Gaming-Handhelds für 2024: Wohin geht die Reise nach dem Steam Deck OLED?

Nachdem Valve das Segment der Handheld-PCs mit dem Steam Deck im Februar 2022 neu belebt und im November 2023 mit dem Steam Deck OLED die Messlatte noch einmal ein Stück höher gelegt hat, stellt sich die Frage: Was kommt im Jahr 2024?

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Gaming-Handhelds für 2024: Wohin geht die Reise nach dem Steam Deck OLED?
Quelle: MSI

Nachdem Valve dem Segment der Handheld-PCs mit dem Steam Deck, SteamOS und der Proton-API im Februar 2022 neues Leben eingehaucht und im November 2023 mit dem Steam Deck OLED, dem derzeit ausgereiftesten Gaming-Handheld, die Messlatte noch einmal ein ganzes Stück höher gelegt hatte, stellen sich Spieler jetzt natürlich die Frage: Was kommt im Jahr 2024? PCGH hat sich die aktuelle Marktsituation einmal genauer angesehen und prognostiziert, wohin die Reise gehen kann.

Valve hat seine Karten auf den Tisch gelegt

Mit dem Steam Deck OLED, welches neben dem namensgebenden 7,4 Zoll großen OLED-Display mit HDR und einer punktuellen Maximalhelligkeit von bis zu 1.000 cd/m² sowie einer Bildwiederholungsrate von 90 Hz auch eine effizientere Custom-APU, die in 6 nm statt 7 nm gefertigt wird, bietet, hat Valve seine Karten für das Jahr 2024 bereits auf den Tisch gelegt. Mit einem potenziellen Steam Deck 2 ist somit voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2025 zu rechnen. Dennoch geht die Führungsposition vorerst an den derzeit bekanntesten Handheld.

Die Konkurrenz scharrt aber bereits mit den Hufen und auf der CES 2024, welche vom 9. bis 12. Januar in Las Vegas ausgetragen wurde, haben sich längst neue Herausforderer für das Steam Deck in Position gebracht.

Intel möchte auch ein Stück vom Kuchen abhaben

AMD dominiert das unter Spielern immer populärer werdende Gaming-Segment der Handheld-PCs mit den Zen-4-APUs aus der Prozessorfamilie Ryzen 7040U ("Phoenix") - insbesondere dem Ryzen 7 7840U mit Radeon 780M - aktuell nach Belieben, doch jetzt möchte sich Intel mit Meteor Lake-H und dessen integrierter Arc Graphics 5 erstmals auch ein Stück vom Kuchen der Gaming-Handheld-PCs abhaben.

Auf Basis der neuen Core Ultra ("Meteor Lake") erwachsen Valve damit mitunter ganz neue Konkurrenten, die bisher im Segment der Gaming-Handhelds noch gar nicht in Erscheinung getreten sind und jetzt erste Handheld-PCs vorgestellt haben.

OneXPlayer X1 mit Meteor Lake als Handheld-Hybrid

OneXPlayer, ein Unternehmen von One-Netbook, hat mit seinem gleichnamigen OneXPlayer X1 einen hybriden Handheld-, Tablet- und Notebook-PC mit einem neuen Intel Core Ultra 7 155H ("Meteor Lake") und Intel Arc Graphics 5 vorgestellt, welcher WQHD+ ("1600p") mit 120 Hz auf einem 11 Zoll großen LC-Display bietet. Das vielseitige Konzept soll mit den klassischen Handheld-PCs konkurrieren.

OneXPlayer X1 Quelle: OneXPlayer OneXPlayer X1 Quelle: OneXPlayer

3-in-1-Handheld mit Intel Core Ultra und Arc Graphics

Als Basis für den neuen OneXPlayer X1, welcher wie der OneXPlayer 2 Pro dank abnehmbarer Controller auch als Gaming-Tablet genutzt werden kann, dient der neue Intel Core Ultra 7 155H mit 16 Prozessorkernen (6P + 10E) und insgesamt 22 Threads, der zudem auf eine Intel Arc Grpahics 5 zurückgreifen kann. Die integrierte GPU, die ihrerseits die Alchemist-Architektur nutzt, bietet 8 Xe-Cores und taktet dabei mit vergleichsweise hohen 2,25 GHz. Hinzu kommen 16 bis 32 GiByte LPDDR5X.

