Gaming-Headsets - Gaming-Sound und Equalizer
Quelle: Computec Media GmbH, AIDBOX
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Gaming-Headsets - Gaming-Sound und Equalizer

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Im folgenden Teil wollen wir kurz auf den "Gaming-Sound" eingehen und Ihnen außerdem ein sehr mächtiges Werkzeug näherbringen. Den Equalizer.

Gaming-Sound und der Equalizer

Natürlich spielt auch der Klang eines Headsets eine große Rolle. Erfreulicherweise hat sich dieser generell deutlich verbessert, den Klang stark verzerrende Spieler-Headsets mit fetten, brummigen Bässen, stark zurückstehenden Mitten und grell-metallisch betonten Höhen sind heutzutage selten. Vor einigen Jahren war die berühmt-berüchtigte "Gaming-Badewanne" noch sehr geläufig, insbesondere im unteren und mittleren Preisbereich. Die im Jargon häufig abfällig genutzte Bezeichnung kommt daher, da der Frequenzverlauf dem u-förmigen Querschnitt einer Badewanne ähnelt - existiert zwar auch heute noch, allerdings in meist weitaus milderer Form.

Viele Spieler-Headsets wiederum, insbesondere jene aus dem unteren bis mittleren Preisbereich, die wohl außerdem eine etwas jüngere Zielgruppe ansprechen sollen, heben den Bassbereich etwas und betonen außerdem obere Mitten und den unteren Hochtonbereich. Doch diese Art Abstimmung kann durchaus Freude bereiten und ist in den meisten Fällen außerdem ausgewogen genug, um auch dem Musikgenuss frönen zu können. Etwas kostspieligere Headsets sind im Regelfall nochmals etwas neutraler und klangtreuer ausgelegt, ein leichter Fokus auf den Mitten ist allerdings aktuell bei sehr vielen Geräten festzustellen. Diese Betonung erhöht unter anderem die Sprachverständlichkeit und lässt Stimmen stärker aus dem Klangbild hervortreten, was natürlich insbesondere beim Chatten oder beim Spielen von Titeln mit vielen Dialogen nützlich ist - oder auch zum Filme schauen. Fällt der Stimmenfokus verhältnismäßig stark aus, so können eventuell insbesondere Frauenstimmen sehr lebendig wirken, eine zu starke Betonung der Höhen begünstigt allerdings nervig zischende oder harsche Sibilanten etwa bei "S"- und "Z"-Lauten.

Mächtiges Klangwerkzeug: Equalizer

Wenn Sie sich dem Equalizer respektive Klang-Tuning mächtig fühlen, kann dieses Werkzeug dazu dienen, einige dieser Betonungen zu entschärfen, oder andere Frequenzen hervorzuheben, etwa um die Ortung zu verbessern. Sie können etwa die Frequenzen um 8-10.000 kHz ein wenig herabregeln, um scharfe und auf Dauer etwas anstrengende Zischlaute zu entschärfen. Allerdings kann dies zulasten der Räumlichkeit gehen und die Einschätzung von Entfernungen erschweren. Der Bereich von rund 4.000 bis 7.000 kHz beeinflusst die Verständlichkeit von Stimmen und kann die Ortung von Klängen verbessern, wenn Sie diesen ein wenig anheben.

Die unteren Mitten und der Bass-Bereich sind für Ortung und Räumlichkeit sowie die Verständlichkeit von Sprache unwichtig, sorgen aber durch Volumen für Klangtiefe sowie Atmosphäre. Für kompetitives Gaming können Sie diese Frequenzen also prinzipiell stark herabregeln, doch lässt dies den Klang metallisch und/oder "hohl" und "dünn" wirken - für mehr Volumen und ein "wärmer", "voller" wirkendes Klangbild können Sie die unteren Mitten etwas anheben. Die Frequenzen um 100 Hz betonen den bekannten "Kick in die Magengrube" des Basses, die nochmals tieferen Frequenzen lassen ihn "schwerer", "dunkler" wirken. Achten Sie insbesondere beim Bass, es mit der Betonung nicht zu übertreiben, der Tiefton kann Treiber schnell überlasten, den Klang mit Verzerrungen und/oder Schwammigkeit verunstalten.

Wir bieten Ihnen an dieser Stelle einen Überblick, auf welche Art und Weise bestimmte Frequenzspannen auf das Klangbild wirken, einen guten Eindruck können Sie sich außerdem in unserem Video einholen. Ein wichtiger Punkt: Es ist einfacher, ein gutes, relativ neutral klingendes Headset abzustimmen und Treibern, die noch über Reserven verfügen, den individuell erwünschen Klang zu entlocken. Schwieriger ist es, einen Headset eine sehr deutliche Betonung "abzugewöhnen", insbesondere, wenn die Treiber außerdem Schwierigkeiten mit gewissen Teilen des Klangspektrums haben (etwa einen betonten, aber schwammigen Bass und/oder bei Mitten schwächeln oder über unruhige, unsaubere Höhen verfügen).

