Wie funktionieren Gaming-Headsets?
Quelle: Computec Media GmbH, AIDBOX
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Wie funktionieren Gaming-Headsets?

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In diesem Abschnitt wollen wir die Technik eines modernen Gaming-Headsets beleuchten. Es gibt teils sehr große Unterschiede bei angebotenen und unterstützten Features.

Wie funktioniert ein Gaming-Headset?

Dass sich Gaming- und Lifestyle-Hörer in vielen Belangen immer ähnlicher werden, hat auch praktische Gründe. Ein kabelloser Bluetooth-Kopfhörer bringt im Grunde bereits viele der Fähigkeiten mit, die ein Gaming-Headset nutzt, darunter einen Digital-zu-Analog-Wandler (DAC), sowie zumeist ein Inline-Mikrofon sowie einen dazugehörigen Analog-zu-Digitalwandler (ADC). Ein Wireless-Headset beinhaltet obendrein häufig einen USB-Controller, der außer einer potenziellen USB-Verbindung nicht selten das Laden des Akkus ermöglicht respektive in Form von weiteren Controllern steuert.

SoCs bestimmen die Features

Sehr häufig kommen diese Komponenten in aktuellen Headsets gebündelt (und platz- sowie kostensparend) in Form von System-on-a-Chip-Lösungen (SoCs) zum Einsatz. Diese bestimmen zu weiten Teilen außerdem die Fähigkeiten beziehungsweise Features des Headsets. Auch der Klang kann durch diese beeinflusst werden. Nicht wenige dieser kleinen Audio-Rechenwerke nutzen unterschiedliche Techniken etwa zur Unterdrückung von Störgeräuschen, kommen mit eigenen Equalizern respektive eigener Klangabstimmung, integrierten Verstärkern und bieten obendrein verschieden hohe Audioqualitäten.

Bei USB- und Wireless-Funk-Headsets sind diese Fähigkeiten oft auf einem SoC, der beide Verbindungen unterstützt, vereint, bei zusätzlichem Bluetooth-Support kommt nicht selten ein zweiter SoC zum Einsatz, oft aus dem mobilen Bereich, so sind etwa Qualcomm-SoCs recht weitverbreitet. Diese Aufteilung ist allerdings auch der Grund, weshalb sich etwa bei Wireless-Headsets mit Bluetooth-Support die Features je nach Anschluss unterscheiden können: Nutzen Sie Wireless Funk, unterstützt das Headset Features dieses SoCs, nutzen Sie dagegen Bluetooth, können Sie eventuell nur die Features des Bluetooth-SoCs einsetzen. Einige andere, insbesondere neuere Dual-Wireless-Headsets nutzen einen einzelnen System-on-a-Chip für beide Wireless-Verbindungen.

Ein kleines Beispiel: Die Wireless-Version von Asus' TUF Gaming H1 nutzt einen AV6302 von Avnera. Dieser SoC ist tatsächlich für den Einsatz in Gaming-Headsets ausgelegt und vereint sämtliche wichtigen Fähigkeiten: Audiowandlung, Verstärkung für Tonausgabe und Mikrofon-Aufnahme samt Mixer für das Mikrofon-Monitoring, Lade- und USB-Controller, sowie ein I²S-Interface für sowohl ADC (Mikrofon) als auch DAC (Audioausgabe). Letztere könnte genutzt werden, um beispielsweise einen dedizierten, besonders hochqualitativen DAC anzusprechen, statt jenen auf dem SoC zu nutzen. Diese Art von Digital-Analog-Wandlern kommen zumeist bei den Oberklasse- und Topmodellen zum Einsatz, beliebt und recht weitverbreitet sind etwa DACs respektive Chips von ESS. Auch bei diesen handelt es sich zumeist um System-on-a-Chip-Lösungen, häufig kommen obendrein Varianten zum Einsatz, die besonders stromsparend und auf den mobilen Einsatz optimiert wurden - beispielsweise für mobile Audioplayer, Smartphones oder Tablets.

Beispiel: Asus Delta

Bei nicht wenigen Headsets kommen diese Mobile-Audio-Lösungen auch in den kabelgebundenen Modellen zum Einsatz. Ein Beispiel wäre etwa der ESS 9218 in Asus kabelgebundenen Oberklasse-Headset Delta. Diese Chips bestimmen außerdem die Fähigkeiten des Headsets, so unterstützt das Asus ROG Delta S etwa das High-Quality-Audioformat MQA, da es mit dem ESS 9281 eine High-End-Variante des ESS 9218 nutzt, die ebendieses Format unterstützt. Ansonsten sind die Fähigkeiten des Chips sowie der Headsets gleich. Dem ESS 9218 begegnen Sie im Übrigen auch in der kabelgebundenen Variante von Steelseries Top-Modell Arctis Nova Pro. Dort sitzt der Chip in der beiliegenden USB-Soundkarte und ist dort für die Fähigkeiten zuständig, die Sie auch ohne Steelseries-Software und auch an der nutzen können. Und obwohl Arctis Nova Pro sowie die beiden erwähnten kabelgebundenen Delta-Varianten von Asus aufgrund der nötigen Strippe offenkundig nicht sonderlich mobil sind, kommen in allen genannten Headsets Mobile-Chips zum Einsatz - "Gaming" und "Lifestyle" werden sich also nicht nur optisch und konzeptionell ähnlicher, sondern insbesondere auch technisch.