MSI möchte mit dem Claw erstmals mitmischen

MSI folgt dem Vorbild des Asus ROG Ally und des Lenovo Legion Go, welche auch in diesem Jahr mitmischen werden, und hat auf der CES 2024 seinen ersten eigenen Handheld-PC vorgestellt. Anders als zuerst angenommen, wird der MSI Claw, so firmiert der neue Gaming-Handheld offiziell im Portfolio des Herstellers, keine dedizierte Handheld-APU der Serie AMD Ryzen Z1, sondern einen neuen Hybridprozessor der Serie Intel Core Ultra ("Meteor Lake") nutzen.

MSI Claw Quelle: MSI MSI Claw Quelle: MSI

Full HD bei mittleren Details dank Intel XeSS

Der Prozessor wird laut MSI von insgesamt 16 GiByte LPDDR5 unterstützt, wobei Meteor Lake-H sogar bis zu 96 GiByte LPDDR5X mit bis zu 7.467 MT/s adressieren könnte. Dank des KI-Upsampling Xe Super Sampling ("XeSS"), Intels Pendant zu Nvidias DLSS, sollen Spieler selbst AAA-Titel in Full HD bei mittleren Grafikeinstellungen genießen können, so MSI.

Mit dem Intel Core Ultra Prozessor bietet der MSI Claw bisher unerreichte mobile Gaming-Leistungen und Energieeffizienz für die Windows-Plattform im Handheld-Format.

Dank integrierter Intel Arc-Grafik mit bis zu acht Xe-Kernen und fortschrittlicher XeSS (Xe Super Sampling)-Technik kommen selbst neue AAA-Games bei 1080p-Auflösung und mittleren Qualitätseinstellungen beeindruckend zur Geltung.

- MSI -

Dank des modernen Unterbaus auf Basis von Intels neuester CPU-Architektur, bietet der MSI Claw zudem ein sehr modernes Featureset mit Wi-Fi 7, welches von einer Intel Killer Wi-Fi 7 BE1750 bereitgestellt wird, Bluetooth 5.4 sowie Thunderbolt 4 mit USB-C und Power Delivery mit bis zu 65 Watt.

MSI Claw Quelle: MSI Der erste Handheld-PC des Herstellers setzt auf ein 7 Zoll messendes LC-Display mit bis zu 1.920 × 1.080 Bildpunkten und löst in Full HD ("1080p") auf. Für ein besonders flüssiges Spielerlebnis hingegen soll die hohe Bildwiederholungsrate von 120 Hz sorgen. Eine umfangreiche (A)RGB-Beleuchtung, welche mit MSI Mystic Light konfigurierbar ist. Die Kühllösung soll ebenfalls sehr potent ausfallen. Der Akkumulator fasst 53 Wh und soll 90 Minuten Gaming ermöglichen.

Auch mit Ayaneo ist wieder zu rechnen

Auch mit dem chinesischen Hersteller Ayaneo Technologie, welcher unter allen Anbietern von Handheld-PCs über das mit Abstand größte Portfolio verfügt, wird auch im Jahr 2024 wieder zu rechnen sein. Die Redaktion von PCGH hatte in den letzten Wochen bereits ausführlich über die zahlreichen Ankündigungen und Neuvorstellungen des Herstellers berichtet.

Nachdem der Ayaneo Air S1 im Test von PCGH bereits eine hervorragende Figur machen konnte, muss auch mit den kommenden Modellen von Ayaneo in diesem Jahr gerechnet werden. Neuerdings setzt der Hersteller auch auf SteamOS.

