Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+ [Ryzen-Update]

Dirt 4 aus dem Hause Codemasters ist seit einigen Tagen im Handel. PC Games Hardware hat das Rallye-Spiel ausführlich begutachtet und präsentiert Ihnen detaillierte Grafikkarten- sowie Prozessor-Benchmarks. So viel vorweg: Der Hardware-Hunger hält sich in Grenzen, einige Strecken von Dirt 4 haben es jedoch in sich.

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Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+
Quelle: PC Games Hardware
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Das Rallye-Spiel Dirt 4 wurde im Vorfeld von verschiedenen Magazinen positiv aufgenommen. Bei Spielern kommt der Titel teilweise aber nicht ganz so gut an, so sind auf Steam die Bewertungen nur ausgeglichen (66 % positiv). Metacritic weist wiederum einen User-Score von 7,9 Punkten aus, zumindest für die Playstation-4-Version - die PC-Fassung kommt demgegenüber auf einen User-Score von 6,0.

An dieser Stelle soll es jedoch nicht um Gameplay und Content von Dirt 4 gehen, sondern um die Technik. Wir haben zahlreiche Grafikkarten- und Prozessor-Benchmarks angefertigt, damit Sie wissen, welche PC-Hardware den Rennen gewachsen ist.

Dirt 4 im Techniktest: Bewährter Grafikmotor

Obwohl Dirt 4 das neueste Spiel aus Codemasters' Rennstall ist, basiert es nicht auf der modernen Ego-Engine 4. Diese kommt in F1 2015 und F1 2016 zum Einsatz und beherrscht unter anderem modernes Temporal Anti-Aliasing sowie ansehnliche Partikeleffekte. Dirt 4 hingegen nutzt die Basis von Dirt Rally, selbstverständlich mit spezifischen Anpassungen. Die Herkunft sieht man Dirt 4 zwar an, insgesamt sorgen die Verbesserungen der Grafik, allen voran bei der Texturauflösung und Beleuchtung, jedoch für einen zeitgemäßen Look.

Die Engine-Gene kommen besonders deutlich beim Blick auf die verfügbare Kantenglättung zum Vorschein: Neben dem Postfilter CMAA, der vor vielen Jahren von Intel entwickelt wurde, setzt Dirt 4 auf klassisches Multisample-AA. Dieses wurde schon bei Dirt Rally um eine Transparenz-Komponente ergänzt, um der flimmrigen Vegetation Herr zu werden. Das ist bitter nötig, denn MSAA wurde um die Jahrtausendwende als "Hi-Res AA" beworben, da es im Gegensatz zum Supersampling nur Polygonkanten glättet. Die Ego-Engine erreicht dank des erweiterten Multisamplings eine gute, wenn auch nicht tadellose Bildqualität. MSAA bietet nun einmal keine zeitliche Verrechnung aufeinander folgender Frames, wie sie modernes Temporal-AA ausübt, dafür kommt es zu keinerlei Unschärfe.

Dirt 4: Auf Radeon-GPUs dürfen Sie die MSAA-Erweiterung EQAA einschalten, ... Quelle: PC Games Hardware Dirt 4: Auf Radeon-GPUs dürfen Sie die MSAA-Erweiterung EQAA einschalten, ... Auf allen Radeon-Grafikkarten seit der HD-6000-Reihe steht in Dirt 4 weiterhin die AMD-eigene MSAA-Erweiterung EQAA zur Wahl. Dabei wird eine größere Anzahl Samples pro Pixel genommen, was die Glättung minimal verbessert. Ähnliches gilt für Geforce-Grafikkarten, wobei Nvidia die CSAA-Funktionalität seit der Geforce-900-Reihe (Maxwell) entfernt hat. Auf älteren Geforce-Grafikkarten bis inklusive Kepler (GTX 600/700, Titan [Black]) steht CSAA bis 16×Q zur Verfügung - 32× CSAA wurde nie implementiert.

Im folgenden Bildvergleich sehen Sie die Auswirkungen der verschiedenen MSAA-Modi. Sehen Sie sich die Screenshots unbedingt im Vollbild an (Klick auf "Full-HD Vergleich"). Deutlich ist unter anderem die glättende Wirkung auf die Vegetation. CMAA hinterlässt im Standbild eine bessere Figur als in Bewegung: Der Filter glättet viele Teile des stehenden Bildes, ist bei der Fahrt jedoch machtlos gegen das omnipräsente Flimmern, vor allem das der Vegetation. Übrigens: 2× MSAA läuft nur minimal besser als 4× MSAA, weshalb letzteres den besten Kompromiss aus Leistung und Qualität darstellt.

