Radeon RX 6700 im Test: Leistungsaufnahme & Effizienz
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Radeon RX 6700 im Test: Leistungsaufnahme & Effizienz

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Die Leistungsaufnahme der Radeon RX 6700 geprüft: Wie viel Strom benötigt die Karte und wie steht es um die Effizienz?

Die Radeon RX 6700 wird von lediglich drei AMD-Board-Partnern geführt, eine klassische Referenzkarte ist nicht im Handel verfügbar. Für diesen Test verwenden wir eine Sapphire Radeon RX 6700 Pulse sowohl für die Benchmarks als auch Leistungsaufnahme-Tests. Damit bilden wir eine schnelle und zugleich typische Variante der Radeon RX 6700 ab. Das Sapphire-Modell verfügt über eine GPU-Power von 158 Watt, zu der sich die Energiekosten für 10 GiByte Speicher, Spannungswandlung, Lüfter und weitere kleine Posten addieren. Beleuchtung gibt es bei der Pulse übrigens keine. Sapphire gibt die Boardpower der Grafikkarte auf der Produktseite mit 220 Watt an, was nicht nur hochgegriffen anmutet, sondern es tatsächlich ist - in der Praxis agiert die RX 6700 Pulse deutlich darunter. Das Dual-Slot-Kühldesign mit zweifacher Axialbelüftung und der einfache 8-Pol-Stromstecker unterstreichen den Charakter der Grafikkarte als gemäßigter Spielpartner.
Radeon RX 6700 im Test: Der Grafikkarten-Geheimtipp mit 10 GiByte Speicher (4) Quelle: PCGH Radeon RX 6700 im Test: Der Grafikkarten-Geheimtipp mit 10 GiByte Speicher (4)

Leistungsaufnahme

Da wir die Benchmarks mit dem Werkszustand durchgeführt haben, absolviert die Grafikkarte auch die Leistungsaufnahmemessungen so, wie sie aus der Packung kommt. Mit 158 Watt GPU-Power sind grundsätzlich Werte unter 200 Watt (ganze Karte alias Board-Power) zu erwarten, denn der Grafkchip ist der mit Abstand größte Verbraucher auf der Platine.

PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten seit zwei Jahren mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um Feinheiten optimal zu erfassen. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten im Leerlauf, bei Niedriglast und mehreren Gaming-Workloads:

  RX 6700 (Sapphire Pulse) RX 6700 XT RX 6650 XT RTX 3060 RTX 3070 Arc A770 Arc A750
Leerlauf (Desktop) 8 Watt* 7 Watt 6 Watt 11,5 Watt 10,5 Watt 47 Watt 42 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 30 Watt 32 Watt 24 Watt 18,5 Watt 15 Watt 49 Watt 44 Watt
UHD-Youtube-Video 16 Watt 33 Watt 26 Watt 17,5 Watt 17 Watt 55 Watt 50 Watt
Gaming (MAXIMUM) 190 Watt 218 Watt 181 Watt 171 Watt 221 Watt 230 Watt 226 Watt
Control (WQHD + RT) 188 Watt 210 Watt 178 Watt 170 Watt 218 Watt 226 Watt 223 Watt
Anno 1800 (Full HD) 189 Watt 216 Watt 178 Watt 170 Watt 219 Watt 224 Watt 198 Watt
Framelock @ 60 Fps (FHD)** 67 Watt 85 Watt 50 Watt 69 Watt 51 Watt 123 Watt 118 Watt

Referenzkarten von AMD, Intel und Nvidia unter sich - RX 6700 mangels Referenz ausgenommen. *Wert bei 4K120 - mit 4K144 steigt der Speichertakt auf volle Geschwindigkeit und der Verbrauch auf 30 Watt **2022er-Grafikkarten unter Psychonauts 2 gemessen, die älteren noch mit Wolfenstein Youngblood. Werte daher nicht 1:1 vergleichbar; nur zu Vergleichszwecken, um die Leistungsaufnahme bei Teillast zu zeigen.

Mit einem Maximalwert von knapp 190 Watt unter Spielelast ist die Sapphire Radeon RX 6700 Pulse eine dem Zeitgeist entsprechende, sparsame Gaming-Grafikkarte. Setzt man den Verbrauch ins Verhältnis zur durchschnittlichen Leistung, erzielt die RX 6700 eine etwas bessere Bilanz als eine RX 6650 XT: Das Leistungsplus von im Mittel acht Prozent steht nur knapp sechs Prozent höherer Leistungsaufnahme gegenüber.

