Intel Sunny Cove: Nachfolger sollen signifikant schneller werden
Während Sunny-Cove-Kerne im Desktop-Segment noch auf sich warten lassen, setzt Intel bereits große Hoffnungen auf nachfolgende Architekturen. Demnach soll die Zahl der Transistoren signifikant ansteigen. Gleichzeitig soll die Leistung besser mit der Transistorzahl skalieren.
Auf einer Technikkonferenz gab sich Intel kürzlich selbstbewusst. Die Sunny-Cove-Architektur, die sich zumindest im Mobile-Markt allmählich blicken lässt, sei demnach erst der Anfang. In Zukunft soll es sehr viel größere Sprünge geben. Dazu wolle man nicht nur die Zahl der Transistoren deutlich erhöhen, sondern auch dafür sorgen, dass die Leistung besser mit deren Anzahl skaliert.
Sunny Cove bietet, verglichen mit Coffee Lake, bereits eine um 15 bis 18 Prozent höhere IPC (Instructions per Cycle), wie es heißt. Allerdings hat sich die Zahl der Transistoren um etwa 38 Prozent erhöht. Eine lineare Steigerung sieht anders aus und genau da scheint Intel ansetzen zu wollen. Aussagen, dass sich das Moor'sche Gesetz überlebt habe, erteilte Jim Keller eine Absage.
AMDs Lisa Su vertrat beim Thema Skalierbarkeit zuletzt eine weniger optimistische Ansicht. Demnach sei der reine Rechenanteil gar nicht so ausschlaggebend, wie man meinen könnte. "Die reine Leistung, die sich aus der Berechnung ergibt, macht ungefähr ein Drittel der Gesamtleistung aus." Schlussendlich müsse man auch viel Zeit beispielsweise in die Schnittstellen investieren. Einfach skalieren könne man Leistung nicht.
Verbesserungen auf allen Ebenen
Intel allerdings glaubt, das Thema auf allen Ebenen angehen zu können. Prozessoren würden von sehr vielen Leuten entwickelt, aber auch von unwahrscheinlich vielen kleinen Teams. Die einen würden sich die Architektur vornehmen, andere die Instruktionen, andere die Tools und wieder andere befassen sich mit Bibliotheken. "Die Zahl der Stellen, an denen wir Innovationen umsetzen, ist wirklich, wirklich hoch", so Keller.
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Ob man künftig tatsächlich zügiger vorankommt oder bloß vor Investoren punkten wollte, muss natürlich die Zeit zeigen. Aktuell geht es technologisch eher schleppend voran. Zwar hat Ice Lake mit seinen Sunny-Cove-Kernen endlich den Mobile-Markt erreicht, doch bis die neue Architektur auch im Desktop-Markt aufschlägt, könnte noch viel Wasser den Rhein herrunterfließen. Comet Lake wird wohl Anfang 2020 mit maximal zehn Kernen vorgestellt - im nochmals verbesserten 14-nm-Prozess.
Quelle: PC Games N

Da haben ja auch genug Leute dieselbe Motivation, die du da ansprichst. So kriegt jeder sein Fett weg.
Grüße!
Dass sie den Mobile-Bereich aus dem Client Computing Segment noch mit in die Prioritäten aufgenommen haben, merkt man jedoch durchaus. Ice Lake Y/U mit Sunny Cove-Mikroarchitektur und 10nm wird ein Testballon sein und die Plattform an sich ist zweifelsfrei eine runde Sache und wird von Intel nicht umsonst im Premium-Segment eingeordnet, während Comet Lake U dem Mainstream zugeordnet ist (trotz gar des einen 6-Kern-Modells). Die Datenlage und vor allem belastbare Messungen zu konkreten Produkten fehlen noch, da diese erst in den kommenden Wochen verfügbar werden. Sunny Cove ist aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung, denn bspw. bzgl. der SingleCore-Leistung kann die Architektur tatsächlich deutlich zulegen und übertrifft selbst Zen2/3900X (gemäß Performance/GHz, SingleCore in SPEC 2006 und 2017 sowohl in INT wie auch FP), was durchaus schon mal nicht schlecht ist für eine größere Überarbeitung.
Und Tiger Lake U mit nochmals überarbeiteter Willow Cove-Mikroarchitektur steht bereits auf der Türschwelle und bringt zudem implizit ein überarbeitetes 10nm+ Fertigungsverfahren mit und eine nochmals deutlich leistungsfähigere Xe-iGPU (im Vgl. zur Gen11 von Sunny Cove). So wie sich das derzeit im Mobile-Segment darstellt, ist Intel hier auf seinem sehr guten Weg.
Anmerkung zu AMDs Zeitlinie: Zen3 wird man erst ab Mitte 2020 zu sehen bekommen und möglicherweise diesmal mit deutlicher Priorität auf dem Server Milan. Vielleicht wird es tatsächlich schon Ryzen's in 3Q20 geben, möglicherweise auch erst in 4Q20. Die (mobilen) APUs müsste AMD jedoch explizit vorziehen, denn ein Zen3-Update wird man andernfalls frühestens zum Jahreswechsel oder gar erst Anfang 2021 zu sehen bekommen. Und Zen4 wird zweifelsfrei nichts vor 2HJ21. (Beispielsweise der immer wieder gern zitierte Frontier (2021) wird auf Zen3/Milan basieren, wenn auch in einer customized Variante und nicht etwa Zen4.)
Und Tiger Lake U soll zumindest nach der bisherigen Planung bereits bis spätestens Mitte 2020 verfügbar sein.
So wie es aussieht wird es selbst gegen Zen 2 sehr schwierig werden und gegen Zen 3 und 4 die ca. im selben Zeitraum angesiedelt sind ist es eine hoffnungslose Angelegenheit.
Und ob der am Ende wirklich kommt, oder ob er zu Gunsten von Intels 7nm komplett gestrichen wird, wird sich noch zeigen müssen. Ich tippe auf Letzteres.