"Steam Deck" selbst gebaut: Prototyp eines modularen Gaming-Handhelds
Ein Steam Deck und andere Gaming-Handhelds selbst zusammenbauen? Ein Bastler auf YouTube zeigt, wie es gehen kann, wenn auch nicht ganz günstig.
Mit Steam Deck, Asus ROG Ally, Aya Neo und Co. gibt es mittlerweile zahlreiche Handheld-Gaming-PCs auf dem Markt und ein Ende der noch vergleichsweise neuen Produktkategorie ist bisher nicht in Sicht. Auf YouTube zeigt der Kanal "Pitstoptech", dass die Geräte auch als Projekt für die DIY-Szene interessant sind und legt ein lauffähiges Konzept für ein modulares, aufrüstbares Modell vor, wie liliputing.com berichtet.
Der aktuelle Prototyp verfügt dabei über alle Funktionen, die man von einem aktuellen Handheld-PC erwarten würde, wobei als Herzstück ein Mainboard des auf Aufrüstbarkeit geeichten Laptop-Herstellers Framework zum Einsatz kommt. Dies erlaubt unter anderem eine einfache Austauschbarkeit von Arbeitsspeicher, Speicherkapazität und Co.
DIY-Handheld: Das sind die Komponenten
Der gezeigte Prototyp setzt scheinbar auf ein 3D-gedrucktes Gehäuse und verfügt über ein 7-Zoll-Full-HD-Touchscreen-Display, einen 55-Wh-Akku, Stereolautsprecher und ein Framework-Mainboard mit einem Intel Core i7-1260P-Prozessor, 16 GiB RAM und eine 512-GB-SSD. Möglich ist auch eine Version mit AMD Ryzen 7 7840U, der verwandt mit dem Ryzen Z1 Extreme ist und unter anderem im Asus ROG Ally verwendet wird.
Für die Spielsteuerung verwendet der Handheld abnehmbare Controller im Stil der Nintendo Switch oder Lenovo Legion Go, die sich mit dem Gehäuse verbinden lassen. Da es sich um Bluetooth-Controller handelt, kann man sie auch abnehmen, während das Hauptgerät vor einem steht oder an einen externen Bildschirm angeschlossen wird.
"Steam Deck" selbst bauen: Teures DIY
In der Theorie würde diese Art von modularem Design es ermöglichen, einen Handheld-Gaming-PC stets mit modernsten Komponenten zusammenzustellen und Display, Controller, Arbeitsspeicher, Festspeicher und Akku in der Zukunft problemlos zu wechseln, wenn bessere Teile verfügbar sind. In der Praxis kostet allerdings ein Framework-Mainboard mit Ryzen 7 7840U allein schon 699 US-Dollar, was dem Preis eines kompletten Asus ROG Ally entspricht. Nichtsdestotrotz will "Pitstoptech" bald entsprechende DIY-Kits zum Verkauf anbieten.
