Intel Tiger Lake 2020 mit deutlich mehr Cache
Intel scheint weiterhin die Caches aufzubohren. Bei Ice Lake wurden bereits die L1- und L2-Caches vergrößert; für Tiger Lake wird der L3-Cache um 50 Prozent aufgebohrt. Das ist recht deutlich,wenn man berücksichtigt, dass wir hier Mobil-Prozessoren im 15-Watt-Umfeld haben.
Intels Tiger Lake ist durchaus noch ein paar Tage von einer Veröffentlichung entfernt, aber anscheinend hat Intel hier einige Veränderungen geplant. Neben der Fertigung in 10 nm und den potenziell größeren Änderungen bei der integrierten Grafikeinheit soll auch der Cache deutlich wachsen - um 50 Prozent. Tage Lake U soll dann 12 statt 8 MiByte L3-Cache bekommen, was für eine CPU im 15-Watt-Bereich durchaus beachtlich ist. Schon für Ice Lake hatte Intel den L1- und L2-Cache aufgebohrt.
Besagte CPU, zu der ein Bootlog auftauchte, ist ein Vierkerner mit Hyperthreading, dessen Engineering Sample mit 3,4 GHz getaktet war. Intel spendiert der Mobile-CPU offenbar einen erweiterten AVX-512-Ausbau, wenngleich Spezialitäten wie AVX512_BF16 nach wie vor exklusiv den Xeon-Prozessoren vorbehalten bleibt.
Die Situation zeigt ganz gut, wo die Reise aktuell hingeht. Schon AMD machte klar, dass der Trend zu größeren Caches deutlich ist und Intel schließt sich dem an. Außerdem sickern immer mehr Server-Funktionen in die Endkundenprodukte durch. Es ist aber auch so, dass die Portfolios der CPU-Hersteller immer unübersichtlicher werden. Insbesondere bei der Vergleichbarkeit wird es immer schwieriger - selbst in den eigenen Reihen.
Tiger Lake soll mit seinen Willow Cove-Kernen nächstes Jahr kommen. Damit ist auch einmal mehr klar, dass die Mobilplattform dem Desktop künftig um ein gutes Stück vorauseilen wird, was die Technologie angeht. Denn für den Desktop gibt es kommendes Jahr erst einmal Comet Lake, weiterhin in 14 nm. Nach den Fertigungsproblemen scheint Intel stur nach wie vor eher kleinflächige Mobile-Prozessoren mehr Vorlauf zu geben, als das bislang üblich war, bevor man sich an großflächigere Prozessoren wagt, mit denen die Ausbeute sinkt.
Tiger Lake wird für Anfang 2020 erwartet und geistert bereits seit 2016 durch das Intel-Portfolio.


-bei gleicher Leistung längere Laufzeiten
-bei gleicher Leistung schlankere Notebooks (das gilt vorallem für die bisherigen "Brocken" (3kg+)
-bei gleicher Laufzeit höhere Leistung oder leichteres Notebook
usw usf.
Zu sagen Effizienz bringt nichts oder Laptops werden dadurch zu dünn ist mir ein Rätsel
Btw nicht uninteressant: ice lake vs Whisky Lake und Ryzen. Dafür, dass Intel immer unterstellt wird, man habe so schlechte GPUs hält man mal wieder erstaunlich gut mit
3dcenter schreibt dazu
Ryzen hat doch eh schon so viel L3-Cache.
Edit: Hat sich erledigt. Hab's mit Cannon Lake verwechselt... ^^
Das hätte ich mir übrigens auch von AMD für Ryzen gewünscht.