20 Jahre CDPR: Einstiges Problemkind Cyberpunk 2077 im Nachtest mit 40 CPU- und 22 GPU-Benchmarks
Als Cyberpunk 2077 erschien, standen die Sterne für CD Projekt Red nicht optimal. Die PC-Version plagten viele Bugs, die technische Seite lief alles andere als rund und über die Playstation-Version reden wir lieber gar nicht erst. Dennoch ist den Entwicklern mit Cyberpunk 2077 ein großartiges Spiel gelungen, welches seitdem gepflegt wird. Wir prüfen die aktuelle Version, mit brandneuen Benchmarks.
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Cyberpunk 2077 ist eines der besten Open-World-Rollenspiele, doch es schaffte nicht, dem Hype gerecht zu werden. Von großer Hoffnung und mit Optimismus erfüllte Spieler-Herzen bis hin zu einer Kaufwarnung der PS4-Fassung war die Entwicklung rund um das neue Spiel der Witcher-Macher eine Achterbahnfahrt sondergleichen. Dennoch erhielt der Titel zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter den Spezialpreis für Grafik und Innovation, bestes Rollenspiel und Best of Gamescom. CD Projekt Red arbeitet bis heute kontinuierlich an Erweiterungen und Updates. Wir rufen uns die Entwicklung noch einmal ins Gedächtnis, versuchen gemeinsam die Hintergründe rund um Täuschung sowie dem Crunch von CD Projekt Red auf den Grund zu gehen und liefern mit 37 Grafikkarten- und 40 CPU-Benchmarks inklusive Raytracing-Benchmarks der aktuellen Version 1.52 eine der umfangreichsten Technik-Analysen, die es bei PCGH jemals gegeben hat.
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Cyberpunk 2077: Die Entwicklung
Was ein Höllenritt - so könnte man die Geschichte rund um Cyberpunk 2077 zusammenfassen. Dabei fing alles so gut an. Begeben wir uns ins Jahr 2012: CD Projekt Red war gerade mit der Entwicklung von The Witcher 3: Wild Hunt - Blood and Wine fertig und konnte sich auf ein neues Projekt konzentrieren: Cyberpunk 2077. Nach dem Erfolg von Witcher 3 war das Vertrauen in das eigene Können mehr als vorhanden und sogar die polnische Regierung hat CD Projekt Red anfänglich mit sieben Millionen US-Dollar finanziert, was die Polen für die Erschaffung der Red Engine 4 nutzten. Angekündigt wurde das Spiel bereits im Mai 2012, offenbar, um einen möglichst großen Hype bis zum Release zu erzeugen. Es hört sich auch erst mal nicht schlecht an, wenn die "Macher von Witcher 3" ein neues, großes Action-Rollenspiel ankündigen. Der erste Teaser-Trailer zu Cyberpunk 2077 erschien bereits im Januar 2013. Mit dem fertigen Spiel haben die Szenen nicht mehr viel gemeinsam, doch man erkennt bereits in diesem frühen Stadium, wo die Reise einmal hingeht. Anfänglich war eines klar: Cyberpunk 2077 sollte inklusive Multiplayer-Modus erscheinen, doch je weiter die Entwicklung voranschritt, desto mehr Features mussten gestrichen werden. Dazu gehören etwa Möglichkeiten, Fahrzeuge zu individualisieren, verschiedene Wohnungen zu kaufen, der Roboter "Flathead" als Begleiter der Spielfigur oder Wall-Running. Zumindest teilweise wurden Inhalte per Update nachgereicht.
Echte Szenen aus dem Spiel sah man dann 2018 zur E3. Dieser Trailer ging in die Geschichte ein und hat, Stand heute, über 22 Millionen Aufrufe. Er zeigt die wichtigsten Charaktere, Ingame-Grafik und den Soundtrack. Zur gleichen Zeit hat CD Projekt Red ein neues Entwickler-Studio in Breslau eröffnet. Bis zuletzt haben 530 Entwickler an Cyberpunk 2077 gearbeitet - es ist das größte und mit 263 Millionen Dollar Entwicklungskosten teuerste Projekt, welches das Studio jemals hervorgebracht hat. Zur E3 2019 haben die Polen dann den Hype erneut angefacht. In einem Cinematic-Trailer zum Spiel sah man am Ende erstmals Johnny Silverhand, verkörpert von Keanu Reeves. Kurz darauf betrat er persönlich die Bühne, stellte das Spiel vor und präsentierte das Release-Datum. Der Satz eines Fans "you're breathtaking" und die Antwort von Reeves darauf, genießt heute Kultstatus.
Die Verschiebungen und der Crunch
Cyberpunk 2077 wurde mehrmals verschoben, erst auf September 2020, dann November und schließlich den 10. Dezember 2020. Die letzte Verschiebung wurde von den Fans so heftig aufgenommen, dass die Entwickler Morddrohungen erhalten haben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte auch dem treusten Fan klar geworden sein, dass es bei CD Projekt brodelt, und zwar heftig. Das gipfelte in der katastrophalen Performance der PS4- und Xbox-One-Version, insbesondere, weil der CEO von CDPR im Vorfeld von einer "überraschend guten Performance" sprach. Weltweit hat sich die Berichterstattung danach auf das "Chaos hinter den Kulissen" konzentriert. Die New York Times hat es in einem Artikel dazu treffend formuliert: "Bürogerüchte, die sich auf Discord-Servern verbreiten, irreführende, von Managern gesetzte Fristen, Streitigkeiten unter den Führungskräften des Unternehmens sowie Inkompetenz und schlechte Planung, die zu unnötigem "Crunch" führen. [...] Langjährige Mitarbeiter verließen die Firma als Folge der Überlastung. Die Eigentümer behandeln die Firma als eine Maschine zum Geldverdienen und sehen die Mitarbeiter nicht als Menschen, sondern eher als Daten in der Tabelle", schrieb ein ehemaliger Mitarbeiter auf der Seite.