Mächtiges Werkzeug zur Klangoptimierung: Der Equalizer

Fast alle Mainboards, Soundkarten oder USB-Geräte kommen mit einem Equalizer daher. Dieses Werkzeug ist in geübten Händen sehr mächtig, denn mit diesem lässt sich nicht nur der Klang den eigenen Wünschen anpassen, sondern auch Spiele-Tuning betreiben, indem etwa für die Ortung wichtige Frequenzen betont werden. Wir geben einen groben Überblick, welchen Einfluss einzelne Teile des Frequenzgangs auf das menschliche Hören haben.
[PLUS] Sound richtig konfigurieren Quelle: PC Games Hardware
[1] ~20–40 Hz
Der Tiefbass-Bereich wird ab rund 20 Hz für das menschliche Ohr hörbar und verleiht dem Ton einen dunklen, schweren Sound. Nur wenige Instrumente reichen so tief. Für die Ortung ist dieser Bereich unwichtig.

[2] ~40–150 Hz
Der Bassbereich. Der untere Bass sorgt für Volumen. Der Kickbass um 100 Hz sorgt für den bekannten „Kick in die Magengrube“. Hier haben viele Instrumente ihren tiefsten Grundton (z.B. E-Gitarre, ca. 80 Hz).

[3] ~150–400 Hz
Oberbass und tiefer Mittelton sind entscheidend für die wahrgenommene „Wärme“ des Klangbilds. Hier haben zudem männliche und weibliche Stimmen ihren Grundton (ca. 100–150 Hz/200 Hz).

[4] ~300–1000 Hz
Der untere Mittelton beeinflusst die wahrgenommene Fülle, Wärme und Dichte des Klangs. Sehr viele Instrumente und generell Geräusche haben hier ihre Grundfrequenz. Noch relativ unwichtig für die Ortung.

[5] ~1–3 kHz
Oberer Mittelton, auch Präsenzbereich. Sorgt für die Ausdruckskraft eines Klangs, verbessert das Sprachverständnis von Vokalen, enthält Obertöne von vielen Instrumenten. Wichtig zur Einschätzung von Entfernungen.

[6] ~4–7 kHz
Hochton, in der Psychoakustik Brillanzbereich. Hier ist das menschliche Gehör maximal sensibel. Bringt Details hervor und ist für Klarheit, Timing und für Sprachverständlichkeit sowie Ortung wichtig.

[6] ~8–20 kHz
Obere Höhen und Superhochton. Helfen bei der Trennung von Tönen und führen zu einem sauberen, räumlichen Eindruck (Bühne). Einige Obertöne von Instrumenten (z.B. Geige) reichen bis weit in diesen Bereich.

Tipps für Gaming-Headsets - Zusammenfassung

Fassen wir unsere Punkte noch einmal kurz zusammen: Zu den wichtigsten Punkten bei einem Gaming-Headset gehört natürlich, dass Sie es überhaupt anschließen können, wie gewünscht. Am PC ist dies verhältnismäßig einfach, ob USB, Funk oder Klinke, es gibt immer eine Möglichkeit, ein Headset anzuschließen. Einzig bei Bluetooth-only-Headsets sollten Sie gewisse Vorsicht walten lassen, da sich diese aufgrund einer tendenziell höheren Latenz oft weniger gut zum Spielen eignen. Obendrein liegt nur den wenigsten Bluetooth-Headsets ein entsprechender Dongle bei, im Regelfall müssen Sie also weitere Hardware zukaufen.

Etwas komplizierter wird es, wenn das gewünschte Headset auch noch an den Konsolen oder unterwegs zum Einsatz kommen soll. Nicht jedes USB- und Funk-Headset funktioniert auch an Xbox Series oder Playstation 5, ähnliches gilt für Nintendos Switch oder mobile Geräte. Hier gilt es, beim Kauf die Augen offenzuhalten. Auch auf die gewünschten Features solle vor dem Kauf achtgegeben werden: Selbst fast identische Geräte, die sich im Grunde nur durch die Anschlussart unterscheiden, können sich Feature-seitig stark unterscheiden. So verfügt das AOC GH300 - ein günstiges wie empfehlenswertes USB-Headset durch den im USB-Headset verbauten C-Media-Chip über eine etwas veraltete, gleichwohl aber sehr nützliche Software-Suite via Xear Audio Center. Das im AOC GH401 - die Version mit Wireless Funk - kommt dagegen komplett ohne Software und infolgedessen ohne Equalizer oder virtuellen Surround. Bei einigen Headset-Varianten unterscheidet sich also nicht nur die Anschlussart, sondern auch die mit dieser angebotenen Features sowie (Konsolen-)Kompatiblität.

