Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
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Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz

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Die Geforce RTX 5060 Ti 16GB ist ein reines Partner-Produkt, Nvidia veröffentlicht keine "Founders Edition"-Referenzkarte (was auch für die im Mai folgende Geforce RTX 5060 gilt). Wir verwenden für die Messungen der Leistungsaufnahme und Effizienzberechnungen dieselbe Grafikkarte wie für die Benchmarks: eine Palit Geforce RTX 5060 Ti 16GB Infinity. Dieses Modell arbeitet mit der Baseline-Spezifikation, weist folglich keine werkseitige Übertaktung auf. Drei weitere Herstellerdesigns haben es rechtzeitig für einen Ersteindruck ins PCGH-Testlabor geschafft: die Asus TUF Gaming OC, Gigabyte Aorus Elite und Zotac Twin Edge. Eine MSI Gaming Trio OC stößt in Kürze dazu. Mehr lesen Sie hier: 4× Geforce RTX 5060 Ti 16GB im Hands-on.

Stromversorgung und Leistungsaufnahme

Die Einstiegshürde für Ihr Netzteil ist bei einer Geforce RTX 5060 Ti niedrig. Zwar liegt kein Referenzdesign im Sinne einer Founders Edition vor, die von Nvidia an die Hersteller gegebene Vorlage sieht jedoch eine 8-polige Strombuchse der alten Schule vor, um die Boardpower von 180 Watt zu speisen. Der neue 12V-2×6 ("16-Pol") macht jedoch nicht Halt vor der RTX 5060 Ti, einige Designs sind damit ausgestattet - im Fall der uns vorliegenden Modelle die Asus TUF Gaming. Falls Sie diesem Anschluss aus guten Gründen skeptisch gegenüberstehen, greifen Sie einfach zu einem der zahlreichen Designs mit einfacher 8-Pol-Buchse. Diese genügt zusammen mit dem PCI-Express für 225 Watt Boardpower, wenngleich nicht alle Grafikkarten das gleiche Maß an Erhöhung erlauben. Die von uns genutzte Palit Infinity ist beispielsweise bei 180 Watt gedeckelt, eine Erhöhung ist nicht möglich.

Geforce RTX 5060 Ti 16GB: Die meisten Modelle tragen eine 8-Pol-Strombuchse, aber nicht alle. Quelle: PCGH Geforce RTX 5060 Ti 16GB: Die meisten Modelle tragen eine 8-Pol-Strombuchse, aber nicht alle.

PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um Feinheiten optimal zu erfassen. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab, ohne dass die Infrastruktur einen bremsenden Einfluss hat. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Geforce RTX 5060 Ti 16GB im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:

  RTX 5070 RTX 4070 RTX 5060 Ti 16GB RTX 4060 Ti 16GB RX 7800 XT RX 7600 XT B580
Leerlauf (UHD-Desktop) 10 – 14 Watt 10 – 12 Watt 12 – 13 Watt 14 – 17 Watt 9 – 33 Watt 6,5 – 19 Watt 13 – 37 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 14 – 16 Watt 15 – 17 Watt 14 – 15 Watt 19 – 21 Watt 30 – 59 Watt 24 – 32 Watt 20 – 37 Watt
Ultra-HD-Youtube-Video 13,5 – 15 Watt 15 – 18 Watt 15 – 16 Watt 18 – 20 Watt 35 – 65 Watt 21 – 35 Watt 37 – 40 Watt
Dual-Display + YT-Video 26 Watt 17 Watt
Gaming (MAXIMUM) 263 Watt 208 Watt 184 Watt 167 Watt 248 Watt 189 Watt 197 Watt
Full-HD-Gaming @ 60 Fps 51 Watt 49 Watt 37 Watt 51 Watt 88 Watt 105 Watt 62 Watt
AC Mirage (FHD, TAA) 184 Watt 137 Watt
Anno 1800 (FHD, 4× MSAA) 256 Watt 202 Watt 175 Watt 162 Watt 244 Watt 186 Watt 175 Watt
Control (WQHD + RT) 229 Watt 203 Watt 166 Watt 158 Watt 246 Watt 187 Watt 185 Watt
Indiana Jones (FHD + RT) 223 Watt 161 Watt
Metro Exodus EE (WQHD + RT) 262 Watt 208 Watt 183 Watt 163 Watt 247 Watt 188 Watt 196 Watt
Max. Energie über Slot (12V+3,3V) 47 Watt

Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate. Angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz (ohne VRR).

