Nvidia Geforce RTX 4080 16GB im Test: Ein fast perfektes Gesamtpaket - wenn der Preis nicht wäre [Update]
Die Geforce RTX 4080 tritt in die großen Fußstapfen früherer 80er-Modelle: Sie ist bedeutend schneller und effizienter als das Topmodell der vorigen Generation, liefert neue Features und eine leise Kühlung. Ob bzw. für wen dieses Produkt den Preis von knapp 1.500 Euro wert ist, klärt PCGH im Test der Nvidia Geforce RTX 4080 Founders Edition.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce RTX 4080 im Test: Spezifikation
- Seite 2 Geforce RTX 4080 im Test: Technik-Details
- Seite 3 Geforce RTX 4080 im Test: DLSS 3 Benchmarks
- Seite 4 Geforce RTX 4080 im Test: Benchmarks in 4 Auflösungen
- Seite 5 Geforce RTX 4080 im Test: Raytracing-Benchmarks
- Seite 6 Geforce RTX 4080 im Test: Lautheit, Verbrauch, Effizienz
- Seite 7 Geforce RTX 4080 im Test: Zusammenfassung mit Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Hinweis: Seit 15 Uhr wird die Geforce RTX 4080 offiziell verkauft. Man kann aber festhalten, dass der Verkauf eher enttäuschend anlief. Selbst für die UVP von 1.469 Euro wäre die 4080 alles andere als ein Schnäppchen, doch selbst dieser hohe Preis wird selten erreicht, wie wir im Ticker zur 4080-Verfügbarkeit festhalten. Die Preisspannen sind enorm, die UVP wird so gut wie nie erreicht, dafür gehen manche Angebote sogar über die 1.900 Euro hinaus und damit in die gefährliche Nähe der UVP einer Geforce RTX 4090 (1.949 Euro).
Wer dieser Tage eine neue Gaming-Grafikkarte sucht, wird beinahe von Angeboten erschlagen. Die alte Garde rund um Geforce RTX 3000 und Radeon RX 6000 ist deutlich im Preis gefallen und lockt außerdem mit Spiele-Beigaben. Parallel erscheinen die Nachfolge-Architekturen Geforce RTX 4000 und Radeon RX 7000 mit großen Leistungs- und Effizienzgewinnen im Gepäck. Nach dem Enthusiastenprodukt Geforce RTX 4090 (PCGH-Test) startet mit der "kleinen" Geforce RTX 4080 die zweite Grafikkarte auf Basis der Ada-Lovelace-Architektur und das erste Geforce-Modell mit 16 GiByte Grafikspeicher im Desktop. Nvidias Preisempfehlung ist mit 1.469 Euro sehr selbstbewusst und liegt beinahe beim Doppelten der vor zwei Jahren gestarteten Geforce RTX 3080. PCGH klärt im Test der Geforce RTX 4080 16GB, ob Interessenten direkt zuschlagen oder besser auf AMDs Gegenangebot Mitte Dezember warten sollten.
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Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Geforce RTX 4080 16GB Founders Edition im Test: HWInfo Overview
Geforce RTX 4080 im Test: Tech Spec
Die Geforce RTX 4080 16GB basiert auf der gleichen, neuen Technik wie die im Oktober gestartete Geforce RTX 4090. Mit der "Ada Lovelace"-Mikroarchitektur setzt Nvidia voll auf alte Tugenden, die (Grafik-)Prozessoren seit Jahrzehnten zugutekommen: Eine Kombination aus deutlich verfeinerter Fertigung, wesentlich höheren Taktraten und Fein-Tuning an den Rechenwerken führt zu beeindruckender Leistung und Effizienz. Alle drei bisher bestätigten Ada-Grafikchips - AD102, AD103 und AD104 - werden bei der taiwanischen Chip-Schmiede TSMC im 4N-Prozess produziert, einer an Nvidia-Wünsche angepassten Variante von TSMCs 5-Nanometer-Fertigung. Nach AD102 auf der RTX 4090 feiert mit der RTX 4080 nun AD103 sein Debüt: Mit 45,9 Milliarden Transistoren auf knapp 379 mm² Kernfläche ist er deutlich kleiner als der AD102 und eignet sich daher für niedrigere Preisbereiche; anstelle des Enthusiast-Segments möchte Nvidia mit der Geforce RTX 4080 das klassische High-End bedienen. Die Ultra-HD-Auflösung, Raytracing und weitere Annehmlichkeiten des PC-Gamings sind auch mit der RTX 4080 16GB flüssig nutzbar, allerdings ohne den "Sorglos-Faktor" der RTX 4090. Feature-seitig sind die beiden Grafikkarten identisch, sodass auch die RTX 4080 auf das KI-Upsampling DLSS 3 und die Architektur-Verbesserungen zurückgreifen kann - mehr dazu auf den folgenden Artikelseiten.
