Geforce RTX 4070 im Test: Benchmarks in 4 Auflösungen
Nvidias Geforce RTX 4070 im Spieletest mit zahlreichen Benchmarks und Platzierung in der Bestenliste.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce RTX 4070 im Test: Spezifikation
- Seite 2 Geforce RTX 4070 im Test: Technik-Powerhouse
- Seite 3 Geforce RTX 4070 im Test: Benchmarks in 4 Auflösungen
- Seite 4 Geforce RTX 4070 im Test: Raytracing-Benchmarks inkl. DLSS 3
- Seite 5 Geforce RTX 4070 im Test: Verbrauch, Lautheit & Effizienz
- Seite 6 Geforce RTX 4070 im Test: Fazit und Preis-Leistungs-Check
- Seite 7 Bildergalerie
Wie schlägt sich Nvidias Geforce RTX 4070 in traditionellen Spielen und bei modernen Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Oberklasse-Grafikkarte durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Da immer wieder Fragen aufkommen, wie aktuell die von uns gezeigten Daten sind: vollständig aktuell. Wir vermischen grundsätzlich keine veralteten mit neuen Daten. Ständige Nachmessungen stellen sicher, dass die Ergebnisse aktuell und korrekt sind. Der Zeitaufwand für die Wartung der Werte ist größer denn je, daher kann es vorkommen, dass das eine oder andere Modell im Benchmark fehlt - aber besser durchweg aktuelle, als invalide Vergleichswerte.
Beginnen wir mit den theoretischen Durchsatzwerten anhand des AIDA64 General Purpose Benchmark, welcher eine erste Einordnung der praktischen Leistung ermöglicht:
Quelle: PC Games Hardware
AIDA64 General Purpose Benchmark: Geforce RTX 4070 vs. Geforce RTX 4070 Ti vs. Radeon RX 7900 XT
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Grafikkarten-Benchmarks 2022/2023
Wie gehabt sichert ein händisch von uns optimierter Core i9-12900K die Entfaltung selbst der schnellsten Grafikkarten. Zwecks maximaler Spieleleistung deaktivieren wir die Effizienzkerne und investieren die freigewordene Energie in die Performance-Cores. Letztere takten konstant mit 5,2 GHz bei 16 Threads via SMT, während der Uncore-Bereich (Cache) mit 4,9 GHz arbeitet. Damit nicht genug, auch der Arbeitsspeicher ist angemessen rasant; wir setzen auf das G.Skill-Kit Trident Z5 RGB F5-6400J3239G16GX2-TZ5RK. Selbstverständlich schärfen wir dessen Timings manuell. Damit all das stabil läuft, verpflanzen wir die Hardware auf ein potentes Asus ROG Maximus Z690 Apex und kühlen die CPU wie gehabt mithilfe einer modularen Alphacool-Wasserkühlung. Damit auch Next-Gen-Games reibungslos laufen, liegen die Spiele nach wie vor auf einer PCI-Express-4.0-SSD im M.2-Format (NVMe 1.3 ×4). Wie gehabt ist auf kompatiblen (Geforce-)Grafikkarten Hardware Accelerated Scheduling (HAGS) zur effizienteren Speichernutzung aktiv.
Bewährte Methodik
Was wir auch testen, jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests stark unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.700 und 2.800 MHz, führt das zur Angabe von "~2,75 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung.
Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit zwei Jahren Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei den Grafikkarten-Benchmarks 2023 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme, das Effizienz-Feature bleibt aktiv. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln.
Geforce RTX 4070: Spiele-Benchmarks
Für den Test der Geforce RTX 4070 (Founders Edition) präsentieren wir Ihnen alle Messwerte in unseren vier Standard-Auflösungen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD. Sie können wie gehabt in jedem der 20 Spiele vier verschiedene Auflösungen links im grauen Drop-down-Menü auswählen. Standardmäßig eingeblendet ist WQHD (2.560 × 1.440 Pixel), welches Nvidia als primäres Einsatzgebiet für die RTX 4070 und Ti bewirbt. Einen Vergleich aller anwesenden Custom-Designs von Asus, Gainward, Gigabyte, MSI, Palit und Zotac liefern wir zum offiziellen Marktstart am 13. April nach. Damit genug der Vorrede - kommen wir nun zur Gaming-Leistung der Geforce RTX 4070:
Beachten Sie, dass Sie in jedem Benchmark sieben zusätzliche Grafikkarten dazu klicken können, welche wir zugunsten der Übersicht ausgeblendet haben. Die Benchmarks zeigen, dass das eingangs erläuterte Motto "Geforce RTX 4070 Ti, aber eine Nummer kleiner" zutrifft: Die Geforce RTX 4070 rangiert stets auf dem Niveau der Geforce RTX 3080 (10GB) und Radeon RX 6800 XT, welche Ende 2020 noch dem High-End zugehörig waren. Mit dieser Leistung kann man auch Mitte 2023 in Full HD bis Ultrawide-QHD noch viel Spaß haben. Lediglich Ultra HD erfordert hier und da Kompromisse, um uneingeschränkt flüssig zu spielen - DLSS oder ein anderes Upscaling-Verfahren retten hier zuverlässig den Tag.
