Steam Deck 2: Valve äußert sich im Detail zu seinem Next-Gen-Gaming-Handheld
Nach der Aufregung rund um die überraschende Ankündigung des Steam Deck OLED kamen einmal mehr Fragen zu einem möglichen Nachfolger, einem potenziellen Steam Deck 2, auf. Gegenüber der Webseite Gizmodo haben sich jetzt gleich mehrere Entwickler von Valve detailliert zum "Next-Gen-Gaming-Handheld" des Unternehmens geäußert und dabei den Hoffnungen der Spieler auf ein baldiges Release erneut eine Abfuhr erteilt.
Nach der Aufregung rund um die überraschende Ankündigung des Steam Deck OLED, über das PCGH ganz ausführlich berichtet hatte, kamen einmal mehr Fragen zu einem möglichen Nachfolger, einem potenziellen Steam Deck 2 mit neuer Hardware, auf. Im Interview mit der Webseite Gizmodo haben sich jetzt gleich mehrere Entwickler von Valve äußerst detailliert zu einem "Next-Gen-Gaming-Handheld" des Herstellers geäußert und derweil allen Hoffnungen der Spieler auf eine allzu baldige Veröffentlichung einmal mehr eine sehr deutliche Abfuhr erteilt.
Ein neues Steam Deck erschein frühestens 2025
Wie Valve in Person von Pierre-Loup Griffais, einem der Entwickler des populären Handheld-PCs Steam Deck, bereits in seinem Interview mit der Webseite The Verge durchblicken lassen hatte, wird der Nachfolger in Form eines möglichen Steam Deck 2 voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2025 erscheinen. Zu wichtig wäre eine dauerhaft "konsistente und über Jahre einheitliche Hardwarebasis" für die Entwickler und Spielerschaft. Lawrence Yang, UX-Designer bei Valve, und sein Kollege, der mitverantwortliche Hardware-Ingenieur Yazan Aldehayyat, lieferten die entsprechenden Hintergrundinformationen gegenüber Gizmodo.
Entwickler begründen Konsistenz der Plattfrom
Wie der auf "Let's Plays" auf dem Steam Deck und technische Informationen rund um Valves Handheld-PC spezialisierte YouTube-Kanal "Steam Dad" als berichtet hatte, haben sich mit Lawrence Yang und Yazan Aldehayyat jetzt zwei wichtige Köpfe ausführlich zur Zukunft des Steam Deck geäußert und Stellung bezogen.
Spieler müssen sich noch mindestens zwei Jahre gedulden
Demnach erscheine ein potenzielles Steam Deck 2 erst dann, wenn die entsprechend leistungsstarke Hardware verfügbar sei, die eine neue Generation möglich machen würde. Lawrence Yang bestätigte im Interview aber, "wir arbeiten daran".
"Wir wollen einen richtigen Nachfolger für das Steam Deck machen, aber vieles davon ist stark an die Leistung gebunden. Damit wir etwas als Steam Deck 2 bezeichnen können, muss auch die Leistung eine Generation höher ausfallen. Wir arbeiten daran."
- Lawrence Yang, Valve -
Der UX-Designer sagte gegenüber Gizmodo, dass das Team hinter dem Steam Deck "die technologische Entwicklung im Auge behält" und hoffe, "dass es in zwei oder drei Jahren einen Chip geben wird, den wir für ein Steam Deck 2 verwenden können". Ein neues Steam Deck mit AMDs Ryzen Z1 Extreme, wie es sich so mancher Spieler gewünscht hatte, wird es demnach nicht geben. In dem für Handheld-PCs so essenziellen TDP-Bereich von 7 bis 15 Watt skaliert ohnehin keiner der Mobilprozessoren äquivalent oder gar besser als die Aerith-APU.
"Es liegt einfach in der Natur des Ingenieurwesens, dass die zweite Sache, die man baut, immer besser sein wird als die erste, weil man dabei ganz genau lernt, was die Anwendungsszenarien sind."