Bildergalerie
Angesichts des deutlich kleineren Chips verwundert es nicht, dass die RTX 4080 im Vergleich mit der RTX 4090 einige Federn bei den Durchsatzwerten lässt. Bei gleichem Takt erreicht eine RTX 4080 rund 40 Prozent weniger Rechenleistung und eine um 33 Prozent geringere Speichertransferrate. Letzteres kompensiert Nvidia mithilfe eines hohen Takts, die RTX 4080 16GB verwendet den bisher schnellsten GDDR6X-Speicher: Dank 22,4 Gigatransfers pro Sekunde erreicht die Grafikkarte trotz schmaler 256-Bit-Schnittstelle ansehnliche 717 GByte pro Sekunde. Mit den offiziellen, als "typisch" definierten Taktraten kommt eine RTX 4080 16GB auf 59 Prozent GPU- und 71 Prozent Speicherleistung einer RTX 4090. Praktisch ist es meist deutlich mehr, wie wir in den Benchmarks sehen werden. Werfen wir zunächst einen Blick auf alle leistungsrelevanten Parameter der Geforce RTX 4080 im Vergleich mit weiteren (Ex-)High-End-Grafikkarten:
| Grafikkarte | RTX 4080 16GB | RTX 4090 | RTX 3090 Ti | RTX 3080 Ti | RX 6950 XT |
|---|---|---|---|---|---|
| Marktstart | 16.11.2022 | 12.10.2022 | 29.03.2022 | 03.06.2021 | 10.05.2022 |
| Architektur | Ada Lovelace | Ada Lovelace | Ampere | Ampere | RDNA 2 |
| Codename/Konfektion | AD103-300 | AD102-300 | GA102-350 | GA102-225 | Navi 21 KXTX |
| Chipgröße (reiner Die) | 378,6 mm² | 608,5 mm² | 628,4 mm² | 628,4 mm² | 520 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 45.900 | 76.300 | 28.300 | 28.300 | 26.800 |
| Fertigungsverfahren (Foundry) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) | 8N (Samsung) | 8N (Samsung) | N7 (TSMC) |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 76 | 128 | 84 | 80 | 80 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 9.728/304/112 | 16.384/512/176 | 10.752/336/112 | 10.240/320/112 | 5.120/320/128 |
| Raytracing-Einheiten | 76 (3. Gen.) | 128 (3. Gen.) | 84 (2. Gen) | 80 (2. Gen.) | 80 (1. Gen.) |
| Tensor-Kerne | 304 (4. Gen.) | 512 (4. Gen.) | 336 (3. Gen.) | 320 (3. Gen.) | - |
| Level-2-Cache (MiB) | 64 | 72 | 6 | 6 | 4 |
| Level-3-Cache (MiB) | - | - | - | - | 128 |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 2.505 | 2.520 | 1.860 | 1.665 | 2.100 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 48,7 | 82,6 | 40,0 | 34,1 | 43,0 |
| FP32/FP64-Leistung ALUs (TFLOPS) | 48,7/0,76 | 82,6/1,29 | 40,0/0,63 | 34,1/0,53 | 21,5/1,34 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 761,5/280,6 | 1.290,2/443,5 | 625,0/208,3 | 532,8/186,5 | 672,0/268,8 |
| Optical Frame Accelerator (TOPS) | ~305 | ~305 | ~126 | ~113 | - |
| Speicheranbindung (Bit) | 256 | 384 | 384 | 384 | 256 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 22,4/11.200 | 21,0/10.502 | 21,0/10.502 | 19,0/9.502 | 18,0/9.000 |
| Speichertyp | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 717 | 1.008 | 1.008 | 912 | 576 |
| Speicherkapazität (MiB) | 16.384 | 24.576 | 24.576 | 12.288 | 16.384 |
| PCI-Express-Standard | 4.0 | 4.0 | 4.0 | 4.0 | 4.0 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 1× 16-/3× 8-Pol | 1× 16-/4× 8-Pol | 1× 16-/3× 8-Pol | 1× 12-/2× 8-Pol | 2× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 320 Watt | 450 Watt | 450 Watt | 350 Watt | 335 Watt |
| Unverbindlicher Launch-Preis (UVP) | 1.469 Euro | 1.949 Euro | 2.249 Euro | 1.269 Euro | 1.239 Euro |
Angaben der Leistung jeweils mit typischem GPU-Boost laut Hersteller. Daten durch eigene Tests und Nachfrage bei AMD/Nvidia verifiziert. In der Praxis schwankt die Frequenz (in der Regel fällt sie höher aus) und daher auch der Durchsatz.
Ein wichtiger Faktor für die hohe Leistung und Effizienz der Ada-Chips ist der signifikant vergrößerte Level-2-Cache. Die Geforce RTX 4090 kann auf 72 MiByte dieses rasanten Zwischenspeichers zurückgreifen, während die RTX 4080 16GB immerhin 64 MiByte zur Verfügung hat. Relativ zu den übrigen Durchsatzwerten kann die RTX 4080 folglich von sehr viel Cache profitieren. Falls Sie das an AMDs im Jahr 2020 gestarteten Vorstoß mit dem "Infinity Cache" bei den RDNA-2-GPUs erinnert, sind Sie auf dem richtigen Dampfer. Hüben wie drüben hilft der große Zwischenspeicher dabei, wichtige Daten stets neben den Rechenwerken vorzuhalten, anstatt den langen und energieintensiven Umweg Richtung Grafikspeicher zu gehen. Bedauerlicherweise nennt Nvidia auch auf mehrfache Nachfrage keine Zahlen zum GPU-internen Durchsatz und den Hit Rates (Erfolgsquote, etwas im Cache zu finden), allerdings lassen die Benchmarks auf eine sehr effiziente Lösung schließen. Bevor wir die zahlreichen Fps-Werte ausbreiten, widmen wir uns auf der nächsten Seite weiteren Features und Errungenschaften von Ada Lovelace.
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. Eine 4090 lag bei über 2K (in jüngster Zeit gab es die Palit einmal für 1499€)
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Variable, wie der Preis eine untergeordnete Rolle bei der Benotung einer Grafikkarte spielen sollte.
Ihr müsstet euch mal überlegen die Preisfrage in einem Testbericht nicht zu stark mit einzubinden.
Inzwischen sind 10 Monate vergangen, und die Preise für die RTX4080 werden erträglichen (z.B. KFA2 neulich für 1033€ bei Amazon). Somit entspricht das Fazit nicht mehr der Realität.
Es ist aus heutiger Sicht problematisch den aktuelle Preis von damals mit in das abschließende Fazit mit einzubeziehen. Der Artikel bleibt, bis zum Erscheinen der neuen Grafikkartengeneration, mindestens 2 Jahre für den Leser aktuell.
Entweder Ihr reduziert die Preis-Diskussion generell in den Hardware-Tests oder Ihr passt den Artikel mit der Zeit an.
Ihr müsstet euch mal überlegen die Preisfrage in einem Testbericht nicht zu stark mit einzubinden.
Inzwischen sind 10 Monate vergangen, und die Preise für die RTX4080 werden erträglichen (z.B. KFA2 neulich für 1033€ bei Amazon). Somit entspricht das Fazit nicht mehr der Realität.
Es ist aus heutiger Sicht problematisch den aktuelle Preis von damals mit in das abschließende Fazit mit einzubeziehen. Der Artikel bleibt, bis zum Erscheinen der neuen Grafikkartengeneration, mindestens 2 Jahre für den Leser aktuell.
Entweder Ihr reduziert die Preis-Diskussion generell in den Hardware-Tests oder Ihr passt den Artikel mit der Zeit an.