Auch Tuner kommen auf ihre Kosten, wie wir im Kurztest mit der Sapphire Pulse feststellen konnten. Im Tuning-Menü des Radeon-Treibers kann das GPU-Powerlimit auf +15 Prozent und somit 182 Watt gesetzt werden. Damit verkraftet unser Muster beinahe die Maximalwerte, welche sich im selben Tuning-Menü (ehemals "Wattman") einstellen lassen. Gut 2,65 GHz beim Kern und effektiv 17,2 GT/s beim Speicher (2.150 MHz) inklusive verschärfter Timings führen in unserer Stichprobe mit dem zuckersüßen, aber anspruchsvollen Raytracing-Hüpfer Sackboy: A Big Adventure zu einer um zehn Prozent erhöhten Leistung. Dies erlaubt die Nutzung der Strahlenverfolgung zumindest in Full HD - 60 Fps und mehr sind jedoch nur ohne RT-Aufwertungen realistisch. Die Leistungsaufnahme der Grafikkarte liegt in diesem Fall bei rund 210 Watt - unweit von der Radeon RX 6700 XT sowohl bei der Bildrate als auch dem Energieverbrauch.

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  2. Seite 2 Radeon RX 6700 im Test: Gaming-Benchmarks
  3. Seite 3 Radeon RX 6700 im Test: Raytracing-Benchmarks
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  5. Seite 5 Radeon RX 6700 im Test: Zusammenfassung mit Fazit
    • Kommentare (60)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1725570602
        zu schade das ihr die 1080ti nicht im benchmark habt ... warum eigendlich nich?
      • Von Gast1725570602
        zu schade das ihr die 1080ti nicht im benchmark habt ... warum eigendlich nich?
      • Von Zik7 BIOS-Overclocker(in)
        Die RX 6700 ist einfach zu teuer, für das was sie leistet! Das Fazit sagt eigentlich alles. Für um die 370€ wäre die Karte interessant.

        Günstigste RX 6650 XT = 331,99€
        Günstigste RX 6700 = 409€
        Günstigste RX 6700 XT = 435€

        Da braucht man nicht lange überlegen!

        Zitat von PCGH_Raff
        Alles eine Frage des Anspruchs. Bisschen FSR und spätestens dann ist alles dufte.

        MfG
        Raff
        Mir reicht dann schon die RX 6600 XT für WQHD (gebrauchte 6 Monate alte Asus für 259€ bekommen). Alles eine Frage des Anspruchs
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat

        Die Radeon RX 6700 erlaubt uns ein eindeutiges Fazit: Diese Grafikkarte verdient etwas mehr Rampenlicht, denn es handelt sich um die bessere Radeon RX 6650 XT. Letztere wurde im Frühjahr zusammen mit der RX 6750 XT und RX 6950 XT veröffentlicht, konnte die große Lücke zwischen 6600 XT und 6700 XT jedoch nicht schließen. Stattdessen erbte die RX 6650 XT alle Eigenheiten der 6600 XT, darunter die auf acht PCI-Express-Lanes gestutzte Anbindung sowie die ausreichende, aber nicht sorgenfrei nutzbare Speicherkapazität von 8 GiByte. Die Radeon RX 6700 beseitigt die Probleme im Grenzbereich: Dank 10 GiByte Speicher und 80 MiByte Infinity Cache hat diese Radeon-Grafikkarte einen deutlich längeren Atem, welcher vor allem in der WQHD-Auflösung und beim Einsatz von Raytracing durchschlägt. Mit einem durchschnittlichen Leistungsplus von acht Prozent gegenüber der RX 6650 XT beim Rasterizing und 18 Prozent beim Raytracing setzt die RX 6700 zwar keine Maßstäbe, erweist sich jedoch als potenter Spielpartner mit einer gewissen Zukunftsfähigkeit. Auch die Leistungsaufnahme von höchstens 190 Watt ist lobenswert und in dieser Gewichtsklasse überdurchschnittlich effizient.
        Witziger Zufall, hatte erst letztens nach der Karte für einen Bekannten gesucht, aber nicht so viel an Infos gefunden. Danke für den (Nach)Test. In dem Zusammenhang finde ich es auch gut, dass ihr grade einen Artikel mit einem entsprechenden P/L Index rausgehauen habt. ? Danke dafür!
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von xxxxx1
        Mir fallen die Socken aus den Ohren!

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Sch**sse! Wenn die Werte stimmen! Verscherbelt schon mal Eure NVs.

        Raff dann hast Du was zu testen!
        Warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück ist so nah (und reichhaltiger)?

        -> AMD Radeon RX 7900 XT(X): Alle bekannten Details zur Hardware und Performance-Prognose

        Zitat von Mydgard
        Finde ja nicht das die RX 67000 auch ideal für WQHD ist wenn man da in den PCGH Tests quasi nie auf 60 fps kommt ...
        Alles eine Frage des Anspruchs. Bisschen FSR und spätestens dann ist alles dufte.

        MfG
        Raff
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        Finde ja nicht das die RX 67000 auch ideal für WQHD ist wenn man da in den PCGH Tests quasi nie auf 60 fps kommt ...
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