Gothic 1 Remake mit Minimalanforderungen: Praxistest mit RX 6700 XT
Quelle: THQ Nordic
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Gothic 1 Remake mit Minimalanforderungen: Praxistest mit RX 6700 XT

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Nachdem wir das Gothic 1 Remake mit der Geforce RTX 2070 unter die Lupe genommen haben, ist nun die RX 6700 XT an der Reihe.

Die Radeon RX 6700 XT ist mit 12 Gigabyte Grafikspeicher ausgestattet, statt wie die Geforce RTX 2070 mit 8. Auch bei der Rohleistung ist die RX 6700 XT der RTX 2070 etwas überlegen, allerdings normalerweise nicht in dem Maße, wie es die beiden Grafikkarten im Gothic 1 Remake voneinander trennt. Mit der Radeon ist das Spiel wesentlich einfacher flüssig zum Laufen zu bewegen, obendrein skaliert Gothic mit der RX 6700 XT in angemessenem Maße auch über hohe bis niedrige Detailpresets. Zudem stellt sich mit Upsampling der zu erwartende Performance-Boost ein. Doch der Reihe nach: Beginnen wir mit der Detailskalierung.

Da die Radeon nicht durch ihren 12 GB fassenden VRAM eingebremst wird, wie es bei der 8-GB-Geforce beim Nutzen des Alkimia-Settings der Fall ist, überrascht es kaum, dass die Radeon mit den höchsten Voreinstellungen wesentlich besser performt als die Geforce. Mit 21,1 Durchschnitts-Fps ist die Radeon RX 6700 XT mit Alkimia Overdose um satte 60 Prozent schneller als die Geforce RTX 2070 - weitaus mehr, als der Vorteil der größeren Rohleistung der RX 6700 XT gegenüber der RTX 2070 ausmachen sollte. Allerdings: Mit Alkimia Overdose limitiert der Speicher der RTX 2070.

Die Überraschungen beginnen, sobald wir die Details auf ein Niveau reduzieren, bei dem die Geforce nicht mehr durch ihren VRAM limitiert wird. Ab Gothic und insbesondere hohen Details trennt sich die Spreu vom Weizen: Die Radeon zeigt der Geforce, wie sie skalieren sollte, und welche Performance-Gewinne eigentlich erwartbar wären. Oder, anders ausgedrückt: Die Radeon legt weiter und im gleichen Maße zu, während die Geforce zurückbleibt. Auch wenn diese in niedrigeren Presets nicht mehr von ihrem 8-GiByte-Speicher ausgebremst wird, kann sie den mit Alkimia Overdose gewaltigen Vorsprung der Radeon nicht mehr einholen. Obwohl die RTX 2070 spätestens ab hohen Details in der Leistung regelrecht explodieren und viel des Performance-Vorsprungs wettmachen sollte. Doch stattdessen sinkt bei der Geforce die GPU-Auslastung. Nicht so bei der Radeon.

Es ist daher mit der Radeon ein Leichtes, das Gothic 1 Remake zu flüssigen Bildraten zu bewegen. Im Grunde müssten wir lediglich das Preset "Hoch" auswählen, um selbst in unserer sehr anspruchsvollen Testszene im Sumpf 60 Fps zu erzielen - mit Quality-Upsampling könnten wir gar "Gothic" fahren. Das ist mit der Geforce selbst bei extrem aggressiven Upsampling-Stufen kaum möglich. Doch was geschieht nun, wenn wir die gleichen Settings anwenden, die wir auch mit der RTX 2070 angewandt haben? Stellen wir die Ergebnisse einmal gegenüber.

Weitere Vergleichszenen, Radeon RX 6700 XT

Die Unterschiede sind deutlich - wesentlich deutlicher als die Rohleistungsunterschiede zwischen RTX 2070 und RX 6700 XT und auch die verschiedene Speicherausstattung der beiden Grafikkarten erklären würden. Etwas klemmt insbesondere bei der Geforce: Sie legt mit abnehmenden Details nicht in dem Maße zu, wie es erwartbar wäre. Hier liegt eine Form von Flaschenhals vor. Da das Gothic 1 Remake nur sehr behutsam Nanite-Modelle einsetzt, stattdessen einen leicht stilisierten "kantigen" Look präsentiert, welcher dem Original näherkommt und auf Nanite Foliage verzichtet, erscheint uns der berüchtigte Nanite Overdraw der Unreal Engine 5 nicht ausschlaggebend. Zudem tritt der Umstand eher bei niedrigen Details auf.

