Gothic 1 Remake: Wie läuft das Spiel mit Minimalanforderung? Bekommen wir es flüssig?

Das Gothic 1 Remake von Alkimia Interactive kommt generell gut an. Allerdings sind die Hardware-Anforderungen hoch, besonders Grafikkarten werden stark gefordert. Wie läuft das Spiel mit den offiziellen Minimalvoraussetzungen und können wir dem Namenlosen mit angepassten Grafikoptionen Beine machen?

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Gothic 1 Remake: Wie läuft das Spiel mit Minimalanforderung? Bekommen wir es flüssig?
Quelle: THQ Nordic

Das Gothic 1 Remake erfreut die Spielerherzen und verleitet Veteranen des Minentals zu nostalgisch verzückten Seufzern. Jedenfalls, falls sie nicht stattdessen über hohe Hardware-Anforderungen und niedrige Bildraten klagen. Das auf einer durch Entwickler Alkimia Interactive erweiterten Version der Unreal Engine 5.4.3 basierende Rollenspiel fordert PC-Komponenten stark, insbesondere die Grafikkarten geraten ins Schwitzen. Doch auch VRAM und Hauptspeicher werden stark gefordert.

Die offiziellen Systemanforderungen unterstreichen dies. Diese listen als niedrigsten Einstiegspunkt eine Geforce RTX 2070 und eine Radeon RX 6700 XT, mindestens 8 GiByte VRAM und nicht weniger als 16, besser jedoch 32 GiByte Hauptspeicher. Bei den CPUs gewährt das Gothic-1-Remake immerhin ein wenig Milde: Als Prozessor sollte laut offizieller Systemanforderung zumindest ein Intel Core i7-7700K (4C/8T) oder ein Ryzen 5 1600X (6C/12T) verbaut sein - bei den Empfehlungen sind ebenfalls der Intel Core i7-7700K sowie ein Ryzen 5 3600X (6C/12T) gelistet. Empfohlene Grafikkarten sind eine Geforce RTX 3070 Ti und eine Radeon RX 6800 XT mit mindestens 12 GiByte VRAM.

  Minimale Hardware Empfohlene Hardware
Windows Windows 10 64bit / Windows 11 64bit Windows 10 64bit / Windows 11 64bit
CPU Intel Core i7-7700K / AMD Ryzen 5 1600X Intel Core i7-7700K / AMD Ryzen 5 3600X
RAM 16 GB RAM 32 GB RAM
Grafikkarte 8 GB VRAM, AMD RX 6700 XT or NVIDIA GeForce RTX 2070 12 GB VRAM, Nvidia GeForce RTX 3070 Ti / AMD Radeon RX 6800 XT
Festplatte 60 GB verfügbarer Speicherplatz 60 GB verfügbarer Speicherplatz

Es sticht ein wenig ins Auge, dass diese Hardware teilweise nur wenig auseinanderliegt. Die Geforce RTX 2070 und RTX 3070 Ti liegen lediglich eine GPU-Generation, also zwei Jahre, auseinander, beides sind gehobene Modelle, die RTX 3070 Ti kratzt gar an der Oberklasse. Die RX 6700 XT und RX 6800 XT stammen gar aus der gleichen GPU-Generation, die RX 6700 XT ist ebenfalls ein gehobenes Modell aus der damaligen Radeon-Riege, die RX 6800 XT ist ein Oberklasse-Modell. Bei den CPUs trennt die Intel-Empfehlung gar nichts von der Intel-Minimalanforderung, zwischen Ryzen 5 1600X und Ryzen 5 3600X liegt immerhin ein Generationssprung samt Performance- und Effizienzverbesserungen. Doch beides sind Sechskerner, die mit bis zu 3,6 beziehungsweise 4,4 GHz takten und zum jeweiligen Erscheinungspunkt mit ansprechendem Preis-Leistungs-Verhältnis punkten konnten. Der Intel-Vierkerner hingegen taktet mit bis zu 4,2 GHz, erschien wie der Ryzen 5 1600X im Jahre 2017, kostete allerdings ungefähr doppelt so viel, wie einer der günstigen Zen- bzw. Zen-2-Prozessoren.

