PCGH-Plus Label PC 2014 vs. PC 2018: 8 Konfigs im Aufrüst-Test mit PUBG, AC Origins und Dirt 4

PCGH Plus: Einige aktuelle Spiele stellen hohe Anforderungen und lassen ältere PCs häufig straucheln - ein Hardware-Upgrade wäre hilfreich. Doch welche Leistungszuwächse sind beim Aufrüsten realistisch? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2018.

0
Special Philipp Reuther Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
PC 2014 vs. PC 2018: 8 Konfigs im Aufrüst-Test mit PUBG, AC Origins und Dirt 4
Quelle: PC Games Hardware

PC-Spieler genießen eine große Freiheit, wenn es darum geht, aus welcher Hardware sie ihre Systeme zusammensetzen, wie hoch die Framerate mindestens ausfallen sollte, um für das jeweilige Individuum angenehm zu sein, oder welchen Einfluss die Grafik, zusätzliche Details und Auflösung auf den Spielspaß haben. Einige Spieler präferieren hohe Bildraten, andere legen größeren Wert auf ein Plus an ­Details und bevorzugen die häufig sehr anspruchsvolle Ultra-Detailstufe. Der PC bietet dem Spieler den kaum bestreitbaren Vorteil, diese Wahl für sich selbst zu treffen und außerdem über die Monate und Jahre ansteigende Systemanforderungen durch Detailanpassungen abzufedern. Doch irgendwann erreicht beinahe jeder Spieler einen Punkt, an dem neue Hardware notwendig wird. Häufig ist es damit getan, eine neue und stärkere Grafikkarte zu installieren.

Doch sollte auch der Prozessor nicht völlig außer Acht gelassen werden, denn dieser muss nicht nur beständig komplexere Spielwelten berechnen, sondern außerdem die Grafikkarte mit Renderanweisungen füttern. Ist die CPU im Vergleich zur GPU zu schwach, bringt selbst die schnellste Grafikkarte ihre Leistung nicht zuverlässig auf die Straße. Zudem häufen sich mit einem überlasteten Prozessor störende Ruckler, Streaming-Aussetzer in Form spät einblendender Texturen oder es treten gar kräftige, über mehrere Sekunden andauernde Bildrateneinbrüche auf. Insbesondere Open-World-Titel mit hoher Sichtweite und Detaildichte malträtieren die CPU. Bei vielen modernen Titeln werden komplexe Berechnungen für Spielwelt, Physik, KI der NPCs und deren Wegfindung, zusätzliche Aufgaben wie Audioberechnungen sowie einige Renderanweisungen von den Hauptberechnungen getrennt und auf weitere Kerne/Threads ausgelagert - dies erlaubt nicht nur eine effizientere Ausnutzung von Mehrkernarchitekturen, sondern in vielen Fällen auch höhere Bildraten und eine generell stabilere Performance.

Vier Systeme, acht Grafik­karten, drei Spiele

Wir werden uns in diesem Artikel daher nicht nur ansehen, wie sich ein GPU-Upgrade auf die Performance auswirkt, sondern außerdem auch dem Prozessor Aufmerksamkeit zukommen lassen, denn dieser bestimmt häufig die maximale Leistung der Grafikkarte. Dazu nehmen wir die Mittel- und Oberklasse in den Fokus, exorbitant teure Hardware blenden wir aus. Wir stellen uns insgesamt vier unterschiedliche Systeme zusammen, aus denen wir mittels Overclocking zudem so viel zusätzliche Leistung herauskitzeln, wie es sich mittels Luftkühlung ohne größere Bedenken stabil umsetzen lässt. Die ersten beiden PCs stellen wir mit verbreiteter Hardware von 2014 zusammen:

Im ersten System werkelt ein auf 4,6 GHz übertakteter AMD FX-6350 (3M/6T), dazu verbauen wir 2 × 4 GiByte DDR3-2133-RAM. Dazu gesellen sich im Wechsel eine ebenfalls übertaktete GTX 770/2G (1.241 MHz Boost) sowie eine mit 1.070 MHz sehr flotte HD 7970 GHz Edition mit 3 GiByte Grafikspeicher.