Wir planen, diesen Artikel zu erweitern respektive diese neue Basis als Grundlage für weiterführende Headset- und Sound-Artikel zu nutzen. Dazu gehört auch eine Komplett-Renovierung und Neustrukturierung unserer bisherigen Online-Headset-Übersicht. Doch dies wird eine Aufgabe für die kommenden Wochen und Monate sein. Bis es so weit ist, können Sie mit folgendem Link die bisherige Version zurate ziehen, alternativ legen wir Ihnen unseren Ratgeber ans Herz.

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  1. Seite 1 Das richtige Gaming-Headset finden
  2. Seite 2 Kaufentscheidung vorbereiten
  3. Seite 3 Wie funktionieren Gaming-Headsets?
  4. Seite 4 Gaming-Sound und Equalizer
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Snoopy69 Freizeitschrauber(in)
        Diese Woche sollen meine "Audeze Maxwell" (for Playstation) kommen...
        Abgesehen vom Gewicht bin ich sehr auf die Verarbeitung, Materialwahl und vor allem auf den Klang gespannt. Dieser soll für den Preis das Beste sein, was jemals bei Gaming-Headsets getestet wurde
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Nichts gegen die geläufigen, guten 200-300€ Headsets. Aber stets um deren Haltbarkeit? (meist zuviel Plastik)
        Im Video unten wird das angesprochen. Gehypt, überhypt, weil "gut", aber billige Komponenten und zu teuer. Sind zufällig auch die Unternehmen, die uns "Nachhaltigkeit" verkaufen wollen. Wirklich nachhaltig...?

        Wenn dieser "Headphones-Messi" es nicht weiß, wer dann...?
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      • Von Snoopy69 Freizeitschrauber(in)
        Diese Woche sollen meine "Audeze Maxwell" (for Playstation) kommen...
        Abgesehen vom Gewicht bin ich sehr auf die Verarbeitung, Materialwahl und vor allem auf den Klang gespannt. Dieser soll für den Preis das Beste sein, was jemals bei Gaming-Headsets getestet wurde
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        Nichts gegen die geläufigen, guten 200-300€ Headsets. Aber stets um deren Haltbarkeit? (meist zuviel Plastik)
        Im Video unten wird das angesprochen. Gehypt, überhypt, weil "gut", aber billige Komponenten und zu teuer. Sind zufällig auch die Unternehmen, die uns "Nachhaltigkeit" verkaufen wollen. Wirklich nachhaltig...?

        Wenn dieser "Headphones-Messi" es nicht weiß, wer dann...?
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      • Von derboehsevincent Komplett-PC-Käufer(in)
        Das Audeze Maxwell ist mit Abstand das Beste was man aktuell kaufen kann. Ich hatte das Razer Kraken, ein grottiges Headset - wie auch immer man hier auf ne 1.4 kommt. Mein aktuelles G935 ist, nach 2 jahren, eine Katastrophe. Sehr oft sind X-neustarts notwendig bis mal beide Treiber funktionieren, mit jedem Softwareupdate geht irgendwas nicht. Und da Astro zu logitech gehört sind die genau so mies oder werden es - mit Ansage.

        Zitat von MircoSfot
        Wer also ein richtig gutes Headset haben möchte, sollte also eines mit Kabel kaufen. Das deckt mehr Frequenzen ab, einen Unterschied, den man auch spüren kann.
        Zuerst spür ich das, wenn sich das blöde Kabel um die Rolle von meinem Stuhl gewickelt hat. Das macht man 3-5mal und dann wars das.
      • Von donutin Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Testet doch mal das Audeze Maxwell.
      • Von MircoSfot Software-Overclocker(in)
        Audio kann man nicht nur hören, sondern auch fühlen. Dass man also nur Frequenzen abdeckt, in denen der Mensch hört (nicht jeder ist gleich), ist also total bescheuert. "Diese" Frequenzgänge sind typisch für das technisch machbare, weil die meisten Headsets Kabellos sind (Bluetooth). Bluetooth ist nicht gerade geeignet für Audio.
        Hier kann man es nachlesen, welche Bluetooth-Version was kann ab 5.0:
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        Nicht einmal CD Qualität schafft Bluetooth bis heute und wird es auch nie.
        Wer also ein richtig gutes Headset haben möchte, sollte also eines mit Kabel kaufen. Das deckt mehr Frequenzen ab, einen Unterschied, den man auch spüren kann.

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