  Empfohlene Hardware (Inklusive Lumen, Nanite)
Windows Windows 10 (Build 1909.1350 und neuer) mit DirectX-12-Unterstützung.
CPU Intel- oder AMD-Quad-Core-Prozessor mit mindestens 2,5 GHz
RAM 32 GB RAM
VRAM 8 GB oder mehr
Grafikkarte AMD RX-6000-Serie oder neuer, Intel® Arc™ A-Serie Grafikkarten oder neuer, NVIDIA RTX-2000-Serie oder neuer; SM 6.0

Für den Fall, dass Sie sich häufiger mit der Unreal Engine 5 beschäftigen, fällt Ihnen eventuell bei den offiziellen Systemanforderungen ein Umstand auf: Alkimia Interactive listet bei diesen nahezu deckungsgleiche Hardware, die Epic selbst in der offiziellen Dokumentation für Entwickler aufführt. Wenn wir in der UE5-Dokumentation ein wenig weiterscrollen und zu den Engine-Features sowie den Lumen-Effekten kommen, so sind dort Radeon RX 6000 und Geforce RTX 2000 gelistet - und, dies ist bezüglich der Grafikkartenauswahl nicht unerheblich: Shader Model 6. Dieses entspricht DirectX 12 mit Feature-Level 11_0 und erschien bereits 2016, setzt allerdings Grafikkarten der Architekturen ab GCN 1 (Radeon HD 7000) sowie Kepler (Geforce 600/700) und das Windows Display Driver Model 2.1 (Windows 10 mit Anniversary Update, ab Version 1607) voraus. Doch genug zur Theorie. Kommen wir zur RTX 2070 und der Praxis.

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  1. Seite 1 Einleitung und Testszenario
  2. Seite 2 Praxistest mit RTX 2070 und Vergleiche
  3. Seite 3 Praxistest mit RX 6700 XT und Vergleiche
  4. Seite 4 Arbeitsspeicher und Fazit
    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von StutterStruggle Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Man kann doch einfach in der Nvidia App das Upscaling Model auswählen…

        Preset E ist DLSS3, Preset K DLSS 4.0 und Preset M DLSS 4.5

        Was mich brennend interessieren würde: ein paar CPU Tests, z.B. einen 3600X, einen 5800X3D und einen 9800X3D jeweils mit einer GeForce und einer AMD GPU im CPU Limit testen.

        Es gibt ja immer wieder den Verdacht, dass der CPU Overhead bei Nvidia größer ist.
      • Von StutterStruggle Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Man kann doch einfach in der Nvidia App das Upscaling Model auswählen…

        Preset E ist DLSS3, Preset K DLSS 4.0 und Preset M DLSS 4.5

        Was mich brennend interessieren würde: ein paar CPU Tests, z.B. einen 3600X, einen 5800X3D und einen 9800X3D jeweils mit einer GeForce und einer AMD GPU im CPU Limit testen.

        Es gibt ja immer wieder den Verdacht, dass der CPU Overhead bei Nvidia größer ist.
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DamnS3xyHardwar3
        Ach so: Kann man bei so einem Titel die DLSS-Version auch "downpatchen" per DLL-Tausch? Ist ja zumindest nicht verwunderlich, dass eben gerade die RTX 2XXX an DLSS 4.5 zu knabbern hat.
        Ja, das sollte gehen. Optiscaler ist dein Freund.

        Gruß,
        Phil
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Cleriker
        Was ist falsch daran, gutes immer wieder zu konsumieren bzw. zu produzieren?
        Absolut nichts, ich bin nur für konstante Innovation und Weiterntwicklung. Aktuell herrscht seit gefühlt 20 Jahren Stillstand, nicht einmal Evolution
      • Von GEChun Volt-Modder(in)
        Zitat von MeisterTom
        Kein Stillstand. Die RX 9070 XT ist um Klassen schneller, als die RX 6800 XT.
        Ich verstehe deine Aussage nicht, macht auch so keinen Sinn.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Naja bei Spielen ist das aber seit knappen 20 Jahren der Fall
        Und das ist vollkommen in Ordnung!

        Ich finde ein super Mario Bros. 3 bis heute toll, ebenso ein Monopoly, Spiel des Lebens, Unreal Tournament und Gothic.

        Es muss sich nicht ständig alles neu erfunden. Seid ihr Sonnenaufgänge leid, oder Urlaub, weil ihr die schon lange hattet?
        Oder gar das atmen, oder dass ihr von eurem Arbeitgeber monatlich Geld bekommt?

        Was ist falsch daran, gutes immer wieder zu konsumieren bzw. zu produzieren?
      Direkt zum Diskussionsende
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