Taktraten in Spielen
Wir haben für alle Interessierten die bei den Benchmarks anliegenden Taktraten sowie vier Auflösungen protokolliert und ausgewertet. Die Daten der technisch eng verwandten Geforce RTX 4070 Ti finden Sie direkt daneben. Bei all diesen Angaben handelt es sich um Software-Readings mithilfe unseres Mess-Tools CapFrameX - "echte" Messungen der Leistungsaufnahme finden Sie auf der entsprechenden Artikelseite.
| Rasterizing: Clock & Power | GPU Clock - 4070 | GPU Clock - 4070 Ti | Board Power - 4070 | Board Power - 4070 Ti |
|---|---|---|---|---|
| A Plague Tale Requiem | 2.640–2.760 MHz (Ø 2.705) | 2.685–2.730 MHz (Ø 2.721) | 194–201 Watt (Ø 197) | 253–282 Watt (Ø 272) |
| Assassin’s Creed Valhalla | 2.760–2.805 MHz (Ø 2.791) | 2.730–2.760 MHz (Ø 2.744) | 145–192 Watt (Ø 171) | 174–242 Watt (Ø 208) |
| Battlefield 2042 | 2.775–2.790 MHz (Ø 2.790) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.740) | 137–195 Watt (Ø 190) | 190–255 Watt (Ø 240) |
| Call of Duty Modern Warfare 2 | 2.715–2.790 MHz (Ø 2.772) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.737) | 164–200 Watt (Ø 189) | 197–279 Watt (Ø 242) |
| Cyberpunk 2077 | 2.745–2.790 MHz (Ø 2.775) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.735) | 185–198 Watt (Ø 191) | 239–268 Watt (Ø 255) |
| Doom Eternal | 2.580–2.790 MHz (Ø 2.705) | 2.610–2.745 MHz (Ø 2.712) | 184–201 Watt (Ø 195) | 233–288 Watt (Ø 271) |
| Dying Light 2 | 2.760–2.790 MHz (Ø 2.789) | 2.745–2.745 MHz (Ø 2.745) | 175–196 Watt (Ø 187) | 239–258 Watt (Ø 248) |
| Elden Ring | 2.790–2.805 MHz (Ø 2.791) | 2.745–2.760 MHz (Ø 2.749) | 114–182 Watt (Ø 157) | 138–223 Watt (Ø 187) |
| Forza Horizon 5 | 2.715–2.790 MHz (Ø 2.777) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.742) | 158–193 Watt (Ø 181) | 188–268 Watt (Ø 235) |
| God of War | 2.655–2.790 MHz (Ø 2.716) | 2.670–2.730 MHz (Ø 2.719) | 190–201 Watt (Ø 196) | 239–284 Watt (Ø 267) |
| Grid Legends | 2.745–2.805 MHz (Ø 2.788) | 2.730–2.760 MHz (Ø 2.745) | 132–192 Watt (Ø 165) | 143–257 Watt (Ø 207) |
| Halo Infinite | 2.745–2.790 MHz (Ø 2.782) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.742) | 162–194 Watt (Ø 182) | 198–261 Watt (Ø 238) |
| Psychonauts 2 | 2.685–2.775 MHz (Ø 2.736) | 2.715–2.745 MHz (Ø 2.736) | 180–197 Watt (Ø 194) | 213–281 Watt (Ø 262) |
| Red Dead Redemption 2 | 2.730–2.790 MHz (Ø 2.785) | 2.745–2.745 MHz (Ø 2.745) | 177–195 Watt (Ø 188) | 218–252 Watt (Ø 233) |
| Sniper Elite 5 | 2.760–2.790 MHz (Ø 2.785) | 2.745–2.745 MHz (Ø 2.745) | 178–199 Watt (Ø 190) | 225–246 Watt (Ø 237) |
| Teardown | 2.730–2.790 MHz (Ø 2.787) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.745) | 172–198 Watt (Ø 187) | 213–258 Watt (Ø 236) |
| Total War: Warhammer 3 | 2.775–2.790 MHz (Ø 2.790) | 2.745–2.745 MHz (Ø 2.745) | 180–193 Watt (Ø 186) | 235–247 Watt (Ø 241) |
| Uncharted 4 (LoT Collection) | 2.775–2.790 MHz (Ø 2.790) | 2.745–2.745 MHz (Ø 2.745) | 147–192 Watt (Ø 179) | 195–244 Watt (Ø 232) |
| Valheim | 2.730–2.790 MHz (Ø 2.778) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.737) | 125–200 Watt (Ø 191) | 187–263 Watt (Ø 236) |
| The Witcher 3 'Classic' | 2.730–2.790 MHz (Ø 2.779) | 2.730–2.745 MHz (Ø 2.743) | 177–197 Watt (Ø 190) | 205–260 Watt (Ø 247) |