Dabei ist auch die Radeon in leichtem Maße betroffen, auch sie skaliert ab hohen Details nur noch relativ mäßig und ungefähr auf dem Level der Geforce. Allerdings kann die RX 6700 XT mit Upsampling mehr Leistung freiräumen, wird nicht lediglich schlechter ausgelastet - und sie bringt gegenüber der RTX 2070 einen sehr deutlichen Performance-Vorteil beim Wechsel von "Alkimia" auf "Gothic" und "Hoch" mit. Und dies, obwohl die RTX 2070 bei den beiden letzten Detailstufen nicht mehr durch ihren VRAM eingebremst wird. Eigentlich sollte die Geforce mit "Gothic" und "Hoch" deutlich Boden gutmachen können, doch sie bleibt weit abgeschlagen hinter der Radeon zurück.

Warum? Vermutlich müsste seitens der Entwickler und wahrscheinlich auch des Nvidia-Treibers ein interner Flaschenhals, ein Performance-Bottleneck gelöst werden. Mit Detailverzicht oder Upsampling ist dies nicht möglich. Trotzdem können Sie auch mit der Geforce ordentlich spielen - wenn auch weniger flüssig und/oder mit schlechterer Qualität, als es mit der Radeon möglich ist. In jedem Fall: Beide Grafikkarten sind für minimale (!) Systemanforderungen eigentlich zu potent. Wir würden wetten, dass das Gothic 1 Remake auch auf einer RX 6600/8G oder einer RTX 2060 laufen würde, obwohl beide mit einem abermaligen VRAM-Malus - 8 und 6 GiByte Grafikspeicher - daherkommen.

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  1. Seite 1 Einleitung und Testszenario
  2. Seite 2 Praxistest mit RTX 2070 und Vergleiche
  3. Seite 3 Praxistest mit RX 6700 XT und Vergleiche
  4. Seite 4 Arbeitsspeicher und Fazit
    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von StutterStruggle Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Man kann doch einfach in der Nvidia App das Upscaling Model auswählen…

        Preset E ist DLSS3, Preset K DLSS 4.0 und Preset M DLSS 4.5

        Was mich brennend interessieren würde: ein paar CPU Tests, z.B. einen 3600X, einen 5800X3D und einen 9800X3D jeweils mit einer GeForce und einer AMD GPU im CPU Limit testen.

        Es gibt ja immer wieder den Verdacht, dass der CPU Overhead bei Nvidia größer ist.
      • Von StutterStruggle Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Man kann doch einfach in der Nvidia App das Upscaling Model auswählen…

        Preset E ist DLSS3, Preset K DLSS 4.0 und Preset M DLSS 4.5

        Was mich brennend interessieren würde: ein paar CPU Tests, z.B. einen 3600X, einen 5800X3D und einen 9800X3D jeweils mit einer GeForce und einer AMD GPU im CPU Limit testen.

        Es gibt ja immer wieder den Verdacht, dass der CPU Overhead bei Nvidia größer ist.
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DamnS3xyHardwar3
        Ach so: Kann man bei so einem Titel die DLSS-Version auch "downpatchen" per DLL-Tausch? Ist ja zumindest nicht verwunderlich, dass eben gerade die RTX 2XXX an DLSS 4.5 zu knabbern hat.
        Ja, das sollte gehen. Optiscaler ist dein Freund.

        Gruß,
        Phil
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Cleriker
        Was ist falsch daran, gutes immer wieder zu konsumieren bzw. zu produzieren?
        Absolut nichts, ich bin nur für konstante Innovation und Weiterntwicklung. Aktuell herrscht seit gefühlt 20 Jahren Stillstand, nicht einmal Evolution
      • Von GEChun Volt-Modder(in)
        Zitat von MeisterTom
        Kein Stillstand. Die RX 9070 XT ist um Klassen schneller, als die RX 6800 XT.
        Ich verstehe deine Aussage nicht, macht auch so keinen Sinn.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Naja bei Spielen ist das aber seit knappen 20 Jahren der Fall
        Und das ist vollkommen in Ordnung!

        Ich finde ein super Mario Bros. 3 bis heute toll, ebenso ein Monopoly, Spiel des Lebens, Unreal Tournament und Gothic.

        Es muss sich nicht ständig alles neu erfunden. Seid ihr Sonnenaufgänge leid, oder Urlaub, weil ihr die schon lange hattet?
        Oder gar das atmen, oder dass ihr von eurem Arbeitgeber monatlich Geld bekommt?

        Was ist falsch daran, gutes immer wieder zu konsumieren bzw. zu produzieren?
      Direkt zum Diskussionsende
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