Asus ROG Ally im ersten Technik-Test: Wie schlägt sich der Handheld-PC im Vergleich zum Steam Deck?
Der Asus ROG Ally soll sich in seiner größten Ausbaustufe mit dem AMD Ryzen Z1 Extreme, 16 GiByte LPDDR5-6400 und einer per PCIe 4.0 x4 angebundenen SSD mit 512 GiByte mit dem Steam Deck von Valve messen. Ob der Gaming-Handheld dem bereits etablierten Platzhirsch Druck machen kann, schauen wir uns in diesem Technik-Test genau an.
In diesem Artikel
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Wie schlägt sich der Asus ROG Ally im Vergleich zum Valve Steam Deck?
- 1.1 AMD Ryzen Z1 Extreme dient dem Asus ROG Ally als Basis
- 1.2 Technische Spezifikationen des Asus ROG Ally
- 1.3 Doppelt so leistungsfähig wie das Steam Deck
- 1.4 Asus kooperiert mit Microsoft und setzt auf Windows
- 1.5 Preisgestaltung und Verfügbarkeit
- 1.6 Spiele-Support und weitere Voraussetzungen
- 1.7 Verarbeitung und Materialauswahl
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Seite 2
Wie schlägt sich der Asus ROG Ally in Benchmarks?
- 2.1 Updates, Updates und nochmals Updates
- 2.2 Eine neue Firmware musste dringend her
- 2.3 Sehr schnell in 720p, schnell in 1080p
- 2.4 Spiele-Benchmarks in 1080p und 720p
- 2.5 Asus ROG Ally gegen das Valve Steam Deck
- 2.6 Leistung produziert Verlustleistung
- 2.7 Kritikpunkte: Bedienung, Laufzeit und Geräuschentwicklung
- 2.8 Windows 11 und Handheld-PCs, das passt (noch) nicht
- 2.9 Summa Summarum
- Seite 3 Bildergalerie
Als Asus am 1. April erste Informationen zum ROG Ally über Twitter teilte, glaubten viele Beobachter noch an einen durchaus gelungenen Aprilscherz. Doch schon kurz darauf bestätigte Asus, dass es sich bei der tragbaren 7-Zoll-Spielkonsole um einen waschechten Konkurrenten zum aktuellen Klassenprimus unter den Handheld-PCs, dem Valve Steam Deck, handeln würde. Doch anders als der bisherige "Platzhirsch" setzt der Gaming-Handheld von Asus nicht auf eine möglichst kosteneffiziente Custom-APU und SteamOS, sondern auf optimierte Handheld-APUs, Windows 11 und den Xbox Game Pass von Microsoft.
AMD Ryzen Z1 Extreme dient dem Asus ROG Ally als Basis
Als Basis dient dem Asus ROG Ally eine speziell auf Handheld-PCs optimierte APU aus der noch jungen Serie AMD Ryzen Z1, die unter anderem kleinere Anpassungen für den Einsatz in Gaming-Handhelds erhalten hat und mit einer offiziellen cTDP von 9 bis 30 Watt betrieben werden kann. Als Ausgangsbasis für die Handheld-APU dient der AMD Ryzen 7 7840U.
Technische Spezifikationen des Asus ROG Ally
Neben dem AMD Ryzen Z1 Extreme, der eine Zen-4-CPU mit 8 Prozessorkernen und die RDNA-3-Grafikeinheit AMD Radeon 780M mit 12 Compute Units und 768 Shadereinheiten kombiniert, setzt das Spitzenmodell des Asus ROG Ally mit der Bezeichnung RC71L auf insgesamt 16 GiByte LPDDR5 mit 6.400 MT/s sowie eine per PCIe 4.0 x4 angebundene NVMe-SSD im M.2-Format (2230) mit einer Kapazität von 512 GiByte. Während der Festspeicher vom Anwender erweitert werden kann, ist der RAM fest verlötet.
Doppelt so leistungsfähig wie das Steam Deck
Asus hat für den Ryzen Z1 Extreme eine um 50 Prozent höhere Leistung bei 15 Watt TDP sowie die doppelte Leistungsfähigkeit bei 30 Watt Verlustleistung als bei der Aerith-APU des Valve Steam Deck in Aussicht gestellt. Die vollständigen technischen Spezifikationen der hier vorliegenden vollausgestatteten Version des Handheld-PCs lesen sich in einem direkten Vergleich mit dem Linux-Handheld von Valve dann auch durchaus beeindruckend.