Im vorerst letzten Teil dieses Artikels geht es um den Gaming-Sound sowie ein sehr mächtiges Werkzeug, welches es erlaubt, den Klang für spezifische Einsatzgebiete - etwa kompetitives Gaming, atmosphärisches Einzelspielerabenteuer oder entspannter Mediengenuss - abstimmen lässt: Der Equalizer. Dieses Werkzeug gehört in geübten Händen zu den potentesten Klangwerkzeugen. Wir bieten eine grobe Übersicht über "typischen" Gaming-Sound und wie Sie den Equalizer nutzen können, um den Sound für bestimmte Einsatzzwecke zu optimieren.

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  1. Seite 1 Das richtige Gaming-Headset finden
  2. Seite 2 Kaufentscheidung vorbereiten
  3. Seite 3 Wie funktionieren Gaming-Headsets?
  4. Seite 4 Gaming-Sound und Equalizer
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Snoopy69 Freizeitschrauber(in)
        Diese Woche sollen meine "Audeze Maxwell" (for Playstation) kommen...
        Abgesehen vom Gewicht bin ich sehr auf die Verarbeitung, Materialwahl und vor allem auf den Klang gespannt. Dieser soll für den Preis das Beste sein, was jemals bei Gaming-Headsets getestet wurde
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Nichts gegen die geläufigen, guten 200-300€ Headsets. Aber stets um deren Haltbarkeit? (meist zuviel Plastik)
        Im Video unten wird das angesprochen. Gehypt, überhypt, weil "gut", aber billige Komponenten und zu teuer. Sind zufällig auch die Unternehmen, die uns "Nachhaltigkeit" verkaufen wollen. Wirklich nachhaltig...?

        Wenn dieser "Headphones-Messi" es nicht weiß, wer dann...?
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Snoopy69 Freizeitschrauber(in)
        Diese Woche sollen meine "Audeze Maxwell" (for Playstation) kommen...
        Abgesehen vom Gewicht bin ich sehr auf die Verarbeitung, Materialwahl und vor allem auf den Klang gespannt. Dieser soll für den Preis das Beste sein, was jemals bei Gaming-Headsets getestet wurde
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        Nichts gegen die geläufigen, guten 200-300€ Headsets. Aber stets um deren Haltbarkeit? (meist zuviel Plastik)
        Im Video unten wird das angesprochen. Gehypt, überhypt, weil "gut", aber billige Komponenten und zu teuer. Sind zufällig auch die Unternehmen, die uns "Nachhaltigkeit" verkaufen wollen. Wirklich nachhaltig...?

        Wenn dieser "Headphones-Messi" es nicht weiß, wer dann...?
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      • Von derboehsevincent Komplett-PC-Käufer(in)
        Das Audeze Maxwell ist mit Abstand das Beste was man aktuell kaufen kann. Ich hatte das Razer Kraken, ein grottiges Headset - wie auch immer man hier auf ne 1.4 kommt. Mein aktuelles G935 ist, nach 2 jahren, eine Katastrophe. Sehr oft sind X-neustarts notwendig bis mal beide Treiber funktionieren, mit jedem Softwareupdate geht irgendwas nicht. Und da Astro zu logitech gehört sind die genau so mies oder werden es - mit Ansage.

        Zitat von MircoSfot
        Wer also ein richtig gutes Headset haben möchte, sollte also eines mit Kabel kaufen. Das deckt mehr Frequenzen ab, einen Unterschied, den man auch spüren kann.
        Zuerst spür ich das, wenn sich das blöde Kabel um die Rolle von meinem Stuhl gewickelt hat. Das macht man 3-5mal und dann wars das.
      • Von donutin Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Testet doch mal das Audeze Maxwell.
      • Von MircoSfot Software-Overclocker(in)
        Audio kann man nicht nur hören, sondern auch fühlen. Dass man also nur Frequenzen abdeckt, in denen der Mensch hört (nicht jeder ist gleich), ist also total bescheuert. "Diese" Frequenzgänge sind typisch für das technisch machbare, weil die meisten Headsets Kabellos sind (Bluetooth). Bluetooth ist nicht gerade geeignet für Audio.
        Hier kann man es nachlesen, welche Bluetooth-Version was kann ab 5.0:
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        Nicht einmal CD Qualität schafft Bluetooth bis heute und wird es auch nie.
        Wer also ein richtig gutes Headset haben möchte, sollte also eines mit Kabel kaufen. Das deckt mehr Frequenzen ab, einen Unterschied, den man auch spüren kann.

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