Cyberpunk 2077: Benchmarks von 40 CPUs & Fazit
Auf der dritten Artikelseite erfahren Sie alles über die Prozessor-Anforderungen von Cyberpunk 2077. Abschließend ziehen wir ein Fazit.
Erinnern Sie sich noch an den Technik-Test zum Launch von Cyberpunk 2077 Anfang Dezember 2020? Gefühlt ist das nicht nur "dank" der Coronapandemie eine Ewigkeit her, das Spiel hat seitdem auch zahllose Patches und Updates erhalten und spielt sich heute ganz anders, als es damals der Fall war. Bei den Prozessor-Benchmarks hat uns natürlich brennend interessiert, was sich seitdem in Sachen Performance getan hat. Immerhin hat das Spiel grafische Aufwertungen erhalten, die sich theoretisch auch auf die CPU-Last auswirken können. Des Weiteren wissen nur die Entwickler, ob sich an den Parametern der einzelnen Grafik-Presets etwas verändert hat, oder auch nicht. Wir haben einen großen Vorteil bei den CPU-Benchmarks, denn wir nutzen immer noch die gleiche Szene zum Testen, wie zu Beginn des Technik-Tests zu Cyberpunk 2077. Wir können die Performance also über einen größeren Zeitraum vergleichen, müssen allerdings zu Protokoll geben, dass zwischenzeitlich die Grafikkarte für CPU-Benchmarks ausgetauscht wurde und neue Grafiktreiber inkl. Windows-Updates zu völlig anderen Ergebnissen führen können. Gleichwohl laden wir Sie herzlich ein, unsere Szene nachzustellen, Sie finden im Video alle Informationen dazu und im oben verlinkten Technik-Test die Save-Dateien.
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Cyberpunk 2077: 40 CPU-Benchmarks
120 Messungen später treffen wir uns wieder. Fangen wir doch dieses Mal unten an: Sie nutzen noch einen Core i7-3770K oder 4790K? Dann sollten Sie lieber einen Bogen um Night City machen. Die durchschnittliche Bildrate mag noch ausreichend erscheinend, doch die P1-Fps sind gruselig und so niedrig, dass Sie mit starkem Input Lag zu kämpfen haben werden. Sie wissen schon, das ist die Zeit, welche Ihr PC benötigt, um die Eingabe von Tastatur, Maus oder Gamepad grafisch auf dem Bildschirm darzustellen. Da ergeht es dem ersten Volksachtkerner, dem Ryzen 7 1700X auch nicht besser. Kerne allein retten also die Bildrate nicht, doch was dann? Scrollen Sie etwas hoch, dann kommt ein dicker Block an Prozessoren, der sich vom Ryzen 7 3700X bis zum Ryzen 9 3900XT zieht. Dazwischen liegen zwölf verschiedene CPUs verschiedenster Leistungs-, Kern- und Architekturklassen: Vier Alder-Lake-Kerne, die hohe Zen-3-IPC, 24 Threads des Zen-2-Kolosses, die sparsamste Intel CPU und ein alter Hexacore aus dem Jahre 2017, der noch auf eine viel ältere Plattform setzt - sie alle sind gefühlt gleich schnell. Eines können Sie uns glauben: Wenn wir diese Werte nicht selbst ermittelt hätten, würden wir die Autoren für bekloppt halten. Doch sie entsprechen der Realität und zeigen deutlich auf, dass sich Warten lohnen kann und man nicht jedes CPU-Upgrade mitnehmen muss.
Bitte wundern Sie sich auch nicht darüber, dass Zen-Sechskerner immer noch schneller sind als Zen-Achtkerner. Dem Entwickler ist es immer noch nicht(!) gelungen, die SMT-Schwäche von Ryzen-Prozessoren ab acht Kernen zu lösen. Was es damit auf sich hat, ist schnell erklärt: Nutzen Sie eine Ryzen-CPU mit mehr als sechs Kernen, dann werden die SMT-Threads vom Spiel einfach nicht oder nur schlecht angesprochen. Das resultiert dann in geringen Fps. Ab zwölf Kernen haben sie praktisch 12 Threads und das Problem ist aus der Welt. Zu Beginn der Problematik, mit der grauenhaften PS4-Fassung, den zahlreichen Bugs und all den anderen Problemen, konnte man CD Projekt Red noch zugestehen, dass sie schlicht Besseres zu tun haben, als sich dieser im Grunde nicht sehr wichtigen AMD-Ryzen-Schwäche anzunehmen. Doch inzwischen ist viel Zeit vergangen und dass dieser Fehler in der aktuellen Fassung immer noch vorkommt, ist einfach nur peinlich. Es ist davon auszugehen, dass sich daran auch zukünftig nichts ändern wird. Als Nutzer eines Zen-Achtkerners können Sie eigentlich nur eines tun, um diesem Umstand entgegenzuwirken: zwei Kerne deaktivieren. Dass das keine Lösung sein soll, ist uns bewusst, sehen Sie es daher als Tipp für etwas mehr Fps an.
