F1 24: GPU- & CPU-Benchmarks + Fazit
In diesem Artikel
Zeit, den Hardware-Hunger von F 24 abzuklopfen. Wie bei jedem PCGH-Techniktest haben sich mehrere Redakteure mit dem zu testenden Spiel vertraut gemacht und verfolgen dabei unterschiedliche Betrachtungsschwerpunkte. Eine liebgewonnene PCGH-Tradition durfte dabei nicht fehlen: Wie bei annähernd jedem Codemasters-Spiel zuvor, haben wir auch bei F1 24 alle Strecken mithilfe der integrierten Benchmarkfunktion abgefahren, um das anspruchsvollste Szenario zu finden. Dies taten wir einmal bei normaler, trockener Witterung und einmal bei Regenwetter. Was dabei herauskam, dokumentiert der folgende Benchmark:
Quelle: PCGH
F1 24 All Tracks Performance Benchmark
Wie Sie sehen, ist die Regenwetter-Variante aller Strecken anspruchsvoller als die gleiche Route bei Sonnenschein. Das ist erwartungsgemäß, könnte man meinen, trifft jedoch auf die Vorgänger von F1 24 nicht zu. Dort erwiesen sich noch die Strecken Monaco und Aserbaidschan als besonders anspruchsvoll - Letzteres findet sich noch im aktuellen Leistungsindex Grafikkarten wieder, sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing. Künftig (und im Rahmen dieses Techniktests) werden wir F1 24 in Las Vegas bei Regenwetter benchen. Ein praktischer Zufall: Dieselbe Route erweist sich nicht nur als GPU-Worstcase-Szenario, sondern auch als Prozessor-Ernstfall, sodass optimale Quervergleiche möglich sind.
F1 24: Grafikkarten-Benchmarks
Welchen Anspruch F1 24 an Grafikkarten stellt, haben wir anhand von 20 Modellen der Jahrgänge 2017 bis 2024 in den vier Auflösungen Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD sowie Ultra HD geprüft. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind stets im UEFI unserer Systeme aktiv. Die Messungen erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 24.5.1 WHQL, Intel Game On Driver 5522 WHQL und Nvidia Game Ready Driver 555.85 WHQL.
Nach den Probemessungen war direkt ersichtlich, dass F1 24 deutlich höhere Anforderungen stellt als noch F1 23 im jeweils anspruchsvollsten Szenario. Unser Kompromiss hinsichtlich der Grafikeinstellungen bleibt jedoch unverändert, wir testen Grafikkarten mit den gleichen zwei Settings wie bisher. Da wäre die Schwierigkeitsstufe "Mittel", mit reinem Rasterizing und nativer Auflösung mit TAA. Die Schwierigkeitsstufe "Schwer" besteht aus maximaler Raytracing-Qualität sowie dem jeweiligen Quality-Upsampling der GPU-Hersteller. Beginnen wir mit den Ergebnissen ohne Raytracing:
F1 24 stellt zweifellos höhere Ansprüche an die Grafikkarte als F1 23, rechnen Sie mit 15 bis 20 Prozent geringeren Bildraten. Hier fordert die verbesserte Raytracing-Beleuchtung ihren Tribut - allerdings ist F1 24 auch bei reinem Rasterizing anspruchsvoller als der bzw. die Vorgänger. Doch es gibt auch gute Neuigkeiten, vor allem für Nutzer einer AMD Radeon und Intel Arc. So läuft RDNA 3 auffällig gut, unter anderem erkennbar an den Top 3 und dem Abschneiden der RX 7800 XT, welche deutlich an der RX 6800 XT vorbeiziehen kann. Das ist keineswegs selbstverständlich (siehe Ghost of Tsushima zuletzt). Auch die Arc A580 und A770 laufen erfreulich rund. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Benchmark:
Hier tritt das erwartete Verhalten ein, Geforce-Grafikkarten führen dank ihrer Raytracing-Stärke vor vergleichbaren Konkurrenzmodellen, allerdings können sich die Arc- und Radeon-Chips trotzdem in Szene setzen. Dass eine Radeon RX 7900 XTX beim Raytracing in Schlagdistanz zur Geforce RTX 4080S gelangt und eine RX 7900 XT vergleichbar stark performt wie eine RTX 4070 TiS, sieht man beim Raytracing nicht oft. Die gute Auslastung gerade der AMD- und Intel-GPUs lässt sich übrigens auch an den unterdurchschnittlichen Taktraten ablesen - die Power limitiert das Geschehen. Randnotiz: Die Bildraten mit maximalem Raytracing und Quality-Upsampling sind fühlbar geringer als beim Rasterizing mit TAA. Sie vermissen Ihre Grafikkarte? Kein Problem, Abhilfe schafft die Raytracing-Rangliste Grafikkarten mit 31 Modellen für bequeme Quervergleiche.
Spätestens beim Raytracing kommen wir nicht um eine kurze VRAM-Abhandlung herum. Die zusätzlichen Effekte verlangen nach mehr Platz im lokalen Speicher der Grafikkarten, sodass hier öfter Mangelerscheinungen auftreten als beim Rasterizing. 6 GiByte, etwa auf einer Geforce RTX 2060, genügen zwar für Rasterizing in Full HD, beim Raytracing lässt die kleine Geforce jedoch deutlich Federn. Der Radeon RX 6600 geht es ähnlich, hier rächen sich außerdem die nur acht PCI-Express-Lanes, sodass die Leistung bei steigenden Auflösungen besonders stark einbricht. Die Arc A580 und Geforce RTX 4060 stecken das etwas besser weg, doch auch hier ist ein größerer Einbruch zu erkennen. Wir empfehlen daher eine Grafikkarte mit 10 GiByte Speicher bis inklusive WQHD. Ab 12 GIByte sind Sie auch für Ultra HD gerüstet.
F1 24: Prozessor-Benchmarks
Auch CPU-seitig sind wir alle Strecken einmal abgefahren und das möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Die folgenden Werte sind horizontal pro Strecke zu lesen. So erkennen Sie die Framerate, die wir mit einem Ryzen 5 5600 ermittelt haben, von links nach rechts - Average Fps, P1-Fps, P0.2-Fps:
Quelle: PCGH
F1 24 im Tech-Test mit 20 GPUs und 10 CPUs: Deutlich gestiegener Anspruch
Wie Sie erkennen können, gibt es deutliche Unterschiede. Diese fallen einerseits größer aus als noch in den Vorgängern und zeigen vor allem hinsichtlich der Frametimes massive Unterschiede. Falls Sie bei bestimmten Strecken Performance-Probleme haben, während andere dagegen hervorragend laufen, dann haben Sie nun eine mögliche Antwort darauf gefunden. Doch wie gut laufen Prozessoren denn nun in F1 24, und wie haben wir das ermittelt? Dazu sei Ihnen folgendes Video ans Herz gelegt, wo wir den CPU-Benchmark und die Detail-Optionen aufzeigen:
Bevor Sie einen erzürnten Kommentar schreiben, warum wir nur zehn Prozessoren getestet haben, lassen wir ein Wort fallen: Denuvo. Leider Gottes setzt man abermals auf diesen Benchmarkschutz Kopierschutz und legt uns Steine in den Weg, nach fünf CPU-Wechseln ist für einen Tag Schluss. Wir haben uns daher bemüht, zumindest eine grobe Übersicht über verschiedene IPC-Klassen und Kernkonfigurationen zu geben. Ersichtlich bei der Datenlage ist bereits, dass F1 24 deutlich anspruchsvoller als der Vorgänger (der sich im CPU-Index befindet) ausfällt. Der Vierkerner Ryzen 3 1300X, der etwa das Leistungsniveau eines Core i7-4790K besitzt, ist nicht mehr in der Lage, ein flüssiges Bild zu berechnen. Das liegt vor allem an Raytracing, mit dem wir standardmäßig Prozessoren testen, seit es diese Funktion in den F1-Spielen gibt. Flüssiger Fahrspaß ist erst mit einem flotten Sechskerner, wie dem Ryzen 5 5600, möglich. Diese CPU ist unser aktueller Preis-Leistungstipp. Die Kernskalierung ist darüber hinaus beachtlich. Die EGO-Engine nutzt die Ressourcen vorbildlich. Dann würden wir entweder den Ryzen 7 5800X3D oder einen starken Intel aus der Raptor-Lake-Generation empfehlen.
F1 24: Fazit
Die 2024er-Ausgabe von Codemasters' F1 bringt einige Neuerungen. Neben dem üblichen Facelifting inklusive verfeinerten Raytracing-Effekten und überarbeiteten Strecken bringt F1 24 auch spielerische Verbesserungen. So können Sie etwa einen eigenen Fahrer erstellen oder aber in die Haut eines der Formel-1-Stars wie Max Verstappen oder Lewis Hamilton schlüpfen. Die größeren Änderungen befinden sich allerdings unter der Haube, auch im technischen Sinne. Die neue beziehungsweise renovierte Fahrzeug-Physik, KI, Aerodynamik sowie die merklich überarbeitete Steuerung, insbesondere das Force Feedback bei Lenkrädern betreffend, lassen das Spielerlebnis nochmals realistischer wirken und betonen den Simulationsaspekt etwas mehr als noch die Vorgänger. Abseits des Fahr- und Fahrzeugmodells halten sich technische Änderungen allerdings in Grenzen, F1 24 ist noch immer ein Cross-Gen-Titel, ein "Next-Gen"-Sprung bleibt also auch dieses Jahr aus. Bei den Anforderungen macht F1 24 dennoch einen Sprung, sowohl CPUs als auch GPUs müssen schwerer schuften - das Optik-Performance-Verhältnis stimmt jedoch.
EA Sports F1 24
F1 24 ist seit dem 28. Mai für Vorbesteller der Champions Edition spielbar, alle anderen dürfen ab dem 31. Mai hinter das Lenkrad. Was halten Sie von der diesjährigen Formel-1-Versoftung aus dem Hause Codemasters? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung in den Kommentaren zu diesem Techniktest. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.

Ich finde, ...
- das Geschwindigkeitsgefühl ist unbeschreiblich, ich nenne das hohen Föhnfaktor (habe nichts mit Onkel zu tun)
- der Grip ist so saugut, die Karren kleben richtig am Asphalt
Ich habe bisher nur F1 World gemacht. Karriere hab i noch ganet angefange, hab scho über 50h, wart i guck mal. 65,9h.
Bisher bin ich aber nur kurz die F1 Wagen gefahren, sondern hauptsächlich F2.
Technisch ist das Spiel wie üblich etwas verbugged. Wenn ich HDR ingame aktiviere crashed das Spiel beim nächsten Start und wenn man es erneut probiert startet es mit deaktiviertem HDR. Mal gucken ob das gefixt wird, es würde mich nicht wundern wenn das einfach so bleibt.
Vielen Dank für deine Hilfe [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]. Du bist der Einzige, der geholfen hat, das werde ich dir nicht vergessen.
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Jeweils die aktuelle Version, egal ob Final oder Beta.
Und dann so konfigurieren/einstellen. Zudem sicher gehen, dass in den Tools auch das Overlay aktiviert ist, sonst kannst du ja keines sehen.
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