Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X im Test: Benchmarks
Die Benchmarks: Was leistet eine Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X im Grafikkarten-Vergleich? Rasterizing und Raytracing inklusive GPU-Rangliste.
In diesem Artikel
Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X: Leistungstest
Dieser Artikel schließt an die vorherigen PCGH-Tests und -Analysen des noch jungen Jahres an. Neben dem Test der Geforce RTX 3060 8GB liefert der Intel Arc-Nachtest weitere Informationen. Besonderes Augenmerk liegt bei beiden Betrachtungen auf der Frage, inwieweit 8 GiByte VRAM im Jahr 2023 noch genügen. Mit Resident Evl 4 (Remake) und The Last of Us Part I erschienen just weitere Spiele, die 8-GiByte-Grafikkarten gnadenlos ihre Grenzen aufzeigen. Wir gehen die damit verbundenen Nebenwirkungen nicht in der gleichen Tiefe erneut durch, sondern legen Ihnen die verlinkten Artikel ans Herz. Die wichtigste Information beim Thema VRAM lautet: Nvidia-Grafikkarten weisen die beste Speicherverwaltung auf, Mangelsymptome werden so gut es geht hinausgezögert. Diese Tatsache ist unumstößlich und zeigt sich in jeder VRAM-fokussierten Messreihe aufs Neue. Wenn Arc mit 8 GiByte die Grundlinie darstellt, entspricht eine Radeon einer 8,5-GiByte-Grafikkarte und Nvidia einem 9-GiByte-Modell. Das bedeutet, dass Nvidia zwar das Beste aus der gegebenen Kapazität holt, das Unvermeidliche aber nur hinauszögern kann. 8-GiByte-Grafikkarten jeder Art sind nicht mehr in der Lage, moderne Spiele mit maximalen Details darzustellen, ohne Probleme zu bekommen.
Quelle: PC Games Hardware
KFA2 Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X SG 1 Click OC Plus
Doch zurück zur Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X im Speziellen. Als Test-Vehikel dient uns, wie eingangs erwähnt, eine KFA2 Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X SG 1-Click OC Plus. Dabei handelt es sich um ein Custom-Design mit potenter Dreifachbelüftung, Referenz-Powerlimit von 225 Watt sowie kosmetischer Übertaktung ab Werk. Wir takten sie mittels Offset von -15 MHz auf die offiziellen 1.665 MHz GPU-Boost herunter, um die mindestens erwartbare Leistung zu testen. Praktisch taktet die Grafikkarte in beinahe allen Szenarien mit rund 1,85 GHz. Wir haben dieses Modell, zusammen mit weiteren Mittelklasse- sowie Oberklasse-Grafikkarten, frisch durch rund 30 Rasterizing- und Raytracing-Benchmarks gescheucht.
Quelle: PC Games Hardware
AIDA64 General Purpose Benchmark: Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X vs. Geforce RTX 3060 Ti vs. Radeon RX 6700 XT
Benchmarks ohne Raytracing
Spiele ohne Raytracing, im Volksmund als die "normalen Spiele" bezeichnet, bilden selbst im Jahr 2023 die große Mehrheit, wenngleich Raytracing auf dem Vormarsch ist. Der PCGH-Leistungsindex vereint 20 Rasterizing-Spiele unterschiedlichster Ansprüche und Schnittstellen, um einen realistischen Querschnitt zu ziehen. Wie immer dürfen Sie im folgenden Benchmark die Ergebnisse in vier populären Auflösungen - Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD - begutachten. Im Kontext der getesteten Grafikkarten sind Full HD und WQHD praxisrelevant. 23 Grafikkarten haben den Parcours bereits mit aktuellen Treibern absolviert, zwecks Übersicht haben wir jedoch nur 15 davon eingeblendet. Falls Sie dem Vergleich weitere Grafikkarten hinzufügen möchten, können Sie das oben im Drop-down-Menü tun. Unser Testobjekt, die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X, ist farblich hinterlegt.
