Preis-Leistung (Fps/Euro) & Fazit
In diesem Artikel
Gaming-Grafikkarten: Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung(saufnahme) der High-End-Grafikkarten erläutert wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die frischen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 19. Dezember 2023) gesetzt.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing:
Hohe Leistung, niedriger Preis: Wer auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für reines Rasterizing ist, fährt mit Intels Arc am besten. Abhängig vom Tagespreis macht entweder die A750 oder die A580 das Rennen. Bedenken Sie jedoch die laufenden Stromkosten, welche bei der Radeon RX 6600 und Geforce RTX 3050 deutlich geringer ausfallen. Zwar sprechen wir hier von höchstens 90 Watt Differenz, Vielspieler sollten die Kosten und geplante Nutzungsdauer jedoch zumindest überschlagen. Möchten Sie daran keine Gedanken verschwenden, stellt eine Radeon RX 6600 die insgesamt bessere Wahl dar. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:
Erneut wirken sich die deutlichen Leistungsvorteile von Arc und Geforce gegenüber Radeon auf die Endplatzierung aus. Auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Raytracing-Spiele führt kein Weg an einer Arc A580 oder Arc A750 vorbei, der Abstand zu den AMD- und Nvidia-Angeboten ist riesig.
Die beste Gaming-Grafikkarte: Fazit
Falls Sie die Einleitung übersprungen haben, hier erneut eine Warnung: Finger weg von der Radeon RX 6500 XT, diese ab 160 Euro erhältliche Grafikkarte ist kein attraktives Modell für Gaming-Ambitionen. Die von uns getesteten Grafikkarten ab 200 Euro sind um Faktor 2 bis 4 schneller (!) und sichern somit Spielspaß in Full HD. Zwar genügt die Leistung der Einsteiger-GPUs nicht immer für maximale Details und Raytracing, aber in jedem Fall bieten sie genügend Potenzial, um mit händisch gesetzten Optionen flüssig und hübsch zu spielen. Welcher Grafikkarte Sie den Vorzug geben, hängt von Ihren Gewohnheiten ab. Sie möchten primär Casual-Games ohne Raytracing spielen, ohne Gedanken an Leistungsaufnahme und Treibereinstellungen zu verlieren? Dann ist eine Radeon RX 6600 die insgesamt beste Wahl. Leistung, Verbrauch und Features sind im Rahmen des 200-Euro-Segments nahe am Optimum, nur Raytracing mag AMDs Kleine nicht. Genauso problemlos läuft Nvidias Geforce RTX 3050. Zwar bietet die Karte das volle Nvidia-Feature-Set inklusive DLSS-Upsampling (ohne Frame Generation) und ist ebenfalls sparsam, insgesamt aber bei deutlich geringerer Leistung - Raytracing ausgenommen.
Bildergalerie
Besonderes Augenmerk haben wir in diesem Artikel auf Intel gelegt. Der gar nicht mehr so neue GPU-Newcomer hat in den vergangenen 14 Monaten, seit dem Release seiner ersten Desktop-Grafikkarten, eine große Entwicklung durchgemacht. Als die Arc-Grafikkarten im Oktober 2022 erschienen, standen sie noch sichtlich wackelig auf den Beinen, der Treiber war noch nicht fertig für die große Bühne. Dank unzähliger Releases neuer Grafiktreiber hat sich das mittlerweile geändert. Die unterirdische Performance in DirectX 9 ist ebenso passé wie die durchwachsene DirectX-11-Leistung. Moderne Spiele waren nie das Problem (Ausnahmen bestätigen selbst heute die Regel), hier lief und läuft Arc gut (DirectX 12/Vulkan) bis sehr gut (Raytracing).
Mehr noch, die Vorstellung der Arc A750 und Arc A580 in den neuen Benchmarks, basierend auf frischen Treibern, hat uns positiv überrascht. Beide Modelle erweisen sich als angenehm flott und den Mitbewerbern in Sachen Fps überlegen - sowohl beim Rasterizing als auch ganz besonders beim Raytracing. Aus den attraktiven Preisen von 220 respektive 200 Euro für die beiden Alchemist-Modelle ergibt sich ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Intels Taten bekräftigen, dass sie es mit dem Grafik-Business ernst meinen, was die zukünftige Treiberunterstützung sicherstellt und uns somit eine Empfehlung aussprechen lässt. Falls Sie mehr darüber erfahren möchten: Wir werden über die Feiertage einen dedizierten Artikel inklusive Video veröffentlichen, der die Entwicklung des Arc-Topmodells A770 16GB beleuchtet und Ausblick auf den Nachfolger "Battlemage" (Arc-B-Serie) gibt.
Was halten Sie von aktuellen Grafikkarten um 200 Euro? Welche ist Ihr Favorit? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung in den Kommentaren zu diesem Test. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln .

Eigentlich wollte ich PCGH für diesen test danken, aber nach dem durchlesen habe ich eine nicht ernst gemeinte Frage an die Raunzer: Hilfe, ich habe mir die RX 6600 gekauft und die bringt nur 130 FPS. Sogar in FurMark mit Preset 4k.
