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Gothic 1 Remake mit Minimalanforderungen: Praxistest mit RTX 2070
Als ersten wählen wir die Geforce RTX 2070. Diese in den Minimalanforderungen gelistete Karte ist etwas schwächer als die Radeon RX 6700 XT, zudem kann sie nur auf 8 statt auf 12 GiB VRAM der Radeon zurückgreifen.
In diesem Artikel
Schön und gut, Alkimia Interactive hat sich bei den Systemanforderungen für das Gothic 1 Remake also an den Hardware-Empfehlungen der Unreal Engine 5 und an dem offiziellen Entwickler-Leitfaden orientiert. Doch wie läuft das Spiel nun mit den in den Minimal-Anforderungen gelisteten Grafikkarten, ist es tatsächlich so anspruchsvoll und wie viel Performance können wir mit Detailanpassungen gewinnen? Welche Settings sind für schwächere Grafikkarten empfehlenswert, was bringt Upsampling und sind wirklich 32 Gigabyte Hauptspeicher empfehlenswert, selbst mit Detailverzicht? Dies wollen wir prüfen und verbauen dazu im Wechsel Radeon RX 6700 XT und Geforce RTX 2070. Wir wählen Full-HD-Auflösung und prüfen zuallererst die Performance und Skalierbarkeit über die im Grafikmenü verfügbaren Voreinstellungen, von dem als experimentell bezeichneten "Alkimia Overdose" über "Gothic (Sehr hoch)" hin zu "Niedrig". Dies gibt uns eine Ahnung, wie viel Detailverzicht notwendig ist und wie gut das Gothic 1 Remake nach unten skaliert. Zuerst lassen wir die Geforce antreten.
Dass "Alkimia Overdose", jene Detailstufe, die aufgrund besonders hoher Anforderungen offiziell als "experimentell" bezeichnet wird, ein wenig zu viel des Guten ist, leuchtet ein. Obendrein lässt dieses Detail-Preset bereits in Full HD den 8 GiByte fassenden Grafikspeicher der RTX 2070 überlaufen. Auch beim Gothic-Preset ist der Grafikspeicher knapp, limitiert die Performance jedoch nicht mehr drastisch. Ab der Voreinstellung "Hoch" ist genügend Raum, wir haben obendrein bereits auf viele Details verzichtet - die Geforce RTX 2070 sollte ab dieser Stufe deutlich an Leistung gewinnen, die Framerate sollte in die Höhe schnellen. Aber das tut sie nur sehr begrenzt - stattdessen wird die RTX 2070 mit niedrigeren Grafikeinstellungen zunehmend weniger ausgelastet. Je mehr Details wir reduzieren, desto verstärkter tritt dieser Umstand zutage: Die Grafik wird schlechter, aber anstatt dass die Performance im erwartbaren Maße steigt, sinkt die Grafikkartenauslastung der RTX 2070. Erst ab niedrigen Details erhalten wir genügend zusätzliche Fps, um die Auslastung der Geforce-Grafikkarte wieder leicht ansteigen zu lassen; optimal ist diese allerdings weiterhin nicht.
Dies ist ungewöhnlich und so sicherlich nicht von Alkimia Interactive, den Entwicklern des Gothic 1 Remakes angedacht. Dies dürfte allerdings einer der Gründe sein, weshalb einige User über hohe Hardware-Anforderungen klagen. Darunter auch Kollegen der Schwesterzeitschrift PC Games, die sich bereits während der Testphase vor dem Release nahezu vergeblich darum bemühten, mit Detailanpassungen und durch den Einsatz von Upsampling zusätzliche Fps aus ihren Testrechnern zu kitzeln. Auch wir haben diesen Umstand bereits festgestellt, wenn auch in geringerem Rahmen: Das Gothic 1 Remake skaliert ab hohen Details eher schlecht, mit weiterem Detailverzicht nahezu gar nicht. Lediglich die beiden oberen Grafikpresets, "Alkimia Overdose" und "Gothic" räumen durch Herabregeln merklich Performance frei, auch mit Grafikkarten vom Schlage einer RTX 4090 mit mehr als reichlich Grafikspeicher.
Dennoch können wir der RTX 2070 mit einigen manuellen Anpassungen eine ordentliche, und flüssige, wenn auch nicht hohe Performance entlocken. Das Grafik-Preset "Hoch" bietet einen guten Ansetzpunkt. Da wir bereits in unserem Test zu Gothic 1 Remake anhand einer RTX 4090 erörtert haben, welche der Grafikoptionen besonders viel Leistung benötigen - insbesondere "Schattenqualität", "Gesamtbeleuchtungsqualität" sowie "Effektqualität" - wissen wir, an welchen Stellen wir ausgehend vom Preset "Hoch" einige Fps zusätzlich herauskitzeln können.
Wir reduzieren die Qualität der Schatten daher auf die Einstellung "Mittel". Bei vielen der Optionen haben wir allerdings durch die Einstellung "Hoch" nahezu das Optimum aus dem Performance-Qualitäts-Verhältnis geholt, weiterer Verzicht steht kaum in Relation zur noch gewinnbaren Leistung. Würden wir etwa die Beleuchtungsqualität auf "Mittel" reduzieren, würden wir nur einige wenige Fps gewinnen. Dafür würde allerdings die globale Beleuchtung sowie die Interaktion von Lichtquellen mit den Volumetrics und dem nahezu überall umherwabernden Bodennebel deutlich sichtbar in der Qualität und Komplexität reduziert - dder deutliche optische Verlust ist den geringfügigen Performance-Gewinn kaum wert.
Wir belassen die Beleuchtungsqualität daher auf hoher Stufe. Da wir durch das Preset "Hoch" einen ganzen Batzen Grafikspeicher freigeräumt haben und wir bereits wissen, dass die genannten Optionen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf die Leistung haben - zumindest mit Geforce-GPUs - wählen wir bei Texturen, Sichtweite und Anti-Aliasing-Qualität die Detailstufe "Gothic (Sehr hoch)". So erzielen wir mit der RTX 2070 eine zumindest spielbare Performance ohne Speicherengpässe. Nun können wir zusätzlich DLSS Quality zuschalten und erzielen immerhin gute 45 Fps. Da wir zudem mit dem Eingang ins vernebelte Sumpflager eine besonders anspruchsvolle Testszene gewählt haben, liegt die Performance in den allermeisten Bereichen des Minentals deutlich höher und zumindest in Reichweite der 60 Fps.
Doch abermals: Auf je mehr Details wir verzichten, desto weniger gut wird die Geforce ausgelastet - viel ist hier nicht mehr zu holen, außer schlechterer Grafik. Mit DLSS Balanced steigen die Fps etwa nur unwesentlich, die Optik leidet allerdings sichtbar, lediglich die GPU-Auslastung sinkt weiter. Da DLSS 4.5 mit Transformer-Modell 2.0 auf älteren RTX-Grafikkarten sehr kostspielig ist, könnten wir auf FSR 3.1.4 oder TSR wechseln, um noch einige Fps, rund 10 Prozent zusätzlich, herauszuholen. Doch abermals: Die Grafik leidet, die GPU-Auslastung sinkt, das ist es kaum wert. Nun schauen wir einmal, wie das Ganze mit der Radeon RX 6700 XT aussieht.

Preset E ist DLSS3, Preset K DLSS 4.0 und Preset M DLSS 4.5
Was mich brennend interessieren würde: ein paar CPU Tests, z.B. einen 3600X, einen 5800X3D und einen 9800X3D jeweils mit einer GeForce und einer AMD GPU im CPU Limit testen.
Es gibt ja immer wieder den Verdacht, dass der CPU Overhead bei Nvidia größer ist.
Gruß,
Phil
Ich finde ein super Mario Bros. 3 bis heute toll, ebenso ein Monopoly, Spiel des Lebens, Unreal Tournament und Gothic.
Es muss sich nicht ständig alles neu erfunden. Seid ihr Sonnenaufgänge leid, oder Urlaub, weil ihr die schon lange hattet?
Oder gar das atmen, oder dass ihr von eurem Arbeitgeber monatlich Geld bekommt?
Was ist falsch daran, gutes immer wieder zu konsumieren bzw. zu produzieren?