| Asus ROG Ally | Valve Steam Deck | |
|---|---|---|
| CPU | Zen 4 | Zen 2 |
| Codename | Phoenix | Van Gogh |
| Bezeichnung | Ryzen Z1 Extreme | Aerith-APU |
| Grafikeinheit | RDNA 3 | RDNA 2 |
| Compute Units | 12 | 8 |
| Workgroup Processors | 6 | 4 |
| Shadereinheiten | 768 | 512 |
| Verlustleistung | 9 - 30 Watt cTDP | 8 - 15 Watt cTDP |
| Arbeitsspeicher | 16 GiByte LPDDR5-6400 | 16 GiByte LPDDR5-5500 |
| Display | 7 Zoll IPS-LCD-Touchscreen AMD FreeSync Premium |
7 Zoll IPS-LCD-Touchscreen |
| Auflösung | 1.920 × 1.080 Pixel | 1.280 × 800 Pixel |
| Bildwiederholungsrate | 120 Hz | 60 Hz |
| Maximalhelligkeit | 500 cd/m² | 400 cd/m² |
| Speicherplatz | 512 GiByte SSD (PCIe 4.0) | 512 GiByte SSD (PCIe 3.0) 256 GiByte SSD (PCIe 3.0) 64 GiByte eMMC (PCIe 2.0) |
| Konnektivität | Wi-Fi 6E Bluetooth 5.2 |
Wi-Fi 5 Bluetooth 5.0 |
| Abmessungen | 280 × 113 × 39 mm | 298 × 117 × 51 mm |
| Gewicht | 608 Gramm | 669 Gramm |
| Akku | 40 Wattstunden | 40 Wattstunden |
| OS | Windows 11 | SteamOS |
Asus kooperiert mit Microsoft und setzt auf Windows
Die Anwesenheit von Roanne Sones, Head of Xbox Hardware, während der Vorstellung des Gaming-Handhelds verdeutlicht noch einmal, dass auch Microsoft fest mit im Boot sitzt und Spielern über den Asus ROG Ally den Xbox Game Pass schmackhaft machen möchte. Ein auf 90 Tage begrenzter Test-Zugang für den Xbox Game Pass für den PC liegt dem Handheld-PC bei. Für Microsoft gilt es, schlussendlich auch Steam und SteamOS in diesem noch sehr jungen Segment auszustechen und Windows 11 entsprechend zu positionieren.
Preisgestaltung und Verfügbarkeit
Das der Redaktion vorliegende Testgerät stellt die Maximalkonfiguration des Asus ROG Ally mit Ryzen Z1 Extreme, 16 GiByte LPDDR5-6400 und einer mittels PCIe 4.0 x4 angebundenen M.2-SSD mit 512 GiByte dar. Hierfür ruft der Hersteller zum Marktstart eine unverbindliche Preisempfehlung von 799 Euro auf und hat den Gaming-Handheld bereits in den Handel gebracht. Die kleinere Version mit Ryzen Z1 soll für 699 Euro im 3. Quartal folgen.
Im direkten Vergleich zum Valve Steam Deck verpflichtet bereits die Preisgestaltung zu hohen Leistungen, denn der bisherige Platzhirsch wird zu Preisen von 419 bis 679 Euro angeboten und so möchte der Aufpreis von mindestens 120 Euro dann auch gerechtfertigt werden.
Spiele-Support und weitere Voraussetzungen
Für die effektive Nutzung mit dem vorinstallierten Steam-Client wird ein Steam-Account vorausgesetzt. Die Accounts auf dem Gerät sind jederzeit wechselbar. Offline-Sessions sind keine Hürde, sofern die Spiele vorher heruntergeladen wurden. Ebenfalls verfügbar ist der Xbox Game Pass für den PC, welcher mit einem auf 90 Tage begrenzten Test-Account gekoppelt ist. Steam, GOG, Epic Games und der Xbox Game Pass werden von Asus gesammelt in der Bibliothek der eigenen Software Armoury Crate SE angeboten.
Quelle: Asus
Die Bibliothek von Armoury Crate SE bündelt Steam, GOG, Epic Games und den Xbox Game Pass
Die Benutzeroberfläche des hauseigenen Tools von Asus kombiniert die Spielbibliothek(en), das Command Center, welches die verschiedenen Leistungsmodi, Echtzeit-Leistungsmetriken und Features wie den Fps-Limiter sowie vieles mehr mit einem einzigen Tastendruck erreichbar macht, und die Personalisierungen an einem zentralen Ort.
Abseits von Asus Amoury Crate SE steht Spielern ein vollwertiges Windows 11 mit all seinen Vor- und Nachteilen zur Verfügung, dazu aber im späteren Verlauf dieses Tests mehr.
Verarbeitung und Materialauswahl
Hinsichtlich der Verarbeitung des Asus ROG Ally leistet sich der Hersteller keinerlei Schwächen. Die Einpassungen und Spaltmaße sind äußerst akkurat ausgeführt und der Handheld-PC insgesamt sehr hochwertig. Bei der Materialauswahl setzt Asus vollständig auf Kunststoff, was aber nicht schlecht sein muss und in dieser Geräteklasse zum Standard gehört. Der Asus ROG Ally liegt gut in der Hand und fühlt sich auch insgesamt sehr hochwertig an. Gleiches gilt für die Controller und Knöpfe des Handheld-PCs.
Der Gaming-Handheld ist mit seinen Abmessungen von 280 × 113 × 39 mm noch einmal ein gutes Stück handlicher als das Valve Steam Deck und bringt zudem ein um rund 10 Prozent geringeres Gewicht von 608 Gramm auf die Waage, was insbesondere bei einer tragbaren Spielkonsole noch stärker ins "Gewicht" fällt. An der Ergonomie sowie der Anordnung unterschiedlichster Bedienelemente lässt sich nur wenig aussetzen. Auf der nächsten Seite geht es unter anderem um das Thema Firmware, Benchmarks, Akkulaufzeiten und vieles mehr.

Fakt ist: Egal welchen Leistungsmodus man einstellt, sobald das Kabel dran ist, hat man mehr FPS, obwohl sämtliche Watt-Angaben gleich bleiben.
Turbo-Modus: 25 Watt*
*) 30 Watt mit angeschlossenem Netzteil.