F1 24 im Tech-Test mit 20 GPUs und 10 CPUs: Deutlich gestiegener Anspruch

Mit F1 24 bekommt die langjährige Rennsimulation ein größeres Update - neben Verbesserungen an Grafik, erweitertem Raytracing und einer umfangreichen Aktualisierung der Strecken betrifft die größte Neuerung die Spiel- und Fahrphysik. PCGH lädt zum Benchmark-Boxenstopp.

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F1 24 im Tech-Test mit 20 GPUs und 10 CPUs: Deutlich gestiegener Anspruch
Quelle: Electronic Arts

Die diesjährige Formel 1 bekommt ein umfassendes Update, inklusive neuer Technik sowie frischem Fahrwerk - oder zumindest auf dem PC und Konsolen, denn die langjährige Rennspielreihe aus dem Hause Codemasters - seit 2021 obendrein unter den Fittichen von Electronic Arts - bekommt im Jahre 2024 eine Reihe Neuerungen spendiert. Neben einigen Verbesserungen an der Grafik und der weiterhin zum Einsatz kommenden Ego-Engine, darunter einem ausgebauten Ansatz für die genutzte Dynamic Raytraced Dynamic Diffuse Global Illumination, ist insbesondere die Fahrphysik und Streckengestaltung angegangen worden.

Bereits seit 2009 - die erste PC-Version erschien 2010 - liefert der insbesondere für die Rennspielreihen Colin McRae, Dirt, Grid bekannte (außerdem u. a. Operation Flashpoint, Overlord, Rise of the Argonauts), britische Entwickler die FIA-lizenzierte Formel-1-Simulation. Mit mittlerweile 15 Titeln gehört die offizielle F1-Reihe zu den langlebigsten und vielzähligsten Produktionen des Entwicklers. Nicht immer frei von Kritik - Fans bemängelten über die Jahre etwa mehrfach zu wenige Neuerungen, Verbesserungen und Ergänzungen - erfreut sich die Rennspielreihe um die flachen Rennflundern generell hoher Beliebtheit. Ob auch der 2024er-Jahrgang die Fans in Fahrt bringen kann, wird sich zeigen. Der Ansatz klingt vielversprechend, optisch sowie unter der Haube bietet F1 24 eine ganze Reihe neuer Features, sowie technische Neuerungen.

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F1 24 - Grafik und Technik

Technisch bietet F1 24 viele Leckerbissen für PC-Spieler. Da wäre vor allem Raytracing zu nennen, welches sich in Gestalt mehrerer Effekte - Schatten, Spiegelungen, Schattierung und Beleuchtung - einzeln zuschalten lässt. Natürlich kostet diese Aufwertung einiges an Leistung, sie bringt F1 24 aber wieder ein klein wenig näher in Richtung Fotorealismus. Damit es nicht übermäßig ruckelt, können Sie eine Vielzahl von Upsampling-Verfahren aktivieren. Neben dem spieleigenen Verfahren, das sich mittels FidelityFX Contrast Adaptive Sharpening (CAS) aufwerten lässt, besteht die Wahl zwischen AMD FSR 2, Intel XeSS (1.2.0.13) und Nvidia DLSS (3.5.10.0). Besitzer einer Geforce RTX 4000 können außerdem auf Frame Generation (Bestandteil von DLSS 3) zurückgreifen. Das in F1 23 anfangs unterstützte, doch später entfernte Nvidia SER (Shader Execution Reordering) hat es indes auch dieses Jahr nicht in F1 24 geschafft - laut Entwicklern brachte das Feature aufgrund des bereits hochoptimierten Raytracing-Ansatzes in der EGO-Engine für Spieler keine bedeutsamen Vorteile, wurde aus diesem Grund aus F1 23 entfernt und auch für F1 24 nicht neu integriert.

Das Raytracing ist ein für F1 24 ausgebauter und optimierter, hauseigener Ansatz namens RTDDGI (Ray-Traced Dynamic Diffuse Global Illumination) und inkludiert Schatten, indirekte Beleuchtung und Verschattung und dieses Mal obendrein Raytracing-Spiegelungen, die Effekte lassen sich auch getrennt voneinander Zuschalten oder Deaktivieren. Bei der RTDDGI basiert die Optimierung auf Irradiance Fields sowie einem Probe-Ansatz. Statt also für jeden Pixel Strahlen zu versenden und die RT-Effekte so extrem aufwendig zu berechnen, werden die Strahlen für die Lichtberechnungen der Probes genutzt, nicht für einzelne Pixel. Deren Daten werden ähnlich einer Cube-Map in einer sogenannten Altas-Textur (enthält wie ein "Welt"-Atlas mehrere Maps, also eine große Speichertextur für mehrere kleine Texturen) "geparkt", allerdings in einer etwas genaueren, weniger für "Seams", also sichtbaren Kanten beim Applizieren der quadratischen Cube-Map, mit erweiterten Parametern in Form eines achtflächigen Octaeders statt sechsflächigem Cube-Map-Kubus.

Ray-Traced Dynamic Diffuse Global Illumination - Probe Data Quelle: jcgt.org Ray-Traced Dynamic Diffuse Global Illumination - Probe Data Diese für die jeweiligen Probes ermittelten RT-Daten werden darauf wie bei einem klassischen Raster-GI-Ansatz auf Strecke sowie Fahrzeuge übertragen. Die Aktualisierung der Probes kann prinzipiell gesteuert werden. Für die Darstellung besonders wichtige, besonders sichtbare Probes können also priorisiert werden, weniger für die optische Darbietung wichtige Probes könnten prinzipiell nur alle 2, 3 oder 10 Frames eine Aktualisierung erfahren, oder gar auf die Pre-Computed GI zurückgreifen, die bei deaktivierter RTGI auch regulär zum Einsatz kommt. Der Vorteil der RT-GI ist also primär ihre Dynamik, die Aktualisierungen, während die reguläre Pre-Computed GI auf vorberechnete Daten zurückgreifen muss, die passend zu Witterungs- und Tageszeit vorab gerendert wurden. Wenn Sie sich für die Herangehensweise respektive Optimierung interessieren, finden Sie zum Thema RTDDGI unter diesem Link ein technisches Paper. Es handelt sich bei diesem Paper nicht haargenau um dieselbe Umsetzung, in F1 24 kommt eine hauseigene Variante des Ansatzes zum Einsatz, doch das grundlegende Prinzip lässt sich nachvollziehen.

Neben ein paar optischen Extra-Schmankerln, neben Raytracing unter anderem die Haardarstellung der Figuren, sind in F1 24 in erster Linie teils verbesserte, nun authentischere Strecken (unter anderem wurde Spa Francorchamps respektive die berühmte Raidillon de l'Eau Rouge stark überarbeitet), ein optimierter Karriere-Modus sowie insbesondere die deutlich überarbeitete Fahrphysik interessant. Letztere hat die wohl umfangreichste Anpassung erhalten, das "Dynamic Handling" getaufte Fahrmodell der Rennspielreihe arbeitet nun deutlich feiner. Gewichtsverlagerungen bei Lastwechseln, Sturz- und Spureinstellungen inklusive Federung und deren Auswirkungen auf den Radsturz beim Aus- oder Einfedern, die Lenkgeometrie, das Verhalten der Fahrzeuge bei Bewegungen um die Längsachse, die Schwerpunktbestimmung, Effekte der Anti-Dive- und Anti-Squat-Systeme beim harten Bremsen und Beschleunigen, das Reifenmodell, die Berechnung der Reifenaufstandsfläche und des Grips, Temperaturen und Verschleiß, das Verhalten bei Regen beziehungsweise nasser Fahrbahn - all dies wurde mit dem neuen Fahrmodell von F1 24 überarbeitet oder ergänzt. Neben Strecken-, Physik- und Fahrmodell ist außerdem die Fahrer-KI überarbeitet worden.

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Doch nicht nur Fahrwerk, Fahrzeug- und Reifenmodell haben ein Update erhalten, zu den wichtigsten Umständen in der Formel 1 (jedenfalls einige zurückliegende Jahrzehnte berücksichtigend) gehört schließlich die Aerodynamik. Auch diese wurde für F1 24 von Codemasters unter Zuhilfenahme eines Modells für numerische Strömungsmechanik (auch CFD, Computational Fluid Dynamics) überarbeitet. Verbessert wurde insbesondere das Verhalten der Fahrzeuge bei Windschattenfahrt und beim Einsatz des DRS (Drag Reduction System), bei dem sich auch merkliche Unterschiede bei den Herstellern respektive zwischen unterschiedlichen Fahrzeugen ergeben sollen. In F1 24 sollen durch diese Maßnahmen auch bestimmte Vorlieben oder besondere Begünstigungen und Nachteile zwischen den Fahrzeugen entstehen, die Sie als Spieler wortwörtlich erfahren können, die Aero-Packs der Teams sollen demnach ein authentischeres Rennerlebnis bieten. Obendrein wurde auch die Bremswirkung des Motors sowie das ERS (Energy Recovery System) überarbeitet. Vornehmlich unter der Haube hat sich also für dieses Jahr viel verändert. Weitere Details können Sie in einem umfangreichen Entwickler-Interview erfahren, den Link finden Sie hier: Inside EA Sports F1 24's Massive Physics Overhaul - The Drive