Langeweile bei den Ergebnissen - und das ist gut so. Die Geforce RTX 5060 Ti 16GB verhält sich genau so, wie man es von ihr erwartet. Im Leerlauf werden gute, allerdings keine fantastischen Werte erreicht (solche liefert AMD mit der Radeon RX 9070 & XT). Beim Gaming liegt die Leistungsaufnahme im Bereich vieler früherer Grafikkarten, beispielsweise Geforce GTX 1080, RTX 2070, Radeon RX Vega 56 oder RX 5700. Falls Sie ein Netzteil haben, das mit dieser Wattklasse klarkommt - die Wahrscheinlichkeit beträgt annähernd 100 Prozent -, können Sie bedenkenlos auf eine Geforce RTX 5060 Ti mit 8-Pol-Strombuchse wechseln. Weitere Vergleichswerte liefert das folgende Video:

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Am Rande bemerkt: Auch bei der Geforce RTX 5060 Ti 16GB attestieren Tools konsequent eine geringere Leistungsaufnahme als die Hardware-Messung. Meldet eine Karte in Tools die Ausfüllung ihrer 180 Watt, werden tatsächlich rund 185 Watt aufgenommen. Die prozentuale Abweichung ist deutlich geringer als bei den größeren RTX-5000-Modellen, allerdings wissenswert.

Energieeffizienz

Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Geforce RTX 5060 Ti 16GB im Vergleich abschneidet:

Machen wir's kurz: Die Geforce RTX 5060 Ti 16GB ist mit einer durchschnittlichen Gaming-Leistungsaufnahme von 160 Watt nicht nur sparsam, sondern auch sehr effizient. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:

Sieht man vom Abrutschen der meisten Radeon-Grafikkarten ab, ergeben sich ähnliche Platzierungen wie beim Rasterizing. Wer möglichst günstig effizient in die Welt der Strahlen abtauchen möchte, fährt mit einer Geforce RTX 5060 Ti 16GB gut - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Overclocking

Normalerweise finden Sie an dieser Stelle eine Undervolting-Abhandlung, denn "How low can you go?" ist die neue Herangehensweise bei stromdurstiger Gaming-Hardware. Da es sich bei der Geforce RTX 5060 Ti jedoch um eine 180-Watt-Grafikkarte handelt, die selten ins Powerlimit läuft, haben wir es diesmal mit einer klassischen Übertaktung versucht.

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Aus Zeitgründen fiel der Test rudimentär aus, geht aber direkt in die Vollen: Wir haben uns eine Gigabyte Aorus Master geschnappt, das Powerlimit auf 216 Watt gesetzt und die Karte damit durch Böhmen gescheucht. Sie finden den kleinen Exkurs in unserem Testvideo zur Geforce RTX 5060 Ti 16GB, bei dem wir die 3,2-GHz-Marke ebenso durchbrechen konnten wie 32 GT/s auf dem RAM (-> 512 GByte/s). Als Zwischenfazit können wir somit festhalten: 15 Prozent stecken ohne großen Aufwand in einer Geforce RTX 5060 Ti 16GB, womit sich das Ziel "4070-Leistung, aber mit 16 GiB und MFG" doch noch erreichen lässt. Abschließend wird es Zeit für eine Preis-Leistungs-Betrachtung und das Fazit - die Themen der folgenden Seite.

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  1. Seite 1 Übersicht und Daten
  2. Seite 2 Blackwell-Probleme: Die aktuelle Liste
  3. Seite 3 Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
  4. Seite 4 Raytracing-Benchmarks und Leistungsindex
  5. Seite 5 Pathtracing-Benchmarks und Leistungsindex
  6. Seite 6 Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
  7. Seite 7 Preis-Leistung (Raster und Raytracing) und Fazit
    • Kommentare (113)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Die 5060Ti ist quasi ne 3070 Super mit (optional) 16GB.

        Die 6060Ti dürfte eventuell womöglich vielleicht aber mal an die 4070 rankommen, von der Rohleistung. Aber wer weiß. Spannend auch die Frage, wann es High-End-Power von 2020 (3090-Niveau) für "alle" gibt. Sprich, 60er-Klasse hier das kann, was die 90er vor nem halben Jahrzehnt draufhatte.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Die 5060Ti ist quasi ne 3070 Super mit (optional) 16GB.

        Die 6060Ti dürfte eventuell womöglich vielleicht aber mal an die 4070 rankommen, von der Rohleistung. Aber wer weiß. Spannend auch die Frage, wann es High-End-Power von 2020 (3090-Niveau) für "alle" gibt. Sprich, 60er-Klasse hier das kann, was die 90er vor nem halben Jahrzehnt draufhatte.
      • Von Melmacker22 Schraubenverwechsler(in)
        Hallo zusammen,
        was mir im Fazit fehlt, ist der Hinweis, dass die 5060 Ti 16 GiB gegenüber der 5070 (non-Ti) deutlich schwächer ist.
        Einzig nennenswert schneller ist sie nur bei Indiana Jones mit Pathtracing unter WQHD, was aber mit 25 P1-Fps auch nicht wirklich spielbar ist. Von UHD ganz zu schweigen.
        Bei den aktuellen Preisen ( 5060 Ti 16 GiB min. 425€ / 5070 min. 530€ / 5070 Ti min. 780€ ) ist für mich bei Nvidia momentan die 5070 die sinnvollste Variante. Ich kann auch keinen Nachteil durch die "nur" 12 GiB erkennen. Außer vielleicht bei UHD, aber dafür ist die 5070 eh nicht geeignet.
      • Von Trefoil80 BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Die RTX 5060 Ti ist ja nur über 8 Lanes angebunden, oder?
        Das ist ja nun nicht gerade cool für AM4-Aufrüster mit PCIe 3.0-Board (B450 o.Ä.), weil das Bandbreite kostet.

        Hier hätte ich mir im Fazit einen klareren Hinweis gewünscht.

        PS.: Ja, ich bin Rasterizer-Purist und habe mich bewusst gegen die RTX 5060 Ti 16GB entschieden und mir
        wegen des schon sehr deutlichen Unterschieds in den Rasterizer-Benchmarks eine RX 7800 XT bestellt.

        Und MFG: Ja, nettes Feature. Allerdings sehr unschöne Input-Lags erzeugend und nichts für Leute, die kompetitiv Shooter zocken.

        Zur aktuellen Preisgestaltung: Eine RTX 5060 Ti 16GB hätte mich 450 EUR gekostet, für die Radeon habe ich jetzt 466 EUR inkl. Versand bezahlt.
      • Von Malotte Freizeitschrauber(in)
        Die testen doch hier mit aktueller Top-Hardware, da sind die Benches doch für einige eh nicht so aussagekräftig.
        Wenn ich mir überlege, wie manche neueren Spiele bei mir mit nem alten i7 11700k und ner 4090 laufen würden....k.A.
        Spiele aktuell nix.
      • Von Fleischi7 PC-Selbstbauer(in)
        Ach im Nachhinein bin ich mit meiner 7800xt echt zufrieden. Preis Leistung einfach unschlagbar. Hätte diese karte dlss wäre sie unschlagbar. Leistungstechnisch schwankt aber schon ein bißchen ins negative bei mir unter anderm auch wegen meinem restlichen System das halt veraltet ist. Schaff nicht mehr jedes game in 4k und muss immer öfter qhd spielen, das nervt. Naja ist halt auch eine qhd Karte.

        Hätte nur gerne die benchmarks gehabt. Zum Vergleichen wie schlecht mein altes System abschneidet, das ist bißchen schade.
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