| Ø 20 Games, 4 Resolutions | 2.769 MHz | 2.737 MHz | 185 Watt | 241 Watt |
Blickt man auf die Durchschnittswerte bei rund 250 Datenpunkten, benötigt die Geforce RTX 4070 Founders Edition nur 185 Watt und erreicht einen durchschnittlichen GPU-Boost von 2,77 GHz. Die Geforce RTX 4070 Ti benötigt 30 Prozent mehr Energie - welche Auswirkungen das auf die Effizienz hat, klären wir auf der entsprechenden Artikelseite mit echten Messungen anstelle von Software-Readings. Zur Erinnerung: Die RTX 4080 erreicht im Mittel 2,78 GHz bei 264 Watt, die RTX 4090 rangiert hingegen 2,74 GHz bei 331 Watt. Mehr zur Effizienz lesen Sie auf der entsprechenden Artikelseite.
Geforce RTX 4070 im Leistungsindex
Wo landet die Geforce RTX 4070 im Grafikkarten-Vergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzel-Indizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent; es findet keine Gewichtung statt - wohl aber eine vorherige Normierung der Fps-Werte, damit große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben. Wir beginnen traditionell mit dem Rasterizing:
Der Gesamtwert unterstreicht, was die Spiele-Benchmarks bereits erahnen ließen: Die Geforce RTX 4070 erreicht knapp das Leistungsniveau der originalen RTX 3080 (10GB) und somit auch das der Radeon RX 6800 XT. Im Vergleich mit der Geforce RTX 4070 Ti lässt die RTX 4070 einige Federn, die große Schwester ist um 21 Prozent schneller (oder andersherum: Die RTX 4070 ist um 17 Prozent langsamer als das Ti-Modell). Was sich an den Verhältnissen ändert, wenn man die vier Auflösungen separiert, können Sie zwar auch im Benchmark oben zusammenklicken, im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Vergleichsmodelle übersichtlich untereinander:
Die Anzahl der Pixel und somit die Größe der Bildpuffer spielt eine wichtige Rolle für die relative Leistung. Interessant ist, dass Nvidias Ada-Lovelace-Architektur (RTX 40) anders skaliert als Ampere (RTX 30), da das Verhältnis aus Rechenleistung, Cache und Speichertransferrate grundlegend anders balanciert ist. Während sich Ampere bei hohen Auflösungen am wohlsten fühlt und dadurch verhältnismäßig schwach einbricht, führen größere Pixelmengen bei Ada zu einem herberen Verlust. Das Ausmaß ist vergleichbar mit RDNA 2 alias Radeon RX 6000 - und auch der Grund: Hohe Auflösungen führen öfter zu einem Überlauf des Caches und somit zu vielen Speicher-Zugriffen. Letztere gehen speziell bei der Geforce RTX 4070 und Ti mit ihren 504 GByte/s relativ langsam vonstatten, was zur abgebildeten Skalierung führt. Die Geforce RTX 4070 profitiert davon, in geringen Auflösungen genutzt zu werden - dazu zählt auch die Nutzung von Upsampling wie DLSS -, steigende Pixelmengen lassen sie stärker einbrechen als etwa bei einer Geforce RTX 3080 (Ti). So viel zu den Rasterizing-Ergebnissen - ob das Gesagte auch beim Raytracing gilt, erfahren Sie auf der folgenden Seite.
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Die KFA2 RTX 4070 ist bis zum 13.09.2023 per 50€ Gutscheincode für 550€ bei MediaMarkt bzw. eBay zu bekommen.
Ab und zu tut sich dann doch was positives bei den Grafikkarten Preisen.
Ist Preis-/Leistung bei 4070 oder bei der 4070 ti besser?
Oder anders gefragt: Wenn beide Karten ohnehin nur 12gb haben, ist die TI Version dennoch den Aufpreis wert?