Betriebssystem Windows 10 64 Bit 21H1 oder neuer Windows 10 64 Bit 21H1 oder neuer
Prozessor Intel Core i3-2130, Core i5-9600K (VR), AMD FX 4300, Ryzen 5 2600X (VR) Intel Core i5-9600K, AMD Ryzen 5 2600X
Arbeitsspeicher 8 GiB RAM 16 GiB RAM
Grafik GTX 1060 (6 GiB), GTX 1660 TI (VR), RTX 2060 (RT), RX 480, RTX 580 (VR), Arc 380 (VR/RT) RTX 2070 (VR), RTX 3070 (RT), RX 6600 XT, RX 6700 XT (VR), RX 6800 (RT), Arc A580 (VR/RT)
DirectX Version 12 Version 12
Netzwerk Breitband-Internetverbindung Breitband-Internetverbindung
Speicherplatz 100 GB verfügbarer Speicherplatz 100 GB verfügbarer Speicherplatz
Soundkarte DirectX Compatible DirectX Compatible
VR-Unterstützung Tastatur und Maus benötigt Tastatur und Maus benötigt
Zusätzliche Anmerkungen Shader Model 6.6 Shader Model 6.6

EA Sports' F1 24 erscheint offiziell und in regulärer Fassung am 31. Mai 2024 für PC, Playstation 5 sowie Xbox Series und darüber hinaus noch immer für die letzte Konsolengeneration in Form von Xbox One und Playstation 4. Für einen sauberen Start bei voller Grafikpracht, für den optionalen Einsatz von RT, Multi-Monitor-Setups (prinzipiell werden beliebig viele Bildschirme unterstützt), hohen Auflösungen oder VR ist allerdings etwas potentere Hardware angebracht. Die offiziellen Systemanforderungen sind dennoch gemäßigt und verglichen mit dem Vorgänger F1 23 nur geringfügig höher. Auf der folgenden Seite leiten wir zum Ernst des Lebens über: den Benchmarks. 20 Grafikkarten und 10 Prozessoren treten zum Rennen an - welche davon siegreich hervorgehen, lesen Sie nach nur einem Klick.

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  1. Seite 1 F1 24: Übersicht und Technik
  2. Seite 2 F1 24: GPU- & CPU-Benchmarks + Fazit
    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Es gibt auch die Herausforderungskarriere, die macht auch großen Spass.
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Es gibt auch die Herausforderungskarriere, die macht auch großen Spass.
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Hallo blautemple, hast du gesehen, unter Karriere gibt es auch eine Koop Karriere, i glaub, da kamma was zu zweit mache. Also wenn du Interesse hättest, könnten wir das mal versuchen.

        Ich finde, ...

        - das Geschwindigkeitsgefühl ist unbeschreiblich, ich nenne das hohen Föhnfaktor (habe nichts mit Onkel zu tun)
        - der Grip ist so saugut, die Karren kleben richtig am Asphalt

        Ich habe bisher nur F1 World gemacht. Karriere hab i noch ganet angefange, hab scho über 50h, wart i guck mal. 65,9h.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        So, nachdem ich verzweifelt auf der Suche nach einem Feierabendracer bin habe ich mir das Spiel jetzt doch noch gekauft. In der Zwischenzeit kam auch noch ein Patch der das Handling angepasst hat. Den Zustand vor dem Patch kenne ich zwar nicht, ich kann also nicht vergleichen, aber so gefällt mir das handlich ganz gut. Einzig die Kurveneingänge gefallen mir nicht ganz. Teilweise wird das Heck da ungewöhnlich leicht und der Wagen neigt arg zum übersteuern.

        Bisher bin ich aber nur kurz die F1 Wagen gefahren, sondern hauptsächlich F2.

        Technisch ist das Spiel wie üblich etwas verbugged. Wenn ich HDR ingame aktiviere crashed das Spiel beim nächsten Start und wenn man es erneut probiert startet es mit deaktiviertem HDR. Mal gucken ob das gefixt wird, es würde mich nicht wundern wenn das einfach so bleibt.
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Mein Fehler war, ich hatte AB 4.6.6 runtergeladen, dort drin ist RTSS 7.3.5, und mit dem geht es nicht. Heute hab ich entdeckt, dass es ja 7.3.6 gibt. Mit dem ging es auf Anhieb. Stealth Mode braucht man nicht.

        Vielen Dank für deine Hilfe [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]. Du bist der Einzige, der geholfen hat, das werde ich dir nicht vergessen.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
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        Jeweils die aktuelle Version, egal ob Final oder Beta.

        Und dann so konfigurieren/einstellen. Zudem sicher gehen, dass in den Tools auch das Overlay aktiviert ist, sonst kannst du ja keines sehen.
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