Doch zurück zur Auswertung der CPU-Performance von Cyberpunk 2077. Eigentlich ist es ganz einfach: Möglichst viel L3-Cache, gepaart mit einer möglichst modernen Architektur (=hohe IPC-Leistung) führt zum Erfolg. Ein Intel Core i5-12400 für rund 200 Euro liefert beispielsweise über 100 Fps und ist dabei sehr sparsam unterwegs. Das gilt auch für einen Zen-3-Hexacore, wie einem Ryzen 5600 oder 5600X. Mehr als 120 Fps kostet dann das Sparschwein, denn dafür ist ein sehr schneller Core i7-12700K vonnöten. Die Spitze des Eisbergs stellen AMD Ryzen 7 5800X3D und Intel Core i9-12900KS dar. Stellen Sie an dieser Stelle den Bezug zu den Grafikkarten-Benchmarks her: Es nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie eine schnelle CPU verbauen und dann von der Grafikkarte limitiert werden. Ein Beispiel: Wenn Sie eine RTX 3070 in der WQHD-Auflösung nutzen, dann zaubert Ihnen die GPU 59,9 Fps auf den Bildschirm. Das ist aus der Sicht der CPU ein einfach zu erreichendes Ziel, denn das schafft sogar ein Intel Core i7-7700K. Es mag vorkommen, dass eines der Limits dominiert, doch eine Analyse unserer Benchmarks kann Sie im Zweifelsfall vor einem Fehlkauf bewahren und bares Geld sparen.
Cyberpunk 2077: Fazit
CD Projekt Red hat mit Cyberpunk 2077 eine große Reise begonnen und obwohl der Weg bis jetzt sehr steinig war, lassen sich die Entwickler aus Polen nicht beirren und arbeiten fleißig weiter an ihren Projekten. Die Situation erinnert frappierend an die von No Man's Sky. Nach vielen Jahren der Entwicklungszeit kam dort eines der besten Spiele seiner Art zum Vorschein, welches selbst fünf Jahre nach dem Release noch gerne gespielt wird. Das wünschen wir uns auch für Cyberpunk 2077. Denn allen Unkenrufen zum Trotz verbirgt sich hinter Cyberpunk 2077 ein großartiges Spiel mit hervorragendem Soundtrack, an den man sich noch viele Jahre später erinnern wird. Auch in Sachen Technik geht es langsam aber stetig voran: Die Performance hat sich verbessert und grafisch hat sich dank neuer Raytracing-Effekte seit Patch 1.5 auch etwas getan. Wenn die Bugs endlich beseitigt sind, möchte CD Projekt Red noch Erweiterungen für das Spiel herausbringen. Nächster voraussichtlicher Halt: Version 1.6 - vermutlich inklusive FSR 2.0. Wir bleiben gespannt und verfolgen die Entwicklung mit einem optimistischen und einem kritischen Auge weiter.
Damit ist unser Ausflug in CD Projekts ambitionierte Dauerbaustelle schon wieder zu Ende. Haben Sie Cyberpunk 2077 bereits gekauft oder gar durchgespielt? Oder warten Sie darauf, dass das Spiel endlich mit allen Add-ons bestückt wird und somit fertig ist? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar, wir freuen uns über jedes Feedback der Community! Sollten Sie noch keinen Account haben, können Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt.

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Die 8KernSchwäche bei Ryzen ist für CDPR wirklich kein Ruhmesblatt. Ich hoffe, das ändert sich mit der ersten Erweiterung...
Den Ryzen 5800X3D habe ich zum einen vorsorglich weil ich die Plattform noch eine Weile nutzen will. Außerdem für die Spiele die ich gerne spiele und die CPUs zum fressen gern haben. Wie City Skylines, Anno 1800, Stellaris...
Dass meine GPU eigentich zu schwach für die dicke CPU ist, ist mir auch klar ^^.
Und so lange warte ich auch mit der Anschaffung von Cyberpunk, die großartige RT-Optik ist mir das Warten wert.
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Ich kann bzgl. Cyberpunk berichten, dass mit Treiber 516.79 und DLSS 2.4.6 die Raytracing-Reflexionen teils schwammiger wirken. Da ich auch erstmals wieder einen Absturz hatte, ging es also zurück zu meinem "last known good" (2.4.3). Version 2.3.9 bietet eine hohe Schärfe und funktioniert in CP2077 und Metro EE sehr gut, leidet aber stärker unter Ghosting als beispielsweise 2.4.3 (die bei Techpowerup wieder online ist).
EDIT
Wenn sie in Kombination mit Treiberversion und Spiel funktioniert, ist Version 2.4.6 derzeit das beste Paket.
Da ich GeForce Experience probiere und die Änderung sichtbar war, wie auch schon bei veschiedenen Unterversionen von 2.3.x, greift zumindest hier Nvidias DLSS-Aktualisierung bei den genutzten Versionen nicht.
Gute Alternativen bei Problemen mit einer bestimmten DLSS-Version:
-2.4.6 erste Wahl, wenn sie mit dem Game und Treiber funktioniert
-2.4.3 (ging immer problemlos)
-2.3.9 (nicht für Shadow of the TR, scharfes Bild, aber mehr Ghosting)
-2.3.3 (ging immer problemlos)
-2.2.14 (sollte spätestens funktionieren)
EDIT
Warum gerade diese Versionen?
Es gibt dabei sogar optisch gelungenere DLSS-Bibliotheken, aber diese sehen gut aus und haben tadellos funktioniert.
Gerade Version 2.3.9 und 2.4.6 sorgten bei mir in Shadow of the Tomb Raider und Cyberpunk 2077 für Abstürze, die genannten Versionen laufen aber problemlos.
Bei CP2077 hab ich das aber nicht so empfunden.
Ich habe im Zuge des Next Gen Updates mal auf der Series X CP (Demo) gespielt.
Sowohl der Bildqualität als auch der RT Modus waren für mich nicht spielbar.
Einzig der Performancemodus, der 60 FPS liefert, war annehmbar.
Das gleiche gilt z.B. auch für Guardians of the Galaxy.
In Actiontiteln oder Shootern würde ich auch auf Konsolen nicht mehr auf 30FPS zocken wollen.
Und von Next Gen Grafik sind wir da auch noch Lichtjahre entfernt, das RT musste man da mit der Lupe suchen.
Vielleicht ändert sich das mit der RTX4090 und mehr VRAM...