Ryzen 7 4700U: Notebook-APU mit 8 Kernen in Benchmark gesichtet
Im Netz sind Benchmarks zum Ryzen 7 4700U aufgetaucht, der als Teil der Renoir-Familie bald Zen 2 und die 7-nm-Fertigung ins Notebook bringen soll. Die APU setzt auf acht Kerne ohne SMT und kann den Ryzen 7 3700U somit problemfrei in Schach halten. Von AMD sind aber noch schnellere Varianten in Form von Ryzen-9-APUs geplant.
Nachdem AMD im Desktop- und Server-Bereich mit den Zen-2-CPUs bereits starken Druck auf Intel ausübt, soll im kommenden Jahr ein weiterer Geschäftsbereich von Intel torpediert werden: Die Notebook-Sparte. Zwar hat AMD auch hier bereits Ryzen-Produkte im Angebot, doch kamen die leichten Rückstände bei der Energieeffizienz bei Notebooks stärker zum tragen als im Desktop-Segment.
Renoir-APUs mit acht Kernen und 7 nm
Mit den neuen Renoir-APUs soll sich das Blatt nun wenden, indem AMD den durch Zen 2 errungenen Vorteil bei der Energieeffizienz auch ins Notebook bringt. Eine der neuen APUs ist der Ryzen 7 4700U, zu dem auf Reddit Benchmark-Ergebnisse im PCMark aufgetaucht sind. Der Ryzen 7 4700U soll im Gegensatz zum Ryzen 7 3700U nicht mehr vier sondern acht Kerne bieten, die aber ohne SMT auskommen - so wird die APU auch im Benchmark gelistet. Vermutlich wird die Kombination aus acht Kernen und SMT dann bei den neuen Mobile-Ryzen-9-APUs zu finden sein.
Die CPU -Kerne sollen im Boost mit bis zu 4,2 GHz arbeiten, die angegebenen Basistaktraten des Ryzen 7 4700U schwanken hingegen zwischen 1,7 und 2,4 GHz. Vermutlich hängt das an der gewählten TDP-Klasse: Der Ryzen 7 4700 soll wahlweise mit 15, 25, 35 oder 45 Watt TDP arbeiten können. Auch für die GPU ist eine Überarbeitung geplant, AMD spendiert dem Chip eine Vega-IGP mit 13 statt vorher 11 Compute Units, die natürlich ebenso vom Fertigungswechsel hin zu 7 nm betroffen ist.
Auf dem Papier ist der Ryzen 7 4700U somit, im Vergleich zum Vorgänger, ein deutlicher Fortschritt. Das zeigt sich auch in den geleakten Benchmarks: Der Ryzen 7 4700U kommt auf eine Gesamtwertung von 4.893 Punkten und setzt sich damit deutlich vor den Ryzen 7 3700U. Dabei muss man bedenken, dass mit den Ryzen-9-APUs ja erstmals noch schnellere Prozessoren dazukommen, hier also gar nicht die beiden Flaggschiffe verglichen werden.
| Modell | Ryzen 7 4700U | Ryzen 7 3700U | Ryzen 5 3500U | i7-10510U | i7-1065G7 | i7-10710U |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kerne / Threads | 8 / 8 | 4 / 8 | 4 / 8 | 4 / 8 | 4 / 8 | 6 / 12 |
| Turbotakt | 4,2 GHz | 4,0 GHz | 3,7 GHz | 4,9 GHz | 3,9 GHz | 4,7 GHz |
| Gesamtwertung | 4.893 | 4.149 | 3.956 | 4.322 | 4.758 | 5.457 |
Die geleakten Benchmark-Ergebnisse allein lassen indes leider noch keinen wirklichen Rückschluss darauf zu, wie gut sich AMDs Renoir-APUs im Notebook wirklich schlagen werden. Die Benchmark-Ergebnisse entstanden vermutlich in unterschiedlichen Situationen, die die Leistung stark beeinflussen können. Zudem fehlt auch der wichtige Punkt Stromverbrauch, der im Notebook ganz besonders über Erfolg oder Misserfolg eines Produkts bestimmt.
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Weitere Details zu den Zen-2-APUs fürs Notebook dürften zum Glück bald kommen. Die ersten Renoir-APUs für den mobilen Einsatz sind für 2020 geplant, wahrscheinlich werden sie sogar noch auf der CES im Januar angekündigt. Dann wird vielleicht auch enthüllt, wie die APUs aufgebaut sind, das heißt ob AMD wie im Desktop auf ein Chiplet-Design setzt, oder die APUs monolithisch fertigen lässt.
Quellen: Videocardz, Computerbase

Threadripper 3000 mit 180 Watt TDP im Test - ComputerBase
Mal sehen, wann wir dann 16 Kerne im Notebook als mobile Workstation sehen.
etwa die TDP-Einstellung, die wesentlich ist für die Leistung bei Notebook-Chips.
Womit du aber Recht hast, dass am Ende bei RealLife Szenarien nicht 100% mehr rauskommen, liegt zum einen am PowerLimit und zum anderen an nicht gut skaliernden Anwendungen. Dennoch sind echte Kerne viel viel besser als SMT und die Differenz sollte in Benches deutlich größer sein als hier, denn durch den FullNode spart man ja viel Energie, die das PowerLimit Problem defintiv weit verschieben wird. Daher glaube ich nachwievor nicht an diesen Bechnamrk.
etwa die TDP-Einstellung, die wesentlich ist für die Leistung bei Notebook-Chips.
etwa die TDP-Einstellung, die wesentlich ist für die Leistung bei Notebook-Chips.