Intel Core i3-12100F im Test: Schnell, sparsam und gut?

Mit nur vier Kernen stellt sich Intels Core i3-12100F der Konkurrenz. Aus der Core-Familie ist der i3 der günstigste Einstieg in den Sockel 1700. Intel bietet Aufrüstern eine spannende Option, denn später lässt sich auf dem Mainboard noch eine bessere Alder- oder Raptor-Lake-CPU nutzen. Wir klären im Test mit Benchmarks, wie sinnvoll vier Kerne 2022 sind.

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Intel Core i3-12100F im Test: Schnell, sparsam und gut?
Quelle: PCGH

In der Regel erhalten Redaktionen wie unsere zuerst die K-Versionen der jeweiligen Test-Samples, bei Alder Lake waren das Core i9-12900K und Core i5-12600K. Aus der Perspektive von Intel ist es auch logisch, zuerst die besten Modelle ins Rennen zu schicken und so konnte uns nach kurzer Zeit vor allem der Core i7-12700K überzeugen. Zur CES 2022 wurden dann weitere, kleinere Prozessoren vorgestellt, die in der Regel mit weniger Features aufwarten und auf den ersten Blick weniger bieten. Zwei davon, Core i5-12400 und Core i7-12700, haben wir bereits getestet. Heute folgt eine weitere CPU aus der zweiten Reihe: Intel Core i3-12100F. Ohne "K" und mit "F" bedeutet, dass die CPU auf einen offenen Multiplikator sowie eine Grafikeinheit verzichtet. Das gilt auch für das Pro-Kern-SMT, mit welchen man die SMT-Fähigkeit einzelner Kerne abschalten kann. Das ist bei einem Vierkerner aber ohnehin nicht sehr sinnvoll. Alles Weitere klären wir folgend im PCGH-Test mit Benchmarks.

Wir bedanken uns bei Zed Up für die Bereitstellung des Testmusters des Core i3-12100F. Die CPU stammt aus dem Handel und war bei Ankunft versiegelt.

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Intel Core i3-12100F im Test: Überblick

Ein Core i3-12100F verfügt über 4 Golden-Cove-Kerne mit 8 Threads und kommt ohne Effizienz-Kerne aus. Wie schon i9-12900K und Co. wird auch der Sechskerner in Intel 7 gefertigt, was 10 nm entspricht. Intel betont jedoch, dass sich die neue Fertigung nicht mit der alten Bezeichnung vergleichen lässt. Der Basistakt beträgt 3,3 GHz und der maximale Boost-Takt für einen Kern liegt bei 4,3 GHz. Die meiste Zeit jedoch werden Sie die Rechenherzen beim Spielen mit 4,1 GHz takten sehen. Die PBD (Processor Base Power) beträgt 58 Watt, die MTP (Maximum Turbo Power) beziffert sich im Fall des Core i3-12100F auf geringe 89 Watt und liegt damit genau ein Watt niedriger als beim geistigen Vorgänger Core i3-10100 (einen Rocket-Lake-Vierkerner gibt es nicht).

Unterstützt werden sowohl DDR5-Speicher bis 2.400 MHz (DDR5-4800) als auch DDR4-Speicher bis 1.600 MHz (DDR4-3200). Sie haben dabei die Wahl zwischen Gear 1, 2 und 4. Damit ist der Teiler gemeint, der auf den integrierten Speichercontroller angewendet wird. Bei Gear 1 laufen Arbeitsspeicher und Speichercontroller synchron und bieten einen entsprechenden Leistungs-Boost. Gear 2 bedeutet die Hälfte der Taktfrequenz des Speichers und Gear 4 schließlich ein Viertel davon. Intel schafft damit eine breite Unterstützung vieler Arbeitsspeicher, egal ob Sie auf DDR4- oder auf DDR5-Speicher setzen.

Bezeichnung Kerne/Threads Max. Boost IGP RAM PBP/MTP in Watt
Core i9-12900K 16/24 (8P+8E) Bis zu 5,2/3,9 GHz Alder Lake GT1 (Xe) DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear 1 125 (=241)
Core i7-12700K 12/20 (8P+4E) Bis zu 5,0/3,8 GHz Alder Lake GT1 (Xe) DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear 1 125 (=190)
Core i7-12700 12/20 (8P+4E) Bis zu 4,9/3,6 GHz Alder Lake GT1 (Xe) DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear 1 65/180
Core i5-12600K 10/16 (6P+4E) Bis zu 4,9/3,6 GHz Alder Lake GT1 (Xe) DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear 1 125 (=150)
Core i5-12400 6/12 (6P, keine E-Cores) Bis zu 4,4 GHz Alder Lake GT1 (Xe) DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear 1 65/117
Core i3-12100F 4/8 (4P, keine E-Cores) Bis zu 4,3 GHz - DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear 1 58/89

Wie alle anderen Alder-Lake-CPUs auch, bringt ein Core i3-12100F die Unterstützung für PCI-Express 5.0 mit. Da es sich hier um eine CPU mit F-Suffix handelt, wurde die IGP deaktiviert. Der Core i3-12100F kommt mit 12 MiByte L3-Cache - das sind mehr, als Intel Vierkernern üblicherweise spendiert und wirkt sich positiv auf die Leistung in Spielen aus.

Wer die CPU in der Box-Variante kauft, findet neben dem Prozessor den neuen Intel Laminar RM1, ein im Vergleich zum Vorgänger optisch ansprechender Kühler, dessen Leistung aber nach wie vor auf "damit die CPU überhaupt läuft" beschränkt werden kann. Neben SSE4.2, AVX2, GNA und DL Boost, welche die Leistung in Spielen und Anwendungen erhöhen, verfügt die CPU mit AES-NI, CET, MBE und Boot Guard auch zahlreiche Sicherheitsfunktionen. Natürlich sind auch die für die Virtualisierung wichtigen Befehlssätze VT-x/d/x EPT mit an Bord. Theoretisch verfügt Alder Lake S auch über AVX-512F, doch Intel überarbeitet aktuell den Mikrocode und entfernt das Feature, unser Test läuft damit ohne den Befehlssatz.

Intel Core i3-12100F im Test: Benchmarks (Spiele)

Das wichtigste Merkmal eines Prozessors ist die Performance. Wir prüfen die Leistungsfähigkeit einer CPU in 14 Spielen und 6 Anwendungen. Die ausgewählten Benchmarks fordern den Prozessor auf verschiedene Weise: Neben einer hohen Single-Core-Leistung ist vor allem die Multi-Core-Leistung sehr wichtig, die Speicher- und internen Latenzen spielen auch eine große Rolle. Wir betreiben jeden Prozessor innerhalb der Parameter, wie es der Hersteller vorgibt. Das gilt auch für die Powerlimits. Für die Vergleichbarkeit kommt für jede DDR4- und DDR5-Plattform jeweils der gleiche Speicher zum Einsatz.

Alle Mainboards, die zum Testen der Prozessoren zum Einsatz kommen, wurden vorher durch die Redaktion geprüft und basieren auf einem ausführlichen Auswahlverfahren. Die CPU-Wasserkühlung verhindert zu jeder Zeit ein temperaturbedingtes Heruntertakten des Prozessors. Als Grafikkarte kommt eine Asus TUF RX 6900 XT mit erhöhten Taktraten zum Einsatz. Durch Vorheizen umgehen wir temporäre Boost-Modi, welche nicht die zu erwartende Leistung in Spielen abbilden.

Der kleine Vierkerner macht in Spielen eine sehr gute Figur. Praktisch immer tummelt sich ein Core i3-12100F im Bereich ehemaliger Sechskerner, wie einem i7-8700K oder einem AMD Ryzen 5 3600. Manchmal ist die CPU sogar schneller als ein Core i9-9900K. Da sieht man, welche Fortschritte Intel in den letzten Jahren gemacht hat. Im Remaster von Crysis 3 ist der Quadcore dann sogar fast so schnell wie ein i5-11600K. Ohne Frage, diese CPU ist für Spiele gemacht und die Mehrleistung zu ehemaligen Vierkernern, wie einem Core i7-7700K ist definitiv gegeben.

Intel Core i3-12100F im Spiele-Index

Ein Vierkerner, der sich auf dieselbe Stufe wie ein Core i5-11400F und AMD Ryzen 7 3700X stellt: Das sieht man auch nicht alle Tage. Gerade der Vergleich mit den ehemaligen Quadcores von Intel, mit denen viele Spieler noch immer unterwegs sind, ist sehr spannend. Wer von einem i7-4790K auf den i3-12100F aufrüstet, erhält im Schnitt die 1,5-fache Performance. Von einem i7-7700K sind es rund 30 Prozent höhere Bildraten. Wir können den Core i3-12100F bedenkenlos für Spiele empfehlen. Durch den geringen Preis eröffnet sich hier eine günstige Option für ein Upgrade. Und wenn später einmal mehr CPU-Leistung benötigt wird, lässt sich ganz einfach auf eine größere Alder- oder gar Raptor-Lake-CPU aufrüsten.

Intel Core i3-12100F im Test: Benchmarks (Anwendungen)

Spätestens jetzt kommen wir in der Realität an. Spiele sind für moderne Prozessoren überhaupt kein Problem, doch die wahre Leistung einer CPU kommt erst bei dauerhafter Anwendungslast zum Tragen. Da es sich hier nur um einen Vierkerner handelt, liegt die Leistung in Anwendungen erwartungsgemäß im niedrigen Bereich. Doch gerade Cinebench R23 zeigt im Single-Core-Benchmark die Stärke des i3-12100F auf. Im 3DMark fehlt dagegen nicht viel bis zu ehemaligen Preisbrechern wie einem Ryzen 3600 oder Core i5-10400F.

Intel Core i3-12100F im Anwendungs-Index

Dem 12100F fehlen nur sieben Prozentpunkte zum Core i5-10400F mit sechs Kernen und 12 Threads. Das ist beachtlich, ebenso der Vorsprung vom i7-7700K von 26 Prozent. Primär ist die CPU zum Spielen gedacht, aber wer von einem alten System mit Quadcore aufrüstet, nimmt natürlich auch gerne etwas mehr Anwendungsleistung mit.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von lucky1levin BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RyzA
        Kommt davon nicht auch ein Vierkerner? Dann wird der ungefähr genauso viel kosten.
        Ja der Ryzen 3 5100 aber basiert noch auf Zen 2. Inwiefern er von P/L mithalten kann, muss sich zeigen.
      • Von lucky1levin BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RyzA
        Kommt davon nicht auch ein Vierkerner? Dann wird der ungefähr genauso viel kosten.
        Ja der Ryzen 3 5100 aber basiert noch auf Zen 2. Inwiefern er von P/L mithalten kann, muss sich zeigen.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Shinna
        Auch mit den im April kommenden neuen Low Budget Ryzen CPUs hat AMD da nicht gegen zu setzen.
        Kommt davon nicht auch ein Vierkerner? Dann wird der ungefähr genauso viel kosten.
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        Auch als einer eher dem roten Lager zugeneigten Menschen muss ich klar sagen, dass Intel da was wirklich
        ordentliches im Angebot hat. Als preiswerter Spieleprozessor ist das keine schlechte Alternative, erinnert an
        den 3300Xer-Ryzen. Für eine Officekiste fehlt lediglich die iGPU, dann nimmt man eben den ohne F.
        Die CPU kann man eindeutig empfehlen.
        ***
        Für mich müsste es aber mindestens der
        i3-12100[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] in der beliebten Prescott Legendary Edition [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen],[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]GHz, 1,9KW
        sein, drunter kommt nichts in Frage
      • Von Medcha Software-Overclocker(in)
        Für den Preis n geiler Prozessor. Dass der offensichtlich für viele Herrschaften hier nicht das Richtige ist, versteht sich von selbst. Aber für ne günstige Officekiste sind 110€ gut. Wer daddeln will, nimmt etwas anderes.

        Ich habe in meinem Officerechner immer noch einen i5 4570 mit 16 GB Ram und der läuft wunderbar. Ich habe auch noch einen R5 2600x mit Board rumliegen, lohnt sich für mich gar nicht, den Rechner umzubauen. Die mögliche Mehrleistung im Internet- und Libreofficealltag merke ich eher weniger, wenn ich das mit meinem jetzigen DaddelPC (5600X) vergleiche. Deswegen, ca. 100€ für die CPU ist n guter Preis.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        also ich finde das ganze sehr interessant.Ich hoffe die ganzen alten Games kommen mit der neuen Onbaord GPU besser zurecht.Habe noch einen i7 3770k.Wollte ursprünglich games wie Borderland 2 damit zocken.Das Game lies sich leider nicht starten.Es hat nur ne Fehlermeldung angezeigt gehabt.Daraufhin habe ich da ne gtx 750 ti rein gesteckt gehabt. Hoffe das die neueren CPUs von Intel da besser sein werden und sich auch solche Games die ich so zocke (in wahrheit drauf mein bester Kumpel) sich dann auch ohne Fehlermeldung starten lassen.Ich weis das die neueren CPUS ne weitaus bessere Onbaord GPU drinnen haben.Nur bringt es mir wenig wenn diese nicht starten lassen.
        Ich zocke keine neuen Games.Wenn ein wenig VIdeoumwandeln nicht wäre,würde mir Gewiss auch noch immer ein 4 Kerner reichen.Bin echt gespannt wie lange der 3770k System noch leben wird.Das ist schon mein zweites Netzteil weil das erste hat schon seinen Geist aufgegeben.
        Dachte nun och schreck,der ganze Pc im Eimer und bräuchte nen neues innenleben.
        Nun ja wenn ich den nun ersetzten müsste wüsste ich nicht ob ich mich für den 12100 oder 12400 entscheiden sollte.
        WIe gesagt meine Anforderungen sind seid anfang dieses Jahres gesunken.
        Ich brauchte zuvor immer durch 2 x die selbe Anwendung mehr CPU Leistung.
        Bei vollast war Intel im Nachteil gewesen.
        Da es mit nur 1 Anwendung nun zur teillast geworden ist,sieht die sache wohl anderst aus.

        Mein Pc zum zocken ist ein i7 6950x. Ist ohne Oc so wie es Intel vorgesehen hatte.Damit zocke ich und nebenbei 1 Anwedung zum Umwandeln. Bin mir nicht sicher ob ich die 10 Kerne voll auslaste,gehe aber davon aus.
        Weil die Anwedung braucht locker 6 kerne und wenn ich spiele meistens 4 Kerne die Games.
        Aber ich will Windows 10 verwenden und kein Windows 11.
        Damit verliere ich mit den E Cores die Vorteile.Damit hätte ich also mit nem 12600k keine echten Vorteile mehr.
        Wobei so ein Akuteller 8 Kerner zersägt den 6950x in der Luft und das obwohl der ja 2 Kerne mehr hat.
        Wobei wie sieht es da aus wenn man 10 Kerner verwenden dann bei Amd mit 8 Kerne dann so aus.
        Das wäre also mal interessant ein 1 gegen 1 direkt Battle mit sonst selben bedingungen.
        Bin gespannt ob man sowas auch zu lesen bekommt.
        Wobei das gewiss wohl keine rolle spielen wird ob etwas 1 Stunde anstatt 30 Minuten .Denn so wenig habe ich noch umzuwandeln.Also alles was ich so in 1 Woche an VIdeos schneidet wird direkt Umgewandelt.

        Das es mal erleben darf,das konnte ich vor einigen Jahren noch nicht mal in meinen Künsten Träumen mir Vorstellen.Endlich weniger CPU Anforderungen. Mit nur 1 Umwandeln laste ich den 6950x Jedenfalls nicht vollständig aus.Das ist ein fall von teillast. Der liegt nun in Zukunft bei mir an.Ich will auch nie mehr zurück zum Vollast.Weil da wird mir schlecht bei 100 % CPU Auslastung.
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