[PLUS] Steam Deck im erweiterten Print-Test
PCGH Plus: Valve steigt nach der spätestens 2018 gescheiterten Steam Machine wieder ins PC-Business ein. Diesmal trägt die neue Vision einer Dampfmaschine mit Linux-Basis den Namen Steam Deck. Ob der frische Handheld-Rechner bei Valves neuerlichem Versuch beeindruckt oder der nächste Flop wird, gehen wir in unseren Hands-on-Test genauer durch. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2022.
Auf dieser Seite
- 1 Eine Chip-Einheit für Grafik und Prozessorlast
- 2 Preisstufen, Unterschiede und Verfügbarkeit
- 3 Verarbeitung und Transport
- 4 Haptisches Gefühl
- 5 Docking-Station für Desktop-Szenarien?
- 6 Voraussetzungen und Kompatibilität
- 7 Spiele und Programme außerhalb von Steam
- 8 Micro-SD- und Speichernutzung
- 9 Innerer Aufbau unter der Backplate
- 10 Ein Gerät zwischen Linux und Windows?
- 11 Performance-Check
- 12 Kein Akku-Wunder
- 13 Fiepiges Lüftergeräusch
- 14 Im Alltag: Downloads, Display, Sound und Co.
- 15 Team-Meinungen
- 16 Summa Summarum
Steam Deck im ersten Technik-Test:
Was taugt der neue Handheld-PC?
Das Entwicklerstudio Valve kann eine stolze Historie vorweisen - mit Erfolgen, aber auch Bruchlandungen. Die Evolution reicht vom 1998er-Meilenstein Half Life, dem stetigen Wachstum samt Nachbesserung des eigenen Steam-Stores zum größten und beliebtesten Spiele-Launcher auf dem PC, bis hin zum Hardware-Produzenten mit Flops wie der 2015 erschienenen Steam Machine, aber auch Top-Produkten mit Vorbildfunktion wie der Valve-Index-VR-Brille. Unter Linux-Spielern konnte sich das Unternehmen aus den USA mit dem Wunsch nach Emanzipation von Microsofts Betriebssystemen durch das Vorantreiben und aktive Entwickeln der eigenen Open-Source Proton-Schnittstelle einen guten Ruf erarbeiten. Proton ermöglicht nämlich als nativ integrierte Erweiterung des klassischen "Wine" - mit weiteren Anpassungen und Patches - Spielern auch unter Linux eine vergleichsweise einfache Möglichkeit, Windows-Spiele und vereinzelt Anwendungen laufen zu lassen. Grundbausteine wurden bereits mit den ersten Versuchen eines Komplett-Rechners von Valve bei der Steam Machine gelegt.
Wenig überraschend setzt nun der neue mobile Handheld-PC, das sogenannte Steam Deck, ebenfalls auf ein Konzept ohne Windows und baut das eigene SteamOS auf Linux-Arch-Basis auf. Die Idee ist, mit der Proton-Schnittstelle-7.0 und der eigens konzipierten Oberfläche einen Großteil der Steam-Bibliothek auch unterwegs unkompliziert in gewohnter Launcher-Umgebung zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig dem Anwender die bekannte PC-Freiheit in puncto Software und Einstellungen zu geben. SteamOS als Windows-Ersatz ermöglicht neben der konsolenartigen Ansicht auch einen theoretisch vollwertigen KDE-Plasma-Desktop-Mode, wie man ihn von bekannten Linux-Distributionen kennt. Eins kann vorweggenommen werden: Das gesamte Software-Paket ist auch Wochen (und wohl Monate) nach Veröffentlichung in einem faktischen Work-In-Progress-Status, bei der selbst eigentlich als vollunterstützt deklarierte Funktionen scheinbar beliebig den Dienst verweigern. Es gibt zum Redaktionsschluss noch einen schieren Berg kleinerer Kinderkrankheiten und nervender, wenn auch seltenere Totalabstürze, mit denen man bei Kauf auch noch in einiger Zeit rechnen muss. Wer das Steam Deck jetzt kauft, bekommt eher keine typische Konsolenerfahrung, sondern ein interessantes, aber stellenweise komplexes Soft- und Hardware-Bastelprojekt - so gesehen ein vollwertiger PC mit Pioniersfaktor.
PC Games Hardware PLUSJetzt für 0,99 € kaufen
oder Werbefreiheit und Zugriff auf alle PLUS-Artikel (Monatsabo)
Für 4,80 EUR PLUS-Abo abschließen Bitte loggen Sie sich in Ihren PCGH-Community-Account ein, um diesen Artikel kaufen zu können. Alle Angebote für PLUS (Monatsabo, Jahresabo, Upgrades für Werbefrei) finden Sie auf unserer Supporter-Seite
Folgende Themen finden Sie im Test:
- Eine Chip-Einheit für Grafik und Prozessorlast
- Preisstufen, Unterschiede und Verfügbarkeit
- Verarbeitung und Transport
- Haptisches Feeling
- Docking-Station für Desktop-Szenarien?
- Voraussetzungen und Kompatibilität
- Spiele und Programme außerhalb von Steam
- Micro-SD- und Speichernutzung
- Innerer Aufbau unter der Backplate
- Ein Gerät zwischen Linux und Windows?
- Performance-Check
- Kein Akku-Wunder
- Fiepiges Lüftergeräusch
- Im Alltag: Downloads, Display, Sound und Co.
- Team-Meinungen
- Das Fazit zum Steam Deck
Als PCGH-Digital-Abonnent erhalten Sie kostenfrei Zugriff auf alle PLUS-Artikel.