Linux distanziert Windows

Während SteamOS insbesondere für das Spielen auf Steam eine absolut ausgereifte Lösung aus einer Hand bietet und Gaming-Distributionen wie Nobara Linux 39 auch auf dem Handheld-PC eine exzellente Figur abgeben, tut sich Windows 11 auf kleinen Displays nach wie vor schwer. Die Bedienung ist noch immer nicht auf die Gaming-Handhelds optimiert und die Installation von Updates und einer neuen Firmware ist mitunter eine echte Zumutung. Es ist aktuell sehr stark davon auszugehen, dass SteamOS 3.6 den Abstand noch weiter ausbaut.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von e4syyy BIOS-Overclocker(in)
        Und wenn die anderen Hersteller 20x soviel Power wie die Steam Deck haben...

        Valve hat mit dem SteamOS, der Verifizierung von Spielen inkl. Voreinstellungen etc. für mich einfach auf Dauer alle Hersteller ausgeschlossen.

        Werde wohl nächste Woche das OLED Steam Deck bestellen... kann mich nur noch nicht entscheiden ob entspiegelt oder nicht.
      • Von e4syyy BIOS-Overclocker(in)
        Und wenn die anderen Hersteller 20x soviel Power wie die Steam Deck haben...

        Valve hat mit dem SteamOS, der Verifizierung von Spielen inkl. Voreinstellungen etc. für mich einfach auf Dauer alle Hersteller ausgeschlossen.

        Werde wohl nächste Woche das OLED Steam Deck bestellen... kann mich nur noch nicht entscheiden ob entspiegelt oder nicht.
      • Von Kurumi_Senpai Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Astorek86
        Das stimmt allerdings: Wer über Jahre seine Steam-Bibliothek aufgebaut hat, hat mit dem Steam Deck auf einen Schlag dutzende, hunderte oder sogar tausende Spiele auf einmal, im Handheldmodus und ohne Extrakosten (abseits des Steam Decks selbst, natürlich)! Das ist schon sehr großartig^^...
        Gibt es aber nicht auch Ausnahmen? Und wenn ja, gibt es eine Liste oder so?
      • Von Astorek86 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Kurumi_Senpai
        Wichtig zu erwähnen ist, dass viele PC-User bereits unzählige Spiele auf Steam haben, die man plötzlich auch von unterwegs zocken kann. Das catched schon etwas.
        Das stimmt allerdings: Wer über Jahre seine Steam-Bibliothek aufgebaut hat, hat mit dem Steam Deck auf einen Schlag dutzende, hunderte oder sogar tausende Spiele auf einmal, im Handheldmodus und ohne Extrakosten (abseits des Steam Decks selbst, natürlich)! Das ist schon sehr großartig^^...
      • Von Kurumi_Senpai Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Astorek86
        Anders gesagt: Beim Steam Deck muss ich mich garnicht in die Systeminnereien wühlen, wenn ich es nicht will. Ich kann das Ding genausogut als "erweiterte Switch" bedienen, und habe - solange ich im Steam-Ökosystem bleibe - keine Nachteile damit.
        Hätte ich nicht schon eine Nintendo Switch, dann hätte ich auf jeden Fall zur Steam Deck gegriffen. Habe sehr viel gutes zur OLED-Version gehört und wie sehr Valve die Sache ernst nimmt. Props aus meiner Sicht. Wichtig zu erwähnen ist, dass viele PC-User bereits unzählige Spiele auf Steam haben, die man plötzlich auch von unterwegs zocken kann. Das catched schon etwas.
      • Von Drayygo BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Astorek86
        Das stimmt nicht, die OLED schafft das. Nintendo gibt zwischen 4,5 bis 9 Stunden an. Der neueste "Zelda"-Teil (was für die Switch echt kein leichter Titel ist) wird auf 5,5 Stunden festgelegt.

        Die Switch bekam 2019 eine neue Revision mit besserem Akku und stromsparenderen Komponenten, die die Batterielaufzeit, im Vergleich zur Vorgängerrevision, fast verdoppelt. Von der OLED gibt es nur die Revision mit besserer Akkulaufzeit.
        Was die festlegen und was tatsächlich bei rumkommt sind aber 2 paar Schuhe. Ich habe, wie beschrieben, beide Switch bei mir, und 9 Stunden macht keine davon. 5,5 schon, mit leichten Titeln. Aber nicht mit Zelda.
      Direkt zum Diskussionsende
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