Die besten Gaming-Grafikkarten für 2024 - Teil 3: GPUs um 200 Euro
Sie sind auf der Suche nach einer ordentlichen Gaming-Grafikkarte, die kein Vermögen kostet? Perfektes Timing - PCGH hat just alle Benchmarks aktualisiert und kürt die besten Grafikkarten für 2024. Im dritten Teil widmen wir uns dem Preissegment um 200 Euro für gepflegtes Full-HD-Gaming.
In diesem Artikel
Teil 3 der GPU-Kaufberatung, diesmal mit Einsteiger-Grafikkarten für 1080p-Gaming. Wer für die Feiertage und das neue Jahr noch eine potente Grafikkarte sucht, wird im Folgenden fündig. In einer Artikelreihe kürt PCGH die besten Gaming-Grafikkarten für klassisches Rasterizing und modernes Raytracing. Die Basis dafür bilden brandneue Benchmarks von 26 Spielen mit aktuellen Treibern in vier Auflösungen. Im dritten Teil der Serie geht es um die besten Grafikkarten um 200 Euro - den Preis-Leistungs-Siegern am Markt. Neben Fps-Werten erwartet Sie auch diesmal eine Betrachtung der Energie-Effizienz (Fps/Watt) sowie des Preis-Leistungs-Verhältnisses (Fps/Euro), damit Sie eine fundierte Kaufentscheidung treffen oder Hilfesuchenden aktuelle Antworten auf die Frage "Welche Grafikkarte ist die beste?" liefern können.
Die Artikel-Roadmap zum Thema "Die besten Gaming-Grafikkarten für 2024":
Teil 1: GPUs zwischen 1.000 und 2.000 Euro, High-End für 4K/Ultra HD
Teil 2: GPUs zwischen 500 und 900 Euro, WQHD/1440p
Teil 3: GPUs zwischen 200 und 250 Euro (lesen Sie gerade)
Einschub: Intel Arc A770 16GB - die beste Grafikkarte um 300 Euro? (25.12.)
Teil 4: GPUs zwischen 300 und 500 Euro (voraussichtlich Anfang 2024)
Einsteiger-Grafikkarten: Übersicht
Im dritten Teil unserer GPU-Kaufberatung für das Jahr 2024 widmen wir uns jener Leistungsklasse, die wir als Einsteigersegment definieren. Zwar gibt es auch Grafikkarten für weniger als 200 Euro, diese sind jedoch entweder steinalt oder derart kastriert, dass sie nicht empfehlenswert sind. Dazu zählt auch die Anfang 2022 gestartete Radeon RX 6500 XT (PCGH-Test), welche derzeit ab 160 Euro über die Ladentheke wandert. Lassen Sie auf jeden Fall die Finger von diesem Modell, denn mit nur 4 GiByte Speicher und einer geviertelten PCI-Express-Anbindung ergab die Radeon RX 6500 XT schon bei ihrem Debüt nur wenig Sinn. Moderne Spiele brechen dem kleinen Chip das Genick. Eine Radeon RX 6600 stellt nicht nur mehr Details dar, sondern ist um bis zu viermal so schnell! Wir widmen uns im Folgenden ganz bewusst "echten" Grafikkarten im Bereich von rund 200 und 220 Euro, denn diese Modelle bieten deutlich größere Reserven und somit Spielspaß selbst mit maximalen Details in Full High Definition.
Im Preisbereich ab 200 Euro tummeln sich mehrere attraktive Gaming-Grafikkarten, wobei die große Intel-Präsenz auffällt. Neben der Arc A580 (ab 200 Euro) wartet auch ihre größere Schwester Arc A750 auf Kundschaft, derzeit ab 220 Euro. Die alteingesessenen Marken haben noch keine neuen Produkte für das Einsteiger-Segment veröffentlicht, nach wie vor besteht die Wahl zwischen der AMD Radeon RX 6600 (ab 200 Euro) und Nvidia Geforce RTX 3050 8GB (ab 220 Euro). Wie wir zuletzt im Test der Arc A580 erläuterten, ist das Geforce-Modell im Vergleich abgeschlagen, mischt hier dennoch der Vollständigkeit halber mit. Eine "RTX 4050 8GB" für 249 Euro täte dem Segment gut, denn die Geforce RTX 3060 8GB (PCGH-Test) wäre zwar ein gutes Vergleichsobjekt in diesem Test, ist um 280 Euro jedoch deutlich zu teuer. Und die für Februar 2024 erwartete Geforce RTX 3050 6GB vergessen Sie besser gleich, dieses Modell reiht sich direkt neben der RX 6500 XT ein.