Zwar sind wir von der Namensgebung weiterhin nicht überzeugt, allerdings passen die Ergebnisse dazu: RTX 3060 Ti bleibt RTX 3060 Ti - GDDR6X-Speicher ändert nichts daran, dass die RTX 3070 in allen Fällen schneller arbeitet. Daraus kann abgeleitet werden, dass GPU-Takt und somit Rechenleistung wichtiger ist als Speichertransferrate. Letztere fällt bei der RTX 3060 Ti G6X um stolze 36 Prozent höher aus als bei der RTX 3070. Im Duell mit der Radeon RX 6700 XT zieht die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X meist den Kürzeren, insgesamt erreichen beide Grafikkarten jedoch das gleiche Leistungsniveau, welches flüssige Bildraten bis inklusive WQHD ermöglicht. Sehen wir uns an, welche Leistungsindizes sich daraus ergeben:
Beachten Sie bitte, dass Sie fünf Indizes auswählen können: Gesamt, Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD! Wie immer schlägt das Pendel je nach Auflösung mal Richtung AMD, mal Richtung Intel und Nvidia aus. Die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X arbeitet um durchschnittlich vier Prozent schneller als das Original mit GDDR6-Speicher und erreicht damit das Leistungsniveau der Radeon RX 6700 XT. Wer 450 Euro zusammenkratzen kann und sich dafür maximale Rasterizing-Leistung wünscht, kann auch zu einer Radeon RX 6750 XT (PCGH-Test) greifen. Diese wechselt ab 440 Euro den Besitzer und ist um knapp fünf Prozent schneller als die RX 6700 XT.
Benchmarks mit Raytracing
Bildhübsches Raytracing hält in immer mehr Spielen Einzug, sodass eine neu angeschaffte Grafikkarte darauf vorbereitet sein sollte. Geforce-Chips liegt das Raytracing erfahrungsgemäß, doch die erweiterten Berechnungen benötigen auch mehr Grafikspeicher, was zum Problem werden kann. Welche Auswirkungen das auf die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X hat, sehen wir im folgenden Benchmark. Darin stecken satte 31 Grafikkarten, zwecks Übersicht haben wir jedoch nur 18 standardmäßig eingeblendet.
Beim Raytracing trennt sich in der Regel die Spreu vom Weizen, Flaschenhälse kommen zum Vorschein. Die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X durchläuft den Parcours ohne große Probleme und kann ihre Architektur-Stärken ausspielen. Far Cry 6, das in den höchsten Auflösungen zusammenbricht, sowie Doom Eternal und Ghostwire Tokyo, die mit 8 GiByte VRAM nicht die höchsten Einstellungen für den Texture-Pool erlauben, sind Vorboten für zu erwartende Speicherprobleme. Sehen wir uns an, welche Indizes sich daraus ergeben:
Wie üblich, machen Arc- und Geforce-Grafikkarten beim Raytracing einige Plätze gut - anders gesagt: Radeon-GPUs, deren Stärke das Rasterizing ist, fallen beim Raytracing zurück. So kommt es, dass die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X hier das Niveau der Radeon RX 6800 erreicht, welche rund 100 Euro mehr kostet. Auch hier erreicht die GDDR6X-Variante um durchschnittlich vier Prozent bessere Bildraten als die ältere GDDR6-Variante.
Energie-Effizienz
Eine Sache gilt es abschließend zu klären: Wie viel Energie kostet das vierprozentige Leistungsplus der Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X gegenüber ihrer GDDR6-Schwester? Und wie sieht die Radeon RX 6700 XT daneben aus? Anhaltspunkte liefern die gut 1.000 Messprotokolle, welche auch die von der API gemeldete Leistungsaufnahme der Grafikkarten beinhaltet. Demzufolge kommt die Geforce RTX 3060 Ti mit rund 196 Watt über alle Tests und Auflösungen aus, während die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X bei 221 Watt rangiert - das entspricht einer um knapp 13 Prozent höheren Leistungsaufnahme. Die Radeon RX 6700 XT liegt dagegen bei rund 210 Watt und damit genau in der Mitte (Custom-Designs können deutlich darüber gehen). Folglich kann kein Modell mit besonderer Effizienz punkten, allerdings ist eine Sache klar: Die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X ist das Schlusslicht des Trios, der rasante Speicher ist stromdurstig. Damit leiten wir über zur Preis-Leistungs-Betrachtung und dem Fazit.


Du willst doch auch nicht dass die 7900XTX mit der 4090 verglichen wird, oder?
Zu mal die 4000er Serie bis 700€ ebenso an 8GB festhält.
PCGH kann nur das testen und empfehlen, was angeboten wird.
Aufschlussreich, dass im Test erwähnt wird, dass die Speicherverwaltung von Nvidia besser ist bevor das Auge den Mangel entdeckt.
Anscheinend nutzt Nvidia den vorhandenen Speicher um 10% effektiver als Intel oder AMD.
Du willst doch auch nicht dass die 7900XTX mit der 4090 verglichen wird, oder?
Die 6X ist auch nicht der Refresh der Non 6X. Sie hat einfach nur anderen Vram bekommen.
Und die Bedeutung von " " ist Dir klar ? Deshalb mein "Refresh".