Cyberpunk 2077: Benchmarks von 22 GPUs
Quelle: PC Games Hardware
Seite 2:

Cyberpunk 2077: Benchmarks von 22 GPUs

60
Special David Krausbauer Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Auf der zweiten Artikelseite präsentieren wir Ihnen aktuelle Grafikkarten-Benchmarks mit und ohne Raytracing-Aufwertung.

Die Auswahl der Benchmarkszenen nimmt bei der PCGH viel Zeit in Anspruch, denn schließlich sollen die ermittelten Werte repräsentativ und hilfreich sein. Wie immer haben sich zunächst mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen ein Bild vom Spiel verschafft. Open-World-Spiele, wie Cyberpunk 2077 eines ist, tendieren aufgrund der Simulation einer lebendigen Welt dazu, den Prozessor zu fordern. Im Falle von Cyberpunk 2077 trifft das zu, allerdings wird Night City mithilfe von zahlreichen modernen Render-Kniffen visualisiert, sodass Grafikkarten mindestens genauso gefordert sind. Mit allen Raytracing-Aufwertungen wird Cyberpunk 2077 schließlich atemberaubend schön und streckt zuverlässig jede verfügbare Grafikkarte nieder. Doch der Reihe nach.

Cyberpunk 2077: GPU-Benchmarks ohne Raytracing

Cyberpunk 2077 befindet sich seit 2021 im Bestand der regulären PCGH-Benchmarks im Rahmen der Leistungsindizes - sowohl bei Grafikkarten als auch Prozessoren. Dabei verwenden wir unterschiedliche Spielstände und Gameplay-Elemente: Während die Prozessoren eine rasante Motorradfahrt überstehen müssen, laufen wir bei den Grafikkarten-Benchmarks durch eine detaillierte Seitenstraße. Beide Szenen zeichnen unterdurchschnittliche Bildraten, zeigen aber keine absoluten Worst-Case-Szenarien. Dennoch gilt, was bei PCGH-Benchmarks immer gilt: Erreicht eine Komponente hier flüssige Bildraten, ist im übrigen Spielverlauf in der Regel alles in Ordnung.

Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei unseren GPU-Benchmarks seit April 2021 standardmäßig aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Eine Messung dauert wie von PCGH gewohnt 20 Sekunden und erfolgt via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Beginnen wir mit den Grafikkarten-Benchmarks ohne Raytracing. Die moderne Strahlenverfolgung wertet das komplette Bild auf und stellt entsprechend hohe Ansprüche an die GPUs. Wer darauf verzichtet, bekommt ein "nur" noch sehr hübsches Spiel zu Gesicht und kann mit deutlich günstigeren Grafikkarten Spaß haben. Ein Spaziergang ist Cyberpunk 2077 trotzdem nicht: Unsere Benchmarks seit dem Launch belegen, dass das Spiel überdurchschnittlich stark mit Grafikkartenleistung skaliert. Der folgende Benchmark zeigt die aktuelle Leistung ohne Raytracing mit dem Ultra-Preset. Tatsächlich lassen sich ein paar Optionen auf "Psycho" stellen, kosten jedoch unverhältnismäßig viel Leistung und fallen daher unter den Tisch. Wer die Grafik ernsthaft verbessern möchte und die nötigen GPU-Reserven hat, sollte direkt zum Raytracing wechseln.

Cyberpunk 2077 läuft seit dem umfassenden Update auf Version 1.5 insgesamt flüssiger, vor allem auf Ampere-GPUs (weitere Informationen im damaligen Test). Dennoch können sich RDNA-2-GPUs insgesamt besser in Szene setzen, was unter anderem an Smart Access Memory liegt. Mit steigender Auflösung, gleichbedeutend mit mehr Pixeln pro Objekt, wird die FP32-Rechenleistung wichtiger, sodass die schnellsten RTX-30-Grafikkarten ab WQHD Boden gutmachen und ab Ultrawide-QHD die Führung übernehmen. Die Kosten für zusätzliche Pixel sind relativ hoch, bereits in WQHD wird eine Oberklasse-Grafikkarte für rund 60 Fps benötigt. Dieses Ziel ist in Ultra HD mit keinem aktuellen Modell erreichbar, hier helfen nur die Upscaling-Verfahren (DLSS für Geforce RTX) oder FSR (Radeon und Geforce GTX).