Doch zurück zu den Produkten, die wir basierend auf unseren stetigen Tests empfehlen können. Welche Grafikkarte ist die beste für Rasterizing und Raytracing, wie steht es um die Energie-Effizienz und das Preis-Leistungs-Verhältnis? Das klären wir im Folgenden. Die Spezifikationen aktueller Grafikkarten um 200 Euro im Vergleich; zahlreiche weitere Modelle finden Sie in unserer GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | Arc A750 | Arc A580 | Radeon RX 6600 | Geforce RTX 3050 |
|---|---|---|---|---|
| Marktstart | 12.10.2022 | 10.10.2023 | 13.10.2021 | 27.01.2022 |
| Architektur | Intel Xe HPG | Intel Xe HPG | AMD RDNA 2 | Nvidia Ampere |
| Codename/Konfektion | ACM-G10 | ACM-G10 | Navi 23 XL | GA106-150-KA |
| Chipgröße (mm²) | 406 | 406 | 237 | 276 |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 21,7 | 21,7 | 11,06 | 12,0 |
| Fertigung (Foundry) | N6 (TSMC) | N6 (TSMC) | N7P (TSMC) | 8N (Samsung) |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 28 | 24 | 28 | 20 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 3.584/224/128 | 3.072/192/128 | 1.792/112/64 | 2.560/80/48 |
| Raytracing-Einheiten | 28 | 24 | 28 | 20 |
| Matrix-Einheiten | 448 | 384 | – | 80 |
| Level-2-Cache (MiB) | 16 | 16 | 2 | 3 |
| Level-3-Cache (MiB) | – | – | 32 | – |
| Typ. GPU-Takt in Spielen (MHz) | 2.380 | 2.330 | 2.540 | 1.880 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 17,1 | 14,3 | 18,2 | 9,6 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 17,1 | 14,3 | 9,1 | 9,6 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 533,1/304,6 | 447,4/298,2 | 284,5/162,6 | 150,4/90,2 |
| Speicheranbindung (Bit) | 256 | 256 | 128 | 128 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 16,0/8.000 | 16,0/8.000 | 14,0/7.000 | 14,0/7.000 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 512 | 512 | 224 | 224 |
| Speicherkapazität (MiB) | 8.192 | 8.192 | 8.192 | 8.192 |
| PCI-Express-Standard | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×8 | 4.0 ×8 |
| Stromversorgung | Je 1× 8-/6-Pol | Je 1× 8-/6-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 225 Watt | 200 Watt | 132 Watt | 130 Watt |
| Frame Generation (DLSS 3) | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Treiber-Frame-Generation | Nein | Nein | Ja, via Preview-Treiber | Nein |
| Display-Konnektivität | DP 2.0, HDMI 2.0 | DP 2.0, HDMI 2.0 | DP 1.4a, HDMI 2.1 | DP 1.4a, HDMI 2.1 |
| Ca.-Preis zum Testzeitpunkt | 220 Euro | 200 Euro | 200 Euro | 220 Euro |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns ausführlich getesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die Herstellerangaben liegen teils deutlich und somit praxisfern darunter. Je nach Modell sind Abweichungen um bis zu 200 MHz möglich.
Auf den nächsten Seiten geht es ans Eingemachte. Neben der Rasterizing-Leistung klopfen wir selbstverständlich auch die Raytracing-Leistung ab, klären die Energie-Effizienz und das Preis-Leistungs-Verhältnis - mit so einigen spannenden Ergebnissen. Am Ende ziehen wir ein Fazit zu den Einsteiger-Gaming-Grafikkarten um 200 Euro, damit Sie sich garantiert für das richtige Modell entscheiden.

Eigentlich wollte ich PCGH für diesen test danken, aber nach dem durchlesen habe ich eine nicht ernst gemeinte Frage an die Raunzer: Hilfe, ich habe mir die RX 6600 gekauft und die bringt nur 130 FPS. Sogar in FurMark mit Preset 4k.
Jetzt aber wieder ernst: Werte PCGH, vielen Dank für diesen Test zur richtigen Zeit. Ich habe meinem Kind ein Upgrade beschert dass sich gewaschen hat.
Info an die Raunzer: Ich habe die RX 6600 in meinen Spielecomputer eingebaut um meinem Kind zu zeigen was es kriegt. Das ist ein ASUS X99-Deluxe+i7 6800K+GTX 1080Ti @ WaKü mit PCIe3.0. Ohne langen erklärungen: Die Radeon schafft im Spiel Deathloop 30% mehr Bilder pro Sekunde mit einem sehr viel kleineren Stromverbrauch. Und zwar in 720p und 1080p mit Details auf Ultra und sogar 1.440p! Na gut, ich gebe es zu: Mit 2k läuft der Speicher über und die Details sind nur auf hoch eingestellt.