Wer die Grafikleistung hat, sollte Downsampling aktivieren. Die höhere Auflösung hilft feinen Objekten auf die Beine, lindert Schatten- sowie Specular-Aliasing und peppt die Texturen auf, wie der folgende Vergleich mit 4× OGSSAA (4× DSR/VSR) auf einem Full-HD-Bildschirm zeigt:

Grafiktuning via Config und Treiber

Der Rückspiegel wird laut Konfigurationsdatei nur mit einer Auflösung von 768 × 256 Pixel dargestellt und das sieht man trotz der kleinen Fläche - wer möchte, spielt in besagter Datei etwas an den Parametern herum. Sie finden diese Datei unter C:\Users\Benutzername\Documents\my games\DiRT 4\hardwaresettings. Neben Level-of-Detail-Optionen und den Auflösungen der Shadow und Environment Maps schreit die Option "supersampling level" geradezu nach (Integer-)Werten > 1. Mit 2 profitiert die Grafik signifikant, allerdings zu hohen Leistungskosten, während 4 zu einem griesleigen Bild führt - offenbar versagt hier der Downfilter. Die Aufwertung des spielinternen MSAA zu SGSSAA mittels Grafiktreiber ist indessen keine gute Idee, wie wir im Test erfuhren. Erstens führt das angepasste (negativierte) Texture LOD zu einer flimmrigeren Darstellung aller Texturen und zweitens kommt es zu Dithering-Artefakten (Raster), neben niedriger Performance. DSR und VSR sind die besseren Lösungen.

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Dirt 4 in 21:9
Dirt 4 in 21:9 Dirt 4 in 16:9

Dirt 4 im Techniktest: Grafikkarten-Benchmarks

Dirt 4 bietet viel Abwechslung bei den Schauplätzen und der Witterung. Wir haben uns mit dem Spiel vor den Benchmarks einige Stunden vertraut gemacht und alle Rennen sowie Wettereffekte ausprobiert, um das grundsätzliche Performance-Niveau abzustecken. Die wichtigste Erkenntnis lautet: Dirt 4 läuft keineswegs immer gleich, zwischen den Strecken und Witterungsbedingungen klaffen große Lücken hinsichtlich der Performance. Während Schweden selbst bei dichtem Schneetreiben zwar hübsch anzusehen ist, werden hohe Bildraten erreicht. Dagegen kann es in Spanien und den USA völlig anders aussehen, hier werden grundsätzlich niedrigere Fps erreicht. Der Verdacht, dass die Landrush- und Rallycross-Rennen, bei denen KI-Kontrahenten mitmischen, stets die höchste Last erzeugen, bestätigte sich während unserer Tests nicht.

Unsere Testsequenz hat Worst-Case-Charakter, in den meisten Fällen treffen Sie in Dirt 4 auf höhere Bildraten.Die Wahl des PCGH-Benchmark-Schauplatzes fiel letztentlich auf Michigan, USA. Der herbstlich akzentuierte Schauplatz punktet mit schönen Texturen und dichtem Baumbewuchs - Schwerstarbeit für die Grafikkarte. Auf der Suche nach einer Route machten wir Gebrauch von der zufallsgenerierten Streckenbaufunktion, welche erstmals in Dirt 4 anzutreffen ist. Wir haben solange Rallye-Routen erstellt, bis eine dabei war, die durch ihr Layout erstens geringe Bildraten auswirft, zweitens hübsch aussieht (Sonnenuntergang!) und drittens aus Gründen bestmöglicher Reproduzierbarkeit Vollgas erlaubt. Nach einiger Zeit wurden wir fündig und speicherten das Event ab. Dirt 4 erfindet für jede Kreation einen eigenen Namen, unser Benchmark heißt "White Cloud Forest" - wir nennen den Test der Einfachheit halber "Michigan". Die Sequenz hat Worst-Case-Charakter, in den meisten Fällen treffen Sie in Dirt 4 auf höhere Bildraten. Wir testen Dirt 4 mit maximalen Details ("Sehr hoch"-Preset im Grafikmenü).
Wie viele Bilder pro Sekunde man braucht, ist subjektiv. Während der Tests hatten wir wie schon bei den Vorgängern der Dirt- und Grid-Serien den Eindruck, dass es mindestens 40 Fps braucht, um in Dirt 4 über die Runden (bzw. Trails) zu kommen. Am besten sind natürlich konstante 60 Fps oder noch mehr, um selbst engste Kurven bei Schnee und Nebel bestmöglich zu nehmen - die folgenden Benchmarks zeigen, dass viele PCs an der magischen Fps-Grenze scheitern.

Nvidia wie auch AMD haben pünktlich zum Start von Dirt 4 angepasste Grafikkartentreiber veröffentlicht - selbstverständlich verwenden wir diese Treiberversionen für alle Benchmarks. Interessant für AMD-Nutzer: Die brandneue Radeon Software 17.6.2 hebt die Performance des rechenintensiven 8× MSAA an.

Sowohl die Fiji- als auch die Hawaii-Karten erleben in Dirt 4 einen zweiten Frühling. Während die Radeon R9 Fury X beinahe an die ordentlich (ab Werk) übertaktete Geforce GTX 1070 herankommt, laufen die R9 390 und 390X ihren Nachfolgern der RX-500-Reihe klar davon. Das spricht für eine gute Auslastung der Rechenwerke, welche bei den älteren AMD-GPUs nicht selbstverständlich ist. Relativ langsam arbeiten hingegen die Mittelklasse-Modelle Geforce GTX 1060 und GTX 980/970, vergleichbare Radeon-Modelle leisten etwas mehr - Codemasters hat die Ego-Engine über die Jahre gut auf Radeon-GPUs optimiert.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Dirt 4 bis inklusive Ultra HD mit 4 GiByte Grafikspeicher zufrieden ist. Erst bei Aktivierung von 8× MSAA sollte die Grafikkarte über 6 GiByte verfügen, wobei die Rohleistung entsprechender Modelle (GTX 980 Ti, GTX 1060) nicht mehr für flüssige Bildraten ausreicht. Besitzer älterer Grafikkarten sind auf der sicheren Seite, wenn Sie 3 GiByte vorweisen können: Sowohl die Radeon R9 280X, welche in dieser Form einer HD 7970 GHz Edition entspricht, kommt ebenso gut mit wie die Geforce GTX 780. Die GTX 770 hingegen ist, obwohl sie ab Werk ordentlich boostet, wegen ihrer 2 GiByte schon in Full HD weit abgeschlagen und kommt nur ohne MSAA auf einen grünen Zweig.

Während der Tests beobachteten wir eine inkonsistente Performance sowohl auf der Geforce GTX 970 als auch der GTX 980. Mal lief Full HD gut, mal schlechter, ohne erkennbares Muster. Falls Sie bei einem Rennen geringere Bildraten sehen als bei der Spielsession zuvor: Wechseln Sie testweise die Auflösung, schalten Sie Vsync sowie den Fenstermodus einmal um und dann wieder zurück. Auch ein Neustart des Spiels half bei uns. Dieses Verhalten ist uns nur bei besagten Maxwell-Grafikkarten aufgefallen.

Die Benchmarks von Dirt Rally - ebenfalls mit der forderndsten von uns gefundenen Strecke nebst 4× MSAA - zeigen, dass Dirt 4 deutlich anspruchsvoller ist: Die Bildrate fällt bei der Fury X rund 36 Prozent geringer aus, bei der GTX 980 Ti sogar um 47 Prozent. Wer Dirt Rally mag und nun auf Dirt 4 umsatteln möchte, sollte eventuell ein Grafikkarten-Upgrade in Erwägung ziehen.

Die Grafikkarten-Testmethodik von PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.

Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatische gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks.

Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominenteste ist AMDs Radeon R9 Fury X, welche wir als Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.

Dirt 4 im Techniktest: Prozessor-Kernskalierung

Auf den ersten Blick erscheint die CPU-Performance in Dirt 4 sehr unauffällig, auf unseren Testsystemen ist das Rennspiel selbst mit einer übertakteten Geforce GTX 1080 Ti in Full HD zu weitesten Teilen grafiklimitiert. Wir wollten dennoch einen genaueren Blick auf die Kernskalierung werfen, schließlich sind Vielkern-CPUs in letzter Zeit in aller Munde. Zudem gehört das zumindest relativ eng mit Dirt 4 verwandte F1 2015 nicht nur zu unseren regulären Prozessor-Tests, sondern auch zu den Spielen, die sehr deutlich von mehr als 4 Kernen profitieren können.

Wie skaliert Dirt 4 denn nun auf einem Intel Achtkern-Prozessor? Mit der Übertaktung auf 4,0 GHz tut sich beim schrittweisen Abschalten der Rechenwerke wenig, bis wir sämtliche Kerne bis auf zwei samt Hyperthreading (2C/2T) deaktivieren. Erst jetzt fällt die Leistung mehr als eine Winzigkeit ab. Allerdings ist schon mit einem simulierten Dualcore samt SMT (2C/4T) eine etwas unsauberere Frameverteilung zu bemerken, starke Ruckler traten beim Testen allerdings nicht auf. Minimal auffällig: Die Konfiguration mit vier Kernen ohne Hyperthreading läuft mit geringem Abstand am besten - offenbar bremst SMT ein wenig.