Das zweite System basiert auf einem mit 4,5 GHz OC taktenden Core i5-3570K (4C/4T) mit ebenfalls 8 GiByte DDR3-2133-RAM. In diesem System verbauen wir die ab Herbst 2014 außerordentlich beliebte GTX 970. Der direkte AMD-Konkurrent R9 290 dient zum Vergleich. Beide Karten sind ebenfalls flotte OC-Modelle und sind mit 4 GiByte Speicher ausgestattet; jener der GTX 970 ist allerdings segmentiert (3,5 GiByte + 0,5 GiByte), was die Leistung unter Umständen beeinträchtigen kann.

Diesen Systemen mit 2014 weit verbreiteter Hardware stellen wir zwei PCs gegenüber, die wir mit aktueller Hardware ausgestattet haben. Unser erstes System nutzt mit dem Ryzen 7 1700 einen preislich sehr attraktiven AMD-Achtkerner (8C/16T). Diesen haben wir auf 3,8 GHz übertaktet und mit 2 × 8 GiByte DDR4-2933-RAM ausgestattet. Dazu verbauen wir OC-Modelle der GTX 1060/6G sowie RX 580/8G. Das letzte System besteht aus einem auf sehr flotte 4,8 GHz übertakteten Core i7-8700K (6C/12T), dem wir 2 × 8 GiByte DDR4-3000-RAM sowie übertaktete Modelle der Geforce GTX 1070 sowie Radeon RX Vega 56 zur Seite stellen.

Diese Systeme untersuchen wir ausführlich in drei sehr unterschiedlichen Spielen auf ihre Stärken und Schwächen. Dazu testen wir sämtliche Detailstufen durch und analysieren die CPU-Performance nochmals getrennt, um Flaschenhälse aufzudecken. Schlussendlich stellen wir passende Detailsettings gegenüber und erörtern, wie sich die Leistung der Systeme in die Praxis übersetzt.

PUBG (Version 3.6.10.3)

PC(s) von 2014 Aufrüsten, was bringt das? (1) PC(s) von 2014 Aufrüsten, was bringt das? (1) Playerunknown's Battlegrounds ist auch nach dem leisen Abklingen der größten Hype-Welle ein außerordentlich beliebtes Spiel. Der Battle-Royale-Shooter basiert auf der Unreal Engine 4. Dieser prinzipiell sehr fortschrittliche Grafikmotor wird akutell häufig in Indie- oder kleineren Produktionen genutzt. Allerdings ist die UE4 zumindest im Zusammenhang mit kleineren Studios und/oder Early-Access-Titeln auch nicht unbedingt für gute Performance berühmt. Auch PUBG ist ein Spiel, das einige Auffälligkeiten zeigt, darunter sporadisches Ruckeln, welches auch auf extrem potenten PCs auftritt. Prinzipiell läuft der Shooter auch auf schwächeren Systemen und bevorzugt weder AMD- noch Nvidia-Grafikkarten auffällig, allerdings müssen wir eine auch in anderen Spielen auftretende AMD-Besonderheit hervorheben.

PC Games Hardware PLUS
Jetzt für 0,99 € kaufen
oder Werbefreiheit und Zugriff auf alle PLUS-Artikel (Monatsabo)
Für 4,80 EUR PLUS-Abo abschließen Bitte loggen Sie sich in Ihren PCGH-Community-Account ein, um diesen Artikel kaufen zu können. Alle Angebote für PLUS (Monatsabo, Jahresabo, Upgrades für Werbefrei) finden Sie auf unserer Supporter-Seite
Im Artikel bekommen Sie folgende Inhalte:
  • 3 Spiele im Benchmarktest: PUBG, Assassin's Creed Origins, Dirt 4
  • System 1a: AMD FX-6350 + GTX 770/2G
  • System 1b: AMD FX-6350 + HD 7970 GHz Edition
  • System 2a: Core i5-3570K + GTX 970
  • System 2b: Core i5-3570K + R9 290
  • System 3a: Ryzen 7 1700 + GTX 1060/6G
  • System 3b: Ryzen 7 1700 + RX 580/8G
  • System 4a: Core i7-8700K + GTX 1070
  • System 4b: Core i7-8700K +RX Vega 56
INFO: Sie können PCGH-PLUS-Artikel einzeln kaufen oder ein PLUS-Abo erwerben.
Als PCGH-Digital-Abonnent erhalten Sie kostenfrei Zugriff auf alle PLUS-Artikel.

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk