleich, den Codenamen hatte AMD erstmals in ihrer 10-GHz-Reaktion auf Intels Netburst-Launch erwähnt. Bis das Projekt feritg war, verging dann noch über ein Jahrzehnt (und niemand wollte mehr derart optimierte CPUs haben), aber nur eingeschränkt wegen Parallelentwicklung: AMD hatte eben nicht drei Generationen parallel Entwicklung, sondern neben dem laufenen K-Ausbau nur diese einzelne Langzeitvision, an die sie dann mangels Fallback auch ein weiteres halbes Jahrzehnt gefesselt waren.
Ach in Punkto Stromhunger kommen die neuen ARK Karten (wenn auch wahrscheinlich gezwungenermassen) beim nicht so reichen Publikum gerade gut an.
Da macht man halt "aus der Not eine Tugend" wie man so schön sagt, und redet die Karten damit "schön".
Bei der Entwicklung konnte ja keiner den Krieg und die daraus resultierenden Energiepreise / Inflation ahnen.
Überhaupt scheinen bei Intel die Karten im Moment wirklich "wie guter Wein zu reifen", man kann geradezu dabei zusehen finde ich. Alle Nase lang eine Meldung Treiber verbesert etc.....Was besseres kann uns gerade nicht passieren in dieser Situation!
Naja günstige und gute Intel FPS / Watt Verhälltnisse führen - wenn in Massen verkauft, dann vil. dazu das auch die andern wieder gute und günstigere Einsteiger / Mittelklassekarten bringen, und so hätten alle was davon, egal welches "Lager", und vor allem Geldbeutel.
Grüsse.