Steam Deck OLED im Test: Ist der derzeit ausgefeilteste Handheld-PC jetzt noch besser?

Mit dem Steam Deck OLED, der ersten Revision des Handheld-PCs, welcher als Steam Deck LCD im Portfolio verbleibt, adressiert Valve alle auch noch so kleinen Kritikpunkte am Original. Doch ist es dem Hersteller damit gelungen, den derzeit ausgefeiltesten Handheld-PC noch einmal besser zu machen? Im Folgenden erfahren Sie, was genau das Steam Deck OLED noch optimiert.

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Steam Deck OLED im Test: Ist der derzeit ausgefeilteste Handheld-PC jetzt noch besser?
Quelle: Valve

Alle Optimierungen im Detail

Steam Deck LCD vs. Steam Deck OLED - das bringt allerhand Unterschiede mit sich, darunter eine durch einen feineren Fertigungsprozess ("Node") optimierte Custom-APU, welche nun in 6 statt 7 nm bei TSMC vom Band läuft und folglich weniger Energie aufnehmen und Wärme abgeben soll. Ein von 5.500 auf 6.400 MT/s beschleunigter LPDDR5-Speicher, für deutlich bessere Systemlatenzen. Wi-Fi 6E anstelle von Wi-Fi 5 für schnellere Downloads und ein verzögerungsfreies Streaming. Sowie allem voran das auf 7,4 Zoll angewachsene und neuerdings auf der OLED-Technologie basierende Display, das jetzt auch schnellere Bildwiederholungsraten von 90 Hz sowie HDR-Unterstützung mit seiner enormen Maximalhelligkeit von punktuell bis zu 1.000 cd/m² bietet. Das sind allesamt Detailverbesserungen, die in Summe einen riesigen Unterschied machen.

Doch bevor wir uns ansehen, wie sich diese und viele weitere Optimierungen auf das Gesamtpaket namens Steam Deck OLED auswirken und es vom Steam Deck LCD abheben, hier noch einmal alle technischen Spezifikationen der beiden Handheld-PCs im direkten Vergleich. Die PCGH-Redaktion hat alle Optimierungsmaßnahmen übersichtlich zusammengefasst und mittels () entsprechend hervorgehoben.

  Steam Deck OLED Steam Deck LCD Optimierung
APU Custom-APU (Van Gogh) Custom-APU (Van Gogh)  
Codename Sephiroth Aerith (✓)
Hauptprozessor (CPU) 4 × AMD Zen 2 mit SMT 4 × AMD Zen 2 mit SMT  
Prozessortaktfrequenzen 2,4 - 3,5 GHz 2,4 - 3,5 GHz  
Grafikprozessor (GPU) AMD RDNA 2 mit 8 CUs AMD RDNA 2 mit 8 CUs  
Shadereinheiten 512 ALUs mit 1,0 - 1,6 GHz 512 ALUs mit 1,0 - 1,6 GHz  
Fertigung TSMC N6 (6 nm) TSMC N7 (7 nm) (✓)
       
Hauptspeicher LPDDR5 LPDDR5  
Speichermenge 16 GiByte 16 GiByte  
Geschwindigkeit 6.400 MT/s @ 128-Bit 5.500 MT/s @ 128-Bit (✓)
Festspeicher 1.024 GiByte 512 GiByte (✓)
  512 GiByte 256 GiByte  
    64 GiByte  
Speichertyp NVMe-SSD NVMe-SSD  
    eMMC-Flashspeicher  
Anbindung PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4, PCIe 2.0 x1  
       
Display OLED LCD (✓)
Diagonale 7,4 Zoll 7 Zoll (✓)
Auflösung 1.280 × 800 Pixel 1.280 × 800 Pixel  
Bildwiederholungsrate 90 Hz 60 Hz (✓)
Maximale Helligkeit 1.000 cd/m² 400 cd/m² (✓)
Typische Helligkeit 600 cd/m² 350 cd/m² (✓)
Touch-Poling-Rate 180 Hz 120 Hz (✓)
sRGB-Farbraum 117 Prozent 63,7 Prozent (✓)
P3-Farbraum 110 Prozent   (✓)
       
