Crimson Desert im Tech-Test: Technik und Performance
An dieser Stelle untersuchen wir die Technik von Crimson Desert. Wir beginnen mit einigen Performance-Messungen, um uns mit den Eigenheiten der genutzten Blackspace Engine vertraut zu machen.
In diesem Artikel
Crimson Desert nutzt die von Pearl Abyss entwickelte Blackspace Engine. Diese kam bereits in dem MMORPG Black Desert zum Einsatz, ist demnach für große, offene Spielwelten und generell auch für den Einsatz auf einer breiten Hardware-Basis ausgelegt. Schließlich ist insbesondere der Erfolg von Online-Rollenspielen davon abhängig, dass eine große Spielerschaft angesprochen und gehalten werden kann. Die Systemanforderungen dürfen demnach nicht zu gewaltig ausfallen, die Optik sollte dennoch ansprechend genug sein, um auch das Interesse der Spieler mit hohen grafischen Ansprüchen über viele Stunden, bestenfalls Jahre, halten zu können. Es ist ein kniffliger Spagat.
Wie sieht also die Performance bei Ultra-Details samt Raytracing aus? Wir haben uns für die Messungen eine der anspruchsvollsten Szenen ausgesucht, die wir in mehr als einem Dutzend Stunden während unserer technischen Beobachtungen aufspüren konnten. Im mittleren Norden der Karte, zwischen dem Landstrich Pailune im Nordwesten von Pywel und der nordöstlich gelegenen, namensgebenden Purpurwüste gelegen, stoßen wir auf die Ortschaft Beighen. In einem Tal gelegen, von einem Fluss durchzogen und von buntem Wald umgeben, liegen hier die Bildraten relativ deutlich niedriger als in nahezu allen anderen Gebieten, die wir nach vielen Stunden Umherstreifen besichtigt haben. Wie sieht hier also die Performance aus, wenn wir sämtliches Upsampling, jegliche Frame Generation deaktivieren und Ultra-Details bei nativer Auflösung fahren? Wir wählen je eine Radeon RX 9070 XT sowie eine Geforce RTX 5070 Ti und messen los:
Moment, wir haben eine der anspruchsvollsten Szenen, die wir über viele Stunden Performance-Untersuchungen aufspüren konnten, und erzielen bei nativer Auflösung, bei Ultra-Details, inklusive Raytracing und in Ultra HD noch immer rund 60 Fps? Ohne Upsampling und Frame Generation? Das ist sicherlich nicht das Ergebnis, das wir ursprünglich erwartet hätten. Im Regelfall hätten wir mit Grafikkarten wie der RTX 5070 Ti und RX 9070 XT und Raytracing-Darstellung eher 60 Fps beim Einsatz mit FSR/DLSS Quality erwartet - in WQHD! Dass wir auch in 4K ohne Upsampling auf rund 60 Bilder pro Sekunde kommen, ist eher ungewöhnlich. Selbst eine Geforce RTX 5090 ist in dieser Auflösung samt Raytracing im Regelfall auf DLSS Quality, bei Pathtracing gar auf DLSS Balanced angewiesen, um rund 60 Fps zu erzielen.
Ein Blick in das Grafikmenü verrät allerdings, dass neben "ultra" (Latein: "über", "über das Übliche hinaus", "im höchsten Maße") gar noch ein weiteres Preset existiert. "Filmisch" setzt sämtliche Regler eine weitere Stufe herauf, was insbesondere der Sichtweite sehr zugutekommt und die schicke und detaillierte Weltdarstellung nochmals deutlich verbessert. Doch damit nicht genug, ein Blick auf den Regler für die Beleuchtung verrät, dass bei diesem einzelnen Schalter gar nochmals eine höhere, maximale Stufe existiert. Bleiben wir vorerst bei nativer 4K-Auflösung und vergleichen einmal die "filmische" mit der "Ultra"-Qualität, darauf aktivieren wir bei der Beleuchtung die maximale Stufe.