- Yazan Aldehayyat, Valve -
Yazan Aldehayyat gab zudem einen Einblick, weshalb Valve beschlossen habe, den gleichen Formfaktor für das Steam Deck OLED beizubehalten, welcher bereits für das Steam Deck LCD zum Einsatz gekommen war. Die kurze, aber deutliche Antwort war, dass sich das Entwicklerteam einfach gesagt habe, dass das ursprüngliche Design "sehr gut war und es so sinnvoller war, auf diesem Design aufzubauen, als noch einmal ganz von vorn anzufangen", so der Hardware-Ingenieur. Die neuesten Aussagen decken sich mit dem, was bereits Pierre-Loup Griffais sagte.
Effizienz ist essenziell für einen Handheld-PC
"Wir wollen auch nicht, dass die höhere Leistung auf Kosten der Energieeffizienz und der Akkulaufzeit geht. Ich gehe nicht davon aus, dass ein solcher Sprung in den nächsten Jahren möglich sein wird (...)", so Pierre-Loup Griffais weiter. Das Entwicklerteam beobachte die Entwicklung aber weiterhin ganz genau.
Die Gegenwart heißt Steam Deck OLED
Valve hat dem Steam Deck eine Frischzellen kurz verpasst und veröffentlicht seinen Handheld-PC jetzt mit einem größeren OLED-Display, einer noch effizienteren in 6 nm gefertigten Custom-APU mit dem Codenamen "Sephiroth" sowie einem schnelleren Hauptspeicher und mehr Speicherplatz. Das Steam Deck mit LC-Display bildet ab sofort den günstigen Einstieg und erhält ebenfalls ein Speicher-Upgrade. Im Mittelpunkt steht aber ohne Zweifel das OLED-Display, das auch bei der Bildschirmdiagonale leicht zulegt und um 0,4 Zoll größer ausfällt.
PCGH hat bereits ganz ausführlich über die Vorstellungen des Steam Deck OLED und dessen Neuerungen im Vergleich zum Steam Deck LCD berichtet:
Das Steam Deck OLED in beiden Konfigurationen ist ab dem 16. November um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit offiziell verfügbar, außerdem wird es eine Special Edition mit orangefarbenen Akzenten geben, die aber ausschließlich in den USA und Kanada angeboten wird und hierzulande nicht in den Handel kommt.
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Quelle: Gizmodo via Steam Dad, The Verge, Valve

Gibt zwar Geräte von ASUS etc. mit mehr Power, aber grad das "Ökosystem" vom Steamdeck spricht mich an.
AMD Zen 5c und RDNA4 werden dann ein Thema sein.
Das muss alles in 15W TDP passen.
Das Steam Deck OLED folgt quasi 1:1 der Playstation 6 Slim. Auch der Refresh der Series X im nächsten Jahr setzt auf einen 6nm-Chip mit Zen2/RDNA2-Architektur. Valve wird sich sehr wahrscheinlich auch in Zukunft im Windschatten der beiden großen stationären Konsolen bewegen. Sie fahren sehr gut damit, würde ich sagen. Auch nach zwei Jahren bietet das Steam Deck immer noch das rundeste Paket. Unterhalb von 15W wischt es mit allen Mitbewerbern den Boden auf und mehr als 15W sind für einen mobilen SoC nicht sinnvoll.
Man muss auch klar sagen: Solange keine stärkeren stationären Konsolen erscheinen, erscheinen auch keine AAA-Titel, die mehr Leistung benötigen. Valve tut gut daran weiter MS und Sony zu folgen, anstelle Asus und Lenovo. Das dürfte die Preise für ihre Custom-Chip deutlich senken. AMD muss für Valve nur einen Shrink der aktuellen Konsolen-Gen vornehmen. Valve ist jetzt der Dritte in diesem Bunde ohne in direkter Konkurrenz zu Sony und Microsoft zu stehen. Das ist schon clever gemacht.