Jetzt aber wieder ernst: Werte PCGH, vielen Dank für diesen Test zur richtigen Zeit. Ich habe meinem Kind ein Upgrade beschert dass sich gewaschen hat.
Info an die Raunzer: Ich habe die RX 6600 in meinen Spielecomputer eingebaut um meinem Kind zu zeigen was es kriegt. Das ist ein ASUS X99-Deluxe+i7 6800K+GTX 1080Ti @ WaKü mit PCIe3.0. Ohne langen erklärungen: Die Radeon schafft im Spiel Deathloop 30% mehr Bilder pro Sekunde mit einem sehr viel kleineren Stromverbrauch. Und zwar in 720p und 1080p mit Details auf Ultra und sogar 1.440p! Na gut, ich gebe es zu: Mit 2k läuft der Speicher über und die Details sind nur auf hoch eingestellt.
Im Rechner des Kindes (ASRock Z77 Pro3+i5 3330+Radeon RX 6600) habe ich erst mal nur FurMark laufen lassen und da habe ich eben nur 130 FPS, und zwar IN ALLEN PRESETS!
@ wer sich auskennt: Warum schafft diese FullHD-Grafikkarte mit einem solchen Prozessor der hier ausgelacht wird und PCIe3.0 solch eine Leistung? Funfact: In Deathloop kann ich massiv Strom sparen wenn ich die FPS auf 30 beschränke und merke nur selten was davon. Ich nehme das Spiel auch so als flüssig wahr.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an ASRock für die Bereitstellung eines modifizierten BIOS um von NVME M.2 booten zu können, obwohl ich nur einen Tag später entdeckt habe dass es PCIe-Adapter gibt die eine M.2-SATA per Kabel + eine M.2 NVME über PCIe anbinden können. D.h. eine billige gebrauchte für Windows und eine große Festplatte für die Spiele.
Im Frühjahr '22 war es für mich die einzige vernunftige Option – kommend von einer Graka mit 2 GB VRAM, die bei Cyberpunk 2077 (im Verbund mit FX-6300) aus allen Löchern pfiff, aber es dennoch schaffte, mit Tweaks und Tricks und später glaube ich auch FSR, mit zumeist mittleren Einstellungen, die 40+ FPS zu halten auf FullHD.
Im direkten Vergleich damals zu WQHD und "Ultra" sah das nicht so schön aus, es reichte aber doch, um mir das ein und andere WOW zu entlocken. Bei dem nötigen CPU-Upgrade auf einen 5600X hab ich dann bewusst ein Board mit PCIe 4 ins Auge gefasst, weil ich die ersten Tests zur 6500XT bereits gelesen hatte und trotz des verbreiteten negativen Fazits zum Entschluss gekommen war, dass es für mich passt, weil: über zweidrittel meiner Bibliothek bis heute aus Spielen besteht, die 5 Jahre und älter sind und ich mit der 6500XT das alles zocken kann in "schön".
Aber auch The Last of Us lief von Anfang an (installiert nach dem ersten großen Patch) fast problemlos mit ebensolchen FPS, nur nach stundenlangem Spielen ab so 4 Stunden aufwärts hatte ich langsam nachladene Texturen, das hieß dann speichern, schließen, neuladen, fertig. Nichts, was mich in meiner Immersion gestört hätte.
Wenn ich dann lese, dass 8 GB VRAM auf FullHD gefährlich eng wird – auch wenn das nur zwischen den Zeilen zu lesen ist–, kann das ja nur für jene gelten, die Regler nicht zu bedienen wissen, sprich alles auf Ultra knallen, obwohl der Sprung von Hoch auf Ultra bei FullHD eh nicht sichtbar wäre und wofür eine solche Karte auch nicht gedacht ist und eine 6500XT erst recht nicht gedacht war – auf der Verpackung meiner Powercolor steht ausdrücklich sinngemäß "FullHD-Gaming mit hohen Einstellungen".
Dass die 4 GB der 6500XT und die schmale Anbindung dato zu knapp sind für aktuelle AAA-Titel: geschenkt, und empfohlen hätte ich sie einem ambitioniertem Zocker nicht, aber für mich war es '22 die richtige Karte zur richtigen Zeit.
Zum jetztigen Zeitpunkt würde ich direkt zur 6600XT oder 6700XT greifen, weil sich das Preisgefüge bei diesen Karten normalisiert hat und für FullHD immer noch eine gute Wahl sind.
Alleine schon die unkomplizierte Handhabung unter Linux
und die 100W im Schnitt sind eine tödliche Kombination die ihres gleichen sucht.
Mal davon abgesehen, dass ich sie noch während der Corona-Pandemie für umgerechnet CHF/€ = 1.06 für 575€ gekauft habe und es sich für mich eigentlich nicht um eine 200€ Karte handelt.
Aber sie war jeden € wert.
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und die 100W im Schnitt sind eine tödliche Kombination die ihres gleichen sucht.
Mal davon abgesehen, dass ich sie noch während der Corona-Pandemie für umgerechnet CHF/€ = 1.06 für 575€ gekauft habe und es sich für mich eigentlich nicht um eine 200€ Karte handelt.
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