Das ist bezeichnend und leider muss man dazu sagen nicht ungewöhnlich in der Branche. Kurz nach dem Launch wurde der Verkauf der digitalen PS4-Fassung gestoppt, als Reaktion auf die miese Qualität, die zahlreichen Bugs und den Zustand des Spiels. Auf dem PC lief es zwar technisch besser, aber vieles wirkte unfertig; die Performance war mal gut, mal nicht und generell hatte man den Eindruck, dass die Entwickler besser noch ein Jahr am Titel gearbeitet hätten, bevor sie diesen auf die Allgemeinheit loslassen.
Erst Patch 1.5 brachte merkliche Besserung
Und wie sieht es heute aus, rund 1,5 Jahre nach dem Launch? Steam sagt "größtenteils positiv", was eine Zustimmung von 76 Prozent bei rund 430.000 Rezensionen bedeutet. Der größte Patch für das Spiel, Version 1.5, ist das Nextgen-Update für die aktuellen Konsolen und fügt für diese Raytracing-Optionen ein. Zudem wurden zahlreiche Bugs beseitigt. CDPR hat noch einen Hotfix nachgeschoben, allerdings gibt es wohl immer noch Fehler und Probleme bei bestimmten Quests. Wir können aus Zeitgründen natürlich nicht das ganze Spiel noch einmal durchspielen, geben aber zu Protokoll, dass wir in der aktuellen Fassung wenig bis gar keine Bugs angetroffen haben. Das Spiel ist so groß, dass jeder Night City anders erlebt, es fällt daher ein generelles Fazit schwer. Wir beziehen uns auf den kommenden Seiten auf die Performance.

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Die 8KernSchwäche bei Ryzen ist für CDPR wirklich kein Ruhmesblatt. Ich hoffe, das ändert sich mit der ersten Erweiterung...
Den Ryzen 5800X3D habe ich zum einen vorsorglich weil ich die Plattform noch eine Weile nutzen will. Außerdem für die Spiele die ich gerne spiele und die CPUs zum fressen gern haben. Wie City Skylines, Anno 1800, Stellaris...
Dass meine GPU eigentich zu schwach für die dicke CPU ist, ist mir auch klar ^^.
Und so lange warte ich auch mit der Anschaffung von Cyberpunk, die großartige RT-Optik ist mir das Warten wert.
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Ich kann bzgl. Cyberpunk berichten, dass mit Treiber 516.79 und DLSS 2.4.6 die Raytracing-Reflexionen teils schwammiger wirken. Da ich auch erstmals wieder einen Absturz hatte, ging es also zurück zu meinem "last known good" (2.4.3). Version 2.3.9 bietet eine hohe Schärfe und funktioniert in CP2077 und Metro EE sehr gut, leidet aber stärker unter Ghosting als beispielsweise 2.4.3 (die bei Techpowerup wieder online ist).
EDIT
Wenn sie in Kombination mit Treiberversion und Spiel funktioniert, ist Version 2.4.6 derzeit das beste Paket.
Da ich GeForce Experience probiere und die Änderung sichtbar war, wie auch schon bei veschiedenen Unterversionen von 2.3.x, greift zumindest hier Nvidias DLSS-Aktualisierung bei den genutzten Versionen nicht.
Gute Alternativen bei Problemen mit einer bestimmten DLSS-Version:
-2.4.6 erste Wahl, wenn sie mit dem Game und Treiber funktioniert
-2.4.3 (ging immer problemlos)
-2.3.9 (nicht für Shadow of the TR, scharfes Bild, aber mehr Ghosting)
-2.3.3 (ging immer problemlos)
-2.2.14 (sollte spätestens funktionieren)
EDIT
Warum gerade diese Versionen?
Es gibt dabei sogar optisch gelungenere DLSS-Bibliotheken, aber diese sehen gut aus und haben tadellos funktioniert.
Gerade Version 2.3.9 und 2.4.6 sorgten bei mir in Shadow of the Tomb Raider und Cyberpunk 2077 für Abstürze, die genannten Versionen laufen aber problemlos.
Bei CP2077 hab ich das aber nicht so empfunden.
Ich habe im Zuge des Next Gen Updates mal auf der Series X CP (Demo) gespielt.
Sowohl der Bildqualität als auch der RT Modus waren für mich nicht spielbar.
Einzig der Performancemodus, der 60 FPS liefert, war annehmbar.
Das gleiche gilt z.B. auch für Guardians of the Galaxy.
In Actiontiteln oder Shootern würde ich auch auf Konsolen nicht mehr auf 30FPS zocken wollen.
Und von Next Gen Grafik sind wir da auch noch Lichtjahre entfernt, das RT musste man da mit der Lupe suchen.
Vielleicht ändert sich das mit der RTX4090 und mehr VRAM...