Da wir niemals alle Grafikkarten testen können, die in den letzten zehn Jahren erschienen sind, staffeln wir das Testfeld stets sinnvoll. Sie vermissen bestimmt so manche Grafikkarte, daher hier ein paar immer anwendbare Faustregeln. Die Geforce RTX 3080 Ti findet sich stets zwischen RTX 3090 und RTX 3080, während die RTX 3070 Ti um circa zehn Prozent vor der RTX 3070 liegt. Ähnlich sieht es bei AMD aus, hier findet sich die Radeon RX 6900 XT (Air) stets auf halbem Weg zwischen RX 6800 XT und RX 6900 XT LC. Letztere ist minimal schneller als die Radeon RX 6950 XT, relevant ist die Leistungsdifferenz von höchstens zwei Prozent zu keiner Zeit. Grundsätzlich lassen sich viele Grafikkarten relativ genau einschätzen - werfen Sie dazu einfach einen Blick auf die Grafikkarten-Rangliste respektive die große Übersicht in diesem Artikel (Bonusindex).

Cyberpunk 2077: GPU-Benchmarks mit Raytracing

Wie bereits erläutert, ist Raytracing in Cyberpunk 2077 so schön wie teuer. Tatsächlich muss die Grafikkarte, welche maximales Raytracing flüssig darstellen kann, noch gebaut werden - die Hoffnungen liegen auf AMD RDNA 3 (Radeon RX 7000) und Nvidia Ada (RTX 4000). Bis dahin sind Kompromisse notwendig. Auf der Suche nach praxisnahen Einstellungen landeten wir beim Preset "Raytracing: Ultra", welches einen guten Kompromiss auf hohem Qualitätsniveau darstellt. Da die Strahlenlast bei nativer Auflösung sehr hoch ausfällt, entschieden wir uns bei der Festlegung des aktuellen Raytracing-Leistungsindex dazu, in den anspruchsvollsten Spielen auf Upscaling zu setzen - so, wie das die meisten Spieler bei Leistungsmangel tun würden. Unsere Wahl fiel auf den Modus FSR 1.0 Ultra Quality, das bestmögliche Upscaling, welches auf allen Grafikkarten funktioniert. FSR UQ steigert die Bildrate gegenüber nativer Darstellung um ein gutes Drittel und sieht dank der ebenfalls aktiven CAS-Nachschärfung noch gut aus. Auf diese Weise erzielen zumindest die schnellsten Grafikkarten wirklich flüssige Bildraten. Doch sehen Sie selbst:

Aus großer Pracht folgt großer Appetit: Cyberpunk 2077 vernascht Grafikkartenleistung, als gäbe es kein Morgen mehr. Wie in anderen Spielen mit komplexem Vollbild-Raytracing (u. a. Metro Exodus, Minecraft RTX und Lego Builder's Journey) kommt dabei jede zusätzliche Recheneinheit gerade recht. Nvidias Ampere-Architektur ist der Last am besten gewachsen, immerhin handelt es sich bereits um die zweite Raytracing-Generation der Kalifornier, mit deutlichen Verbesserungen entsprechender Rechenwerke. RDNA 2 (RX 6000) und Turing (RTX 2000) entsprechen der jeweils ersten Raytracing-Architektur - und dabei kommt Nvidias bald vier Jahre alte Garde relativ gut weg. Das führt zu so interessanten Ergebnissen wie einem Gleichstand zwischen Geforce RTX 2080 Ti und Radeon RX 6950 XT oder dem seltenen Fall, dass eine Geforce RTX 3050 an einer Radeon RX 66x0 XT vorbeiziehen kann. Die letztgenannten Grafikkarten operieren mit den genutzten Einstellungen jedoch schon in Full HD an ihrer absoluten Leistungsgrenze. Um flüssige Bildraten jenseits der 30er-Marke zu erzielen, müssen gezielt Raytracing-Effekte abgeschaltet werden. Alternativ wechseln Sie auf einen höheren Upscaling-Modus - DLSS ist in Cyberpunk 2077 die erste Wahl, bis FSR 2.0 offiziell implementiert wurde. Wer möchte, wagt Testrunden mit DLSS2FSR, einer inoffiziellen Modifikation.

60
  1. Seite 1 Cyberpunk 2077: Technik & Historie
  2. Seite 2 Cyberpunk 2077: Benchmarks von 22 GPUs
  3. Seite 3 Cyberpunk 2077: Benchmarks von 40 CPUs & Fazit
    • Kommentare (60)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mindovermatter
        Schöner Nachtest!
        Die 8KernSchwäche bei Ryzen ist für CDPR wirklich kein Ruhmesblatt. Ich hoffe, das ändert sich mit der ersten Erweiterung...
        Zitat von Inras
        Ich glaube RT gehe ich erst mit der nächsten GPU Generation an. Habe aktuell kein Spiel welches RT unterstützen würde.

        Den Ryzen 5800X3D habe ich zum einen vorsorglich weil ich die Plattform noch eine Weile nutzen will. Außerdem für die Spiele die ich gerne spiele und die CPUs zum fressen gern haben. Wie City Skylines, Anno 1800, Stellaris...
        Dass meine GPU eigentich zu schwach für die dicke CPU ist, ist mir auch klar ^^.
        Da ticken wir gleich - hab den X3D auch aus diesen Gründen angeschafft. Und CPU-GPU-Passung wird eben Zug um Zug erst später hergestellt, z.B. wenn (hoffentlich) zum Jahreswechsel bezahlbare Next-Gen-Grafik zur Verfügung steht.
        Und so lange warte ich auch mit der Anschaffung von Cyberpunk, die großartige RT-Optik ist mir das Warten wert.
        Zitat von Bealdor
        Ich hab CP2077 mittlerweile 5 mal durch mit ca. 340h auf dem Tacho und finde immernoch neue Dinge und Anreize es weiter zu spielen.
        Motivierend - auf so etwas freu ich mich auch schon!
      • Von Mindovermatter
        Schöner Nachtest!
        Die 8KernSchwäche bei Ryzen ist für CDPR wirklich kein Ruhmesblatt. Ich hoffe, das ändert sich mit der ersten Erweiterung...
        Zitat von Inras
        Ich glaube RT gehe ich erst mit der nächsten GPU Generation an. Habe aktuell kein Spiel welches RT unterstützen würde.

        Den Ryzen 5800X3D habe ich zum einen vorsorglich weil ich die Plattform noch eine Weile nutzen will. Außerdem für die Spiele die ich gerne spiele und die CPUs zum fressen gern haben. Wie City Skylines, Anno 1800, Stellaris...
        Dass meine GPU eigentich zu schwach für die dicke CPU ist, ist mir auch klar ^^.
        Da ticken wir gleich - hab den X3D auch aus diesen Gründen angeschafft. Und CPU-GPU-Passung wird eben Zug um Zug erst später hergestellt, z.B. wenn (hoffentlich) zum Jahreswechsel bezahlbare Next-Gen-Grafik zur Verfügung steht.
        Und so lange warte ich auch mit der Anschaffung von Cyberpunk, die großartige RT-Optik ist mir das Warten wert.
        Zitat von Bealdor
        Ich hab CP2077 mittlerweile 5 mal durch mit ca. 340h auf dem Tacho und finde immernoch neue Dinge und Anreize es weiter zu spielen.
        Motivierend - auf so etwas freu ich mich auch schon!
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von belle
        Da wir indirekt auch beim Thema DLSS sind, gibt es hier für alle probierfreudigen DLSS in der neuen Version 2.4.6 (empfohlen wurde in diesem und anderen Threads 2.3.9):
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ich kann bzgl. Cyberpunk berichten, dass mit Treiber 516.79 und DLSS 2.4.6 die Raytracing-Reflexionen teils schwammiger wirken. Da ich auch erstmals wieder einen Absturz hatte, ging es also zurück zu meinem "last known good" (2.4.3). Version 2.3.9 bietet eine hohe Schärfe und funktioniert in CP2077 und Metro EE sehr gut, leidet aber stärker unter Ghosting als beispielsweise 2.4.3 (die bei Techpowerup wieder online ist).
        EDIT
        Wenn sie in Kombination mit Treiberversion und Spiel funktioniert, ist Version 2.4.6 derzeit das beste Paket.

        Da ich GeForce Experience probiere und die Änderung sichtbar war, wie auch schon bei veschiedenen Unterversionen von 2.3.x, greift zumindest hier Nvidias DLSS-Aktualisierung bei den genutzten Versionen nicht.
        Gute Alternativen bei Problemen mit einer bestimmten DLSS-Version:
        -2.4.6 erste Wahl, wenn sie mit dem Game und Treiber funktioniert
        -2.4.3 (ging immer problemlos)
        -2.3.9 (nicht für Shadow of the TR, scharfes Bild, aber mehr Ghosting)
        -2.3.3 (ging immer problemlos)
        -2.2.14 (sollte spätestens funktionieren)

        EDIT
        Warum gerade diese Versionen?
        Es gibt dabei sogar optisch gelungenere DLSS-Bibliotheken, aber diese sehen gut aus und haben tadellos funktioniert.
        Gerade Version 2.3.9 und 2.4.6 sorgten bei mir in Shadow of the Tomb Raider und Cyberpunk 2077 für Abstürze, die genannten Versionen laufen aber problemlos.
        Zitat von Freiheraus
        Kann man eigentlich immer noch manuell mit nem Handgriff die 8 Kerner dazu zwingen SMT zu nutzen?
        Ohne SMT steht mein Zen+ Achtkerner definitiv nicht besser da. Da läuft es bei 3,9 GHz mit SMT fluffiger (Decals ultra, LoD hoch).
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von rhalin
        Das gleiche gilt z.B. auch für Guardians of the Galaxy.
        Da hab ich tatsächlich auch eher Richtung 60FPS zielen müssen um ein flüssiges Spielerlebnis zu bekommen.
        Bei CP2077 hab ich das aber nicht so empfunden.
      • Von rhalin Software-Overclocker(in)
        Bezüglich FPS vs. Optik.
        Ich habe im Zuge des Next Gen Updates mal auf der Series X CP (Demo) gespielt.
        Sowohl der Bildqualität als auch der RT Modus waren für mich nicht spielbar.
        Einzig der Performancemodus, der 60 FPS liefert, war annehmbar.
        Das gleiche gilt z.B. auch für Guardians of the Galaxy.
        In Actiontiteln oder Shootern würde ich auch auf Konsolen nicht mehr auf 30FPS zocken wollen.
        Und von Next Gen Grafik sind wir da auch noch Lichtjahre entfernt, das RT musste man da mit der Lupe suchen.
      • Von Lors84 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Performance ist bei mir seit Update 1.5 grausam und somit unspielbar geworden. In bestimmten Locations wie "Tom's Diner" inlusive Markt habe ich grottige Frametimes und stutter ohne Ende. Oder auch manchmal nur wenn ich die Map öffne.

        Vielleicht ändert sich das mit der RTX4090 und mehr VRAM...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk