Intel Ice Lake: Erste Benchmarks-Previews und IPC-Vergleich

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Intel Ice Lake: Erste Performance-Previews zum Core i7-1065G7 veröffentlicht (1)
Quelle: Intel

Im Zuge eines Events lud Intel ausgewählte Pressevertreter zum Test des Ice Lake-U-Prozessors Core i7-1065G7 ein. Statt striktem Protokoll durften beliebige Benchmarks auf Testgeräten vorgenommen werden. So gibt es nun einige interessante Werte.

Intel hat zum Monatsbeginn die Presse zum Performance-Test der ersten Ice Lake-CPUs eingeladen. Statt einer direkten Eigeninszenierung durften Pressevertreter unabhängige Benchmarks auf einem Software Developer System (SDS) vornehmen, in dem ein Core i7-1065G7 verbaut war. Vorgaben bei der Wahl der Software gab es nicht.

Insgesamt elf Ice Lake-SKUs für den Mobile-Markt stellt Intel in Aussicht. Die 15-Watt-Klasse der U-Reihe wird mit sechs unterschiedlichen Modellen bedacht, davon verfügen fast alle über vier Kerne und acht Threads. Einziger Ausreißer ist der Intel Core i3-1005G1 mit nur zwei Rechenkernen sowie vier Threads. Variationen gibt es darüber hinaus bei Grafik, Cache und Takt. Die Leistungsklasse der iGPU geht nunmehr direkt aus der Namensgebung der Prozessoren hervor. Wahlweise bündelt Intel die unterschiedlichen Modelle mit G1-, G4- und G7-Grafikeinheiten. Die entstammen allesamt der Gen11-Grafikgeneration. Abseits von Taktunterschieden unterscheidet sich die Anzahl der Execution-Units. So gibt es 32 EUs für G1, 48 für G4 und letztlich 64 für G7. Letztgenannte fallen weiterführend in die Riegen der Iris Plus Graphics.

Performance-Previews des Intel Core i7-1065G7 mit 15 und 25 Watt

Der für Tests der Presse zur Verfügung gestellte Core i7-1065G7 gliedert sich an zweiter Stelle der Ice-Lake-U-Reihe ein. Wie bereits erwähnt, verfügt der Mobile-Prozessor über vier Kerne und acht Threads. Der Basis-Takt beläuft sich auf 1,3 GHz, während der Single-Core-Turbo auf 3,9 GHz und der All-Core-Turbo auf 3,5 GHz beziffert wird. Das ist weitaus weniger als bei Vergleichsmodellen aus den Vorgängergenerationen.

Ganz ohne Augenwischerei kommt Intel bei all der Offenheit jedoch nicht aus. Tester konnten das TDP-Limit der mobilen Core i7-CPU auf 25 Watt aufbohren, sodass bei mancher Performance-Preview genauer hingeschaut werden muss. Die zusätzlichen 10 Watt sorgen zum Teil für deutliche Performance-Zuwächse. Vergleichswerte beziehen sich hingegen auf Prozessoren, bei denen die TDP-Korsetts nicht so locker geschnürt werden.

Und so kann der Core i7-1065G7 zunächst auch mehr als deutlich in Multi-Core-Benchmarks an AMDs Ryzen 7 3700U vorbeiziehen, muss sich aber fast ebenso deutlich geschlagen geben, wenn nur 15 Watt zur Verfügung stehen. Die Performance liegt hierbei mal mehr und mal weniger in Schlagweite des Intel Core i7-8565U, der in vielen Previews als Vergleich herangezogen wurde. Laut der Performance-Vorschau von anandtech.com liefert der Intel Core i7-1065G7 in puncto IPC immerhin mehr als ordentlich ab. Ermittelt wurde hier eine Steigerung von 19 Prozent gegenüber dem Intel Core i9-9900K im SPEC2017.

Direkter Vergleich von Gen11-Grafikeinheit und Vega 10 Mobile bleibt weitestgehend aus

Auch die Gaming-Tauglichkeit des Core i7-1065G7 und dessen integrierter Gen11-Grafik wurde unter die Lupe genommen. Schon zur Computex hat Intel die Werbekeule geschwungen und hinter verschlossenen Türen die Überlegenheit gegenüber AMDs mobiler Vega-iGPU der aktuellen Picasso-APUs angepriesen. Der direkte Vergleich mit dem AMD-Chip bleibt mit wenigen Ausnahmen aus. Eine dieser Ausnahmen ist die Preview von hothardware.com. Laut der könne die Gen-11-Grafikeinheit im Schnitt gut mit Vega 10 Mobile mithalten, die Minimum-Fps fallen jedoch erheblich schlechter aus. Wohlgemerkt wurde für die drei aufgeführten Gaming-Benchmarks zu mittleren Voreinstellungen gegriffen. Wer auf optische Details verzichten kann und die Voreinstellungen auf Low herunterschraubt, kann das eine oder andere Spiel auch mit durchgehend flüssigen Bildraten zocken, wie unter anderem die Benchmarks von legitreviews.com zeigen.

Auch lesenswert: Intel Core i-10000: Übersicht zur neuen Architektur Ice Lake

Wie sich das restliche Ice-Lake-Line-Up schlägt, das Intel bislang vorgestellt hat, wird sich wohl erst in einigen Monaten zeigen. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ist der Marktstart entsprechender Notebooks geplant. Die kommerzielle Auslieferung ist laut Angaben Intels bereits im zweiten Quartal dieses Jahres gestartet.

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Dein VIII Hero ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gelockt. (Habe noch von keinem unlocked ROG gehört.) Das heißt du brauchst sowieso einen (USB-)Flash-Programmer um den Mod durchzuführen oder musst lötarbeiten an der Platine vornehmen. (Wenn sich eine Anleitung für das Hero findet. Ich kenne keine.) Danach/Damit kannst du dann aber auch komplett gebrickte Platinen fixen, sodass fehlendes Dual-BIOS kein Problem darstellt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Dein VIII Hero ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gelockt. (Habe noch von keinem unlocked ROG gehört.) Das heißt du brauchst sowieso einen (USB-)Flash-Programmer um den Mod durchzuführen oder musst lötarbeiten an der Platine vornehmen. (Wenn sich eine Anleitung für das Hero findet. Ich kenne keine.) Danach/Damit kannst du dann aber auch komplett gebrickte Platinen fixen, sodass fehlendes Dual-BIOS kein Problem darstellt.
      • Von Infi1337 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Weil man's kann!
        (Und weil Intel es nicht will. Das wäre für mich der Hauptgrund, aber noch reicht mir mein 67er.)

        Zudem kriegen die Mainboard-Hersteller oft den Kundenärger ab, wenn eine neue High-End-CPU nicht auf einem wenige Monate alten High-End-Board läuft. Vor allem der Z370 hat hier verbrannte Erde hinterlassen; zum Teil waren für den Sommer 2017 Topmodelle vorbereitet, um die Portfolios noch einmal in die Medien zu bringen.
        Mein 67er hat sich auch gut geschlagen vor allem bei Titeln die ich konsumiert habe und noch konsumiere, trotzdem skurille Sache von Intel.

        Zitat von DARPA
        April 2018 schon 8700K auf z170
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Im Grunde ist der Mod nicht schwierig. Fürs Bios gibts Tools. Für den Rest braucht man nur ne ruhige Hand und halbwegs gute Augen.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Und Eier brauch man. Glückwunsch, hatte das teils im halb taiwanesisch sprachigem Asus Forum verfolgt wo Intel sogar aufgetreten ist und meinte es würde nicht gehen, und nur noch ein Video gesehen wo es als relativ riskant schien. Da ich kein Dual-Bios auf dem Board habe hab ich die Sache dann verworfen .
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        April 2018 schon 8700K auf z170
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Im Grunde ist der Mod nicht schwierig. Fürs Bios gibts Tools. Für den Rest braucht man nur ne ruhige Hand und halbwegs gute Augen.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Weltweit ist der Mod relativ beliebt. Nicht nur, um die dicken Dinger auf sein z170 Board zu schnallen, sondern vorallem wollen die Leute günstige i3 4-Kerner auf günstigen h110 Boards betreiben. Gerade Asien, Südamerika usw. Das läuft teilweise sogar ohne Modding der CPU.
        Auch hier haben mich schon Leute angeschrieben, die aber sonst nicht so aktiv sind im Forum. Haben bisschen nachgefragt und dann einfach gemacht und sind jetzt zufrieden.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Die sind wohl eher weniger davon angetan, da sie dann plötzlich haufenweise altes Gerümpel in ihren Lagern haben, die rechtzeitig geräumt werden müssen. Die paar CPU Aufrüster (von denen es verhältnismäßig wenige gibt), die sich ein neues Board kaufen müssen, fallen da nicht ins Gewicht.
        Ach da gehts gar nicht um die Aufrüster. Auch alle OEMs müssen neue Wahre kaufen statt ihre Lagerbestände weiter zu verwenden und zu betreuen.
        Insgesamt profitieren alle außer dem Kunden davon. Dem Kunden wird schließlich weiß gemacht er habe eine neue CPU und ein topaktuelles Mainboard, nicht ein Jahrealtes. Die Lagerbestände bei den OEMs sind meißt überschaubar, eher problematisch ist das ganze für die Zwischenhändler.
        Zitat von Pu244
        So wie AMD es macht, ist es optimal. Neues UEFI draufspielen und schon kann man auch noch massenhaft 3 Jahre alte Boards vom Band laufen lassen. Bei Intel ist hingegen alle zwei Jahre Schluß.
        Nicht wirklich. Siehe die Probleme mit den Boards jedesmal wieder seit Zen+ Release und Zen 2 Release. Die Kunden müssen sich da selbst dann zum Teil drum kümmern etc. Intel macht halt eine Lösung für den DAU (und kassiert nebenbei ab). Die funktioniert halt einfach. Für OEMs ist die AMD Situation ein Horror. Verärgerte Kunden, ein haufen "gratis" Supportaufwand.
        Wenngleich es natürlich für Intel wesentlich einfacher wäre die Kompatibilität aufrecht zu halten, schließlich hat man seit 2015 kaum Änderungen an der CPU vorgenommen.
        Ice Lake wäre damit aber trotzdem nicht mehr kompatibel, sofern die alten Pläne der integrierten Spannungswandler noch eingehalten werden.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Infi1337
        PS: @DARPA wie fährst du bitte einen 9900k auf einem ASRock Z170
        Weil man's kann!
        (Und weil Intel es nicht will. Das wäre für mich der Hauptgrund, aber noch reicht mir mein 67er.)

        Zitat von Pu244
        Die sind wohl eher weniger davon angetan, da sie dann plötzlich haufenweise altes Gerümpel in ihren Lagern haben, die rechtzeitig geräumt werden müssen. Die paar CPU Aufrüster (von denen es verhältnismäßig wenige gibt), die sich ein neues Board kaufen müssen, fallen da nicht ins Gewicht.
        Zudem kriegen die Mainboard-Hersteller oft den Kundenärger ab, wenn eine neue High-End-CPU nicht auf einem wenige Monate alten High-End-Board läuft. Vor allem der Z370 hat hier verbrannte Erde hinterlassen; zum Teil waren für den Sommer 2017 Topmodelle vorbereitet, um die Portfolios noch einmal in die Medien zu bringen.
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