Im Rechner des Kindes (ASRock Z77 Pro3+i5 3330+Radeon RX 6600) habe ich erst mal nur FurMark laufen lassen und da habe ich eben nur 130 FPS, und zwar IN ALLEN PRESETS!
@ wer sich auskennt: Warum schafft diese FullHD-Grafikkarte mit einem solchen Prozessor der hier ausgelacht wird und PCIe3.0 solch eine Leistung? Funfact: In Deathloop kann ich massiv Strom sparen wenn ich die FPS auf 30 beschränke und merke nur selten was davon. Ich nehme das Spiel auch so als flüssig wahr.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an ASRock für die Bereitstellung eines modifizierten BIOS um von NVME M.2 booten zu können, obwohl ich nur einen Tag später entdeckt habe dass es PCIe-Adapter gibt die eine M.2-SATA per Kabel + eine M.2 NVME über PCIe anbinden können. D.h. eine billige gebrauchte für Windows und eine große Festplatte für die Spiele.
Im Frühjahr '22 war es für mich die einzige vernunftige Option – kommend von einer Graka mit 2 GB VRAM, die bei Cyberpunk 2077 (im Verbund mit FX-6300) aus allen Löchern pfiff, aber es dennoch schaffte, mit Tweaks und Tricks und später glaube ich auch FSR, mit zumeist mittleren Einstellungen, die 40+ FPS zu halten auf FullHD.
Im direkten Vergleich damals zu WQHD und "Ultra" sah das nicht so schön aus, es reichte aber doch, um mir das ein und andere WOW zu entlocken. Bei dem nötigen CPU-Upgrade auf einen 5600X hab ich dann bewusst ein Board mit PCIe 4 ins Auge gefasst, weil ich die ersten Tests zur 6500XT bereits gelesen hatte und trotz des verbreiteten negativen Fazits zum Entschluss gekommen war, dass es für mich passt, weil: über zweidrittel meiner Bibliothek bis heute aus Spielen besteht, die 5 Jahre und älter sind und ich mit der 6500XT das alles zocken kann in "schön".
Aber auch The Last of Us lief von Anfang an (installiert nach dem ersten großen Patch) fast problemlos mit ebensolchen FPS, nur nach stundenlangem Spielen ab so 4 Stunden aufwärts hatte ich langsam nachladene Texturen, das hieß dann speichern, schließen, neuladen, fertig. Nichts, was mich in meiner Immersion gestört hätte.
Wenn ich dann lese, dass 8 GB VRAM auf FullHD gefährlich eng wird – auch wenn das nur zwischen den Zeilen zu lesen ist–, kann das ja nur für jene gelten, die Regler nicht zu bedienen wissen, sprich alles auf Ultra knallen, obwohl der Sprung von Hoch auf Ultra bei FullHD eh nicht sichtbar wäre und wofür eine solche Karte auch nicht gedacht ist und eine 6500XT erst recht nicht gedacht war – auf der Verpackung meiner Powercolor steht ausdrücklich sinngemäß "FullHD-Gaming mit hohen Einstellungen".
Dass die 4 GB der 6500XT und die schmale Anbindung dato zu knapp sind für aktuelle AAA-Titel: geschenkt, und empfohlen hätte ich sie einem ambitioniertem Zocker nicht, aber für mich war es '22 die richtige Karte zur richtigen Zeit.
Zum jetztigen Zeitpunkt würde ich direkt zur 6600XT oder 6700XT greifen, weil sich das Preisgefüge bei diesen Karten normalisiert hat und für FullHD immer noch eine gute Wahl sind.
Alleine schon die unkomplizierte Handhabung unter Linux
und die 100W im Schnitt sind eine tödliche Kombination die ihres gleichen sucht.
Mal davon abgesehen, dass ich sie noch während der Corona-Pandemie für umgerechnet CHF/€ = 1.06 für 575€ gekauft habe und es sich für mich eigentlich nicht um eine 200€ Karte handelt.
Aber sie war jeden € wert.
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die 100W im Schnitt sind eine tödliche Kombination die ihres gleichen sucht.
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und die 100W im Schnitt sind eine tödliche Kombination die ihres gleichen sucht.
Mal davon abgesehen, dass ich sie noch während der Corona-Pandemie für umgerechnet CHF/€ = 1.06 für 575€ gekauft habe und es sich für mich eigentlich nicht um eine 200€ Karte handelt.
Aber sie war jeden € wert.
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