Da wir schon mit einem simuliertem Zweikerner in 720p und reduzierten Grafikdetails an die Leistungsgrenze unserer potenten GPU stoßen, erhöhen wir doch einmal den Fokus auf die CPU, indem wir die Taktraten auf 2,0 GHz begrenzen. Und tatsächlich: Dirt 4 skaliert nun recht deutlich mit bis zu vier Kernen. Allerdings zeigt sich nun auch der Nachteil von 4C/8T gegenüber 4C/4T nochmals deutlicher. Es steht anzunehmen, dass Konfigurationen mit 6C/6T oder 8C/8T nochmals besser laufen könnten.

CPU-Skalierung mit Intel Core i7-6900K
Dirt 4 - CPU-Scaling @ 4,0 GHz
Dirt 4 - CPU-Scaling @ 4,0 GHz Dirt 4 - CPU-Scaling @ 2,0 GHz

[COLOR=textColor3]Dirt 4 im Techniktest: Skalierung mit Ryzen 1700

Auf vielfachen Leserwunsch haben wir nun auch einen PC mit Ryzen-Prozessor über Stock und Stein gescheucht. Dirt 4 läuft erwartungsgemäß tadellos, hohe dreistellige Bildraten sind in den Rallyes die Regel - wie bereits oben anhand des Intel-Achtkerners aufgezeigt. Daher entschieden wir uns dazu, den Schwierigkeitsgrad für diese Messreihe zu erhöhen. In Frage kommen dafür die Disziplinen Land Rush und Rally Cross, bei denen es gilt, gegen sieben KI-Kontrahenten zu bestehen. Künstliche Intelligenz bedeutet immer Wegfindung und somit Arbeit für den Hauptprozessor. So verwundert es nicht, dass die Bildraten in besagten Rennen um rund 50 Prozent geringer ausfallen als bei den Rallyes.

Dirt 4: Land Rush in Baja, Kalifornien - der PCGH-Prozessortest ((Symbolbild; wir testen in 720p ohne AA/AF) Quelle: PC Games Hardware Dirt 4: Land Rush in Baja, Kalifornien - der PCGH-Prozessortest ((Symbolbild; wir testen in 720p ohne AA/AF) Da Reproduzierbarkeit bei PCGH-Benchmarks immer weit oben auf der Wunschliste steht, fiel unsere Wahl auf Baja (Kalifornien). Wir "tunen" unseren Buggy via Preset auf eine lange Getriebeübersetzung, sodass uns am Start das komplette Fahrerfeld abzieht. Was normalerweise niemand möchte, garantiert uns, dass die KI konsequent vor uns fährt, sich beharkt und dabei Partikelwolken/Staub aufwirbelt. Karambolagen am Start würden die Messung verfälschen und weniger dargestellte Fahrzeuge die Bildrate erhöhen. Nach der Hälfte der Messung holen wir das Feld ein und nehmen eine scharfe Kurve, stets hinter den Mitstreitern; kurze Zeit darauf ist die Messung auch schon vorbei. Da ein Grafiklimit bei Prozessormessungen unerwünscht ist, verwenden wir bei alldem die niedrige Auflösung 1.280 × 720 (16:9) ohne AA/AF sowie die geringste AO-Qualität. Eine auf 2.076/5.508 MHz übertaktete Titan X (Pascal), welche wir auf "Maximale Leistung bevorzugen" stellen, sorgt dafür, dass sich der Ryzen 1700 frei entfalten kann.

Dirt 4 skaliert jenseits von vier Kernen kaum noch und Ryzen-Optimierungen sind nicht erkennbar.Vor den Messungen waren wir zuversichtlich, dass die KI-Rennen ordentlich mit der CPU-Kernzahl skalieren. Die Ergebnisse belehrten uns - und nun auch Sie - eines Besseren: Dirt 4 skaliert jenseits von vier Kernen kaum noch und Ryzen-Optimierungen sind nicht erkennbar. Der AMD-Prozessor erreicht mit 3 GHz über 90 Durchschnitts-Fps und über 70 Minimal-Fps - egal ob mit 4, 6 oder 8 Kernen. Die Unterschiede sind ergo keineswegs relevant für die Spielbarkeit, flüssig läuft Dirt 4 in jedem Fall. Übrigens haben wir nach jedem Kern-/Thread-Downgrade via UEFI sicherheitshalber die Konfigurationsdatei des Spiels gelöscht. Dirt 4 legt daraufhin eine neue an, in der auch die Worker-Map festgelegt wird. Das Spiel nennt hier explizit und passend zur tatsächlichen Kernzahl 2 bis 8 Cores, der Prozessor wird folglich korrekt angesprochen.

Wie Sie der folgenden, aufgrund der vielen Werte nicht besonders hübschen Grafik entnehmen, kostet SMT sowohl mit 8 als auch mit 6 Kernen etwas Leistung, während es bei einem Vierkerner egal ist. Erst mit einem simulierten Zweikerner, welchen es nicht in Ryzen-Konfektion gibt, bricht die Bildrate ein, vor allem ohne SMT (graue Linien). Nur mit diesen Einstellungen läuft Dirt 4 nicht mehr wie die sprichwörtliche Butter in der Sonne, es kommt zu fühl- und sichtbarem Stocken sowie längeren Ladezeiten. Grundsätzlich ist ein Intel-Zweikerner mit SMT oder ein kleiner Vierkerner vollkommen ausreichend für das Rallye-Spektakel aus dem Hause Codemasters.
Dirt 4: CPU Core Scaling AMD Ryzen 1700 Quelle: PC Games Hardware Dirt 4: CPU Core Scaling AMD Ryzen 1700

Mehr zu Dirt 4 lesen Sie wie gewohnt auf der PCGH-Themenseite.

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        AW: Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+, Überraschung bei SMT

        Weiss nicht ob es noch jemanden interessiert aber mit einem i3-4160 (3,6 Ghz) in Verbindung mit einer GTX 1060 6G und 8GB RAM läuft das Game maxed out in Full-HD weitesgehend tadellos (50+Fps) . Mich würde mal interessieren ob und wie es mit einer GTX 1050TI 4G läuft .
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        AW: Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+, Überraschung bei SMT

        Weiss nicht ob es noch jemanden interessiert aber mit einem i3-4160 (3,6 Ghz) in Verbindung mit einer GTX 1060 6G und 8GB RAM läuft das Game maxed out in Full-HD weitesgehend tadellos (50+Fps) . Mich würde mal interessieren ob und wie es mit einer GTX 1050TI 4G läuft .
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+, Überraschung bei SMT

        Zitat von Threshold
        Täglich sage ich mir, dass ich durchhalten muss, durchhalten, durchhalten.
        Vega kommt. Wann genau? Das steht noch in den Sternen

        Gruß
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        AW: Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+, Überraschung bei SMT

        Zitat von interessierterUser
        Es gab die Karte zur richtigen Zeit neu von 260-380,-€.

        Alle empfahlen trotzdem eine damals 450,-€ teure GTX 1070
        und ich freue mich weiterhin an meiner bewährt guten Karte
        Würde ich auch klar weiterhin!
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        AW: Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+, Überraschung bei SMT

        Zitat von interessierterUser
        Erfreut stellte ich in der Tabelle fest, dass die schnöde
        alte GTX 980TI die neue GTX 1070 "gnadenlos" verbläst,
        insbesondere, wenn sie auf 1550 MHz läuft wie meine.
        Und was zieht deine dabei an Strom durch? ;

        Zitat von facehugger
        Wer ne GTX 980 Ti besitzt und mit den Bildquali-Reglern umgehen kann und will, hat durchaus je nach Game und eigenem Anspruch selbst bis 4K noch recht viel Spaß mit der Karte
        Täglich sage ich mir, dass ich durchhalten muss, durchhalten, durchhalten.
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Dirt 4 im Techniktest mit 20 Grafikkarten: Schick und flüssig dank Forward+, Überraschung bei SMT

        Zitat von interessierterUser
        Es gab die Karte zur richtigen Zeit neu von 260-380,-€.

        Alle empfahlen trotzdem eine damals 450,-€ teure GTX 1070
        und ich freue mich weiterhin an meiner bewährt guten Karte
        Das neue ist eben des alten Feind Beide Karten liegen halt auf etwa gleichem Niveau, nur ist die GTX 1070 eben etwas sparsamer und hat 2GB VRAM mehr. Aber wem erzähl ich das

        Wer ne GTX 980 Ti besitzt und mit den Bildquali-Reglern umgehen kann und will, hat durchaus je nach Game und eigenem Anspruch selbst bis 4K noch recht viel Spaß mit der Karte

        Gruß
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