Mit der Detailstufe "filmisch" erzielen wir noch immer über 50 Fps in 4K bei nativer Auflösung ohne Upsampling oder Frame Generation. Dies ist noch immer auffallend performant für die RX 9070 XT und die RTX 5070 Ti, zumal wir auch noch feine Raytracing-Grafik genießen können. Beim manuellen Aktivieren der höchsten, maximalen Beleuchtungsstufe - ein Preset für diese existiert nicht -, rasseln unsere Bildraten allerdings kräftig in den Keller. Die "filmischen" Details erhöhen insbesondere Sichtweite und feine Details sichtbar und recht drastisch.
Quelle: PC Games Hardware
4K mit "filmischen" Details, Raytracing und DLSS/FSR Quality ohne Ray Reconstruction/Regeneration. Dieses Setting passt gut zur Performance der RTX 5070 Ti und RX 9070 XT und beschert uns selbst in unserer sehr anspruchvollen Benchmarkumgebung deutlich über 60 Fps.
Die maximale Beleuchtungsqualität ist dagegen deutlich schwieriger auszumachen - abseits der nun ziemlich ruckeligen Darstellung. Indirekte Beleuchtung und Schattenwürfe wirken minimal feiner, doch sichtbar ist dies eigentlich nur im direkten Vergleich und der Performance-Impact ist kräftig. Die Qualitätsstufe "filmisch" erscheint uns lohnenswert, die maximale Beleuchtungsqualität dagegen weniger. Sie ist sehr kostspielig für wenig optische Gegenleistung.
Wenn wir mit dem Preset "filmisch" DLSS Quality oder FSR Quality zuschalten, erzielen wir in feiner 4K-Darstellung gute und stabile 60 Fps und mehr. Dies scheint die beste Balance aus Optik und Performance darzustellen. Zudem können wir nun die Ray Regeneration (RX 9070 XT) respektive Ray Reconstruction (RTX 5070 Ti) zuschalten. Ohne die jeweiligen Upsampling-Verfahren bleiben die Optionen ausgegraut. Schalten wir doch diese einmal zu.
Nanu?! Weshalb rasseln unsere Bildraten trotz Quality-Upsampling und nur Preset "filmisch" beim Zuschalten der Ray Regeneration/Ray Reconstruction so dermaßen in den Keller? Ist etwa die Ray Reconstruction fehlerhaft, macht unerklärliche Dinge, lässt die Performance leiden? Nein, der Grund liegt an anderer Stelle begraben - und obendrein tritt das Phänomen auch mit der Radeon RX 9070 XT und AMDs Ray Regeneration auf, nicht nur bei Nvidias Ray Reconstruction.
Allerdings machen Pearl Abyss, die genutzte Blackspace Engine und Crimson Desert einiges anders als erwartet und bekannt - inklusive unkonventionellem Einsatz von sowohl Ray Regeneration als auch Ray Reconstrution und dem eigentlichen Raytracing. Was genau hier geschieht, wie die Raytracing-Darstellung funktioniert und weshalb beide Raytracing-Denoiser drastisch die Performance senken und dennoch wie angedacht funktionieren, das klären wir auf der folgenden Seite.

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Alleine das Aktivieren von HGiG an meinen beiden LGs hat das Bild so deutlich verändert, daß eine Neueinstellung nötig war.
Denn selbst wenn 2 Geräte ein identisches panel nutzen, kann das Ergebnis durch verschiedene Herstellervorgaben für die Ansteuerung anders aussehen.
Das ist auch kein Hexenwerk:
Sind die Grundeinstellungen im OS und Gerät einmal erledigt, braucht man nur noch entsprechend die Optionen im Spiel einstellen.
Das dauert weniger lang, als Grafikeinstellungen oder Tastaturbelegungen einzustellen.
Nun auch dedizierte PC HDR settings:
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