Radeon RX 6700 im Test: Gaming-Benchmarks
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Radeon RX 6700 im Test: Gaming-Benchmarks

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AMDs Radeon RX 6700 im Spieletest mit zahlreichen Benchmarks und Platzierung in der Bestenliste.

Wie schlägt sich die Radeon RX 6700 in traditionellen Spielen und bei den neuesten Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Sapphire Pulse Radeon RX 6700 durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Die üblichen Nachtests bisheriger Grafikkarten mit frischen Treiber- und Spielversionen stellen sicher, dass die Vergleichswerte valide sind. Apropos, dieser Test ist der letzte mit dem GPU-Leistungsindex 2022 - die Revision 1.1 alias Leistungsindex 2022/2023 ist im Kasten und wird für künftige Tests dienen. Dazu ein andermal mehr.

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GPU-Testsystem 2022

Für den Test der Radeon RX 6700 verwenden wir unser im Frühjahr zusammengestelltes Grafikkarten-Testsystem. Ein händisch optimierter Core i9-12900K sorgt hier für maximalen Druck "von unten" und sichert somit die Entfaltung selbst der schnellsten Grafikkarten. Zwecks maximaler Spieleleistung deaktivieren wir die Effizienzkerne und investieren die freigewordene Energie in die Performance-Cores. Letztere takten konstant mit 5,2 GHz bei 16 Threads via SMT, während der Uncore-Bereich (Cache) mit 4,9 GHz arbeitet. Damit nicht genug, auch der Arbeitsspeicher ist angemessen rasant; wir setzen auf das G.Skill-Kit Trident Z5 RGB F5-6400J3239G16GX2-TZ5RK. Selbstverständlich schärfen wir dessen Timings manuell. Damit all das stabil läuft, verpflanzen wir die Hardware auf ein potentes Asus ROG Maximus Z690 Apex und kühlen die CPU wie gehabt mithilfe einer modularen Alphacool-Wasserkühlung. Damit auch Next-Gen-Games reibungslos laufen, liegen die Spiele nach wie vor auf einer PCI-Express-4.0-SSD im M.2-Format (NVME 1.3 ×4). Wie gehabt ist auf kompatiblen (Geforce-)Grafikkarten Hardware Accelerated Scheduling (HAGS) zur effizienteren Speichernutzung aktiv. Alle Details zum System entnehmen Sie der Tabelle.

Prozessor Intel Core i9-12900K (8 P-Cores + SMT, keine E-Cores)
Prozessor-Settings OC @ 5,2 GHz via Multiplikator, Uncore/Cache @ 4,9 GHz
Mainboard Asus ROG Maximus Z690 Apex (PCI-Express-5.0-fähig, rBAR/SAM an)
Arbeitsspeicher 32 GiB G.Skill Trident Z5 RGB (2× 16 GiB)
RAM-Takt & -timings DDR5-6400 (32-37-37-92, 2T Command Rate)
Datenträger (primär) Gigabyte Aorus NVME ×4 Gen4 SSD 2TB
Netzteil Fractal Design Ion+ 2 Platinum 860 Watt
Kühlsystem Alphacool Eisblock + Nexxos ST30 + Eisstation

Bewährte Methodik

Was wir auch testen, jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests stark unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.300 und 2.500 MHz, führt das zur Angabe von "~2,40 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Das gilt für jedes aktuelle Modell. Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit April 2021 Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei den Grafikkarten-Benchmarks 2022 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme, das Effizienz-Feature bleibt aktiv. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln, eine Übersicht der Benchmarks liefert die folgende Tabelle.

Leistungsindex 2022 (20 Spiele)        
Spiel Spielmotor Schnittstelle Version (Plattform) Benchmarkszene
Assassin’s Creed Valhalla Anvil Engine Direct X 12 Stets aktuell (Ubi Connect) „Fornberg”
Battlefield 2042 Frostbite Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Orbital”
Cyberpunk 2077 RED Engine 4 Direct X 12 v1.60 (GOG) „Red Light Alley”
Doom Eternal id Tech 7.1.1 Vulkan Stets aktuell (Steam) „Thunderstorm”
Dying Light 2 Chrome Engine 6 Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Walk in the Park”
Elden Ring In-house (Phyre-Basis) Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Wicked Woods”
Elex 2 Genome Engine Direct X 11 v1.03 (GOG) „Southside”
Forza Horizon 5 Forzatech Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Pitfall!”
God of War In-house Direct X 11 Stets aktuell (Steam) „Tyrs Temple”
Grid Legends EGO Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „The Big Wet”
Guardians of the Galaxy Dawn Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Neon District”
Halo Infinite Slipspace Engine Direct X 12 Stets aktuell (Steam) „Wreck Yard”
Kena: Bridge of Spirits Unreal Engine 4 Direct X 12 Stets aktuell (Epic Games) „Firefly Forest”
Psychonauts 2 Unreal Engine 4 Direct X 11 v1089619 (GOG) „Lakeside”
Red Dead Redemption 2 RAGE VK/DX12 Stets aktuell (Rockstar) „Bayou”
The Riftbreaker Schmetterling Engine Direct X 12 v1.56 (GOG) „Worstcase”
SeSam Siberian Mayhem Serious Engine 4 Direct X 11 v1.02 (GOG) „Punishment”
Total War: Warhammer 3 Warscape Engine Direct X 11 Stets aktuell (Steam) „Nurgelay”
Valheim Unity Engine Vulkan Stets aktuell (Steam) „Meadows”
The Witcher 3 RED Engine 3 Direct X 11 v1.32 GotY (GOG) „Duskwood”

Radeon RX 6700: Spiele-Benchmarks

Für den Test der Radeon RX 6700 präsentieren wir Ihnen die Messwerte in den weitverbreiteten Full HD (1080p) und WQHD (1440p). Die höheren Pixelmengen fallen aus Spielbarkeitsgründen aus dem Raster, im abschließenden Leistungsindex können Sie die Ergebnisse in UWQHD und Ultra HD aber der Vollständigkeit halber begutachten. Wie immer können Sie in jedem der 20 Spiele die Auflösungen links im grauen Drop-down-Menü auswählen. Standardmäßig eingeblendet ist Full HD. Die Ergebnisse lauten:

Die Radeon RX 6700 landet dort, wo man sie angesichts ihrer Spezifikation erwarten würde: zwischen RX 6700 XT und RX 6650 XT - allerdings meistens mit größerer Nähe zur Letztgenannten. Die Radeon RX 6700 XT rangiert stets deutlich vor der RX 6700, da sie neben zusätzlichen Einheiten auch höhere Taktraten auf ihrer Seite hat. Die RX 6650 XT erzielt ihre konkurrenzfähige Leistung vor allem durch ihren hohen Kerntakt, welcher im Mittel knapp unter 2,7 GHz liegt, und schneidet in Full HD am besten ab. Mit steigender Auflösung macht die RX 6700 etwas Boden gut, was sie unter anderem dem größeren L3-Cache zu verdanken hat. Entscheidend für die Spielbarkeit ist die Differenz nie - bis man in ein Speichermangelszenario hineinläuft. Eine RX 66x0 (XT) zeigt gerade bei längeren Sessions in einigen Spielen Texturbrei oder Nachladeruckler, welche auf der RX 6700 dank des um 25 Prozent größeren Speichers nicht auftreten. Riesige Leistungsunterschiede ergeben sich wegen der granularen Streaming-Systeme moderner Spiele nicht, die Qualität und Bildrate fällt auf einer 10-GiByte-Radeon in anspruchsvollen Szenarien jedoch besser aus als bei einem 8-GiByte-Modell.

Radeon RX 6700 im Leistungsindex

Wo landet die Radeon RX 6700 im Grafikkarten-Vergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf (!) Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzel-Indizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent; es findet keine Gewichtung statt - wohl aber eine vorherige Normierung der Fps-Werte, damit große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben.

Blickt man rein auf Full HD, rangiert die Radeon RX 6700 um sechs Prozent vor der RX 6650 XT, während der Abstand in WQHD auf acht Prozent anwächst. Weder die Arc A770, noch die Geforce RTX 3060 haben eine Chance gegen die Radeon RX 6700, welche keine Schwäche zeigt. Was sich an den Verhältnissen ändert, wenn man die vier Auflösungen separiert, können Sie zwar auch im Benchmark oben zusammenklicken, im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Vergleichsmodelle übersichtlich untereinander:

Je höher die Auflösung, desto stärker die Radeon RX 6700 im Verhältnis zur RX 6650 XT. Letztere hat spätestens in Ultra HD immer wieder mit Speichermangel zu kämpfen - relevant ist diese Erkenntnis in den praktisch flüssig nutzbaren Auflösungen jedoch nicht. Die Arc A770 skaliert in die andere Richtung, sie schneidet mit steigender Auflösung relativ besser ab. Ob all das auch für das so hübsche wie anspruchsvolle Raytracing gilt, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

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  1. Seite 1 Radeon RX 6700 im Test: Spezifikation
  2. Seite 2 Radeon RX 6700 im Test: Gaming-Benchmarks
  3. Seite 3 Radeon RX 6700 im Test: Raytracing-Benchmarks
  4. Seite 4 Radeon RX 6700 im Test: Leistungsaufnahme & Effizienz
  5. Seite 5 Radeon RX 6700 im Test: Zusammenfassung mit Fazit
    • Kommentare (60)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1725570602
        zu schade das ihr die 1080ti nicht im benchmark habt ... warum eigendlich nich?
      • Von Gast1725570602
        zu schade das ihr die 1080ti nicht im benchmark habt ... warum eigendlich nich?
      • Von Zik7 BIOS-Overclocker(in)
        Die RX 6700 ist einfach zu teuer, für das was sie leistet! Das Fazit sagt eigentlich alles. Für um die 370€ wäre die Karte interessant.

        Günstigste RX 6650 XT = 331,99€
        Günstigste RX 6700 = 409€
        Günstigste RX 6700 XT = 435€

        Da braucht man nicht lange überlegen!

        Zitat von PCGH_Raff
        Alles eine Frage des Anspruchs. Bisschen FSR und spätestens dann ist alles dufte.

        MfG
        Raff
        Mir reicht dann schon die RX 6600 XT für WQHD (gebrauchte 6 Monate alte Asus für 259€ bekommen). Alles eine Frage des Anspruchs
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat

        Die Radeon RX 6700 erlaubt uns ein eindeutiges Fazit: Diese Grafikkarte verdient etwas mehr Rampenlicht, denn es handelt sich um die bessere Radeon RX 6650 XT. Letztere wurde im Frühjahr zusammen mit der RX 6750 XT und RX 6950 XT veröffentlicht, konnte die große Lücke zwischen 6600 XT und 6700 XT jedoch nicht schließen. Stattdessen erbte die RX 6650 XT alle Eigenheiten der 6600 XT, darunter die auf acht PCI-Express-Lanes gestutzte Anbindung sowie die ausreichende, aber nicht sorgenfrei nutzbare Speicherkapazität von 8 GiByte. Die Radeon RX 6700 beseitigt die Probleme im Grenzbereich: Dank 10 GiByte Speicher und 80 MiByte Infinity Cache hat diese Radeon-Grafikkarte einen deutlich längeren Atem, welcher vor allem in der WQHD-Auflösung und beim Einsatz von Raytracing durchschlägt. Mit einem durchschnittlichen Leistungsplus von acht Prozent gegenüber der RX 6650 XT beim Rasterizing und 18 Prozent beim Raytracing setzt die RX 6700 zwar keine Maßstäbe, erweist sich jedoch als potenter Spielpartner mit einer gewissen Zukunftsfähigkeit. Auch die Leistungsaufnahme von höchstens 190 Watt ist lobenswert und in dieser Gewichtsklasse überdurchschnittlich effizient.
        Witziger Zufall, hatte erst letztens nach der Karte für einen Bekannten gesucht, aber nicht so viel an Infos gefunden. Danke für den (Nach)Test. In dem Zusammenhang finde ich es auch gut, dass ihr grade einen Artikel mit einem entsprechenden P/L Index rausgehauen habt. ? Danke dafür!
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von xxxxx1
        Mir fallen die Socken aus den Ohren!

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Sch**sse! Wenn die Werte stimmen! Verscherbelt schon mal Eure NVs.

        Raff dann hast Du was zu testen!
        Warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück ist so nah (und reichhaltiger)?

        -> AMD Radeon RX 7900 XT(X): Alle bekannten Details zur Hardware und Performance-Prognose

        Zitat von Mydgard
        Finde ja nicht das die RX 67000 auch ideal für WQHD ist wenn man da in den PCGH Tests quasi nie auf 60 fps kommt ...
        Alles eine Frage des Anspruchs. Bisschen FSR und spätestens dann ist alles dufte.

        MfG
        Raff
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        Finde ja nicht das die RX 67000 auch ideal für WQHD ist wenn man da in den PCGH Tests quasi nie auf 60 fps kommt ...
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