Tiger Lake: Benchmark geleakt, deutlich schneller und effizienter als der Vorgänger?
Im Netz sind Benchmark-Werte zu einem Tiger Lake-U-Prozessors aufgetaucht. Dieser soll sich von einem vergleichbaren Ice Lake-Modell deutlich distanzieren und 15 bis 32 Prozent schneller arbeiten. Intel muss aber Prozessoren mit mehr als vier Kernen anbieten, sondern könnten die kommenden AMD-Prozessoren zur Gefahr werden.
Im kommenden Jahr will auch Intel wieder neue Notebook-Prozessoren auf den Markt bringen. Die dort aktuellsten Modelle (Ice Lake U) sollen durch Tiger Lake ersetzt werden. Tiger Lake soll dabei auf den neuen Fertigungsprozess 10nm++ und Willow-Cove-Kerne setzen und somit die bis jetzt verwendeten 10-nm-Fertigung und die Sunny-Cove-Kerne ablösen.
Tiger Lake soll ein großer Sprung werden
Eine erste Einordnung der Leistungsfähigkeit erlaubt ein Leak der chinesischen Website Zhihu, die erste Taktraten und Leistungswerte verrät. Bei dem getesteten Modell soll es sich um das zweite Engineering Sample eines Tiger Lake-U-Prozessors handeln, der mit vier Kernen und acht Threads ausgestattet ist. Einzelne Kerne sollen bis 4,3 GHz boosten können, alle Kerne bis zu 4,0 GHz. Ein älteres Gerücht spricht zudem von deutlich größeren Cache-Speichern.
Zum Vergleich zieht Zhihu den Ice Lake-U-Prozessor i7-1065G7 heran, der mit vier Kernen, acht Threads und maximal 3,9 beziehungsweise 3,5 GHz arbeitet. Beide Prozessoren haben dabei eine TDP von 15 Watt, wodurch die Prozessoren hier limitiert werden dürften und der Vergleich somit stark von der Energieeffizienz beeinflusst wird.
| Prozessor | Tiger Lake U | i7-1065G7 (Ice Lake U) |
|---|---|---|
| Basistakt | ? | 1,30 GHz |
| Boost-Takt (All-Core) | 4,00 GHz | 3,50 GHz |
| Boost-Takt (Single-Core) | 4,30 GHz | 3,90 GHz |
| TDP | 15 W | 15 W |
Quelle: Zhihu
Geleakter Benchmark: Tiger Lake vs Ice Lake
Je nach Szenario liegt der getestete Tiger-Lake-Prozessor 15 bis 32 Prozent vor dem Ice-Lake-Modell. Erhöht man die TDP des Erstgenannten auf 28 Watt, ist er um 30 bis 64 Prozent schneller. Damit dürfte sich Tiger Lake 2020 deutlich von den aktuellen Modellen abheben, könnte aber dennoch ein Problem mit der Konkurrenz aus dem Hause AMD bekommen.
Auch spannend: Ryzen-1000-CPU mit Zen+ und 12-nm-Fertigung gesichtet
Dort wurden bereits Achtkerner ohne SMT entdeckt, die ebenso mit einer TDP von 15 Watt arbeiten sollen und deutlich mehr Leistung als Tiger Lake haben dürften. Aus diesem Grund wäre es möglich, dass Intel auch einen entsprechenden Sechs- oder gar Achtkerner auf den Markt bringt. Gesehen wurde eine solche Konfiguration aber bislang noch nicht.
Quelle: Wccftech

Die Ersteller des Dokuments hätten hier vielleicht eine bessere Darstellung wählen können, aber die Informationen sind vollständig, so bspw. unten zu sehen für "Intel64 Family 6 Model 158 Stepping 12" für den 9900K(F) bis runter zum 9400(F) weiter unten. Die Werte werden in CPU-Z direkt angezeigt als "Ext. Model: 9E" und "Stepping: C". Und bspw. der 9900KS liegt per se als aktuelleres "Stepping: D" (13) vor.
Noch unübersichtlicher ging es wohl nicht:
ECC: Natürlich reicht das, warum auch nicht. Mein Einschub bezog sich lediglich auf hanfi104's Antwort zu Lamaan, der anfänglich korrekt bemerkte, dass es auch bei AMD ECC offiziell nur auf den höherwertigen Plattformen gibt.
Faktisch ist es aber bei beiden Herstellern nur schlicht ein Kriterium zur Produktdiversifikation, denn beide implementieren ECC grundlegend in ihren Designs und schalten das Feature bei Bedarf ab (bzw. AMD unterstützt es nicht offiziell und validiert die Funktionalität auf den Ryzens daher nicht und entsprechend findet man auch in keiner offiziellen AMD-Dokumentation einen Erwähnung von ECC in Verbindung mit Ryzen-CPUs).
Reicht doch auch aus, dass der TR ECC unterstützt. Der normale Nutzer verwendet eh keinen.
