Dying Light 2 im Test: GPU- und CPU-Benchmarks
Das Herzstück unseres Techniktests von Dying Light 2: die Benchmarks von Grafikkarten und Prozessoren.
Dying Light 2: GPU-Benchmarks
Wie immer beschäftigen wir uns im Team mit den ersten Spielstunden, um die Performance kennenzulernen. Das haben wir auch bei Dying Light 2 an verschiedenen Rechnern getan. Bei allen Benchmarks kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 511.65 WHQL und die Radeon Software 22.2.1, welche beide für Dying Light 2 angepasst sind. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei den PCGH-Benchmarks seit April 2021 standardmäßig aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können.
Als Grafikkarten-Benchmarkszene haben wir, wie immer, einen überdurchschnittlich anspruchsvollen Abschnitt auserkoren. Obwohl der Spiel-Start in einem herbstlich erstrahlenden Wald zu den absoluten GPU-Worstcases in Dying Light 2 gehört, sahen wir davon ab, diesen als Benchmarkszene heranzuziehen, da dieser Abschnitt nicht das restliche Spiel repräsentiert. Stattdessen erkundeten wir anhand eines Endgame-Spielstandes die ganze Stadt und fanden schließlich im Umland eine passende Szene: Wir laufen im Südwesten der Karte durch ein dicht bewachsenes Areal, welches direkt am Ufer neben der Stadt zu finden ist. Hier kombinieren sich alle möglichen Lasten zu einer sehr anspruchsvollen Sequenz mit klarem GPU-Fokus. Da hier im Gegensatz zum Start auch einige Zombies und vor allem die Stadt im peripheren Sichtfeld berechnet werden muss, fällt die Grafikspeicherbelegung ein knappes Gigabyte höher aus als im Tutorial. In den allermeisten Fällen läuft Dying Light 2 besser als bei uns gezeigt. Wer Mit- oder Nachtesten möchte, sieht die Testszene im eingebetteten Video und das Savegame als Download über diesem Text. Die ersten Ergebnisse:
Dying Light 2 - GPUs - Rasterizing
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Bereits ohne Raytracing ist Dying Light 2 kein Kostverächter, für 60+ Fps in Full HD wird eine Grafikkarte des Kalibers Geforce GTX 1080 Ti, RTX 2070 Super, Radeon RX 5700 XT oder RX 6600 XT venötigt. Wer hingegen eine Grafikkarte vom Schlage Geforce GTX 1070, Radeon RX Vega 56, oder Geforce RTX 3050 verwendet, muss sich mit Bildraten im 40er-Bereich abfinden - doch wie gesagt, in den meisten Szenen läuft Dying Light 2 besser als in unserer bewusst GPU-lastigen Testszene. Insgesamt kann man den RDNA-2-Grafikkarten eine leicht überdurchschnittliche Leistung attestieren: Die Radeon RX 6800 schlägt die Geforce RTX 2080 Ti und RTX 3070 klar, während die RX 6800 XT (wie üblich) knapp an der RTX 3080 vorbeizieht.
Die beiden Topmodelle von AMD und Nvidia, beide 350 Watt schwer und bis an die Zähne mit Rechenkraft bewaffnet, arbeiten in verbreiteten Auflösungen exakt gleich schnell. Typischerweise macht Ampere mit steigender Auflösung etwas Boden gut, kriegsentscheidend ist die Differenz jedoch nie. Ob sich das beim Raytracing ändert?
Raytracing-Benchmarks
Wie bereits erläutert, verleiht Raytracing der Grafik von Dying Light 2 nicht bloß den letzten Schliff, es macht das Spiel erst richtig ansehnlich. Bemerkenswert ist, dass sich an den Objekten im Spiel rein gar nicht ändert, die deutlichen Auswirkungen liegen lediglich an der modernen, dynamischen Akzentuierung durch Strahlverfolgung. Werden alle Raytracing-Effekte zugeschaltet, wird faktisch das ganze Bild mit Strahlen aufgewertet - und das fordert seinen Tribut. Als Kontrast zu den Werten oben, welche reines Rasterizing zeigen, haben wir im Folgenden absolut jeden Effekt auf das Maximum gesetzt. Rasch stellte sich heraus, dass jede aktuelle Grafikkarte unter der Last kollabiert, sodass wir die Benchmarks mit nativer Auflösung nur auf den Topmodellen unter Full HD mit aufführen. Alle übrigen Messungen finden mit DLSS Quality (Geforce) respektive FSR Quality (Radeon) statt.
Dying Light 2 - GPUs - Raytracing
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Dying Light 2 zeigt eine ähnliche Performance-Charakteristik wie Cyberpunk 2077: Raytracing ist aufgrund der Vollbild-Natur außerordentlich rechenintensiv, sodass selbst die schnellsten Grafikkarten an Full HD zu knabbern haben. Die einzige Möglichkeit, Raytracing flüssig zu nutzen oder auf der GPU-Mittelklasse überhaupt spielbare Bilder zu erhalten, ist Upscaling. Dabei gehen, wie erläutert, Details verloren, die eingesparten Pixel = Strahlen helfen der Bildrate jedoch enorm. Sieht man davon ab, lässt Nvidias Ampere-Architektur hier ihre Muskeln spielen. Die Geforce RTX 3090 ist ohne jegliches Upscaling mehr als doppelt so schnell wie die wassergekühlte Radeon RX 6900 XT. FSR im Quality-Modus hilft der RDNA-2-GPU zwar enorm auf die Sprünge, doch selbst der 65-prozentige Fps-Boost genügt nicht, um die RTX 3090 bei nativer Darstellung einzuholen. DLSS Quality bringt zwar etwas weniger Leistung ein als FSR Quality, insgesamt ist das Ampere-Topmodell jedoch uneinholbar und liefert gut spielbare Bildraten mit Raytracing.
Weitere Benchmarks ziehen sich noch etwas hin, denn der "Kopierschutz" Denuvo erweist sich in Dying Light 2 als besonders bissig und fungiert somit auch als Benchmark-Schutz. Wir werden diesen Artikel sukzessive um weitere Messungen erweitern und hoffen, dass der Wachhund künftig wieder etwas straffer angeleint wird.
Dying Light 2: Denuvo strikes again
Quelle: PC Games Hardware
Dying Light 2: CPU-Benchmarks
Das wichtigste Merkmal eines Prozessors ist die Performance. Neben einer hohen Single-Core- ist hauptsächlich die Multi-Core-Leistung sehr wichtig, die Speicher- und internen Latenzen spielen auch eine große Rolle. Wir betreiben jeden Prozessor innerhalb der Parameter, wie es der Hersteller vorgibt. Für die Vergleichbarkeit kommt für jede DDR4- und DDR5-Plattform jeweils der gleiche Speicher zum Einsatz. Alle Mainboards, die zum Testen der Prozessoren zum Einsatz kommen, wurden vorher durch die Redaktion geprüft und basieren auf einem ausführlichen Auswahlverfahren. Die CPU-Wasserkühlung verhindert zu jeder Zeit ein temperaturbedingtes Heruntertakten des Prozessors. Als Grafikkarte kommt eine Asus TUF Radeon RX 6900 XT mit erhöhten Taktraten zum Einsatz. Durch Vorheizen umgehen wir temporäre Boost-Modi, welche nicht die zu erwartende Leistung in Spielen abbilden. Wie immer sind Sie herzlich dazu eingeladen, unsere Benchmarkszene nachzustellen. Im Video finden Sie alle Informationen dazu.
Dying Light 2 - CPUs
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Wie Sie an den GPU-Benchmarks bereits ablesen konnten, ist Dying Light 2 sehr Grafik-lastig. Der Prozessor spielt nur eine kleine Rolle, dennoch können wir, auch dank Direct X 12, eine sehr gute Kernskalierung beobachten. Wie Zen in Form des Ryzen 5 1600X zeigt, reicht bereits ein Hexacore der alten Garde, um Dying Light 2 flüssig zu spielen.Für Spieler mit höheren Ansprüchen darf es dann schon ein Core i5-10600K oder i9-9900K sein. Prozessoren vom Schlage eines Zen 3 oder Alder Lake können wir mit der schnellsten AMD-GPU nicht vollständig auslasten, investieren das Leistungsplus aber in bessere Frametimes. Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall den Direct-X-12-Modus zu verwenden, da die CPU gegenüber DX11 viel gleichmäßiger ausgelastet werden kann.
Prozessoren-Effizienz
In Zeiten von 250-Watt-Prozessoren wird die Effizienz immer wichtiger. Wir legen daher jetzt noch mehr Wert auf die Leistungsaufnahme. Zu diesem Zweck haben wir das PCGH-Testlabor mit einem Power Measure Device (PMD) sowie einer SPI/UART/I2C-Brücke mit USB-Anschluss (EVC2X) erweitert. Beides stammt vom Entwickler Elmorlabs. Damit ist es uns möglich, auf Hardwareebene die Leistungsaufnahme der Test-CPU direkt abzugreifen. Bei Spielen erfolgt die Messung während des 20-sekündigen Benchmarks. Wir geben jeweils den Mittelwert an.
| Prozessor | Konfiguration | Fps pro Watt | Leistungsaufnahme Durchschnitt (Watt) |
|---|---|---|---|
| Core i5-10400F | 4,0 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2666 | 2,243 | 41,72 |
| Core i5-11400F | 3,6 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2933 (G1) | 2,179 | 55,53 |
| Ryzen 7 5800X | 4,7 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-3200 | 1,845 | 89,02 |
| Ryzen 7 3700X | 4,0 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-3200 | 1,826 | 69,55 |
| Core i5-10600K | 4,5 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2666 | 1,826 | 71,21 |
| Core i5-12600K | 4,6/3,4 GHz – 10c/16t – DDR5-4400 (G2) | 1,645 | 93,63 |
| Ryzen 5 1600X | 3,6 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2666 | 1,477 | 58,09 |
| Core i5-11600K | 4,7 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2933 (G1) | 1,475 | 100,54 |
| Ryzen 7 1700X | 3,5 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-2666 | 1,435 | 64,08 |
| Core i7-12700K | 4,7/3,6 GHz – 12c/20t – DDR5-4400 (G2) | 1,399 | 121,46 |
| Core i9-9900K | 4,7 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-2666 | 1,378 | 104,49 |
| Ryzen 5 2600X | 4,1 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2933 | 1,285 | 75,78 |
| Core i9-12900K | 4,9/3,7 GHz – 16c/24t – DDR5-4400 (G2) | 1,103 | 154,27 |
In Sachen Effizienz zeigt sich Intel von seiner besten Seite. Die RKL-CPU Core i5-11400F ist an ungewohnt hoher Stelle, der Sechskerner setzt sich zusammen mit seinem kleinen Bruder Core i5-10400F gekonnt vor AMD. Ansonsten wird klar: Je mehr Kerne vorhanden sind, desto geringer fällt mitunter die Effizienz aus.


50 ist mir einen Ticken zu scharf und 49 geht gerade so.