WLAN Wi-Fi 6E Wi-Fi 5 (✓)
Bluetooth Bluetooth 5.3 Bluetooth 5.0 (✓)
Antennen 3 2 (✓)
       
Abmessungen 298 × 117 × 49 mm 298 × 117 × 49 mm  
Gewicht 640 Gramm 670 Gramm (✓)

Akku
50 Wh 40 Wh (✓)
       
Betriebssystem SteamOS 3.5.7 (Stable) SteamOS 3.5.7 (Stable)  
  SteamOS 3.5.9 (Preview) SteamOS 3.5.9 (Preview)  
       
Preise 679 Euro (1.024 GiByte) 679 Euro (512 GiByte)  
  569 Euro (512 GiByte) 549 Euro (256 GiByte)  
  419 Euro (256 GiByte)* 419 Euro (64 GiByte)  

*) die neue Einstiegskonfiguration besitzt nach wie vor ein LC-Display

Das Testgerät von PCGH

Für diesen ausführlichen Test hat PCGH ein Steam Deck OLED in der größten Konfiguration mit 1.024 GiByte Festspeicher in Form einer per PCIe 3.0 x4 angebundenen NVMe-SSD mit dem OLED-Display aus hochwertigem entspiegeltem und geätztem Glas direkt bei Valve käuflich erworben. Eine Einflussnahme auf den Test konnte somit dementsprechend vollumfänglich ausgeschlossen werden und das Testgerät verbleibt für mögliche nachfolgende Tests und weitere Detailbetrachtungen innerhalb der Redaktion.

Steam Deck OLED Quelle: Valve

Das Testumfeld

Das Steam Deck OLED steht in diesem Test insbesondere für sich und wird in erster Linie mit seinem direkten Vorgänger, dem Steam Deck LCD, verglichen. Um eine leichtere Einordnung der erzielten Ergebnisse ermöglichen zu können sowie den Spielern eine noch bessere Orientierung zu bieten, hat die Redaktion immer dann, wenn es sich anbietet, auch Konkurrenzprodukte wie das Asus ROG Ally und das Ayaneo Air 1S in die Tests aufgenommen, vermessen und mit dem Steam Deck OLED verglichen.

Auf der kommenden Seite folgen die Detailbetrachtungen zum Steam Deck OLED, speziell zu den wichtigsten Neuerungen, dem neuen 7,4 Zoll großen OLED-Display mit 90 Hz und HDR sowie dem um 25 Prozent größeren Akkumulator mit jetzt 50 statt 40 Wattstunden. Das Upgrade fällt schlussendlich größer aus, als die nackten Zahlen es vermuten lassen, nachfolgend aber mehr zur Evolution des Steam Deck hin zum Steam Deck OLED.

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  1. Seite 1 Vorwort
  2. Seite 2 Detailbetrachtung
  3. Seite 3 Tests und Benchmarks
    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von northstar Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Und wenn ich dann so Hardcore-Strategie-Zeugs wie Jagged Alliance 3 spiele, weiß ich nicht, ob ich das mit der Steam-Deck-Steuerung hinbekomme.
        Bekommst du ohne Probleme hin. Das Trackpad ist dir bei solchen Spielen der beste Begleiter. Mir geht es genauso, auch wenn Strategie spiele gampads unterstützen, nehme ichviel lieber das Trackpad zur Steuerung. Das linke Pad als Mausrad konfiguriert zum rein/raus zoomen fertig.

        Das einzige Genre wo ich mich bis jetzt schwere tue sind RTS spiele wo es auch mal hektisch wird.

        Alle anderen Genres klappen super. Beim Shooter benutze ich die Gyro Funktion mit zum besseren Zielen.

        Man muss sich aber auch mal mit den Möglichkeiten der Steuerungsvielfallt des SteamDecks beschäftigen. Da gibt es so viel zum individuellen einstellen, das ist der Wahnsinn.
        Zitat von Atma
        Bei nativer Ausführung auf dem schwachen Deck braucht man mit Cyberpunk gar nicht erst anfangen.
        Das sehen viele Spieler anders. Das Spiel gehört zu den meist gespielten spielen im November .
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von northstar Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Und wenn ich dann so Hardcore-Strategie-Zeugs wie Jagged Alliance 3 spiele, weiß ich nicht, ob ich das mit der Steam-Deck-Steuerung hinbekomme.
        Bekommst du ohne Probleme hin. Das Trackpad ist dir bei solchen Spielen der beste Begleiter. Mir geht es genauso, auch wenn Strategie spiele gampads unterstützen, nehme ichviel lieber das Trackpad zur Steuerung. Das linke Pad als Mausrad konfiguriert zum rein/raus zoomen fertig.

        Das einzige Genre wo ich mich bis jetzt schwere tue sind RTS spiele wo es auch mal hektisch wird.

        Alle anderen Genres klappen super. Beim Shooter benutze ich die Gyro Funktion mit zum besseren Zielen.

        Man muss sich aber auch mal mit den Möglichkeiten der Steuerungsvielfallt des SteamDecks beschäftigen. Da gibt es so viel zum individuellen einstellen, das ist der Wahnsinn.
        Zitat von Atma
        Bei nativer Ausführung auf dem schwachen Deck braucht man mit Cyberpunk gar nicht erst anfangen.
        Das sehen viele Spieler anders. Das Spiel gehört zu den meist gespielten spielen im November .
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      • Von OldNewUser PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Atma
        Was du nicht sagst ... solche Kommentare in denen andere für dumm verkauft werden sind das Letzte.

        Es ging mir speziell ums Gaming zu Hause weil von Streaming mit WiFi die Rede war. Bei nativer Ausführung auf dem schwachen Deck braucht man mit Cyberpunk gar nicht erst anfangen.
        Keine Ahnung, das letzte Mal, als ich Cyberpunk auf meinen Steamdeck starten wollte hat es noch funktioniert. Und ich hab dann auch mal wieder 3h reingezockt und hatte Spaß. Weiß nicht was du hast.
      • Von northstar Freizeitschrauber(in)
        für andere Launcher empfehle ich das toll "nonsteamlaunchers"
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        2 clicks und fertig. es ist auch automatisch in der Steam bibliothek eingetragen
      • Von Pitzah Freizeitschrauber(in)
        Ok danke.
        Hab jetzt battle.net im Game Mode als Steamfremdes gestartet. Das geht, dann bin ich auch automatisch mit dem Controller im Spiel und die Tasten sind bereits gut belegt.

        Zieht natürlich ordentlich Leistung das Game. Mit FSR 2 Qualität kann man das etwas verbessern, nur wird das Bild teils unscharf, auch mit Schärfe erhöhen.
        Hab die max. FPS noch leicht verringert

        Schon ganz geil was man mit dem Deck so alles anfangen kann.
        Bei Diablo4 merke ich hier auch stark den Unterschied zwischen LCD und OLED Variante. Die OLED geht da deutlich ruhiger zu Gange.
      • Von SilkBot Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Pitzah
        Richtig Tastatur kann ich öffnen, optisch ist sie da, das ganze verhält sich aber als wäre sie nicht da.
        Zuerst ist es wichtig, zu wissen, dass es beim Steam Input sogenannte Chord-Tasten gibt, die immer funktionieren, egal in welcher App oder in welchem Modus du dich befindest. Diese werden durch das Gedrückthalten der Steam- oder Drei-Punkte-Taste aktiviert. Dann wird Steuerkreuz links nämlich zu ESC und Steuerkreuz rechts zu Enter. Linker Analog-Stick hoch oder runter stellt zum Beispiel die Helligkeit des Displays ein (nur Game Mode). Sehr nützlich.

        Zum Tastatur-Problem: Die funktioniert nicht mit Windows-Programmen, da immer "durchgetippt" wird. Man trifft dann mit dem Touch-Input das Fenster darunter. Ist wahrscheinlich nur ein Bug, der aber nicht in Game Mode auftritt. Mit den Touchpads kann man die Tastatur aber normal bedienen. Im Desktop-Modus würde ich das dann empfehlen.
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