Intels i7 unterstützt auch kein ECC.
Engineering New Protections Into Hardware
TigerLake nutzt die neue Icelake-Architektur und sollte so weit wie technisch in Hardware möglich gefixt sein.
Es ist keine uralte Geschichte, sondern aktuell.
Intel MKL: Workaround erhoeht Leistung auf AMD Ryzen signifikant - ComputerBase
Engineering New Protections Into Hardware
Darüber hinaus gibt es keine Ice Lake-Architektur. Ice Lake ist ein Prozessor-Design, hier konkret die U-Version. Die verwendete Mikroarchitektur heißt Sunny Cove. **) Diese wird u. a. auch in Lakefield *) und in Ice Lake SP verwendet. Tiger Lake U ist ebenso der Codename der etwa Mitte 2020 kommenden Mobilprozessorgeneration, die eine erneut überarbeitete Mikroarchitektur namens Willow Cove verwendet (u. a. deutlich Überarbeitung des Cache-Subsystems sowie die Verwendung einer neuen Fertigungsprozessiteration, 10nm++). Darüber hinaus geistert noch Golden Cove als nächste Mikroarchitekturiteration durch den Äther.
Intel hat in 2018/19 die feste Verknüfung zwischen Mikroarchitektur, Fertigungsprozess und konkreten Prozessoren aufgehoben, sodass es hier mittlerweile durchaus sinnvoll ist zu unterscheiden.
*) Lakefield verwendet genaugenommen gar zwei Mikroarchitekturen, einmal Sunny Cove mitsamt AVX-512 und einmal überarbeitete Tremont-Kerne (Atom). Bei Lakefield handelt es sich um Intels x86-bigLITTLE-Variante, die Microsoft in 2020 in deren Surface Neo und Duo verwenden wird.
**) Bereits bei Sunny Cove kann man davon ausgehen, dass die Architekturanpassungen weiter gehen, als die HW-Mitigations bei Cascade Lake und Coffee Lake Refresh, denn immerhin fallen hier am Ende tatsächlich bis zu etwa +18 % IPC heraus.
Bei dem Kompiler/MKL-Thema handelt es sich durchaus schon um kalten Kaffe, der nur immer wieder gerne aufgewärmt wird, ebenso wie die Kartellklage von anno dazumal ***).
Bezüglich der MKL schreibt Intel bspw. nicht umsonst explizit:
Supported Hardware
Intel® Xeon® processor
Intel® Core™ processor family
Intel Atom® processor
Intel® Xeon Phi™ processor
Und warum sollte Intel auch Fremhardware auf eigene Kosten hin unterstützen, zumal man dann auch noch eine entsprechende Qualitätssicherung und Validierung hinzufügen müsste.
Wenn Entwickler die MKL unreflektiert und/oder blindlings einbauen, ist das deren Entscheidung und ebenso selbstverantwortlich können sie diese aus ihren Projekten entfernen oder mit alternativen Bibliotheken ergänzen.
***) Genaugenommen ist die mittlerweile sogar sehr kalter Kaffee, denn die Klage wurde 2007 eingereicht. Mittlerweile dürften Klagen zu Google, Facebook und Apple hier weitaus relevanter sein, die zudem die Strafsumme von Intel um ein Vielfaches überbieten. Insbesondere Google ist hier fröhlich und ungebremst weiter Strafgelder am sammeln.
@hanfi104:
In Anlehnung an Tech_Blogger ... faktisch unterstützt sogar ausnahmslos kein Ryzen ECC offiziell (nicht einmal die Ryzen Pro) und daran hat sich seit der ersten Zen-Generation bei AMD auch nichts geändert. Hierbei handelt es sich um eine rein inoffizielle (von AMD nicht validierte) Unterstützung durch die MB-Hersteller und entsprechend halbgar ist vielfach deren Implementation. Für den Heimgebrauch mag das teilweise ausreichend sein, für den geschäftlichen Gebrauch wird sich darauf nahezu keiner verlassen, wenn man wirklich Bedarf an ECC hat.
Bei AMD gibt es nach wie vor regulären ECC-Support erst mit Threadripper und Epyc.
https://www.amd.com/en/su...
Max Ram steh am Mainborad, was auch Sinn macht,
ECC gibt's immer nur auf dem Profimarkt,
Befehlssätze : AMD Ryzen 7 3700X - alle 2 Versionen im Vergleich - HardwareSchotte.de
BTW Intel "erschlägt" auch nur mit "Features" der eingebauten Grafik.
Ps ich werde bei jeder Gelegenheit vom gezinkten Spiel (Compiler) Intels erzählen.
Der Punkt war auch nicht, wer ECC unterstützt oder sowas, sondern ich google Intel CPU XYZ und komme auf die ARK von Intel und bekomme meist detailierte informationen.
Bei AMD bist du aufgeschmissen, du musst dich immer auf 3. Seiten verlassen...